Start Production Aufwendige Operninszenierung im Steinbruch

Aufwendige Operninszenierung im Steinbruch

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Puccinis Turandot hat Mitte Juli 2021 in der Oper im Steinbruch Sankt Margarethen Premiere gefeiert. Habegger war Generalunternehmer für Ton, Licht und Video bei dem anspruchsvolle Projekt.

Die Bespielung der rund 60 m breiten Bühne und der Kulissen mit einer rund 1.300 qm großen Projektionsfläche machte den Einsatz mehrerer lichtstarker Projektoren notwendig. Es kamen insgesamt sieben Panasonic RZ31 Projektoren mit 30.000 ANSI Lumen, sowie drei Panasonic RZ21 mit jeweils 20.000 ANSI Lumen zum Einsatz, die in ein über dem Regiehaus befindliches Projektionshaus platziert wurden. Dieses war durchgehend voll klimatisiert, wobei die Abluft nach außen abgegeben wurde, um für eine ständige Luftzirkulation zu sorgen. Die von der Firma Lichtermacher betreuten Pixera Medienserversysteme von AV Stumpfl wurden ebenfalls dort eingesetzt.

Lichtermacher Chef Stefan Kürzel: „On-site realisierten wir, dass die Bühne und der dafür auf Basis einer 3D-Datei vorproduzierte, sehr schöne Content nicht absolut zu 100 Prozent übereinstimmten. Das Stacked Warpfiles Feature von Pixera ermöglichte es uns aber, den minimalen Versatz bei der Bühne mit dem Content abzugleichen, ohne Terabytes an Daten neu rendern zu müssen. Im Verlauf der Produktion mussten wir auch die Anzahl der Server ändern und die Outputs sowie Contentverteilung anpassen, was nur eine Sache von wenigen Klicks war.“

Kürzel meint weiter: „Durch das Live-Compositing konnten wir Dateien programmieren und im Preview ansehen, ganz ohne Ausspiellücken. Wir haben Content, Effekte und Parameter in Echtzeit verändert.“

Ein weiterer visueller Akzent der Aufführung wurde durch eine große in das Bühnenbild integrierte LED-Wand gesetzt, auf dem beispielsweise Content eingeblendet wurden, der dem Publikum bei der inhaltlichen Orientierung half.

Für die lichttechnische Umsetzung des künstlerischen Gesamtkonzepts fiel die Wahl auf Lampen aus den Häusern Ayrton, SGM, Litecraft und Astera, die über MA Lighting Systeme gesteuert wurden.

Für den Ton kamen 118 Lautsprecher (KSL-Serie, V-Serie, T-Serie und E-Serie) der Marke d&b audiotechnik zum Einsatz. Für die Ortung der Darsteller setzte man auf ein Trackingsystem von TiMax. Die Funkstrecken wurden mit Produkten von Shure realisiert, zudem kamen noch zusätzlich Schoeps Mikrofone für Chor und Orchester zum Einsatz. Als Mischpult diente ein Digico SD7 QT.

Eine der größten Herausforderungen bei der Umsetzung des monumentalen Projekts unter der Regie von Thaddeus Strassberger beschreibt Projektleiter Michael Artner wie folgt: „Für uns als Technikpartner ist es eine besondere Herausforderung, auf der größten Naturbühne Europas, welche vollständig Open Air ist, alle Geräte und das ganze System vollständig wetter- und staubfest zu bekommen. Von Aufbau über Proben, Vorstellungen und Abbau sind alle Geräte drei Monate den Wetterbedingungen ausgesetzt und müssen vollständig betriebsbereit sein.