Start Production Meyer Sound feiert Tigra-Premiere beim Roskilde Festival

Meyer Sound feiert Tigra-Premiere beim Roskilde Festival

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Mit seiner 54. Ausgabe zog das Roskilde Festival in diesem Jahr rund 140.000 Besucher nach Dänemark. Insgesamt standen 177 Acts auf sieben Bühnen auf dem Programm, darunter The Cure, Gorillaz, Jennie und David Byrne. Meyer Sound war bereits zum neunten Mal offizieller Sound-Partner des Festivals und stellte die Beschallungstechnik für sämtliche Bühnen bereit.

Im Mittelpunkt der technischen Neuerungen stand die Premiere des neuen Tigra Line Array. Das System kam erstmals auf den Festivalbühnen EOS und Fauna zum Einsatz. Gleichzeitig präsentierte sich die Orange Stage in einer überarbeiteten dritten Generation. Die größere und flexiblere Bühnenkonstruktion soll Headlinern künftig mehr Möglichkeiten für aufwendige Produktionen bieten.

Auf den Hauptbühnen Orange, Arena, EOS und Lagune bildeten Panther Line Arrays gemeinsam mit 2100-LFC Low-Frequency Control Elements die Grundlage der Beschallung. Auf der Fauna-Bühne, die für rund 2.500 Besucher ausgelegt ist und ein besonders unmittelbares Konzerterlebnis ermöglichen soll, bestand jedes Hauptarray aus vier Tigra-L- und vier Tigra-W-Lautsprechern.

Auch auf der EOS-Bühne wurde Tigra in das System integriert. Unter jedem Panther-Hauptarray kamen zwei Tigra-W-Lautsprecher als Downfills zum Einsatz. Zusätzlich erweiterten acht Tigra-L-Lautsprecher als seitliches Out-Hang-System die Abdeckung auf der rechten Bühnenseite.

„Bislang waren die Reaktionen auf das Tigra System hervorragend“, erklärt Lars Liliengren, Head of Production beim Roskilde Festival. „Das Feedback bestätigt, dass die Klangcharakteristik von Tigra perfekt mit der von Panther übereinstimmt.“

Bob McCarthy, Director of System Optimization bei Meyer Sound, beschreibt beide Systeme als eng miteinander verwandt: „Wir haben beide Systeme klanglich sehr ähnlich abgestimmt. Auch die Leistung ermöglicht einen perfekten Übergang zwischen beiden Systemen.“

Die Orange Stage wurde für 2026 umfassend überarbeitet. Das charakteristische orangefarbene Bühnendach blieb erhalten, während Seitenbereiche verbreitert sowie Bühnenfläche und Traglast vergrößert wurden. Die Bühne wuchs um neun Meter nach innen, wodurch die Positionen der Systemtürme sowie Winkel und Ausrichtung der Arrays neu geplant werden mussten.

Zum System gehörten außerdem sechs Ultra-X80 Point-Source-Lautsprecher und sechs Ultra-X40-Systeme als Frontfills sowie zwei Ultra-X82-Lautsprecher als Infills. Wie bereits in den Vorjahren bildeten Panther und die 2100-LFC-Elemente die Basis des Hauptsystems. Laut McCarthy ergänzen sich beide Komponenten klanglich so eng, dass die Subwoofer als natürliche Erweiterung des Frequenzbereichs wahrgenommen werden.

Auch die Bühnen Arena und Lagune wurden mit Panther-Arrays und 2100-LFC-Systemen ausgestattet. Auf der Gloria-Bühne kamen Lina Line Arrays sowie 900-LFC- und 2100-LFC-Low-Frequency-Control-Elements zum Einsatz. Ultra-X80-Lautsprecher dienten darüber hinaus als Delay-Systeme auf den Bühnen Gloria, Fauna und Arena. Steuerung und Überwachung aller Anlagen erfolgten über die Nebra-Verbindungs- und Steuerungssoftware sowie die GEN-1 Galileo Extended Networking Plattform.

Die technische Betreuung vor Ort leitete Meyer Sound Technical Support Specialist Arve Gotfredsen gemeinsam mit mehreren Vermietpartnern. Die deutsche POOLgroup unterstützte die Bühnen Orange und Arena, Sight and Sound aus Schweden betreute die EOS-Bühne. Für Lagune, Fauna und Gloria waren die dänischen Unternehmen Explosion Danmark, PD Production und Dansk Lydproduktion verantwortlich. Die Bühne Platform wurde von Live Company unterstützt.

Da im Festivalbetrieb nur kurze Zeitfenster für Soundchecks zur Verfügung stehen, lag ein Schwerpunkt auf einer möglichst einheitlichen Systemabstimmung. Ziel war es, Gast-Toningenieuren unabhängig von der jeweiligen Bühne vertraute Arbeitsbedingungen zu bieten. Nach Angaben von Gotfredsen funktionierten zahlreiche Mischungen bereits unmittelbar nach Beginn der Soundchecks.

Die Partnerschaft zwischen Meyer Sound und dem Roskilde Festival umfasst darüber hinaus Forschungs- und Bildungsprojekte. Im Artist Village entstand 2026 eine von Meyer Sound Europe installierte 9.1.6-Hörumgebung für die Sonic College Audio Suite. Dort konnten Künstler und Toningenieure akustische Profile aller sieben Musikbühnen anhören, die auf zuvor vor Ort durchgeführten Messungen basierten.