Start Business Spatenstich für Munich Arena mit 20.000 Plätzen

Spatenstich für Munich Arena mit 20.000 Plätzen

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Mit dem symbolischen Spatenstich am 28. Oktober 2026 hat die Bauphase der Munich Arena in Freising begonnen. Nahe dem Flughafen München soll bis 2029 eine Konzertarena für rund 20.000 Besucher entstehen. Das Investitionsvolumen beträgt nach Angaben der Projektverantwortlichen mehr als 400 Millionen Euro und wird privat finanziert. Am Spatenstich nahmen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Freisings Oberbürgermeisterin Monika Schwind, Live-Nation-GSA-Geschäftsführer Marek Lieberberg und Lorenz Schmid, Managing Partner der Munich Arena, teil.

Für die Veranstaltungsproduktion steht das Konzept „Music First“ im Mittelpunkt. Architektur, Innenraum und technische Infrastruktur sollen auf Live-Musik ausgerichtet werden. Geplant ist eine hufeisenförmige Zuschauertribüne, die sich über 270 Grad erstreckt. Steil ansteigende Ränge sollen die Distanz zwischen Publikum und Bühne verringern. Die Planung sieht auf das Bühnengeschehen abgestimmte Sichtachsen und eine für Konzerte ausgelegte Raumakustik vor. Damit unterscheidet sich der Ansatz von Hallenkonzepten, bei denen verschiedene Sportarten und Veranstaltungsformate die räumlichen Anforderungen gleichermaßen bestimmen.

Auch die Abläufe hinter der Bühne sind Teil des Konzepts. Vorgesehen sind Backstagebereiche und eine Logistik, die den Anforderungen großer Tourproduktionen entsprechen sollen. Die technische Infrastruktur wird ebenfalls auf den Konzertbetrieb ausgerichtet. Als offene Veranstaltungsstätte soll die Munich Arena allen Künstlern und Veranstaltern zur Verfügung stehen. Lieberberg verbindet mit dem Projekt das Ziel, München bei der Routenplanung internationaler Tourneen stärker zu positionieren. „Unser Ziel ist klar: Wenn internationale Tourneen ihre Stationen in Deutschland und Europa auswählen, soll München die erste Wahl sein“, so Lieberberg.

Die Munich Arena bildet das Zentrum eines Live-Entertainment-Campus. Zum Gesamtvorhaben gehören ein Musik-Hotel und ein Mobility-Hub. Innerhalb der Veranstaltungsstätte sind Lounges, Bars und Restaurants geplant, die das Hospitality-Angebot ergänzen. Mit diesen Bausteinen umfasst das Projekt neben dem eigentlichen Konzertbetrieb auch Übernachtungs-, Gastronomie- und Mobilitätsangebote.

Das architektonische Konzept stammt vom Londoner Büro Populous. Die planerische Umsetzung als Generalplaner übernimmt das Münchner Architekturbüro Henn. Für den kreisrunden Bau sind rund 34 Meter Höhe und etwa 100 Meter Durchmesser vorgesehen. Als prägendes Gestaltungselement dient ein Exoskelett, also eine außen liegende Tragkonstruktion. Dessen Rautenmuster nimmt Bezug auf die bayerische Landesflagge und bestimmt die äußere Erscheinung der Arena.

Über die kulturelle Nutzung hinaus erwarten die Projektverantwortlichen wirtschaftliche Impulse für die Region. Sie verweisen auf eine Deloitte-Studie, die bereits für die Planungs- und Bauphase gesamtwirtschaftliche Effekte von rund 390 Millionen Euro beziffert. Für den späteren Betrieb wird eine jährliche regionale Bruttowertschöpfung von rund 355 Millionen Euro prognostiziert. Von der zusätzlichen Nachfrage sollen insbesondere Beherbergungsbetriebe, Gastronomie, Einzelhandel und Dienstleister profitieren. Die Zahlen beschreiben erwartete gesamtwirtschaftliche Effekte und sind nicht mit dem Umsatz der Arena gleichzusetzen.

Eine weitere Nutzung ist im Münchner Konzept für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele 2036, 2040 oder 2044 vorgesehen. Bei einer erfolgreichen Bewerbung soll die Munich Arena temporär die Schwimm- und Para-Schwimmwettbewerbe aufnehmen. Dazu würde auf dem Hallenboden ein Wettkampfbecken installiert. Nach den Spielen soll es abgebaut und an anderer Stelle weiterverwendet werden. Die Konzertarena wäre damit Teil eines Venue-Konzepts, das auf ohnehin geplante Infrastruktur zurückgreift.