Start Production Sennheiser-Equipment für das „Field Recording“

Sennheiser-Equipment für das „Field Recording“

Thomas Rex Beverly nutzt für seine Tätigkeit als Field Recorder Material von Sennheiser. Vor wenigen Monaten war er in den östlichen Kaskaden von Washington unterwegs – eine abgelegene Region umgeben von Bergen und Wäldern. Während der dreiwöchigen Tour nutzte Beverly sein Sortiment an Sennheiser Mikrofonen, um ein umfangreiches Bild der dortigen Klanglandschaften einzufangen, darunter Aufnahmen von Schneelawinen, flüsternden Ponderosa Kiefern, Winden in den Laubdächern der Kaskaden und vielen weiteren audio-sensorischen Eindrücken.

Seine Soundbibliotheken kamen in der Vergangenheit oft in der Welt des Films und Fernsehens zum Einsatz. „Die Sennheiser Mikrofone wurden mir von vielen Field Recordern empfohlen, da sie den Ruf haben, sehr gut in feuchten Umgebungen und unter extremen Temperaturen zu funktionieren“, sagt Beverly. „Wenn ich ein Mikrofon zwei Wochen lang draußen in der Wildnis lassen muss, ist es sehr wichtig für mich, dass das Mikrofon den Temperaturschwankungen und der hohen Feuchtigkeit standhalten kann.“ Beverly arbeitet derzeit mit einer Doppel-MS Mikrofonierung bestehend aus zwei Sennheiser MKH 8040 und einem MKH 30, verbunden mit einem Sound Devices MixPre-3 II oder MixPre 6.

„Mein Rig hat sich über die Jahre entwickelt”, sagt Beverly weiter. „Angefangen habe ich mit einem Mid-/Side Rig mit einem Mikrofon MKH 50 und MKH 30. Dann bekam ich zwei MKH 8040 und begann, mit der Doppel-MS Aufnahmetechnik in Surround aufzunehmen, weil ich einfach die Flexibilität liebe. Ich kann damit Spot-Effekte fürs Sounddesign oder Surround-Umgebungen in einem Blimp aufnehmen.“ Mit einem wendigen und effektiven Drei-Mikrofon Set-Up, hat Beverly Bewegungsfreiheit – ganz zu schweigen vom leichteren Tragen, wenn er sich auf einem seiner Abenteuer in den Wald aufmacht. „Generell versuche ich immer, mehr Klänge mit einem einzigen Mikrofonset aufzuzeichnen, anstatt alle möglichen Mikrofone mitzubringen und verschiedene Perspektiven zu erfassen.“

Wer sich in die Wildnis begibt, benötigt Fokus: „Auf diesem Trip in die Kaskaden habe ich nach ruhigen Winteratmosphären und Windgeräuschen gesucht. Wenn ein Sounddesigner Windgeräusche will, will er keine Geräusche mit Vögeln oder Insekten haben – er will nur Wind”, erklärt Beverly. „Deshalb muss man Windgeräusche im Winter aufnehmen. Es kann sich recht schwierig gestalten, mitten ins Nirgendwo zu gelangen, wo es keine Lärmbelastung gibt und es außerdem möglich ist, eine Basis aufzubauen, um Batterien zu laden und sich aufzuwärmen.“
Für seine Expedition in die Kaskaden hatte er sich unter anderem vorgenommen, Wind zwischen abgebrannten Nadelholzbäumen für seine Soundbibliothek aufzunehmen. „Die Tonhöhe des Windes variiert abhängig von der Länge des Laubwerks ”, erklärt er. „Nimmt man einen Wald mit sehr kurz benadelten Bäumen auf – wie Fichten oder Douglas-Tannen – geben diese einen höheren Ton ab als beispielsweise eine Ponderosa Kiefer, die 15 cm lange Nadeln hat und von denen ein viel tieferer, beruhigender Wind ausgeht. Dagegen hat der Wind in sommergrünen Laubwäldern, zum Beispiel von Espen, ein leichtes Zischen.“

Manchmal erfasst er detaillierte Aufnahmen in den Wäldern mit so genannten Drop Rigs. „Ich lasse meine Hauptmikrofone von Sennheiser in einem wasserfesten Cinela Pianissimo Blimp im Wald, und wenn es sein muss, nehmen sie zwei Wochen lang pausenlos auf – egal ob unter Extremtemperaturen, im Regen oder im Schnee. Ich muss einfach nur zum Standort gehen und etwa alle 18 Stunden die Batterien im Rekorder auswechseln.“ Durch seine Drop Rigs hat er einige intime Aufnahmen in der Wildnis machen können. „Einmal konnte ich Wasservögel, die direkt am Mikrofon vorbeiflogen, aufzeichnen und ein anderes Mal kam ein Elch ganz dicht an mein Blimp und fing an, es abzulecken und anzubeißen. Das hat mir ein paar großartige Aufnahmen verschafft.“

Für sein Live-Monitoring benutzt er die Sennheiser Kopfhörer HD 280 PRO.

Info: www.sennheiser.com

Sennheiser-Equipment für den Natureinsatz (Fotos: Thomas Rex Beverly)