Start Production Deutsches Schauspielhaus mit RTS

Deutsches Schauspielhaus mit RTS

64

Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg ist mit 1.200 Plätzen das größte Sprechtheater Deutschlands. 1900 eröffnet, zählt die Institution bis heute zu den führenden Theatern des Landes. Zum zweiten Mal wird das Schauspielhaus in der Spielzeit 2012/13 bei laufendem Betrieb umgebaut und aufwändig saniert. Bis Herbst 2013 werden die Produktionen auf dem sogenannten „Spielfeld“, einer Bühne Mitten im Zuschauerraum, aufgeführt.

Im Zuge der Umbauarbeiten wurde der Umzug des Inspizientenpultes an einen Interimsstandort in einer Zuschauerloge notwendig. Mit der Planung und Umsetzung beauftragten die Verantwortlichen das in Hamburg und Berlin ansässige Unternehmen Amptown System Company (ASC). „Das Inspizientenpult ist das zentrale Arbeitsmittel des Inspizienten“, so Stefan Thomsen, ASC Kommunikationsspezialist. „Es ermöglicht ihm während der Proben und Vorstellungen das exakte Zusammenspiel aller Beteiligten zu koordinieren. Das Pult musste daher auch an seinem neuen Standort im vollen Funktionsumfang zur Verfügung stehen.“ Dies war für Chefinspizient Olaf Rausch unabdingbare Voraussetzung für den fortlaufenden Spielbetrieb während des Umbaus: „Wir Inspizienten arbeiten heute nicht mehr wie auf einem Freilichtplatz per Handzeichen im Stile eines Dirigenten, sondern sind mehr und mehr von moderner Technik abhängig.“ Eine störungsfreie, qualitativ hochwertige Kommunikation sei für einen reibungslosen Spielbetrieb daher unerlässlich.

Im Mittelpunkt der Installation steht eine RTS Cronus 32 x 32 Matrix mit zwei HE, die bis zu vier Karten mit jeweils acht Ports unterstützen kann. Damit verbunden sind neun KP-12- Sprechstellen mit vier EKP-20-Tastenerweiterungsfeldern, die im Lichtstellwerk, in der Tonregie, an mobilen Arbeitsplätzen und am Inspizientenpult für die sichere Kommunikation aller Gewerke sorgen. An Letzterem kommt zusätzlich ein RTS PH-88- Leichtheadset zum Einsatz. „Das finde ich angenehmer als ein installiertes Mikrofon am Pult“, sagt Olaf Rausch, „man sitzt bequemer und die Kommandos kommen bei allen an.“ Zusätzlich stellen WKP-4-Sprechstellen die Kommunikation mit der Pforte und der Feuerwehr sicher. Auch die technische Leitung, die Probenbühne und das Betriebsbüro sind mittels WKP-4-Sprechstellen an das Intercom-System angeschlossen. Für Service und Havariezwecke ist eine KP-32 Sprechstelle im zentralen Geräteraum installiert. Als Schnittstelle zur Rufanlage dienen vier RTS UIO-256 Interfaces.

Von dem Ergebnis ist Olaf Rausch überzeugt: „Ich kann schnell und direkt mit allen an der Vorstellung beteiligten Personen kommunizieren. Über die RTS Kommandoanlage stehe ich ständig in Kontakt mit den Licht- und Tontechnikern, spreche drahtlos mit den Bühnentechnikern, rufe die Schauspieler auf die Bühne und signalisiere Ihnen über Lichtzeichen ihren Auftrittsort und Zeitpunkt.“

 

Info: www.rtsintercoms.com

KP-32 Sprechstellen von RTS (Foto: RTS)