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Bündnis „AlarmstufeRot“ zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft ist entstanden

Die „Night of Light 2020“ ist Symbol, Mahnmal und ein Hilferuf an die Politik gewesen, die Veranstaltungswirtschaft Deutschlands zu unterstützenund massive ökonomische Folgen der Corona-Pandemie abzufedern. Über 8.000 Unternehmen mit mehr als 40.000 Mitwirkenden in über 1.500 Städten bundesweit waren beteiligt, als in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni 2020 mehr als 9.000 Gebäude in rotes Licht getaucht wurden. Die Politik und die Öffentlichkeit sollten auf die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam gemacht werden. Trotz massiver Intervention bei den zuständigen Ministerien auf Bundes- und Länderebene sei seitdem wenig passiert, teilen die Initiatoren mit.

Nun will die Branche ein weiteres Mal ein Zeichen setzen und auf ihre schwierige Situation aufmerksam machen. Die Macher der „Night of Light“ haben sich mit Initiativen und Verbänden der Veranstatungswirtschaft zusammengeschlossen und bilden gemeinsam das Bündnis „AlarmstufeRot“. Dieser Verbund ruft alle Unternehmer und deren Beschäftigte zu dezentralen Kundgebungen auf Landesebene sowie zu einer zentralen Großdemonstration in der ersten Sitzungswoche des Bundestages nach der Sommerpause in Berlin auf.

Erwartet werden mehr als 10.000 Menschen und hunderte von Fahrzeugen, die über zwei Routen durch die Stadt zum Brandenburger Tor ziehen sollen. Dort erfolgt dann eine zentrale Kundgebung, auf der die Veranstaltungswirtschaft die Regierung einlädt, für den dringend benötigten Rettungs-Dialog gemeinsam an einen Tisch zu kommen. Der Tisch ist dabei nicht nur Metapher, das Möbel wird unmittelbar zur Kundgebung vor Ort direkt aufgestellt. Anlässlich dieser Gesprächsrunde überreichen die Vertreter der Veranstaltungswirtschaft den Abgeordneten vor dem Reichstag in Berlin dann ihre sechs Kernforderungen und ihr sprichwörtlich „Letztes Hemd“ – danach tragen sie ihre Branche zu Grabe.

Die Macher der Aktion bitten dazu alle Teilnehmer, symbolisch ihr letztes Hemd/Crewshirt mit nach Berlin zu bringen. Dieses „Letzte Hemd“ soll anlässlich einer Mahnwache tausendfach vor dem Reichstag niedergelegt werden. So will man demonstrieren, wieviele Beschäftigte existenziell bedroht sind. Wenn die Regierung auch dieses Symbol nicht versteht, werden über die folgenden Wochen und Monate weitere Mahnwachen abgehalten.

Das voraussichtliche Datum der Großdemonstration wird der 9. September 2020 sein. Die finale Bestätigung des Termins sowie die Bekanntgabe der Routenführung für Autokorso und Fußmarsch erfolgen bis zum 7. August 2020.

Info: www.alarmstuferot.org