Mit eptex ist eine kostenlose Plattform für die professionelle Veranstaltungstechnik in den Soft Launch gestartet. Das Kürzel steht für Event & Production Technology Exchange. Im Mittelpunkt stehen ein zentraler Produktkatalog und die Verknüpfung unterschiedlicher Gerätebezeichnungen. Damit sollen sich Materiallisten, Anfragen und Angebote zwischen Unternehmen digital austauschen lassen, ohne dass diese ihre internen Systeme ändern müssen. Die Plattform richtet sich an Vermieter, Produktionsdienstleister, Hersteller und Gebrauchtgerätehändler.
Dazu eptex-CEO Morten Carlsson: „Aus meiner langjährigen aktiven Arbeit in der Branche weiß ich, an welchen Stellen in der Organisation und Planung viel Zeit verloren geht und was es braucht, um Kolleginnen und Kollegen die Arbeit zu erleichtern. Diese Erfahrungen fließen in die Entwicklung von eptex ein. Ich bin überzeugt, dass wir auf einem guten Weg sind, eine praxisnahe Lösung anzubieten, die unsere Branche unterstützt und mehr Zeit für die eigentliche Arbeit schafft.“
Ansatzpunkt ist eine Hürde im Tagesgeschäft: Unternehmen verwenden für identische Geräte unterschiedliche Namen und Artikelnummern. Beim Zumieten von Equipment müssen Materiallisten deshalb häufig manuell geprüft und den eigenen Beständen zugeordnet werden. Hinzu kommt die Recherche nach geeigneten Produkten und Anbietern. eptex will dafür eine gemeinsame Datengrundlage schaffen und den Aufwand für die Vorbereitung von Produktionen reduzieren.

Kern ist eine zentrale Datenbank mit Produkten von nach eigenen Angaben mehr als 1.500 Herstellern und Marken in über 200 Kategorien. Teilnehmende Unternehmen ordnen ihre Bestände und internen Bezeichnungen diesem Katalog zu. Dieses Mapping wird durch künstliche Intelligenz unterstützt. Der Katalog dient damit als Übersetzungstabelle zwischen den Systemen: Unterschiedliche Bezeichnungen werden einem gemeinsamen Produkteintrag zugeordnet. Auf dieser Grundlage sollen Listen direkt importiert werden können, statt jede Position einzeln zu interpretieren.
Die Produktsuche soll auch über technische Eigenschaften möglich sein. Anwender können damit nach Equipment recherchieren, das bestimmte Anforderungen erfüllt, und passende Anbieter finden. Für Vermieter ist vorgesehen, Kundenanfragen anhand der gewünschten Geräteeigenschaften automatisiert mit geeigneten Produkten aus dem eigenen Bestand abzugleichen. Weitere Funktionen befinden sich in der Entwicklung. Die geschäftliche Abwicklung bleibt bei den beteiligten Unternehmen; eptex tritt dabei nicht als Vertragspartner auf.
Offene Programmierschnittstellen zur Anbindung bestehender Vermietsoftware stehen laut eptex bereits zur Verfügung. Über diese APIs sollen künftig weitere Abläufe automatisiert werden. Dazu gehören der digitale Import eingehender Anfragen und elektronische Verfügbarkeitsabfragen. Ein Unternehmen soll eine bestimmte Stückzahl anfragen und eine Rückmeldung zur Verfügbarkeit erhalten können, ohne Einblick in die Bestandszahlen des angefragten Anbieters zu bekommen. Ziel ist ein durchgängiger Datenaustausch, der Doppeleingaben und das Übertragen langer Materiallisten vermeidet.
Für die Kommunikation setzt eptex auf direkte Kontakte zwischen den Marktteilnehmern. Preise werden auf der Plattform nicht angezeigt, öffentliche Ausschreibungen sind nicht vorgesehen. Nach Angaben des Betreibers sollen zudem Maßnahmen gegen unnötige oder nicht zielführende Anfragen greifen.
Zum Konzept gehört auch der weltweite Handel mit Gebrauchtgeräten. Unternehmen können Equipment aus ihrem Bestand zum Verkauf anbieten und dabei bereits vorhandene Produktinformationen nutzen. Angebote lassen sich unmittelbar veröffentlichen oder für einen späteren Zeitpunkt vorbereiten, etwa wenn Geräte noch in einer Produktion eingesetzt werden. Angestrebt wird außerdem eine Zusammenarbeit mit anderen Gebrauchtgeräteplattformen. Perspektivisch sollen Angebote wechselseitig ausgespielt und auffindbar werden. Der Verkauf von Neugeräten bildet keinen Schwerpunkt.
Finanziert wird eptex über kostenpflichtige Werbung. Hersteller, Vermieter und Händler können ihre Marken, Produkte und Angebote einem internationalen Fachpublikum präsentieren. Die Nutzung der Plattform bleibt für Anwender kostenlos. Zu den ersten teilnehmenden Unternehmen zählen nach Angaben von eptex AED, A-Rental aus Polen und Christie Lites. In den kommenden Monaten sollen mehrere hundert Equipment-Listen von Anbietern eingebunden werden.
Hinter der Plattform steht ein Team mit Erfahrung in der Veranstaltungstechnik. Gesellschafter und Entwicklungspartner ist das Hamburger Unternehmen elbgoods, das bereits Plattformen wie eventlocations.com entwickelt und international ausgebaut hat. Vermieter, Produktionsdienstleister und Gebrauchtgerätehändler können sich bereits registrieren und ihre Bestände mit dem Produktkatalog verknüpfen. Auch Hersteller, Anbieter von Vermietsoftware und Betreiber von Gebrauchtgeräteplattformen sind zur Zusammenarbeit eingeladen.
Weitere Informationen und Registrierung unter www.eptex.com.























