Start Production AMBOstage von cast für die Bundesgartenschau

AMBOstage von cast für die Bundesgartenschau

28

Vom 23. April bis 10. Oktober 2021 hat nach pandemiebedingter Unterbrechung wieder eine Bundesgartenschau stattgefunden. Der Großteil der Ausstellung in der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt fand im Egapark sowie auf dem Petersberg mit der Zitadelle Petersberg statt. Für das Kultur- und Rahmenprogramm wurden mehrere Bühnen errichtet.

Die Meine Mediatec GmbH war hier für die gesamte Bühnen- und Veranstaltungstechnik zuständig und entschied sich bei der Hauptbühne für das bereits seit vielen Jahren im Bestand befindliche MPT Bühnendach aus dem Hause cast. Das MPT Bühnendach ist ein towerbasiertes, größtenteils aus Standardtraversen bestehendes Giebeldach, das Design, Stabilität und Wirtschaftlichkeit in idealer Weise kombiniert.

Die Zuwegung zur Bühne in der Mitte des Egaparkes war jedoch so gestaltet, dass die jeweils situativ bedarfsgerechte Anlieferung von Material nicht problemlos gewährleistet werden konnte. Das Team um Geschäftsführer Jan Meine entschied sich daher, eine größere Menge an Licht-, Ton- und Videotechnik sowie erforderlicher Peripherie direkt an der Bühne vorzuhalten, um schnell und einfach umbauen zu können.„Für diese Menge an Material reichte der Platz unter dem Bühnendach aber natürlich nicht aus“, erinnert sich Jan Meine. „Deshalb wandte ich mich an die Firma cast, mit der wir schon seit Jahrzehnten eng und gut zusammenarbeiten.“

„Tatsächlich war die Firma Meine Mediatec ein wichtiger Sparringspartner für uns, als wir Anfang der 2000er Jahre mit AMBO- und ARCstage die ersten eigenen Bühnendächer entwickelten, welche als fliegende Bauten normkonform aufzubauen sein sollten“, berichtet cast-Geschäftsführer Heinz Siller. „Einige Ideen, die in die ARCstage und AMBOstage eingeflossen sind, entstanden im direkten Austausch mit Meine Mediatec und speziell Jan Meine.“

„Auf der Hauptbühne im Egapark sollte ein vielfältiges Programm geboten werden“, fährt Meine fort. „Für uns war klar: Wir wollen das auf jeden Fall mit unserem MPT Dach machen, brauchten aber aus oben genannten Gründen eine Erweiterung rechts/links der Bühne, um in relativ geräumigen Servicebereichen Equipment vorhalten und Umrüstungen vorbereiten zu können.“

Das MPT Dach kann zwar in verschiedenen Baugrößen errichtet werden, für welche jeweils ein Prüfbuch vorhanden ist; seitlich erweitern lässt es sich jedoch nicht.
Heinz Siller: „Unterm Strich blieb in diesem Szenario nur die Option, eine eigenständige Dachkonstruktion rechts und links neben die Bühne zu setzen. Unsere Pultdach-Lösung AMBOstage schien hierfür ideal geeignet, weil sich zum einen die Dachform sehr ansprechend in das Gesamtkonzept einfügte, und sie sich zum anderen als eigenständiger Bau auf die gleiche Unterkonstruktion wie die Hauptbühne setzen ließ.“

Die cast AMBOstage ist ein in verschiedenen gängigen Aufbaugrößen (von 4 x 3 m und 6 x 4 m bis 8 x 5 m) realisierbares Pultdach, das bis auf ein einziges Sonderteil mit Standardtraversen von Prolyte oder SIXTY82 konstruiert wird. Für beide Traversentypen und alle Baugrößen ist ein Standsicherheitsnachweis vorhanden.

Schließlich wurde eine relativ hohe Unterkonstruktion aus 18 x 16 Metern errichtet, welche mit Treppen für die Auf- und Abgänge versehen wurde. Durch den hohen Aufbau konnte aus allen Publikumsbereichen ein guter Einblick auf die Bühne selbst gewährleistet werden. Mittig wurde die 12 x 10 Meter große MPT Dachkonstruktion errichtet, welche links und rechts durch jeweils eine 8 x 2 Meter große cast AMBOstage ergänzt wurde und so einen stimmigen, weil symmetrischen Gesamteindruck erhielt.

„Für uns als Anwender war diese Lösung ideal, weil wir neben unserem bereits vorhandenen MPT Dach sowie den ebenfalls vorhandenen Standardtraversen für die AMBOstages nur wenige Komponenten zukaufen mussten“, fügt Jan Meine hinzu. Da die AMBOstages bereits über einen separaten Standsicherheitsnachweis verfügten und als eigenständige Konstruktion errichtet worden sind, brauchten wir auch kein neues Genehmigungsverfahren starten, was natürlich ein Riesenvorteil in dieser Situation war.“