Die französische Indoor-Arena „Zenith de Strasbourg“ ist kürzlich Schauplatz eines besonderen Kinokonzerts zum ersten Films der Disney-Reihe „Fluch der Karibik“ – „Der Fluch der Black Pearl“ gewesen. Gezeigt wurde der Film vor 6000 Zuschauern, begleitet wurde die Vorstellung vom Philharmonischen Orchester von Strasbourg und einem 24-stimmigen Chor.
Die Strasbourger Rental Company Lagoona sorgte für die Beschallungsanlage und holte zusätzlichdie Digital-Audio-Netzwerk-Spezialisten von EspaceConcept mit an Bord, welche die FoH-Mischpulte, die Mikrofone und das Networking-Equipment lieferten und aufbauten. EspaceConcept nutzte bei diesem Event erstmals eine mc²56 Konsole von Lawo.
Die Anregung dazu kam direkt von Hervé de Caro (Lawo), der von Alain Roy (EspaceConcept) angesprochen wurde, wie er die Eclipse GT Mischpulte von Innovason, die er normalerweise verwendet, am besten vernetzen könnte, um 124 Kanäle aufzunehmen. „Hervé schlug vor, dass wir stattdessen ein mc²56 einsetzen, da es so möglich ist, alles von einer Konsole aus zu verwalten“, erklärt Roy. „Es erschien uns als die ideale Gelegenheit, also sagte ich zu.“ So wurde dann ein 32-Fader mc²56 mit 16-Fader-Extender aufgebaut, an das über Glasfaser zwei Lawo Dallis Stageboxen angebunden waren, die 72 Mikrofoneingänge und 16 Monitor-Inputs bereitstellten, sowie zwei zusätzliche DioMadiES MADI-to-EtherSound-Wandler für die 60 digitalen Mikrofone, die über Ethersound-Glasfaser mit dem Mischpult vernetzt waren.
Alain Roy fuhr den Mix und die Aufnahmen des ganzen Events, und um Alain ein Mischpult bereitzustellen, mit dem er sich wohl fühlte, machten sich de Caro und das Lawo-Team daran, das mc²56 so zu konfigurieren, dass es Alains Anforderungen in vollem Umfang entsprach. „Alain ist in Frankreichs einer der führenden Experten, was digitale Technologie und digitale Vernetzung für Live-Shows angeht“, sagt de Caro. „Da Alain sich das erste Mal mit einem mc²56 konfrontiert sah, geschweige denn jemals eines bedient hatte, war unser Ansatz, die Features, die ihm vom Eclipse-Pult her vertraut waren, beim mc²56 entsprechend zu konfigurieren. Als wir fertig waren, hatte Alain seine SmartFad Funktionalität für VCA-Zuweisung und Steuerung, den Broadway-Mode für ein nahtloses Umschalten zwischen Live und Wiedergabe, den virtuellen Soundcheck für die Feinabstimmung der Mischung ohne dass die Musiker anwesend sind, einen digitalen Mehrspurrecorder mit jetzt 128 statt 64 Kanälen, und alle Kanäle mit umfassender Anzeige und Steuerung über den zentralen Touchscreen. Darüber hinaus haben wir die Pandora-Funktionalität aufgesetzt, die bei der Live-Mischung ein natürliches Stereobild für alle Zuhörer im Publikum erzeugt. „
Roy seinerseits war überaus beeindruckt: „Die Eclipse ist besonders, gerade weil sie sich so frei konfigurieren lässt. Du kannst zusammenstellen, was auch immer du für die Show willst oder was dem Toningenieur am besten gefällt. Was mir wirklich den Atem verschlug, war, dass das mc²56 in allem genauso konfigurierbar ist – das aber auf einem ganz anderen Niveau, innerhalb des Bediensystems der Konsole – was einem letztlich sogar noch mehr Möglichkeiten und eine größere Flexibilität gibt.“
Info: www.lawo.com
Proben für Fluch der Karibik in der Zenith de Strasbourg (Foto: Lawo)























