Der Bundesverband Veranstaltungssicherheit (BVVS) hat für den 15. Oktober die Digitalkonferenz „Zufahrtsschutz bei Veranstaltungen“ angekündigt. Der Zufahrtsschutz gehört laut dem Verband aktuell zu den anspruchsvollsten Themen der Veranstaltungssicherheit. Während Veranstalter, Kommunen und Sicherheitsbehörden gemeinsam das Ziel verfolgten, Besucher bestmöglich zu schützen, würden sich in der Praxis zahlreiche Fragen stellen: Welche Maßnahmen sind angemessen? Wie sieht ein wirksames Zufahrtsschutzkonzept aus? Welche technischen und organisatorischen Möglichkeiten stehen zur Verfügung? Und wo liegen die jeweiligen Verantwortlichkeiten?
Spätestens seit den Ereignissen der vergangenen Jahre sei deutlich geworden, dass Zufahrtsschutz weit mehr ist als das Aufstellen von Fahrzeugsperren. Vielmehr erfordere er eine sorgfältige Sicherheitsplanung, die unterschiedliche Fachdisziplinen zusammenführt und die individuellen Gegebenheiten jeder Veranstaltung berücksichtigt. Hier möchte die Digitalkonferenz ansetzen und Experten aus Planung, Beratung, Architektur, Kommunen und Verbänden zusammenbringen. Ziel ist es, Erfahrungen auszutauschen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und gemeinsam praktikable Handlungsempfehlungen für den Zufahrtsschutz bei Veranstaltungen zu entwickeln. Dabei stehen nicht theoretische Modelle im Mittelpunkt, sondern konkrete Erfahrungen aus der Praxis.
Den Auftakt gestaltet Dennis Eichenbrenner, Vorsitzender des Bundesverbands Veranstaltungssicherheit, mit der Begrüßung der Teilnehmenden und einer Einordnung der aktuellen Herausforderungen. Im Anschluss beleuchtet Frank Siebold (a33 Architekten) die Planung stationärer Systeme und deren Umsetzung und zeigt auf, welche Anforderungen bei der Integration stationärer Schutzsysteme berücksichtigt werden müssen. Marten Pauls von campo event-engineering widmet sich dann der Erstellung von Zufahrtsschutzkonzepten und gibt Einblicke in die strukturierte Planung wirksamer Schutzmaßnahmen.
Mit dem Vortrag „Zufahrtsschutzmaßnahmen jenseits von Sperren“ will Stephan Trogus (SIKO.team) zeigen, dass wirksamer Zufahrtsschutz weit über physische Barrieren hinausgeht und immer im Gesamtkontext der Veranstaltung betrachtet werden sollte. Welche Herausforderungen sich bei der dauerhaften Integration stationärer Schutzsysteme im öffentlichen Raum ergeben, erläutert Daniel Schlatter von S+ Sicherheitsberatung anhand des Themas „Städtebauliche Herausforderung – stationäre Systeme einbinden“.
Nach der Mittagspause führt Dennis Eichenbrenner einen interdisziplinären Workshop zur Schutzzieldefinition im Zufahrtsschutz durch. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden unterschiedliche Sichtweisen und Anforderungen diskutiert. Anschließend stellt Prof. Thomas Sakschewski den neuen Sammelband „Zufahrtsschutzkonzepte für Veranstaltungen und Märkte“ vor und gibt einen Überblick über die darin zusammengeführten Erkenntnisse. Die kommunale Perspektive bringt Finn Brüning vom Deutschen Städte- und Gemeindebund ein. Sein Beitrag zeigt, welche Herausforderungen Städte und Gemeinden beim Zufahrtsschutz bewältigen müssen und wie eine gute Zusammenarbeit mit Veranstaltern gelingen kann. Zum Abschluss der Fachvorträge erläutert Florian Haidvogl, Leiter des NRW-Standortes von SIKO.team, die Rolle von Normen und Regelwerken im Zufahrtsschutz und geht der Frage nach, welchen praktischen Nutzen sie für die tägliche Sicherheitsarbeit bieten. Den inhaltlichen Abschluss bildet eine Paneldiskussion.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Veranstalter, Produktionsleitungen, Sicherheitsverantwortliche, Fachkräfte für Veranstaltungssicherheit, Mitarbeitende von Kommunen und Genehmigungsbehörden, Planungs- und Ingenieurbüros, Beratungsunternehmen, Betreiber von Veranstaltungsstätten sowie alle Fachleute, die sich mit Sicherheitsplanung und Zufahrtsschutz beschäftigen. Zur Anmeldung geht es hier.























