Start Qualifikation Seminar-Roadshow „Ursprung des Klangs“ bei Dieter Hopf Gitarren

Seminar-Roadshow „Ursprung des Klangs“ bei Dieter Hopf Gitarren

Die von Sennheiser, Neumann und Lawo/Innovason initiierte Seminar-Roadshow „Ursprung des Klangs“ widmet sich auch 2013 der Frage, wie Materie zu Klang wird. Während der Veranstaltungen erlauben renommierte Hersteller einen Einblick in die Fertigung ihrer Instrumente, und hochkarätige Referenten lassen die Seminarteilnehmer an ihrem Wissensschatz teilhaben. Der nächste Termin findet am 27. Juni bei Dieter Hopf Gitarren statt. Als Referent konnte Tonmeister Gernot Gögele gewonnen werden.

Die erste Station legte die Seminar-Roadshow Anfang 2012 beim Schlaginstrumentenhersteller Sonor ein. Hochwertige Rohstoffe bilden dort die Basis für das spätere Instrument, welches seine finale Überzeugungskraft jedoch erst nach einer ganzen Kette von Bearbeitungsprozessen erlangt. Handwerkliche Meisterkunst in Verbindung mit Erfahrung und überliefertem Wissen führt zu Klangergebnissen, die Musiker von Weltklasse begeistern können.

Vergleichbare Prinzipien waren Mitte Juni 2012 im sächsischen Markneukirchen während zwei weiterer Stationen auszumachen: Bei Mönnig & Adler werden mit hohem handwerklichen Können aus bis zu 400 Bauteilen hochwertige Holzblasinstrumente kreiert. Nicht weniger Expertise ist bei den in der gleichen Stadt beheimateten Blechblasspezialisten von B&S gefragt – computergesteuerte Präzisionsarbeiten sind hier wie dort zwar Teil des Herstellungsprozesses, doch wenn es um klangentscheidende Parameter geht, ist die Geschicklichkeit erfahrener Instrumentenbauer nicht zu ersetzen.

Anspruchsvolle Klangkörperkultur in einem Dynamikumfang von pianissimo bis fortefortissimo erlebten die Seminarteilnehmer am 17. September 2012 bei Schimmel in Braunschweig: Fingerfertigkeit, Augenmaß sowie extreme Sorgfalt sind bei der Fertigung von Flügeln vonnöten, und neun Monate bis ein Jahr vergehen, bevor ein Premiuminstrument vollendet ist.

Klein und überaus fein gestaltet sich das Klang(er)leben im Hause Schellong Osann: In einer Hamburger Villa entstehen in aufwändiger Handarbeit Streichinstrumente für höchste Ansprüche. Über Jahrhunderte gewachsene Handwerkstraditionen werden liebevoll gepflegt – das Holz für neue Geigen wird in Italien vom Meister persönlich gefällt.

Abgerundet wurde der „Ursprung des Klangs“-Kanon Ende September 2012 während einer sechsten Etappe im Jazz-Institut Berlin: Im Fokus stand hier die menschliche Stimme, deren Ausdrucksstärke und Variabilität zwei angehende Jazzsänger auf dem Podium des Georg-Neumann-Saals mit Bravour unter Beweis stellten.

Das Wissen über die jeweilige Schallquelle wurde während der Roadshow nicht nur sehr anschaulich in der Instrumentenfertigung vermittelt, sondern den Seminarteilnehmern auch theoretisch durch Referenten nahe gebracht: An jeder Station trug Diplom-Tonmeister Marcel Babazadeh unter der Überschrift „Vom Klang zum Sound“ Wissenswertes rund um das Thema des Tages vor.

Die Liste der Gastreferenten, die darüber hinaus jeden Stopp der Reise bereicherten, las sich wie ein Who‘s who der deutschen Proaudio-Branche: Sound-Spezialist Norbert Ommer ist durch die Zusammenarbeit mit Karlheinz Stockhausen weithin bekannt. Diplom-Tonmeister Holger Schwark ist dank seines Engagements bei den stets bestens frequentierten Waldbühnenkonzerten der Berliner Philharmoniker eine feste Größe in der Audiolandschaft. Thomas Mundorf konnte sich als Systemspezialist mit einem Faible für anspruchsvolle Beschallungsaufgaben internationales Renommee erarbeiten. Martin Hildebrand zeichnet unter anderem für namhafte Film- und TV-Produktionen verantwortlich. Thomas Kellner ist durch seine Monitorarbeit für einen deutschen Stargeiger bekannt, und Diplom-Tonmeister Carsten Kümmel hat bereits mit Künstlern wie Robin Gibb oder Peter Herbolzheimer zusammengearbeitet.

Produkte des Sennheiser- und Neumann-Portfolios ermöglichten bei jedem Termin von „Ursprung des Klangs“ Experimente mit unterschiedlichen Mikrofonbestückungen und -positionen: Am Schlagzeug kommen Modelle aus der Sennheiser evolution 900er-Serie zum Einsatz6, welche sowohl dynamische Varianten als auch Kondensatorlösungen beinhaltet. Holger Schwark setzte zur beispielhaften Mikrofonierung eines Fagotts das modular aufgebaute Neumann-Mikrofonsystem KM D ein, das eine digitale Ausgangsstufe gemäß AES 42-Standard beinhaltet. Kapseln des Typs KK 184 (Niere) nutzt Thomas Mundorf gerne an Blechblasinstrumenten, sofern im Rock/Pop-Kontext nicht eine Nahmikrofonierung direkt am Trichter des Instruments gefragt ist. Dass ein dauerpolarisiertes Kondensator-Miniaturmikrofon des Typs MKE 2 bei Anbringung an einem Flügeldeckel außerordentlich gut klingen kann, bewies Martin Hildebrand in den Räumen von Schimmel. Verschiedene Nahmikrofonierungs–varianten unter Einsatz von Sennheiser MKE 1 und HSP 2 konnten in Hamburg bei Geigenbauer Nikolaus Osann direkt mit den Klangergebnissen einer konventionellen A/B-Anordnung (2 x MKH 8040) verglichen werden. Carsten Kümmel präsentierte sich in Berlin als ausgewiesener Anhänger digitaler Mikrofone (Sennheiser MKH 8000-Kapseln mit MZD 8000 Digitalmodul).

Aufgrund der überaus positiven Resonanz wird die Reise zum Ursprung des Klangs am 27. Juni 2013 bei Dieter Hopf Gitarren fortgesetzt. Als Referent wird Tonmeister Gernot Gögele aus der Praxis erzählen. Weitere Termine sind in Planung.

 

Info: www.ursprung-des-klangs.de