Start Production 24-Meter-Catwalk für Sabaton-Arenatour entwickelt

24-Meter-Catwalk für Sabaton-Arenatour entwickelt

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Mit der aktuellen „The Legendary Tour“ realisiert die Metalband Sabaton eine Arena-Produktion, die in ihrer szenischen Dimension neue Akzente setzt. Zentrales Element der Show ist ein 24 Meter langer, fliegender Catwalk im Design einer mittelalterlichen Zugbrücke. Die Konstruktion verbindet die Hauptbühne mit einer B-Stage und verläuft dabei direkt über dem Publikum.

Zu Showbeginn ist der Catwalk nahezu unsichtbar im Dach der jeweiligen Arena positioniert. Im Verlauf der Performance wird die Konstruktion abgesenkt und schafft einen 360-Grad-Moment, in dem die Band über den Köpfen der Besucher agiert. Die Umsetzung verdeutlicht das Zusammenspiel aus präziser statischer Berechnung, modularer Traversentechnik und integrierter Automation.

Entwickelt wurde das System in enger Abstimmung zwischen HOF und Motor Stage Automation. Ziel war eine tragfähige und touringgeeignete Lösung, die sowohl hohe dynamische Lasten aufnehmen als auch nahtlos in ein automatisiertes Bühnensystem eingebunden werden kann.

Grundlage des Sabaton-Projekts ist das gemeinsam entwickelte M:CAT-System. Dabei handelt es sich um einen modularen, fliegenden Catwalk, der speziell für Produktionen mit erhöhten dynamischen Anforderungen konzipiert wurde. Die einzelnen Segmente messen 3 x 2 Meter und ermöglichen Spannweiten von 6, 9, 12 Metern und darüber hinaus – bei klar definierten Lastparametern.

Sowohl die Verbindung der Module untereinander als auch die Integration des Geländersystems erfolgen über das Hofkon-System. Als tragende Struktur kommen modifizierte Hofkon 400-4 HD Traversen zum Einsatz. Die Segmentlänge von drei Metern entspricht dem gängigen Truckmaß und erlaubt einen effizienten Transport. Dadurch erfüllt das System zentrale Anforderungen im Touring-Alltag: kompaktes Stauen, zügiges Load-in sowie strukturierte Montage- und Abbauprozesse bei eng getakteten Produktionen.

Für die Sabaton-Tour dient die HOF MLT Four Pre Rig Truss als primäre Lastaufnahme für Automation und Bewegung. Das unterzugsfreie Design der Traverse ermöglicht die direkte Integration von Antriebskomponenten innerhalb des Systems. In der aktuellen Produktion sind vormontierte 1,25-Tonnen-Motorkettenzüge in die MLT Four integriert, die den Catwalk tragen und positionsgenau verfahren.

Die statische Auslegung erfolgte in enger Abstimmung zwischen den Engineering-Teams von HOF und Motor Stage Automation. Ziel war eine Konstruktion, die strukturelle Stabilität mit Touring-Robustheit verbindet und umfangreiche Automationslösungen ohne zusätzliche Unterkonstruktionen erlaubt.

Auch im Licht- und Kabelrigging setzt die Produktion auf HOF-Systeme. Die MLT Three Pre Rig Truss fungiert als vormontierter Lichtträger und ermöglicht durchgängige Lichtlinien über der Spielfläche. Ergänzend wird die MLT Two sowohl als Pre Rig Truss für Beleuchtung als auch als strukturiertes System für das Kabelmanagement eingesetzt.