Trotz der laufenden Sanierung des Mecklenburgischen Staatstheaters in Schwerin läuft der Spielbetrieb weiter. Seit Juni 2025 dient ein Theaterzelt in der Schlossgartenallee als temporäre Spielstätte. Die Anlage bietet Raum für 535 Zuschauerplätze. Für die Bühnenbeleuchtung sorgen unter anderem neue Lichtsysteme von ETC – ergänzt durch vorhandenes Material.
Im Fokus stehen dabei LED-basierte Lösungen, darunter 18 ETC ColorSource PAR Deep Blue, zwölf SolaFrame 1000 sowie zehn Lonestar-Scheinwerfer. Die Auswahl der Geräte folgte klaren technischen und betrieblichen Anforderungen. „Die Flexibilität der Systeme war entscheidend“, sagt Hannes Ruschbaschan, Leiter der Beleuchtung. In einem Sechs-Sparten-Haus müsse das Lichtkonzept unterschiedlichsten künstlerischen Formaten gerecht werden – von Schauspiel und Musiktheater über Konzert und Tanz.
Neben kreativen Aspekten waren auch logistische und infrastrukturelle Faktoren ausschlaggebend: Die Traversen im Zelt sind fest verbaut, auf verfahrbare Elemente wurde verzichtet. Umso wichtiger war die kompakte Bauweise der Scheinwerfer. Die geringe Stromaufnahme sowie kurze Einrichtzeiten bei wechselnden Produktionen spielten ebenfalls eine Rolle.
Die Gerätewahl spiegelt diese Anforderungen wider: Die ColorSource PAR Deep Blue überzeugen mit stabiler Farbmischung und leichter Bauform. Die Lonestar-Scheinwerfer bieten präzise Blendenschieber, großen Zoombereich und variable Frost-Einstellungen. Die SolaFrame 1000 – ein Vorgängermodell der aktuellen Halcyon-Serie – kommen als Gruppenlösung zum Einsatz und decken größere Flächen ab. Angesteuert wird das Set-up über ein ETC Gio @5 Lichtpult, das bereits im Bestand war und sich im Proben- wie Vorstellungsbetrieb bewährt hat.
Die Integration aller Lichtkomponenten erfolgt konsequent über eine zentrale Infrastruktur, ebenfalls aus dem Hause ETC. Dazu zählen unter anderem Dimmer (FDX 3000), E-Gates und Lichtsteuerung. Ruschbaschan hebt hervor, dass die einheitliche Systemlösung die Installation im Zeltbetrieb deutlich vereinfacht habe. Zudem lassen sich die FDX-Dimmer mit ihren verschiedenen Leistungsmodi problemlos in das zukünftige Gesamtsystem des sanierten Großen Hauses überführen.
Das Publikum hat die neue Spielstätte des Mecklenburgischen Staatstheaters gut angenommen. Mit ausverkauften Vorstellungen wie „Die lustige Witwe“, „Die Fledermaus“ oder „Merlin oder Das wüste Land“ zeigt sich, dass auch unter provisorischen Bedingungen ein hochwertiger Theaterbetrieb möglich ist. Die Zwischenlösung läuft voraussichtlich bis August 2026.























