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Meyer Sound Technik im Audi Brand Experience Center

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Audiotechnik von Meyer Sound kommt im Audi Brand Experience Center (ABEC) am Flughafen München zum Einsatz. Ein immersives Spatial Sound System und ein ausbalanciertes Set-up von Lautsprechern sorgen hier für den richtigen Ton.

Das 3.850 Quadratmeter große ABEC ist das erste Gebäude am Münchner Flughafen, das konsequent nachhaltig ist. „Mit dem ABEC verfolgt Audi den ganzheitlichen Ansatz der Elektromobilität, inklusive des Ladens mit selbstproduziertem, absolut grünem Strom“, sagt Sophie Scholl vom Audi Campus Flughafen München. „Dieser Ansatz ist uns extrem wichtig. Es ist so unglaublich viel Herzblut in dieses Projekt geflossen. Das Gebäude ist ein Leuchtturm für Audi.”

Scholl ist nicht nur Projektleiterin für den gesamten Bau, sie betreibt und vermarktet das Gebäude auch und ist für alle Audi Events im Haus zuständig. Die Funktionalität und Bedienbarkeit der installierten Medientechnik, so Scholl, sei für sie „lebenswichtig” . Zudem sollte die innovativste, modernste Technik verbaut werden. Schließlich wurde ein Sound System installiert, dass nicht nur innovativ, sondern auch nachhaltig wirkt: Beim Durchforsten der Audi Lager stieß Endl auf 16 Meyer Sound UPM Lautsprecher, die Audi vor knapp zwei Jahren für eine Showreihe angekauft hatte.

Markus Endl arbeitet seit 15 Jahren mit Meyer Sound, seit er, wie er sagt, realisiert hat, wie entscheidend die Frage der Laufzeit bei der Investition in Lautsprecher ist. „Ob sie nun zwei oder fünf Jahre gelaufen sind, spielt bei Lautsprechern von Meyer Sound keine Rolle, sie sind State of the Art.”  Also wurden die UPM aus dem Audi Lager zum Zentrum der neuen Installation. In zwei Reihen mit je acht Lautsprechern hängen sie an der Traversenkonstruktion entlang der Fahrstraße und beschallen die jeweils gegenüberliegende Tribüne. Auf der Seite der Garage am Plenum kann mit einer Wandbreite von 15 Metern vollflächig projiziert werden. Zur Beschallung wurden hier vier Ultra-X20 installiert. Für die tiefen Töne sorgen sechs 750-LFC, die in Zweiergruppen mittig zwischen den Showpanels geflogen werden.

Mit dieser Form der Installation war bereits eines der Hauptprobleme der Halle behoben. „Man hat hier drin vier Seiten reinen Beton, dazu eine Decke und den Boden aus Beton. Da spielt die Qualität der Lautsprecher immer eine enorm große Rolle. Aber mit der relativ hohen Stückzahl an UPM und Ultra-X20 bekommen wir die Leisestärke so hin, dass der Raum nicht mitschwingt. Ich rede ganz bewusst von Leisestärke, nicht von Lautstärke, denn Lautstärke ist in so einer Halle tödlich. Ich muss klar und ganz präzise arbeiten können, und genau das können wir hier im Plenum”, so Markus Endl.

Die Lösung eines weiteren Problems kam mehr oder weniger unerwartet vom Meyer Sound Stammsitz in Berkeley, Kalifornien. „Den ursprünglichen Ansatz, ein immersives System einzubauen, hatten wir wegen des enormen Aufwands und des Nachhaltigkeitsanspruchs zuerst zurückgestellt”, erklärt Endl. „Aber dann hatten wir aufgrund einer Hallenbelegung und anschließend wegen der Corona-Pandemie eine zeitliche Verzögerung. Und genau da kam Spacemap Go auf den Markt, und die Idee war wieder auf dem Tisch. Mit ein bisschen Knoff-Hoff und dem Material, das ohnehin gebraucht worden wäre, haben wir jetzt ein Spatial Sound System realisiert.”

Die beiden Galileo Galaxy 816, die das System steuern, konnten jetzt mit Spacemap Go belegt werden. Die Folgen sind weitreichend: Wenn die sechs Showpanels, die zuvor wie Oberlichter aussahen, nach unten klappen und für die Gäste auf den Sitztribünen zu Kinoleinwänden werden, kommt der Ton nicht von den Saalseiten des lang gestreckten Plenums, sondern aus der Mitte des jeweiligen Panels, er bewegt sich mit dem Moderator die Tribünen entlang, er ist das Motorengeräusch des Fahrzeugs, das aus der Garage auf die Drehscheibe rollt.

„Ich kann mit mindestens 16 Spacemap Kanälen an einzelnen Positionen fahren. Und ich kann auf dem iPad sagen: das Fahrzeug fährt jetzt weg. Dann würde der Sound in der vordefinierten Geschwindigkeit durch den Raum cruisen. Da hat man bei einer Show ein ganz klar definiertes Zeitfenster und die entsprechenden Markierungen. Im schlimmsten Fall – wenn er zu spät weggefahren ist und es nicht passt – kann man mit dem Finger nachkorrigieren.”

Selbst die in drei Gruppen geflogenen Bässe sind im Raum verortbar, strukturieren den Raum und richten das Hörerlebnis aus.

Für die Abmischung von Ton und Video sorgt auch ein System von Meyer Sound. In einem kleinen Studioraum, welcher ans Plenum angrenzt, wurde ein Amie 2.1 System installiert.

Hier lesen: Das Ultra Reflex System von Meyer Sound