Der Sportbereich der University of Pittsburgh (Pitt Athletics) hat seine Produktionsinfrastruktur modernisiert und auf eine SMPTE ST 2110 basierte IP-Architektur umgestellt. Gemeinsam mit dem Integrationspartner Tab M Solutions realisierte Grass Valley ein Upgrade, das die technische Grundlage für mehr als 150 Live-Produktionen pro Jahr bildet.
Pitt Athletics betreibt 19 NCAA Division I Programme innerhalb der Atlantic Coast Conference (ACC) und produziert Inhalte für Broadcast, Streaming, Videoboards und interne Verteilung. Die bisherige SDI-Infrastruktur aus dem Jahr 2018 näherte sich in zentralen Komponenten dem Ende ihres Lebenszyklus. Ziel des Projekts war daher eine zukunftssichere Plattform mit höherer Flexibilität und Skalierbarkeit.
Ein zentraler Bestandteil der bestehenden Installation waren 14 LDX 86 Kameras von Grass Valley, darunter zwei drahtlose Systeme. Diese wurden vollständig in die neue IP-Umgebung integriert und weitergenutzt. Bereits die ursprüngliche Installation ermöglichte 1080p-Produktionen, nun schafft die IP-Migration zusätzliche Optionen für HDR und erweiterte Zeitlupen-Workflows.
Im Zuge des Upgrades wurden drei V-Series K-Frame Systeme und Korona Panels durch zwei K-Frame XP Systeme sowie drei Kayenne Panels ersetzt. Die neue Architektur, ausgestattet mit ST 2110 IP-Karten, versorgt sechs Regieeinheiten in fünf bestehenden Kontrollräumen sowie einer neu geschaffenen Regie. Dadurch stehen erweiterte ME-Kapazitäten, gemeinsame Processing-Ressourcen und parallele Workflows für Broadcast und In-Venue-Anwendungen zur Verfügung.
Tab M Solutions setzte das Projekt als vollständigen Austausch der Infrastruktur um, ohne den laufenden Produktionsbetrieb zu unterbrechen. Trotz der Koordination zahlreicher beteiligter Gewerke blieb der Spielbetrieb unbeeinträchtigt.
Mit der Umstellung auf eine IP-basierte Produktionsumgebung schafft Pitt Athletics die Grundlage für zukünftige Anforderungen im College-Sport, insbesondere im Hinblick auf steigende Content-Volumina, neue Distributionswege und technische Entwicklungen wie HDR und High-Frame-Rate-Anwendungen.
Das Projekt unterstreicht zugleich die zunehmende Bedeutung von IP-Technologien in der Venue- und Hochschulproduktion. Die Migration zeigt, dass sich bestehende Investitionen, etwa in Kameratechnik, in moderne IP-Workflows integrieren lassen, während gleichzeitig die Voraussetzungen für skalierbare Produktionsmodelle geschaffen werden.























