Start Production Fördergerüst in Bochum für Lichtdesign-Preis nominiert

Fördergerüst in Bochum für Lichtdesign-Preis nominiert

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Das Lichtkonzept für das Doppelbock-Fördergerüst des Deutschen Bergbau-Museums Bochum ist für den Deutschen Lichtdesign-Preis 2026 in der Kategorie „Inszenierung“ nominiert worden. Die Jury gab die Nominierung im Rahmen der internationalen Messe Light + Building in Frankfurt am Main bekannt.

Mit der Installation verwandelte sich das Fördergerüst des Museums in eine dynamische Lichtinszenierung. Verschiedene Farbszenarien sowie Projektionen von Codewörtern und Hashtags machen das markante Bauwerk zu einem weithin sichtbaren visuellen Zeichen im Ruhrgebiet. Das Konzept entwickelte Helmut M. Bien von westermann kommunikation in Zusammenarbeit mit dem Kölner Unternehmen LightLife.

Nach Einbruch der Dunkelheit setzen bewegte Lichteffekte das Fördergerüst in Szene. Die Seilscheiben erscheinen dabei wie rotierende Elemente, die Licht in den Nachthimmel über Bochum transportieren. Zwischen Landmarken wie dem „Geleucht“ im Westen, dem „Tetraeder“ im Norden und dem Dortmunder „U“ im Osten ergänzt die Installation die Reihe prägnanter Lichtzeichen im Ruhrgebiet.

Die mit dem Deutschen Lichtdesign-Preis ausgezeichnete Inszenierung vom Doppelbock-Fördergerüst gilt als zentrales Wahrzeichen des Deutschen Bergbau-Museums und steht zugleich für die Entwicklung Bochums als Standort bergbaulichen Wissens. Gemeinsam mit der Technischen Hochschule Georg Agricola bildet das Museum rund um den Europa-Platz ein Kompetenzzentrum für Bergbaugeschichte und -forschung.

Die denkmalgerecht installierte Lichtanlage wurde am 22. Februar 2025 im Rahmen eines Museumsfestes mit rund 10.000 Gästen erstmals in Betrieb genommen. Das System arbeitet energieeffizient auf LED-Basis und lässt sich über ein Tablet steuern. Dadurch können unterschiedliche Beleuchtungsszenarien flexibel abgerufen werden.

„Bei besonderen Anlässen wie der ‚Extraschicht‘ kommt die ganze Strahlkraft zum Einsatz, für den Alltag gibt es eine smarte Bewegtlicht-Variante“, schildert Helmut M. Bien. Die Licht-Inszenierung kann auch auf Bochumer Ereignisse reagieren, vom Internationalen Frauentag über den VfL bis zum Grönemeyer-Konzert. Das Museum wird als Teil der Stadtgesellschaft wahrnehmbar und schafft Aufmerksamkeit für seine Themen.