Metallicas M72-Stadiontour setzt 2026 weiterhin auf ein Lichtdesign von Rob Koenig. Für die Rundbühne der Produktion nutzt der langjährige Lichtdesigner der Band 16 Robe iForte LTX Follow-Spots und ein achtfaches RoboSpot-Fernsteuerungssystem.

Die M72-Tour startete im April 2023 in Amsterdam und begleitet Metallicas elftes Studioalbum „72 Seasons“. Die Produktion spielt in der Regel zwei Abende pro Stadt, mit wechselnden Setlists und unterschiedlichen Vorbands. Das Bühnenbild von Dan Braun basiert auf einer 36 Meter breiten Rundbühne mit zentralem Ringbereich. Dieses Format bringt die Band nah an das Publikum und stellt gleichzeitig hohe Anforderungen an Sichtbarkeit, Kameratauglichkeit und Follow-Spot-Abdeckung.

Die 16 Robe iForte LTX sind auf acht rund 30 Meter hohen Türmen rund um das Stadionfeld positioniert. Jeder Turm trägt große LED-Screens und verfügt über Leitertürme über die gesamte Höhe der Screens. Am unteren Ende jeder Leiter befinden sich zwei Follow-Spots. Die Fixtures wurden von Premier Global Productions aus Nashville geliefert. Rob Koenig entschied sich für die Geräte aufgrund ihrer Leistung, IP-Schutzklasse, hohen CRI-Werte und Farbwiedergabe.
Die Entfernung vom Scheinwerfer zur Bühne liegt bei rund 14 Metern. Zur gegenüberliegenden Bühnenseite beträgt die Distanz etwa 35 Meter. Je nach Stadion und Bühnenlayout können die längeren Spotdistanzen bis zu 50 Meter erreichen.

Rob Koenig setzt RoboSpot-Systeme seit 2018 in seinen Designs ein. Für Stadionproduktionen mit großen Spielflächen und mobilen Musikern war für ihn die Kamera- und Zoom-Funktionalität entscheidend. Koenig: „Damals war es das einzige System mit einer zoomfähigen Kamera, und da unsere Stadionbühnen riesig sind und die Band sehr mobil ist, war dies für uns die flexibelste Option.“ Zu Beginn der M72-Tour im Jahr 2023 arbeitete das RoboSpot-System mit Robe BMFL WashBeam-Scheinwerfern. 2026 wurden diese durch IP-zertifizierte iForte LTX ersetzt. Das Team hatte das Produkt bereits im Vorjahr bei mehreren Festivals eingesetzt. Die Erfahrungen führten zu weiteren Tests und schließlich zur Entscheidung für das Gerät. Rob Koenig: „Als wir die Band zum ersten Mal mit diesen Scheinwerfern beleuchteten, waren wir absolut begeistert von ihrem natürlichen Lichtbild – Helligkeit, Textur und Lichtqualität waren genau richtig – und es gab von niemandem auch nur die geringste Beschwerde.“

Im Januar führte Rob Koenig einen Vergleichstest verschiedener Moving-Head-Scheinwerfer durch. Neben Helligkeit, Wetterfestigkeit und technischen Leistungsdaten spielte auch die Wirkung auf die Künstler eine zentrale Rolle. „Erstens sind sie für einen Künstler angenehm“, erklärte Rob Koenig und fügte hinzu, dass dies zwar offensichtlich erscheinen mag, er aber im Laufe der Jahre viele Moving-Head-Scheinwerfer in Aktion gesehen habe: „Und wenn sich mein Künstler nicht wohl fühlt, dann war’s das – einpacken und wegschicken. Ein Teil meiner Arbeit besteht darin, sicherzustellen, dass sich die Künstler so wohl wie möglich fühlen, während gleichzeitig ihre Mimik präsent bleibt.“
Die RoboSpot-Bediener sitzen unterhalb der Tribünen in einem Umfeld aus Video- und Monitorarbeitsplätzen. Sie richten die iForte LTX FS jeweils auf die Bandmitglieder aus und nutzen dabei den Tracking-Zoom-Parameter der RoboSpot-Stationen. Farb- und Dimmerinformationen kommen von der FOH-Konsole, die von FOH-Lichttechniker John Niles gesteuert wird. Dadurch bleibt die gestalterische Kontrolle zentral am FOH, während die Verfolgung der Musiker remote umgesetzt wird. Rob Koenig: „Die Bediener können alle Parameter steuern oder nur einen einzigen, wie wir es hier tun. Je nach Auftritt kann es also so einfach oder so komplex sein, wie ich es haben möchte.“ Auf der M72-Tour betreut „V“ Ruby als eigener RoboSpot-Techniker das System im täglichen Betrieb.























