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Miniature Clip Mic für den Live- und Bühnenbetrieb

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Der deutsche Mikrofonspezialist Neumann.Berlin kündigt seine erste Produktserie speziell für die Nah-Mikrofonierung von Instrumenten an. Für das Miniature Clip Mic System haben die Berliner Ingenieure die Elektret-Technik und deren Fertigungsprozess wesentlich weiterentwickelt.

Die neue KK 14 Kapsel liefert eine hohe Detailtreue – ohne die bislang üblichen Fertigungstoleranzen bei Elektret-Lösungen. Die modulare Bauweise des Systems ist auf hohe Stabilität und Langlebigkeit im Live- und Bühnenbetrieb ausgelegt. Zum System gehören neun Befestigungslösungen, die eine für die Akustik optimale und instrumentenschonende Positionierung erlauben. Das Miniature Clip Mic System erscheint im Frühjahr 2022.

„Wir waren mit dem Klang von Elektretlösungen lange nicht zufrieden“, sagt Portfolio-Manager Stephan Mauer: „Techniker und Künstler wünschen sich mehr Substanz, mehr Präzision in den Tiefen und Mitten und gleichzeitig Offenheit. Parallel wollten wir Elektret­mikrofone mit endlich konstanten Eigenschaften bauen, damit Toningenieure nicht immer wieder gegen Fertigungstoleranzen in Pegel und Frequenzgang anarbeiten müssen.“

Sechs Jahre haben die Neumann-Entwickler an der Kapsel und den dafür nötigen Fertigungsprozessen geforscht. Mauer: „Es hat sich gelohnt. Eine solche Kapsel ist noch nie gebaut worden.“ Durch das geringere Rauschen und den extrem hohen Maximal­schalldruckpegel von 152 dB liefert die KK 14 perfekte Ergebnisse sowohl für sehr leise und sehr laute Instrumente.

Das Miniature Clip Mic System ist zudem modular und robust aufgebaut. Das Gehäuse der in Handarbeit montierten KK 14 Kapsel fertigt Neumann aus Titan. Sie kann bei Bedarf leicht von ihrem Schwanenhals­aufsatz abgeschraubt werden. Auch alle weiteren Komponenten sind leicht austauschbar. Das System ist nicht für eine Saison, sondern für Jahr­zehnte ausgelegt. Daraus ergebe sich auch ein im Markt­vergleich überlegener Return on Investment.

Das System bietet neun Optionen für die zuverlässige Befestigung an Blas-, Streich- und Saiteninstrumenten, Piano, sowie Drums und Percussion. „In unseren Feldtests wurde schnell deutlich, dass sich alle Anwender einerseits eine sehr feste und zuverlässige Positionierung wünschen. Andererseits wollen sie die teils hochwertigen, teils empfindlichen Oberflächen der Instrumente nicht beschädigen“, so Mauer. So entstanden für bestimmte Anwendungen selbst­justierende Federsysteme und neu entwickelte Halterungskonzepte.

Typische Anwender sind Orchester, Theater, Musicalproduktionen, Konzerthäuser, Big Bands und Bläser sowie Schlagzeuger. Durch Anschluss­kabel mit 3,5mm Klinke, MicroDot, Lemo und Mini-XLR ist das System mit allen gängigen Bodypacks für Wireless-Set-ups kompatibel.