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Meyer Sound Spacemap in den Bewake Studios

Die Bewake Studios in Berlin arbeiten als erstes Tonstudio mit einem Spacemap Go Mehrkanal-Monitoring-System. Das neueTool für Spatial Sound Design und Mixing von Meyer Sound ist erst seit Kurzem verfügbar. Durch diese neuen Möglichkeiten sind die Bewake Studios ein Anziehungspunkt für Musiker und Klangkünstler, die mit Spatial Sound Designs arbeiten und experimentieren möchten. Die Designs können dann ohne großen Aufwand für Live-Auftritte in Clubs und bei Festivals genutzt werden.

Es ist den zwei Ikonen der deutschen Elektronikmusikszene zu verdanken, dass Spacemap Go in den Bewake Studios zum Einsatz kam. Jan Werner und Andi Toma definieren und brechen als Mouse on Mars Duo seit 1994 gängige Genres und Konventionen auf.

Seit Ende 2018 arbeiten sie in den Bewake Studios, in einem eigenen Raum mit dem Namen Paraverse Studio. Dieses hat einen Zugang zum 50 Quadratmeter großen Hauptstudio, das mit Spacemap Go ausgestattet ist und auch von den anderen Bewake-Kunden genutzt werden kann.

„Andi und Jan haben eine frühe Version von Spacemap Go zum ersten Mal vor zwei Jahren beim Moogfest erlebt, wodurch eine dauerhafte und feste Beziehung zu Meyer Sound entstand“, sagt Adam Kesselhaut, Mitbegründer und Geschäftsführer des Studios sowie Produzent und Songwriter. „Das führte schließlich zur Installation von Spacemap Go. Aufgrund der Corona-Einschränkungen wurde es hauptsächlich für ihre eigenen Projekte verwendet. Parallel haben sie auch kreative Inhalte entwickelt, die sie, sobald dies wieder möglich ist, bei kleineren Veranstaltungen vorstellen werden. Ich weiß, dass sie sich wirklich darauf freuen, mit Spacemap Go loszulegen, einige richtig coole, verrückte Sachen zu realisieren und hier im Studio mit anderen Künstlern zu arbeiten, damit auch diese die kreativen Möglichkeiten erleben können.“

Studiomitbegründer und Produzent Martin „Lucky“ Waschkowitsch: „Um ehrlich zu sein, war ich überrascht, dass es so gut funktioniert“, sagt er. „Ich hatte Phasenprobleme erwartet während man durch den Raum geht, aber da waren keine. Man bewegt den Ton mit dem Tablet im Raum und er kommt tatsächlich auf den Punkt dort an – das ist alles viel genauer, als ich mir das vorgestellt habe. Die Wiedergabe ist wirklich präzise und exakt.“

Das Meyer Sound Lautsprechersystem besteht aus 14 UP-4slim self-powered Lautsprechern, die von zwei kompakten, leistungsstarken USW-210P Subwoofern unterstützt werden. Das Spatial Mixing läuft über zwei Galileo Galaxy 816 Prozessoren in Verbindung mit der kostenlosen Spacemap Go App für das iPad. Das System wurde unter der Anleitung und Unterstützung von Ianina Canalis installiert und eingemessen. Canalis lebt in Berlin und ist Meyer Sound Application Architect & Spatial Audio Specialist.

„Für uns macht es sehr viel Sinn, im Studio auf ein Spatial Sound Setup zurückgreifen zu können“, erklärt Jan Werner im Namen des Duos Mouse on Mars. „Man möchte nicht mit einem Stereo Mix zu einer Veranstaltung gehen und dann dort alles auseinandernehmen und anpassen müssen. Man möchte den Spatial Mix im Studio so vorbereiten, wie man ihn dann später bei der Veranstaltung haben möchte.“

Werners derzeitiger Schwerpunkt ist die Entwicklung einer Spatial Audio Performance für das in 2021 geplante CTM-Festival in Berlin. „Im Studio haben wir 16 Lautsprecher in einem Raum von etwa 50 Quadratmetern, während der Veranstaltungsort bei CTM etwa 1.600 Quadratmeter groß sein wird. Spacemap Go ordnet den wiederzugebenden Sound auf intelligente Weise in denselben räumlichen Koordinaten an, auch wenn man viel mehr Lautsprecher verwendet. Die Skalierung funktioniert super, daher gehen wir davon aus, dass wir vor Ort alles sehr schnell startklar haben werden.“

Werner gefällt die Spacemap Go Oberfläche, die über das OSCar Plug-in nahtlos mit der Logic DAW zusammenarbeitet. „Es ist sehr unkompliziert, praktisch und übersichtlich. Das Tool ist selbsterklärend, und egal welche künstlerischen Visionen man auch immer hat, man kann sie damit realisieren.“

„Alleine die Tatsache, dass wir hier mit diesem System arbeiten können, lässt uns bereits ganz anders mit Sound umgehen“, fährt er fort. „Es ist eine neue Freiheit – die Palette an Formaten ist geradezu explodiert. Jetzt weiß ich, dass ich Klänge im Raum erzeugen kann. Meine ganze Herangehensweise an Produktionen hat sich geändert, weil ich jetzt weiß, dass wir mit räumlichem Klangdesign arbeiten können.“

Obwohl viele Auftritte gerade auf Eis liegen, glaubt „Lucky“ Waschkowitsch von Bewake, dass speziell die Übergangszeit Raum für mehr Kreativität in seinem Studio bietet. „Ich denke, diesem Konzept gehört die Zukunft – man wird immer mehr Musiker und Klangkünstler sehen, die ihr Spatial Mixing Design im Studio erstellen, ähnlich wie der Sound für Kinos gemischt wird. Es braucht nur etwas Mut und visionäres Denken, um diesen ersten Schritt zu machen. Betreiber von Veranstaltungsorten werden damit beginnen, diese Systeme zu installieren. Vielleicht sind wir der Zeit ein bisschen voraus, aber ich bin davon überzeugt, dass dies der Weg sein wird.“

Die Bewake Studios gehören zu Deutschlands führenden Tonstudios und bieten eine Kombination aus modernsten digitalen Technologien und einem beeindruckenden Bestand an Vintage-Analogkonsolen, Signalverarbeitungs- und Tonbandgeräten. Das Studio steht für private Demos zur Verfügung, um Spacemap Go live zu erleben.

Info: www.meyersound.de

Bewake Studios (Foto: Valentin Paster)