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Faber Audiovisuals unterstützt MTV European Music Awards

MTV hat für die Realisierung der European Music Awards zum ersten Mal Faber Audiovisuals als Partner für die Videotechnik ins Boot geholt. Die zweistündige Live-Show fand im November in Rotterdam statt.

Entworfen wurde das Bühnenbild in diesem Jahr von Julio Himede. Das Bühnenkonzept setzte auf eine massive Layher-Konstruktion. Bestückt war sie mit über 2.200 Laufmetern neuer LED-Streifen von ROE, die ein 3D-Videobild ermöglichten. Der gezielte Einsatz von Spiegeln im Bühnenboden und dem „Glam Pit“ erzeugte einen außerdem einen sogenannten Infinity Effekt.

Für die hochaufgelösten Screens der Bühne lieferte Faber Audiovisuals 144 qm ROE MC-7 Videomodule, die teilweise auf Kinesys-Motoren installiert waren. Sie sorgten für visuelle Effekte während der Auftritte und ließen schnelle Wechsel im Bühnenbild zu. Darüber hinaus standen 55 qm Zircon Videomodule im Bühnenboden und vor dem „Glam Pit“ sowie 29 qm am roten Teppich zur Verfügung. Vier Glux Delay-Screens zehn mm bekamen ihren Platz an der Decke und stellten weitere 60 qm Bildfläche bereit.

Ebenfalls beteiligt an der Event-Realisierung war Ogle Hog. Das Unternehmen realisierte in Zusammenarbeit mit Faber Audiovisuals die „Content-Playback-Lösung“. Für die Signalverteilung verwendete Ogle Hog fünf D3 4x4 Server sowie eine Encore2. Die Server wurden für die Umsetzung der komplexen Bühnengestaltung aufgeteilt. Zwei Server fungierten als Haupt- und Back-up für die Show, zwei Server wurden für das Mapping der 2.500 LED-Streifen und der Künstler-Specials verwendet, der fünfte Server stand als Back-up bereit.

Ogle Hog benutzte die Server, um ein genaues 3D-Modell der Struktur zu erstellen und gemeinsam mit Faber Audiovisuals das umfangreiche Mapping am Veranstaltungsort umzusetzen. Darüber hinaus verwendete Ogle Hog einen Catalyst-Server für einen Live-Voice-Over-EQ-Effekt, mit dem die LED-Streifen während der Moderationen bespielt wurden.

Info: www.faber-av.com

MTV European Music Awards mit Equipment von Faber Audiovisuals (Foto: Faber)

 

MA trumpft im Systemverbund auf

Helvetia ist eine europaweit aktive Schweizer Versicherungsgruppe mit Hauptsitz in St. Gallen. Das Unternehmen hatte jüngst zu einem Mitarbeiter-Event nach Luzern auf das dortige Messegelände geladen. Für das Mediendesign war die trust.event engineering GmbH zuständig mit Geschäftsführer Sebastian Huwig als Creative Director. Huwig wurde von Dennis Muhl als Operator Medientechnik und Tobias Grabosch als Serverfarmer unterstützt .

Für den Event verwendete Huwig 2 x grandMA2 full-size, 2 x grandMA2 light, 4 x MA VPU plus MK2 (Video Processing Unit), 1 x MA NPU (Network Processing Unit), 1 x MA 8Port Node, 1 x MA 4Port Node sowie die Software MA 3D als Vorvisualisierungs-Tool.

„Wir setzten aufgrund der kurzen Aufbauzeiten von fünf Stunden auf eine von uns gebaute Case-Regie“, erklärte Huwig. „Um den Vorteil des Systemverbundes nutzen zu können, entschieden wir uns als Medienserver für die MA VPU plus MK2. Wir konnten so mit einem Medienserver drei DVI-Signale mit einer Gesamtauflösung von 5.750px mal 1.080px ausspielen. Darüber hinaus konnten wir den Content schon bei der Pre-Production in MA 3D darstellen und so zu diesem Zeitpunkt schon einen Eindruck des Ergebnisses gewinnen.“

„Der Grundgedanke bei dieser Produktion war es, dass wir nicht ein Lichtkonzept erschaffen, sondern das Licht an die Medienbespielung anpassen wollten“, so Huwig weiter. „Im Vorfeld unserer technischen Planungen gab es bereits eine klare Anweisung zur Mediengestaltung. Das Publikum sollte eine Zeitreise von der Vergangenheit in die Zukunft machen. Dafür gab es als Hauptbild ein Spaceshuttle, in dem das Publikum diese Reise antreten sollte. Daher wurde eine LED-Wand über die gesamte Breite der Halle geplant, um den Flug hautnah erlebbar zu machen.“

Ergänzend führte Huwig aus: „Der enge Zeitrahmen, verbunden mit der Anforderung Licht, Ton und Video zu verknüpfen, war sicherlich eine große Herausforderung. Hierzu gab es eine Art technischen Ablaufregisseur, der alle Gewerke in Form von Midi und Timecode miteinander verknüpfte. Auf diesem Wege konnten alle Gewerke automatisiert von einer Position gesteuert werden, so dass alles per Midi und Timecode einen Trigger für den richtigen Ablauf erhielt.“ 

Martin Rupprecht kümmerte sich um die Vernetzung der Mediensteuerung. Die B+T Bild+Ton AG war als  Technischer Gesamtdienstleister vor Ort. Michael Memmersheim hatte die Projektleitung inne, Lukas Oehen die technische Gesamtleitung.

Info: www.lightpower.de

Setting beim Mitarbeiter-Event in Luzern (Fotos: trust.event engineering GmbH)

dLive mit Above & Beyond auf Welttournee

Der EDM-Act Above & Beyond ist mit der dLive und ME-Systemen von Allen & Heath auf großer Welttournee gewesen. Eine dLive wurde von Monitortechniker Tom Howat angefordert, der bereits mit Leuten wie Paolo Nutini, Morrissey und Franz Ferdinand auf Tour war.

„Die Tour von Above & Beyond ist eine akustische Nachbereitung der besten Hits der Band und umfasst 17 Künstler und 80 Inputs auf der Bühne. Der Musical Director beschreibt die Tour als „Widescreen“ und die dLive ist durch ihre weite und expandierende Soundausgabe bestens dafür geeignet“, erklärt Tom Howat. „Was ich am Fader Layout am besten finde, ist die Möglichkeit, eine eigene Arbeitsumgebung zu schaffen – eine starke Reflektion der Arbeitsweise von Allen & Heath. Ich habe viel Spaß daran, die Touchscreens zu benutzen und habe wirklich alle verschiedenen Kompressorlevels, die in die Kanäle eingebaut sind, ausgetestet. Ich verwende eine Vielzahl an angenehm klingenden Reverbs von EMT Plate und 480 Engine Programmen, Side Panels für Kompressor und Gate und das „Hören an verschiedenen Stellen“- Feature, damit sich das FX gut einwählt – alles sehr, sehr coole Features!“

Die Künstler umfassen die drei Hauptakteure mit mehreren Keyboards und Gitarren, zwei Schlagzeuger mit drei Schlagzeugen, vier Sänger, einen Bassisten, den Musical Director, einen Harfenspieler und einen Multi-Instrumentalisten. Howats dLive System beinhaltet eine dLive S5000 Bedienoberfläche mit einem DM64 MixRack, einem DX32 Expander Rack und einem ME Personal Monitoring System, bestehend aus einem ME-U Hub und vier ME-1 Minimixern, damit die Künstler auf der Bühne verschiedene Level optimieren können.

Bid, der Schlagzeuger und der Assistent des Musical Directors für die Above & Beyond Welttournee, war einer, der das ME-1 nutzte und ist sichtlich begeistert von der Erfahrung: „Tom Howat brachte das ME-1 an Bord, um die Monitor-Einrichtung zu vereinfachen und es war wirklich ein Traum. Im Stande zu sein, zwischen einzelnen Levels zu wechseln, ohne Tom in Sorge zu bringen, aber auch EQ und Pan hinzuzufügen, macht es zu einem großartigen Werkzeug, vor allem für eine derartige Produktion, mit so vielen Menschen auf der Bühne. Ohne es wäre ich verloren.“

Die Produktion für die europäischen Tourdaten wurde von Capital Sound geleitet, die das dLive System vom Londoner PA Unternehmen F1 Sound gemietet haben. Die USA Produktion wurde von Delicate Audio geleitet, die eine dLive von Clearwing Productions mietete, während JPJ Audio die Produktion in Australien ausstattete.

Info: www.audio-technica.de

Above & Beyond im Hollywood Bowl in Los Angeles, ME-1 im Einsatz beim Konzert, Tom Howat, Monitortechniker von Above & Beyond, mit der dLive (Fotos: Allen & Heath)

GLP mit Daimler auf der IAA Nutzfahrzeuge

Für die Ausleuchtung des Messestandes der Daimler AG auf der IAA Nutzfahrzeuge Ende September in Hannover sind zahlreiche Produkte von GLP zum Einsatz gekommen. So wurden die Premierenpräsentationen der Daimler Marken jeweils mit 144 GT-1 unterstützt; weiterhin wurden auf dem mehr als 16.000 qm umfassenden Stand 24 impression X4 und 280 impression X4L genutzt.

Die rgb GmbH war bei dieser umfangreichen Inszenierung gleich mit mehreren Aufgaben betraut und zeichnete verantwortlich für die Lichtgestaltung und die Fachplanung bei Rigging und Beleuchtung des gesamten Messetandes. Als technischer Dienstleister für Licht und Rigging fungierte PRG aus Hamburg.

Info: www.glp.de

Lichtinstallationen auf dem Daimler Messestand (Fotos: Janto Trappe)

Projection-Mapping-Show „Legacy“ in Karlsruhe

Der ungarische Projection-Mapping-Spezialist Maxin10sity hat in Deutschland auf einem Projektions-Mapping-Festival in Karlsruhe die Show „Legacy“ inszeniert. Allein in der ersten Woche zog die Aufführung rund 90.000 Besuchern in den Bann.

Der Auftrag an das Kollektiv: eine künstlerische Darbietung der Kunstschätze des Badischen Landesmuseums im Karlsruher Schloss auf der Fassade des Gebäudes inszenieren, mit der ein Bogen von der Vorgeschichte bis zur Gegenwart gespannt und die Einwohner und Besucher zu weiteren Entdeckungen im Museum animiert werden sollten.

Das Maxin10sity-Team recherchierte dazu in der gesamten Ausstellung und entwickelte ein Konzept rund um die Präsentation der verschiedenen Abteilungen des Karlsruher Museums mittels der visuellen Darstellung ausgewählter Kunstwerke.

Tamás Vaspöri, Managing Director von Maxin10sity: „Jeder Projections-Mapping-Event ist einmalig, unsere Shows sind alle gebäudespezifisch. In diesem Fall steht die Projektion jedoch in einem noch engeren Zusammenhang mit dem Schloss selbst. Die Kunstwerke sind auf der Außenseite des Gebäudes an exakt der Stelle zu sehen, wo sie sich im Museum befinden, bevor die gesamte Fläche in die Abteilung übergeht, aus der es stammt – das Gebäude gibt gewissermaßen seine Schätze preis.“

Die Gegenstände wurde sorgfältig aus sechs Abteilungen ausgewählt: Steinzeit, altes Ägypten, griechische Antike, Mittelalter, Türkenkriege und Baden im 19. Jahrhundert – mit der Medaille der Karlsruher Stadtgründung am Anfang und Ende der Show als Symbol der engen Verbundenheit der Stadt mit den dargestellten Kunstschätzen. Dies alles wurde in einem Fotoscanverfahren digitalisiert und anschließend genau nach Maßstab auf ein Modell umgerechnet.

In enger Zusammenarbeit mit den Audiospezialisten von Big Total Audio, bereits Partner von Maxin10sity bei einer ganzen Reihe von Mapping-Projekten, konnte das Team eine Dramaturgie entwickeln, die visuell und tonal eine auch für ein großes Publikum einfach zu verstehende Geschichte erzählt; Musik spielte dabei eine gleichwertige Rolle in der Inszenierung. Der Komposition eines speziellen Soundtracks zur Begleitung der animierten Grafiken kam daher eine entscheidende Bedeutung zu.

„Wenn wir für eine Projection-Mapping-Veranstaltung komponieren, versuchen wir immer, die Musik an die frühere und heutige Funktion des Gebäudes anzupassen – daher erfordert dies einen im Vergleich zu anderen visuellen Medien völlig anderen Ansatz für das Komponieren“, sagt Flaviu Ciocan von Big Total Audio. „Was wirklich aufregend ist: Normalerweise haben wir immer etwas völlig Neues schaffen. Musik und Animation müssen zusammenwirken, um die ganze Geschichte des Gebäudes und des Events zu erzählen."

Als technische Zulieferer unterstützten AV Active, Rock Shop sowie Lang Medientechnik KEG, ZKM, Maxin10sity und Big Total Audio.

Die 180 mal 20 Meter große Projektion wurde durch 24 Panasonic 3-Chip DLP Projektoren mit Pandora Box-gesteuertem Content möglich. Diese wurden in vier Dreiergruppen auf zwei 80 Meter von der Fassade entfernten Lkw aufgestellt. Die Gesamtauflösung erreichte dabei fast 11K (10.800 x 1.080).

Info: www.maxin10sity.net

Projection-Mapping in Karlsruhe (Fotos: Maxin10sity)