Shutter Cut Lighting Design hat 16 Roxx E.Show maxx TW+ in das saisonale Lichtsystem des Hollywood Bowl integriert. An den beiden FOH-Türmen links und rechts im Zuschauerbereich montiert, übernehmen die Scheinwerfer die Publikumsbeleuchtung für Übertragungen und Live-Aufzeichnungen. Außerdem werden sie von Lichtdesignern Tyler Glover und Tyler Lambert-Perkins von Shutter Cut dafür genutzt, um Farben und Lichtstimmungen von der Bühne in den Zuschauerraum zu übertragen.

Das Hausrig der Hollywood Bowl muss über eine gesamte Saison für unterschiedliche Künstler und Produktionen einsetzbar sein. Aufbau und Wartung beginnen im März, erste Konzerte finden Ende April oder Anfang Mai statt – weit vor der offiziellen Saisoneröffnung des Los Angeles Philharmonic (LA Phil) im Juni. Mit der zunehmenden Zahl an Übertragungen und Aufzeichnungen stieg der Bedarf an einer dauerhaft verfügbaren Publikumsbeleuchtung. Zuvor hatte Shutter Cut dafür jeweils zusätzliche Scheinwerfer eingebracht.
Bei der Auswahl waren Wetterschutz, Verarbeitung, Lichtleistung und Farbwiedergabe ausschlaggebend. Überzeugt hat zudem das optionale Honeycomb: Es begrenzt die Blendwirkung und bringt trotzdem genug Licht ins Publikum. Die benötigte Gerätezahl fiel geringer aus als zunächst vorgesehen. „Wir hatten ursprünglich etwa doppelt so viele eingeplant, um das gesamte Publikum auszuleuchten“, sagt Lambert-Perkins. „Mit den passenden Linsen decken die 16 E.Show maxx TW+ den kompletten Zuschauerraum ab.“ Geliefert wurden die Geräte vom US-Distributor Inner Circle Distribution. Die Integration übernahm Volt aus Burbank unter Leitung von Grant Dunn, Director of Integration.
Der E.Show maxx TW+ arbeitet mit einer 800-W-Single-Source-LED-Engine und sechs LED-Farben: Rot, Grün, Blau, Amber, Lime und Cyan. Austauschbare runde und elliptische Linsen passen die Lichtverteilung an Entfernung und Fläche an. Das Gehäuse erfüllt die Schutzart IP65. Nach Herstellerangaben erreicht der Scheinwerfer einen CRI von bis zu 97 und einen TLCI von bis zu 98. Die Farbtemperatur ist zwischen 2.000 und 10.000 K einstellbar. Hinzu kommen 16-Bit-Dimming und wählbare PWM-Frequenzen bis 25 kHz für Kameraanwendungen.
Während Installation und Einleuchten laut Shutter Cut reibungslos verliefen, erforderte die Programmierung mehr Aufwand. Das Team nutzt den Direct Mode, um die Farbkanäle einzeln anzusteuern. Dafür mussten Presets erstellt und auf die vorhandenen RGBA-Scheinwerfer abgestimmt werden. Im Betrieb reicht das Spektrum von zurückhaltender Beleuchtung bei Orchesterkonzerten bis zur farblichen Einbindung des Publikums bei anderen Produktionen.
Ein Einsatzbeispiel war ein Auftritt von The Tabernacle Choir im Juni. Dabei erfassten 16 Kameras Bühne und Publikum. Shutter Cut nutzte die Roxx-Scheinwerfer, um im Zuschauerraum ein konstantes Lichtniveau zu halten und der Bildregie durchgehend Publikumsbilder zu ermöglichen. Das weiche, gleichmäßige Licht sollte dabei dezent bleiben und die Aufmerksamkeit weiterhin auf das Bühnengeschehen lenken.























