Mit dem Ownership Summit 2026 hat der Business Club b.connect, der sich als erster Business Club der Veranstaltungswirtschaft positioniert, erfolgreich ein neues Format initiiert. In den Räumen der internationalen Wirtschaftskanzlei Clifford Chance in Frankfurt kamen rund 50 Teilnehmer aus verschiedenen Segmenten der Branche zusammen. Vertreten waren unter anderem Messegesellschaften, Event- und Messedienstleister, Agenturen und Verbände sowie Investoren, Banker und Juristen. Im Fokus des Dialogs standen zentrale Zukunftsthemen wie Beteiligungskapital, Unternehmensnachfolge, Mergers & Acquisitions sowie strategische Ansätze für Wachstum und Konsolidierung.
Zum Auftakt ordneten die Moderatoren Dr. Markus Eisele und Peter Blach das Thema Ownership als einen der entscheidenden Hebel für die weitere Entwicklung in allen Bereichen der Veranstaltungswirtschaft ein. Angesichts eines sich wandelnden Marktumfelds, steigender Anforderungen auf Kundenseite und zunehmender Konsolidierung gewinne die Frage nach Kapitalstruktur, Nachfolge und strategischer Positionierung weiter an Bedeutung.
Den inhaltlichen Einstieg bildete ein Fireside Chat mit Dr. Moritz Petersen von Clifford Chance und Carsten Hagenbucher von Charterhouse Capital. Im Gespräch ging es um die Perspektive institutioneller Investoren auf die Veranstaltungsbranche. Diskutiert wurden unter anderem die Rolle von Private Equity, typische Strukturen von Verkaufsprozessen sowie Kriterien, die im Investmentprozess eine zentrale Rolle spielen. Dabei wurde deutlich, dass professionelle Vorbereitung, transparente Datenlage und ein belastbares Managementteam wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiche Transaktionen sind. Ebenso thematisiert wurden Optionen für einen späteren Weiterverkauf und die strategische Weiterentwicklung von Beteiligungen.
Im Anschluss rückte mit einem Praxisbeispiel die unternehmerische Realität in den Fokus. Vorgestellt wurde der Zusammenschluss von Zeeh Design und der Brace Group – bestehend aus den Unternehmen Schendel & Pawlaczyk, conform und MMD –, der im Rahmen eines Add-on-Investments durch Hannover Finanz realisiert wurde. Entstanden ist eine Plattform im Premiumsegment für Messebau, Event und Ausstattung für dreidimensionale Markenauftritte und Kommunikation im Raum. Die jeweiligen Marken bleiben unter der Führung ihrer Management-Teams operativ eigenständig.
Julian Hauser und Sebastian Vogel von Zeeh Design sowie Jörn Goesmann und Ralf Meyer von der Brace Group schilderten gemeinsam mit Goetz Hertz-Eichenrode von Hannover Finanz ihre Erfahrungen aus dem Beteiligungsprozess. Diskutiert wurden strategische Ziele einer Buy-and-Build-Strategie, Fragen der Integration sowie der Erhalt unternehmerischer Kultur. Dabei ging es auch um konkrete Synergiepotenziale, etwa im Vertrieb, im Einkauf oder in der Produktion, sowie um Selektionskriterien für künftige Add-on-Akquisitionen. Ein weiterer Aspekt war die veränderte Marktpositionierung angesichts einer Entwicklung hin zu weniger, aber qualitativ hochwertigeren Auftritten im Livebereich.
Ein weiterer Themenblock widmete sich der operativen Umsetzung von Transaktionen. Dr. Moritz Petersen und Otmar Debald von 4P Capital gaben Einblicke in typische Phasen eines M&A- oder Beteiligungsprozesses. Das reicht von der strategischen Vorbereitung über die Due Diligence bis hin zu Vertragsverhandlungen. Dabei wurden typische Fehler auf Verkäuferseite ebenso angesprochen wie die Bedeutung von Timing, klarer Strukturierung und realistischem Erwartungsmanagement. Aus Investorensicht, so die Diskussion, spielen neben Kennzahlen insbesondere Skalierbarkeit, Marktposition und Qualität des Managements eine entscheidende Rolle. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die „Story“ auf Verkäuferseite.
Im abschließenden Panel kamen Unternehmer, Investoren und Finanzierungspartner erneut gemeinsam zu Wort. Neben den Vertretern der Brace Group und Hannover Finanz beteiligten sich Alexander Geck von der Volksbank Darmstadt Mainz, Otmar Debald sowie Dr. Moritz Petersen an der Diskussion. Im Mittelpunkt standen Fragen nach dem richtigen Zeitpunkt für Beteiligungskapital, nach strukturierten Nachfolgelösungen und nach Alternativen zwischen Familiennachfolge, Management-Buy-out und Verkauf an einen Investor. Auch Fragen aus dem Publikum, zum Beispiel zur Rolle der „Hausbanken“, wurden aufgegriffen und vertieft.
Der b.connect Ownership Summit endete mit einem Networking-Ausklang. In kleineren Gesprächsrunden wurden Kontakte vertieft und mögliche Kooperationen ausgelotet.























