Das tschechische Mapping-Kollektiv „The Macula“ fesselte kürzlich 600 VIPs im Dvořák-Saal des Prager Rudolfinums durch ein Projekt mit dem Titel „Sim/Nebula“. Dabei gab es ein 45-minütiges Mapping, das von der Tschechischen Philharmonie unter Leitung des Dirigenten Jiří Bělohlávek, ehemaliger Gast- und Chefdirigent des BBC Symphony Orchestra, begleitet wurde.
Dieses Projekt war das erste Videoprojektions-Mapping in der Tschechischen Republik, an dem ein Live Orchester mit 118 Musikern beteiligt war und das Projektionen auf vier Seiten des Publikums einschloss.
Die Show wurde in sieben thematische Teile gegliedert (Materie, Technologie, Mitteilung, Mission, Neue Welt, Rendezvous und Geburt), die visuell futuristische Gedichte ausdrückten und die Entstehung eines kybernetischen Organismus darstellten, der in akustischen Wellen klassischer Musik einen Zeitcode rückwärts zählt. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit elf internationalen Künstlern geschaffen.
Um dieser High-Tech-Leistung auf vier unterschiedlichen Projektionsflächen Leben einzuhauchen, verwendete die Gruppe The Macula insgesamt zehn Digitalprojektoren von Barco. Vier Barco HDX-W20 Flex 3-Chip DLP WUXGA (jeweils mit 20.000 Lumen), zwei Barco FLM-R22 SXGA+ (22.000 Lumen) und vier SLM-R12+ Performer (SXGA+, 12.000 Lumen). Für einen natürlichen Übergang wurde das Programm Resolume Arena 4 an zwei eigene Medienserver angeschlossen. Vier Barco HDX Projektoren in Quadranten-Anordnung projizierten den Inhalt auf die Hauptfassade, während die Projektion an den Seitenwänden von den FLM Projektoren sichergestellt wurde. Die vier Barco SLM projizierten zusätzlich an die Decke des Rudolfinums.

Nach Verschmelzung aller Komponenten wies die Gesamtauflösung 16.000 Pixel bei 80.000 Bildern (30 fps) auf. Für die Produktion wählte die Gruppe The Macula die Applikationen Cinema 4D und Adobe After Effects, in denen sie den eigentlichen Inhalt sowie die glatten Übergänge zwischen 3D und 2D schuf.
Info: www.themacula.com
Sim/Nebula (Fotos: Nohlab)























