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Neues Beamforming Array-Mikrofon von Audio Technica

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Audio Technica stellt mit dem ATND1061 ein neues Beamforming Array-Mikrofon für die Deckeninstallation in Konferenzräumen, Sitzungssälen und Besprechungsräumen vor. Jeder Raum kann mit einem oder (bei größeren Räumen) mehreren Mikrofonen ausgestattet werden. Das Deckenmikrofon ATND1061 hat zudem einen Formfaktor, der einem drahtlosen Access-Point ähnlich ist.

Raumkonfiguration, Sprecherzonen und andere Einstellungen lassen sich über die Digital Microphone Manager-Software von Audio Technica anpassen. Das ATND1061 bietet sechs unabhängige Ausgangskanäle, denen insgesamt bis zu 32 benutzerdefinierte Erfassungsbereiche zugeordnet werden können, und gewährleistet so eine flexible Abdeckung unterschiedlichster Raumgrößen und Konferenzarten.

ATND1061 (Fotos: Audio Technica)

Die eigens entwickelte VAD-Technologie (Voice Activity Detection) sorgt dabei automatisch für die Unterscheidung zwischen Sprachsignalen und Störgeräuschen wie Papierrascheln. Für Konferenzumgebungen ohne externe digitale Signalverarbeitung (DSP) stellt das ATND1061 eine integrierte DSP-Einheit bereit – einschließlich Automix-Funktion, Echo-Unterdrückung (Acoustic Echo Cancellation, AEC), Rauschunterdrückung, automatischer Gain-Steuerung (Automatic Gain Control, AGC) und 4-Band-EQ.

Für Bereiche mit bekannten Störschallquellen wie Lüftungssysteme können Ausschlusszonen, sogenannte Exclusion-Zonen, definiert werden, so dass die integrierte Rauschunterdrückung und Automix-Funktionen optimal arbeiten.

Ausgangskanal 1 kann mit 16 anwenderdefinierten Coverage-Zonen (Erfassungsbereiche) verknüpft werden, innerhalb derer sich Konferenzteilnehmer während eines Redebeitrags frei bewegen oder vom jeweiligen Sitzplatz aus sprechen können. Der Strahl des Beamforming-Arrays folgt dem Sprachsignal, so dass die Stimme des jeweiligen Sprechers vom Mikrofon optimal und mit geringstmöglichen Nebengeräuschen übertragen wird. Dabei wählt das Mikrofon aus den 16 Erfassungsbereichen, von denen immer nur einer offen ist, automatisch den Bereich mit der stärksten als Sprachsignal identifizierten Schallquelle aus.

Den Ausgangskanälen 2–6 können 16 anwenderdefinierte Priority-Zonen zugewiesen werden. Priority-Zonen stellen sicher, dass Sprechern in diesen Bereichen (sitzend oder in Bewegung) Priorität gegenüber Sprachsignalen der Coverage-Zonen eingeräumt wird. Dabei lassen sich auch innerhalb einer Coverage-Zone einzelne Priority-Zonen einrichten. Insgesamt können bis zu fünf Priority-Zonen gleichzeitig offen sein, und auch hier wählt das Mikrofon für jede Zone automatisch das stärkste Sprachsignal aus. Priority-Zonen sind ideal, wenn Sprechern mit bekannter Position im Raum Priorität eingeräumt werden soll.

ATND1061 (Fotos: Audio Technica)

Das ATND1061 kann in massiven oder abgehängten Decken sowohl aufgesetzt („Aufputz“) als auch flächenbündig und mittels Standard-VESA-Halterung sogar frei im Raum montiert werden. Außerdem ist das Mikrofon UL 2043-zertifiziert und damit für die Installation in Verteilerschächten geeignet. Alle erforderlichen Montagevorrichtungen, Hardware, Sicherungsseil und weiteres Zubehör sind im Lieferumfang enthalten.

Über die ebenfalls mitgelieferte IR-Fernbedienung können Benutzer das Mikrofonstummschalten, falls die Raumkonfiguration keine Mute-Funktion bereitstellt. Auch das Aufrufen von Presets und das Aktivieren/Deaktivieren des Energiesparmodus sind per Fernbedienung möglich. Das Dante-fähige ATND1061 ist mit zwei konfigurierbaren Netzwerk-Schnittstellen ausgestattet, über die sich das Mikrofon in jede Installation integrieren lässt. Im „Single Cable“-Modus werden Dante-Audio- und Steuerdaten gemeinsam über ein Standard-Netzwerkkabel (CAT) übertragen, im „Split“-Modus separat über zwei Netzwerkkabel.