Start Production GLP-Effekte prägten Stage B beim Moorea Festival

GLP-Effekte prägten Stage B beim Moorea Festival

3

Mit einer Kombination aus Hybrid-Strobes und einem großformatigen Sky Beam setzte die Stage B beim Moorea Festival 2026 auf ein deutlich effektorientiertes Lichtdesign. Loïc Esparraga von MIND integrierte dafür acht GLP JDC2 IP, zehn JDC Burst 1 und einen Mad Maxx in das Rig der Open-Air-Bühne.

Die dritte Ausgabe des Moorea Festivals fand auf dem Gelände des Château de Grillemont in La Chapelle-Blanche-Saint-Martin statt. Das Programm mit elektronischer Musik umfasste unter anderem Auftritte von Timmy Trumpet, Dimitri Vegas, Oliver Heldens, Blasterjaxx, Morten, Sub Zero Project und Trym.

Für Lichtdesign, Programmierung und Operating der Stage B zeichnete Loïc Esparraga verantwortlich. Eine Herausforderung stellten die wechselhaften Wetterbedingungen dar. Entsprechend kamen im zentralen Effekt-Rig ausschließlich IP-zertifizierte Geräte zum Einsatz.

Die größten Stückzahlen entfielen auf JDC2 IP und JDC Burst 1. Beide Systeme verbinden Weißlicht-Strobes mit RGBW-Flächen und motorisiertem Tilt. Damit ließen sich schnelle Wechsel zwischen flächigen Washes, Strobe-Akzenten, bewegten Effekten und grafischen Pixelbildern realisieren. Gerade bei einem Festival mit wechselnden Künstlern bietet ein solches Setup die Möglichkeit, unterschiedliche Showkonzepte mit einem weitgehend unveränderten Rig umzusetzen.

Technisch verfolgen die beiden Geräte unterschiedliche Ansätze. Der JDC Burst 1 kombiniert eine in zwölf Segmente unterteilte Weißlicht-Beam-Strobe-Line mit zwei RGBW-Flächen. Insgesamt stehen 1.200 RGBW-Pixel zur Verfügung, die sich in bis zu 48 Segmenten kontrollieren lassen. Der Bewegungsbereich des Tilts beträgt 185 Grad.

Beim JDC2 IP treffen 84 LEDs in einer ebenfalls zwölfteiligen Beam-Strobe-Line auf zwei großflächige LED-Plates mit insgesamt 1.728 RGBW-LEDs. Ergänzend zur klassischen Lichtsteuerung verfügt das Gerät über eine DigiFX-Engine für direkt über die Konsole abrufbare digitale Effekte. Zwei Gigabit-etherCON-Anschlüsse ermöglichen außerdem die Verarbeitung von bis zu vier externen NDI-Streams. Damit können die LED-Flächen neben Licht- und Pixeleffekten auch Videoinhalte übernehmen.

Einen anderen gestalterischen Zweck erfüllte der Mad Maxx. Während JDC2 IP und JDC Burst 1 vor allem innerhalb des Bühnenbildes arbeiteten, erweiterte der einzelne FatBeam-Scheinwerfer die Lichtarchitektur in den Raum über dem Festivalgelände. Sein paralleler Beam mit rund 750 Millimetern Durchmesser war auch aus größerer Entfernung sichtbar. 19 einzeln steuerbare LED-Quellen erlauben zusätzlich Segment-, Multibeam- und Pattern-Effekte. Das Gerät ist nach IP66 ausgeführt.

Geliefert beziehungsweise begleitet wurde der GLP-Einsatz vom französischen Vertriebspartner MID – Musique Industrie Développement. Das Unternehmen nutzte die Produktion zugleich, um die Geräte Lichtdesignern, Dienstleistern und Veranstaltern im praktischen Einsatz zu zeigen.

Yohan Ory von MID hebt insbesondere den Output und die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten des JDC Burst 1 hervor. Beim Mad Maxx seien vor allem die weitreichenden Sweeps in den Nachthimmel prägend für das Erscheinungsbild gewesen. Nach Angaben von MID führten die Gespräche während des Festivals auch zu Überlegungen, GLP-Produkte bei künftigen Ausgaben stärker einzusetzen.

Damit diente die Stage B nicht nur als Spielstätte für das elektronische Musikprogramm. Das Rig zeigte zugleich einen aktuellen Ansatz im Festival-Lichtdesign: multifunktionale, wetterfeste Fixtures übernehmen mehrere gestalterische Aufgaben, während wenige großformatige Effektscheinwerfer gezielt für die Fernwirkung einer Bühne eingesetzt werden.