Start Production Spacemap Go von Meyer Sound bei mobiler Operninszenierung

Spacemap Go von Meyer Sound bei mobiler Operninszenierung

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Die Show der Kammeroper „Birds in the Moon“ mit Musik des Komponisten Mark Grey basiert auf einem frischen Inszenierungskonzept: Die gesamte Produktion ist in einem sechs Meter breiten Schiffscontainer untergebracht, der für Aufführungen im Freien nahezu überall schnell aufgestellt werden kann. Um die Audioproduktion zu vereinfachen und den Zuschauern gleichzeitig an allen Plätzen besten Sound bieten zu können, werden zwölf Meyer Sound self-powered Lautsprecher eingesetzt, die am Container selbst und an ausklappbaren Flügeln montiert sind. Die Show wird auf einem iPad mit dem Meyer Sound Spacemap Go Tool für Spatial Sound Design und Live Mixing gemischt.

Die „containerisierte“ Oper debütierte Anfang Mai im Domino Park in Brooklyn als Teil des kostenlosen Bandwagon 2 Programms der New Yorker Philharmoniker.
Von Anfang an hatte Grey bei der Entwicklung von Birds in the Moon die Vision, die Show so flexibel und mobil zu gestalten wie noch nie zuvor. Die Idee war, ein relativ großes Open-Air-Publikum zu erreichen und gleichzeitig eine dynamische und klare Klangwelt zu schaffen – und das mit einem System, das sowohl automatisierte als auch Live-Workflows unterstützt. Als erfahrener Sound Designer und Komponist entschied sich Grey für Spacemap Go als Tool für die Umsetzung seiner komplexen Klangkonzepte. „Es hat meine Erwartungen wirklich übertroffen, zum Beispiel in der Art und Weise, wie man Trajectories zeitlich automatisieren kann, diese Szene festhält und dann zur nächsten übergeht. Und alles abzurufen ist einfach, da sich Spacemap Go mühelos mit anderen Softwareprogrammen integrieren lässt.“

Das Lautsprechersystem besteht aus zwei Ultra-X40 Point Source Lautsprechern und zwei 900-LFC Subwoofern, die auf dem Container beziehungsweise der Bühne installiert sind. Auf den ausgefahrenen Flügeln sind acht UP-4slim Lautsprecher montiert. Das Front End besteht aus zwei drahtlosen Mikrofonen für die Darsteller, vier DPA 4099 Mikrofonen für die Instrumente und einer Vintage-Stereo-Halleinheit, die alle direkt mit den analogen Eingängen eines Galaxy 816 Prozessors verbunden sind. Die 24 Kanäle für die elektronische Klangwelt kommen von einen Mac Mini über das AVB-Netzwerk.

„Wir haben bewiesen, dass man ein großartiges System ohne Tausende von Ausgängen einrichten kann. Spacemap Go ist hierfür der Schlüssel, weil wir alles ohne ein dediziertes Mischpult machen können“, sagt Grey. „Für jede Szene in der Show gibt es einen Spacemap Go Mix-Snapshot mit entsprechender Kennzeichnung, Konfiguration und den Spacemaps, die den Kanälen zugeordnet sind. Wir führen den Mix dann live auf dem iPad mit Spacemap Go durch. Wenn der Ringmaster oben auf dem Schiffscontainer ist, mischen wir seine Position mit einer Spacemap, die mehr Volumen auf die Ultra-X40s gibt. Wenn er nach unten kommt, überblenden wir manuell zwischen zwei Spacemaps, um das Klangbild nach unten zu bringen. Um mehr Gain vor Feedback zu erreichen, fahren wir die UP-4slims hoch und nehmen die X40s etwas zurück.“

Die Audiowiedergabe übernimmt QLab, das auf einem Mac Mini läuft, der direkt über Milan AVB mit dem Galaxy verbunden ist. QLab dient auch als Show-Controller, der die Spacemap Go Mix-Snapshots im Galaxy 816, die Beleuchtung sowie die Video-Cues, die auf einem zweiten Mac Mini gehostet werden, abruft.

Grey über die räumlichen Effekte: „In unserem Fall ist es nicht wirklich Surround, sondern eher wie Panorama-Stereo, aber mit mehr räumlicher Tiefe“, sagt er. „Wenn ich Inhalte über die Ultra-X40 Lautsprecher wiedergebe, um sie als Referenz zu hören, bekomme ich eine gute Trennung. Aber wenn ich diese Inhalte in Spacemap abspiele und ein Trajectory über die offenen Flügel kreiere, dann öffnet sich das Ganze, bis es so klingt, als wäre es viel breiter, als es tatsächlich ist. Es ist schon erstaunlich, wenn man etwas konzeptionell entwickelt und es dann in der realen Welt in einer Performance umsetzt. In diesem Punkt hat sich Spacemap Go definitiv selbst übertroffen.“

Der mobile Veranstaltungsort wurde als Bühne für die gesamte Bandwagon 2 Reihe genutzt, die an vier Festival-Wochenenden in New York City stattfand. Die New Yorker Philharmoniker haben sich mit sechs Organisationen und mehr als 100 Künstlern zusammengetan, um 39 Aufführungen zu präsentieren, die künstlerische Darbietungen von Reggae, Jazz und Oper bis hin zu Tanz, Poesie, Theater, Film und bildender Kunst umfassen.

Nach einem erfolgreichen Durchlauf in New York wird Birds in the Moon vom 1. bis 4. September Premiere an der Westküste in Kalifornien feiern.

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