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Meyer Sound Systeme für den Simulator

Im Funride 30 der Simulations-Spezialisten von Simtec aus Braunschweig fliegt ein Beschallungssystem von Meyer Sound mit. Der Funride 30 ist ein geschlossener Kabinensimulator mit 3D-Projektion und dreißig Sitzplätzen, annähernd quaderförmig, mit einer Grundfläche von circa 6 mal 7 Metern, einer Höhe von etwa vier Metern. Der Simulator ist nach vorne und hinten, nach oben und unten, von rechts nach links und per Rotation um die drei lotrechten Achsen beweglich.

„Wir haben uns bei der Auswahl des Beschallungssystems relativ früh festgelegt, um das Soundsystem in den Engineering-Prozess einplanen zu können. Dazu mussten Gewichte, Abmessungen und Platzierungen bekannt sein“, erklärt Andreas Stickel, Director Business Development bei der Simtec Systems GmbH. Dementsprechend akribisch musste die Vorauswahl erfolgen. Also wurde ein maßgetreuer Probeaufbau errichtet, um das ideale Beschallungssystem zu spezifizieren und die Optionen für die unbedingt erforderliche, schallabsorbierende Dämmung aufzuzeigen. „Klar war, dass die Auswahl an Systemen, die im Hinblick auf Baugröße, Leistung und Gewicht in Frage kamen, relativ begrenzt war, und klar war auch, dass es hallig sein würde, weshalb die Absorber von vornherein eingeplant waren“, erklärt Robert Ekelhof, zuständiger Projektleiter bei Simtec.

Lennart Peitz von LP Service aus Braunschweig, der seit 2014 als Berater für das Audio-Video-Segment von Simtec tätig ist, hatte fünf Systeme in Betracht gezogen, von denen zwei in die Endauswahl kamen und im Probeaufbau getestet wurden. Die Entscheidung fiel auf Grund des Klangerlebnisses auf ein System aus zwei Amie-Sub und fünf UPM-1P von Meyer Sound.
„Ohne die intensive Unterstützung von Meyer Sound, die ausführlichen Informationen und die zuverlässige Simulation mit MAPP wäre diese Kombination nicht zustande gekommen. Zumal der Amie-Sub ganz neu war und Meyer Sound ihn damals extra für die Demo aus Kalifornien geliefert hat“, so Lennart Peitz.

Die UPM-1P wurden in den vier Ecken des Funride 30 und mittig über der Leinwand installiert. Dass die Wahl auf UPM Lautsprecher mit breitem Abstrahlwinkel fiel, erklärt sich aus dem begrenzten Platzangebot im Funride„Wir mussten mit jedem einzelnen Lautsprecher eine Coverage für den ganzen Raum erreichen, es ist ja Surround-Sound, der muss aus einer ortbaren Quelle kommen, und jeder Lautsprecher läuft mit eigener Audiospur. Wir konnten uns nicht auf den ‚golden Seat in der Mitte konzentrieren, sondern mussten den ganzen Sitzbereich bespielen. Da haben wir lieber Reflexionen in Kauf genommen, die man wieder beheben kann.“
Und dieser Sitzbereich aus vier Sitzreihen mit sechs, sieben, acht und neun Sitzplätzen ist ein wesentlicher Teil der Dämmung. Gerade auch was die Subwoofer betrifft, die unterhalb der Leinwand auf die Fahrgäste gerichtet eingelassen wurden. „Die Welle steht im Raum“, sagt Lennart Peitz. „Und so verrückt es klingt, die Sitze und die Fahrgäste spielen als Absorber eine wesentliche Rolle.“

Mit der Entscheidung für das self-powered System von Meyer Sound war auch ein anderes, durchaus komplexes Problem vom Tisch. „Wir haben auch passive Systeme angedacht, ein aktives aber bevorzugt. Alles andere wäre aufwendiger in der Realisierung gewesen. Dennoch war am Ende die Klangqualität entscheidend“, so Andreas Stickel.
Bei einem passiven System hätten die Endstufen außerhalb der Bewegungsplattform installiert und entsprechend verkabelt werden müssen. Eine Inneninstallation hätte Platz gekostet und darüber hinaus erfordert, dass die Lüfter und Platinenhalterungen der externen Endstufen den Beschleunigungskräften der Plattform standhalten.
Bei der Software, die das Bewegungssystem des Funride 30 steuert, handelt es sich um eine Simtec-Eigenentwicklung mit einer Schnittstelle zum Wings-Vioso-Medienserver, über den auch die Lautsprecher angesteuert werden.
Der Soundtrack für den vom Auftraggeber für den Funride 30 produzierten Film wurde im Studio für die UPM-Amie-Konstellation vorgemischt und in Katar – direkt in der Kabine des Funride 30 – mit dem fertig installierten Meyer Sound System zu Ende abgemischt.

Info: www.meyersound.com

Simulator (Foto: Simtec)