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Sennheiser Digital 6000 beim LEA

Anlässlich der Verleihung des zwölften PRG LEA (Live Entertainment Award) hat sich die Production Resource Group (PRG) Anfang April 2017 auf digitale Drahtlostechnik von Sennheiser verlassen. In der festlich illuminierten Frankfurter Festhalle waren zahlreiche analoge und digitale Funkstrecken aus dem Portfolio des Audiospezialisten im Einsatz. Insgesamt waren beim LEA 2017 weit über 50 Drahtlosstrecken aktiv – darunter auch das neue Drahtlossystem Digital 6000.

In der Frankfurter Festhalle wurden vier EM 6000 Doppelempfänger und acht SKM 6000 Handsender mit MD 9235-Kapseln (nierenförmige Richtcharakteristik) verwendet. Der Handsender SKM 6000 ist in drei Frequenzvarianten verfügbar und über das Sennheiser Standard-Kapsel-Interface kompatibel zu zahlreichen Mikrofonköpfen von Sennheiser und Neumann. Im Rack waren neben den EM 6000 Doppelempfängern (Schaltbandbreite: 244 MHz) vier L 6000 Ladegeräte positioniert, die mit BA 60 und BA 61 Charger-Modulen bestückt waren.

Punkten konnten die neuen Digital 6000 Systeme im stark belasteten HF-Umfeld der Veranstaltung unter anderem mit ihrer hohen Frequenzeffizienz sowie einer nahtlosen Einpassung in die übrige Wireless-Technik. Ein Blick auf die Bühne zeigte zwei seitlich am Geländer montierte Sennheiser AD 3700 Breitband-Richtantennen

Sennheisers True-Bit-Diversity-Technik sowie prädiktive Algorithmen stellen eine zuverlässige Verbindung selbst dann sicher, wenn bei anderen digitalen Drahtlossystemen bereits Dropouts auftreten. Die ausgeklügelte, von erfahrenen Sennheiser Ingenieuren entwickelte Audiofehlerkorrektur arbeitet auch in schwierigen HF-Umgebungen zuverlässig. „Störende Artefakte oder gar Dropouts treten nicht auf“, berichtete der Monitortechniker Florian Keinert, der während der Show an zwei seitlich der Bühne aufgebauten Mischpulten alle Hände voll zu tun hatte.

Das neueste Mitglied der Sennheiser „Professional Wireless Range“ wird bereits von der aktuellen Version der WSM-Software unterstützt, und so war die Oberfläche des Wireless System Managers beim LEA 2017 auf einem Laptop am Drahtlosplatz zu sehen.

Für die tontechnische Gestaltung des LEA 2017 trug Thomas Mundorf (PRG Head of Audio Project Management & Technologies) Verantwortung. Gemeinsam mit Nico Karp übernahm er die Planung, war während der Veranstaltung aber auch am Systemplatz anzutreffen und kümmerte sich darüber hinaus um reibungslose Abläufe in allen audiotechnischen Zusammenhängen.

„Beim LEA 2017 werden wir von Sennheiser dankenswerterweise freundlich unterstützt“, erklärte Thomas Mundorf in Frankfurt. „Die neuen Sennheiser Digitalstrecken befinden sich noch nicht im Verleihbestand von PRG und der Einsatz beim LEA ist somit für uns die erste Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit dem Digital 6000 System zu sammeln. Ich freue mich, dass wir anlässlich der Veranstaltung Gelegenheit haben, uns für ein paar Tage mit dem neuen System unter realen Bedingungen auseinanderzusetzen und es ausgiebig zu testen.

Die Handsender klingen sehr gut und natürlich – alles tipptopp! Artefakte, die früher in bestimmten Situationen bei mit Kompandern ausgestatteten Sendestrecken aufgetreten sind, habe ich bei dieser Produktion nicht gehört; das ist auf alle Fälle ein großer Schritt nach vorne! Die auf die Handsender aufgeschraubten MD 9235-Kapseln sind bewährter Standard, und man weiß, dass sie funktionieren und klingen – darauf kann man sich blind verlassen.“

Thomas Holz, Sennheiser Project Manager Touring Rental | Artists & Engineers: „Die innovativen Digital 6000 Systeme haben sich sowohl bei der Moderation als auch bei den musikalischen Darbietungen von ihrer besten Seite gezeigt – mit kompromissloser Klangqualität in einer nicht zuletzt durch den massiven Einsatz von LED-Wänden stark belasteten HF-Umgebung.“

Info: www.sennheiser.com

Festhalle beim LEA, EM 6000 Doppelempfänger, WSM-Software (Fotos: Sennheiser)