Start Business DTHG und HSHL starten VR-Training für Theater

DTHG und HSHL starten VR-Training für Theater

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Mit dem Projekt „Immersive Theatre Training (ITT) – Sicherheit & Kompetenzen im Theater“ starten DTHG Service und die Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL) ein dreijähriges Forschungs- und Entwicklungsprojekt zur Nutzung von Virtual Reality (VR) in der Aus- und Weiterbildung der Theater- und Veranstaltungsbranche.

Während das Publikum den Bühnenmoment erlebt, tragen Fachkräfte hinter den Kulissen Verantwortung für Technik, Organisation und Sicherheit. Entscheidungen unter Zeitdruck oder in Stresssituationen lassen sich nur eingeschränkt theoretisch vermitteln. Hier setzt ITT an: Ziel ist die Entwicklung offener, modular erweiterbarer VR-Trainings, mit denen sicherheitsrelevante, komplexe oder kostenintensive Szenarien realitätsnah simuliert werden können – ohne Gefährdung von Personen oder Material.

Nach erfolgreicher Teilnahme an der dritten Einreichungsrunde des Innovationswettbewerbs NEXT.IN.NRW läuft das Projekt vom 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2028. Der Kick-off fand am 29. Januar 2026 an der HSHL in Lippstadt statt. Eine erste öffentliche Zwischenpräsentation ist im Rahmen der 63. Bühnentechnischen Tagung vorgesehen, die die DTHG am 17. und 18. Juni 2026 in Rostock veranstaltet.

Die Trainingsmodule sollen unter anderem Bühnenaufbauten, Notfall- und Krisensituationen sowie interaktive Sicherheitsunterweisungen abbilden. Anwender können in virtuellen Szenarien Entscheidungen treffen und deren Konsequenzen unmittelbar erleben. Das Angebot richtet sich an Auszubildende, Studierende sowie erfahrene Fachkräfte.

In einer empirischen Anforderungsanalyse untersucht die HSHL zunächst bestehende Aus- und Weiterbildungspraktiken. Darauf aufbauend entstehen Personas, Use Cases und User Journeys als Grundlage für die technische und didaktische Konzeption. Parallel entwickeln die Projektpartner eine skalierbare Systeminfrastruktur sowie die VR-Module selbst. Tests, Feedbackschleifen und branchenspezifische Expertise begleiten die Validierung.

Ein weiterer Baustein ist die Erprobung im realen Ausbildungskontext, unter anderem mit einem mobilen „Immersive Training-Koffer“. Projektbegleitend werden Anwendung und Lernerfolg wissenschaftlich evaluiert.

Assoziierte Partner aus Belgien, Finnland, Italien, Schweden und Deutschland unterstützen das Vorhaben beratend und wirken an Test- und Evaluationsphasen mit. Das Projekt versteht sich als Beitrag zur Fachkräftesicherung, zur Weiterentwicklung digitaler Bildungsformate und zur Stärkung der Sicherheit im Kulturbetrieb.