Das National Museum of Qatar (NMoQ) modernisiert seine immersive Medientechnik und setzt dabei erneut auf Equipment von Panasonic und Hive. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Erneuerung der Projektionstechnik sowie die Optimierung einer der weltweit umfangreichsten Installationen für immersives Storytelling in einem Museum.
Das vom Architekten Jean Nouvel entworfene National Museum of Qatar ist für seine markante, von einer Wüstenrose inspirierte Architektur bekannt. Die Dauerausstellung verbindet großformatige Projektionen, Exponate und szenografische Elemente zu einem Rundgang durch die Geschichte, Kultur und Zukunftsvisionen Katars. Filmische Inhalte werden dabei auf komplexe architektonische Flächen projiziert und schaffen ein durchgängiges immersives Besuchererlebnis.

Die technische Infrastruktur zählt zu den bislang größten Installationen von Hive. Insgesamt steuern 172 Beeblade Media Engines das Projektionsmapping und die synchronisierte Wiedergabe in zehn Galerien. Nach Angaben der Projektpartner verarbeitet das Gesamtsystem mehr als 21 Milliarden Pixel visueller Inhalte pro Sekunde.
Im Rahmen der Modernisierung ersetzt das Museum sämtliche 128 bislang eingesetzten Panasonic-Projektoren durch die aktuelle 3-Chip-4K-DLP-Lasertechnologie PT-RQ25K. Jeder Projektor ist über einen SDM-Steckplatz mit der integrierten Hive-Technologie ausgestattet. Dadurch entfällt der Einsatz externer Medienserver sowie großer Teile der Verkabelung. Die Systemarchitektur wird vereinfacht, der Installationsaufwand reduziert und potenzielle Fehlerquellen werden minimiert.
Realisiert wurde das Projekt gemeinsam mit Secuoya QFC & BGL audiovisual. Pedro Jiménez Train von Secuoya bezeichnet die Hive-Plattform als leistungsfähige Lösung für ein Projekt dieser Größenordnung. Neben der einfachen Integration hebt er den geringeren Platzbedarf im Rack sowie die enge technische Zusammenarbeit während der gesamten Projektlaufzeit hervor.

Das Wiedergabesystem basiert auf einer verteilten Architektur mit 150 Beeblade Pluto Media Engines, 30 Beeblade Minima Media Engines und 14 Beehive-Gehäusen. Die Plattform unterstützt unter anderem 8K-HEVC-Wiedergabe mit zehn Bit Farbtiefe, Projektionsmapping sowie eine standortweite Zeitsynchronisation. Für die geometrische Ausrichtung und das Edge-Blending der Projektionen kommt Software von Vioso zum Einsatz. Über die Hive-Plattform erfolgen außerdem die zentrale Überwachung, Steuerung und Berichterstellung.
Für die Projektion sorgen 128 Panasonic PT-RQ25K mit einer Lichtleistung von jeweils 20.000 Lumen. Sie ersetzen schrittweise die bisherigen PT-RQ13K-Projektoren. Die höhere Lichtleistung ermöglicht den Betrieb mit reduzierter Ausgangsleistung bei gleichzeitig hoher Bildqualität. Nach Angaben von Panasonic verbessert dies die Energieeffizienz und trägt zu einer längeren Lebensdauer der Installation bei.
Anthony Molloy, Division Head MEA bei Panasonic Projector & Display, sieht das National Museum of Qatar weiterhin als Referenz für den Einsatz immersiver Medientechnik im Kulturbereich. Die Kombination aus leistungsstärkerer Projektion und der verteilten Medienarchitektur von Hive vereinfache den Betrieb und schaffe eine zukunftssichere Plattform für großformatiges Storytelling.
Eine Besonderheit der Installation besteht darin, dass Besucher die Projektionsflächen aus nächster Nähe erleben können. Dadurch steigen die Anforderungen an Auflösung, Bildqualität und Synchronität erheblich. Die überwiegend in 8K produzierten Inhalte werden auf gekrümmte Wände und architektonische Flächen projiziert und verbinden Architektur, Medientechnik und Ausstellungsgestaltung zu einem nahtlosen Gesamterlebnis.























