Start Production Elation-Equipment für UFC-Event am Weißen Haus

Elation-Equipment für UFC-Event am Weißen Haus

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Beim UFC Freedom 250 wurde der South Lawn des Weißen Hauses zur temporären Kampfarena. Die Veranstaltung gehörte zu den Feierlichkeiten zum 250-jährigen Bestehen der USA und umfasste sieben Kämpfe vor rund 4.000 geladenen Zuschauern. Paramount+ übertrug das Programm live in mehr als 170 Länder. Parallel fand auf der südlich angrenzenden Freifläche The Ellipse ein zweitägiges Fan Fest mit Live-Musik, öffentlichem Wiegen und einer Übertragung auf Großbildflächen statt.

Für beide Bereiche kamen auch Scheinwerfer von Elation zum Einsatz. Tom Sutherland, CEO und Designer von DX7 Design, verantwortete das Lichtdesign der Kampfarena auf Einladung von Creative Director Jesse Blevins. Das Material dafür lieferte Felix Lighting. André Petrus gestaltete die Beleuchtung des Fan Fests mit Equipment von 4Wall. Beide Aufgaben verbanden Wetterfestigkeit und hohe Lichtleistung mit den Anforderungen der Fernsehübertragung.

The Claw

Zentrales Element über dem Octagon war eine als „the claw“ bezeichnete Traversenkonstruktion. Vier Hauptstützen trugen große, X-förmig angeordnete Traversen. Dazwischen ergänzten zunehmend kleinere Bogentraversen die symmetrische Struktur. Das Lichtdesign sollte die für eine UFC-Produktion erwartete Dynamik liefern und zugleich das Weiße Haus in die Bildkomposition einbeziehen. Sutherland legte deshalb Wert darauf, dass temporäre Konstruktion und historische Architektur visuell miteinander harmonierten.

Lineare Pixelscheinwerfer entlang der inneren und äußeren Kanten zeichneten die gebogenen Elemente nach. Für die Beam-Effekte setzte Sutherland 66 Proteus Excalibur ein, überwiegend auf den oberen X-Traversen. Weitere Geräte standen auf der zur Ellipse ausgerichteten Videowand. Die Beams sollten die Konstruktion aus unterschiedlichen Blickwinkeln sichtbar machen, insbesondere auch bei Luftaufnahmen.

Der Proteus Excalibur ist ein Beam-Moving-Head mit IP65-Schutz und einem Abstrahlwinkel von 0,8 Grad. Seine eng gebündelten Strahlen dienten der Fernwirkung der Installation. Die Wetterfestigkeit war relevant, weil die Geräte über einen längeren Zeitraum ungeschützt im Freien bleiben mussten.

Das Führungslicht für die Kampffläche übernahmen 60 Proteus Maximus mit einem angegebenen Lichtstrom von jeweils 50.000 Lumen. Sie waren an den gebogenen Abschnitten der Konstruktion oberhalb des Octagons montiert und nach unten ausgerichtet. Ziel war eine gleichmäßige Ausleuchtung für die Kameras. Eine besondere Schwierigkeit stellte der umgebende Gitterzaun dar, der unerwünschte Schatten auf die Kampffläche werfen konnte. Sutherland musste daher Positionen, Einfallswinkel und den Einsatz der Blendenschieber aufeinander abstimmen. Die große Montagehöhe erforderte zudem entsprechend hohe Intensität.

Die Beleuchtung reichte über die Arena hinaus in die Architektur und auf die Wege des Geländes. Die Einmärsche der Kämpfer begannen im Weißen Haus und dauerten teilweise rund fünf Minuten. Damit mussten auch die längeren Strecken bis zum Octagon für die Kämpfer, ihre Begleiter und die Kameras lichttechnisch eingebunden werden.

Fan Fest auf The Ellipse, im Hintergrund The Claw

Das Fan Fest auf The Ellipse öffnete für ein deutlich größeres Publikum. Am ersten Tag folgte auf das öffentliche Wiegen ein Konzert der Zac Brown Band, am zweiten Tag die gemeinsame Verfolgung der Kämpfe auf großen Bildschirmen. Zehntausende Besucher kamen auf das Gelände. Petrus plante die Beleuchtung für die gesamte Fläche einschließlich der Bühne und wollte die Besucher durch Lichtpositionen rund um das Areal in das Geschehen einbeziehen.

Auf dem mehr als 300 Meter breiten Gelände hatte die sichere Ausleuchtung Vorrang. Wettergeschützte Geräte waren Voraussetzung. Das Elation-Paket umfasste 152 Proteus Maximus für die Flächenbeleuchtung sowie 26 Proteus Lucius zur Ausleuchtung von Beschilderungen. Auf 18 rund zwölf Meter hohen Lichttürmen wurden jeweils acht Maximus montiert. 14 dieser Türme standen entlang des äußeren Randes der Ellipse.

Für das Bühnenführungslicht nutzte Petrus 44 Paragon LT. Die Profil-Moving-Heads mit 50.000 Lumen und TruTone-Engine für einen variablen Farbwiedergabeindex standen auf rund 18 Meter hohen Türmen. Von dort waren Distanzen von etwa 46 Metern bis zur Bühne zu überbrücken. Gefragt waren deshalb hohe Lichtleistung und eine für die Übertragung geeignete Farbwiedergabe. Das Setup bediente sowohl das Wiegen als auch Konzert und Watchparty.

Die Bühnenkonstruktion ließ sich an die unterschiedlichen Programmpunkte anpassen. Beim Wiegen blieb die Rückseite offen, damit das Weiße Haus als Hintergrund sichtbar war. Für den Auftritt der Zac Brown Band wurde der hintere Teil der Traverse abgesenkt und als Lichtwand genutzt. So entstanden innerhalb derselben Infrastruktur unterschiedliche Bildwelten für Sportübertragung und Konzert. Bei der Umsetzung unterstützten Robby Kurtz und das 4Wall-Team sowie die Programmer Dane Kick, Clay Joiner und Luke Carver.