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Aquanario Wassershow mit Art Evolution Service

Aquanario gilt als die größte mobile Wassershow Europas und verbindet die Elemente Wasser, Luft und Feuer mit aktueller Video-, Laser-, Licht- und Pyrotechnik zu einem multimedialen Ereignis. Für die Inszenierung vor der historischen Kulisse des Mannheimer Barockschlosses vertraute der Veranstalter Luna Park bei der Licht-, Ton- und Videotechnik auf die Realisierung durch Art Evolution Service aus Frankfurt. Das Unternehmen zeichnete sich auch für die Gesamt-Produktionsleitung verantwortlich und stellte einen Meister für Veranstaltungstechnik zur Verfügung. Damit konnte die Open-Air-Show den Anforderungen der VStättV Baden-Württemberg gerecht werden.

Das Team von Art Evolution Service wurde erst kurzfristig durch den Ausfall des eigentlich engagierten technischen Dienstleisters für dieses Projekt beauftragt und trat somit unter erschwerten Bedingungen an. Die Herausforderungen waren dabei umfangreich. Die Show Aquanario kommt mit einem 60 x 10 Meter messenden Wasserbecken mit einem Meter Tiefe und setzt für Projektionen auf drei Waterscreens. Zwei dieser Screens sind im Format 15 x 9 Meter, das dritte ist 30 x 12 Meter groß. Pyrotechnik, Laser, Licht, Video und Wassertechnik sind mit einem Timecode synchronisiert, der für die Illumination des Barockschlosses neu zu programmieren war – alles unter Zeitdruck in Tages- und Nachtschichten.

Für die Beleuchtung setzte Art Evolution Service komplett auf akkubetriebene Produkte und engagierte für das Lichtdesign und -Operating Fedor Stuhrmann und Mathias Allgeier von studio : 3 GbR. Sie spezifizierten die Lampen AX1, AX10 und AX3 von Astera, die über eine grandMA 2 light gesteuert wurden. Die Datendistribution an die rund 350 Scheinwerfer erfolgte per Lumenradio CRMX. Den Content für die Projektionen liefert ein Pandoras Box Quad Server.

Tatkräftige Unterstützung für Art Evolution Service bei diesem Projekt leistete ebenfalls Stefan Altenhofen von der Showrental GmbH, der mit seinen Medienservern für die Zuspielung sorgte.

Info: www.art-evolution.de

Mit Astera illuminiertes Barockschloss Mannheim (Foto: Art Evolution Service)

Konzertbeschallung mit K-array Firenze

Mit einem Fassungsvermögen von bis zu 20.000 Besuchern zählt „The O2“ zu den großen Veranstaltungshallen. Mitte April machte die Streetdance-Formation „Diversity“ im Rahmen ihrer UK-Hallentournee dort Halt . Für die Beschallung der Show setzten die Produktionsfirma Production North und der Subdienstleister Audiotech Services auf ein Firenze-KH8 Line-Array-System von K-array.

„Die Diversity-Show war ein echter Gamechanger“, beschreibt Sam Nankivell vom K-array UK-Vertrieb 2B Heard die Wirkung des Firenze-Systems in der O2 Arena. „Als eine der ikonischsten Live-Spielstätten der Welt, in der häufig Systeme ausprobiert und getestet werden, gibt es keinen besseren Ort für dieses System.“

Jeweils neun KH8 Line-Array-Elemente pro Seite bildeten das Grundgerüst für den Saal-Sound von FOH-Engineer Christian Lewis: „Bei meinem letzten Gastspiel in der O2 Arena hatte ich 18 Lautsprecher pro Seite im Einsatz. Durch ihr flaches Design bieten die Firenze-KH8 einen besonders unmittelbaren Klang und verfügen über enorme Aussteuerungsreserven. Auf diese Weise bleibt die Dynamik bei sämtlichen Pegeln gleich. Und das Beste: Das ganze System verbraucht nur eine halbe LKW-Ladefläche.“

Neben dem Hauptsystem aus 2x 9 Firenze-KH8 setzte Audiotech Services in der O2 Arena zudem auf ergänzende Side Hangs aus 2x 2 Firenze-KH7. Auf der Bühne arbeiteten zwei portable Pinnacle-KR802 Stereo Array-Lautsprechersysteme, als Frontfill kamen 8x Mugello-KH2 zum Einsatz. Für den nötigen Tieftondruck der Show sorgten 12x Firenze-KS8 Subwoofer.

Auch die Crewmitglieder der lokalen Technik-Dienstleister, die häufig in der O2 Arena arbeiten, zeigten sich beeindruckt von den umfassenden Vorteilen des Firenze-Systems. „Der Aufbau geht viel schneller und komfortabler von der Hand als bei anderen, großen Systemen, mit denen wir in der Regel arbeiten“, bestätigt John Cuckston von Stage Miracles. Für das schnelle Rigging wurden die Firenze-KH8-Elemente in der O2 Arena in 3er-Gruppen vorverkabelt. „Das Firenze-KH8-System wird stets gerade ausgerichtet, wobei sich die einzelnen Elemente bei Bedarf noch individuell winkeln lassen – das spart enorm viel Zeit. Das Ausladen aus dem LKW hat zehn Minuten gedauert, das Fliegen weitere zehn Minuten. Einfach unglaublich.“

Durch ihr flaches Design in Kombination mit Electronic Beam Steering (EBS) bietet die Firenze-Serie eine optimale Richtwirkung. Zudem beinhalten die Firenze-KH8 ein IP65-zertifiziertes Elektronikmodul, welches acht Powersoft DSP-Kanäle pro Element bereitstellt. Über die DSP-Steuersoftware Armonia lässt sich das gesamte System umfassend einrichten und steuern. Jedes Line-Array-Element verfügt über 16 Neodym-Wandler (8x 8"-Tieftöner + 8x 4"-Mittenlautsprecher) sowie 4x 1,4" HF-Kompressionstreiber und stellt bis zu 2.000 Watt AES-Leistung zur Verfügung.

„Wir haben die Elemente um zwei Grad nach unten gewinkelt“, erläutert Systemtechniker Sergey Becker. „Das ist aber nur Feinjustierung. Die Hauptarbeit hinsichtlich der Schallabdeckung verrichtet die  Armonia-Software. Das Firenze-System minimiert die Reflektionen in der O2 Arena und liefert einen sehr direkten Sound, der uns alle Möglichkeiten bietet. Neben dem herausragenden Klang liegt für mich der größte Vorteil in der kompakten Größe und dem einfachen Aufbau. Wenn ich möchte, kann ich das gesamte System auch alleine fliegen.“

Info: www.sea-vertrieb.de, www.k-array.com

Installation des Firenze-Systems in der O2 Arena (Fotos: K-array)

Kabuki G2 für Asisi-Panorama-Installation

Nach Ausflügen auf den Mount Everest, Leipzig inmitten der Völkerschlacht 1813 und in die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs entführt der Künstler Yadegar Asisi die Besucher des Panometers Leipzig nun 3.800 Meter unter die Wasseroberfläche – zum Wrack der im Jahre 1912 verunglückten Titanic. Im Riesenpanoramabild und mithilfe eines künstlichen Lichtszenarios kann das in zwei Teile zerbrochene Passagierschiff entdeckt werden.

Titanic ist bereits das vierte Leipziger Asisi-Panorama, das an den 2012 montierten Gerriets Joker 95 Schienenanlagen installiert wurde. Ein zusätzlicher Schienenkreis ist in 35 m Höhe vor dem 111 m breiten Rundbild angebracht und mit 111 Kabuki G2 Auslöseeinheiten ausgestattet. Die Gerriets-Abwurftechnik Kabuki G2 ermöglicht das sichere und zeitgleiche Abwerfen von Stoffen in nur wenigen Sekundenbruchteilen. Im Rahmen der jeweiligen Premieren der Asisi-Kunstwerke und mittels drei 37 m x 35 m großer Taftvorhänge wurde die Gerriets Kabuki-Technologie eingesetzt.

Info: www.gerriets.com

Aisis-Panorama (Fotos: TomSchulze/Asisi)

Udo Lindenberg mit GLP auf Arenatour

Bei der kürzlich zu Ende gegangenen Udo Lindenberg-Tour zum Album „Stärker als die Zeit“ hat Lichtdesigner und Operator Günter Jäckle auch auf Equipment von GLP gesetzt. Mit dabei waren 28 brandneue JDC1 Strobes, 24 impression X4 Bar10 sowie 24 GT-1 Hybride. Auch für diese Tour war das Design in seinem Showlabor bei epicto entstanden.

„Die JDC1 waren für mich eine echte Premiere“, so Jäckle, der erstmals überhaupt auf echte Strobes verzichtete und stattdessen JDC1 in sein Design integrierte. „Diese Lampe gab es bisher so noch nicht – eine Synthese aus Strobe und Fluter hat so noch keiner gebaut“ beschreibt er den JDC1. „Und dann kommt der Tilt noch obendrauf“, erklärt Jäckle weiter. Beim Stichwort Synthese kommt er auch direkt auf den GT-1 Hybridscheinwerfer von GLP zu sprechen. „Tolle, knackige und gestochen scharfe Beams und einen unglaublichen Zoombereich. Dazu absolut zuverlässig – was will man mehr erwarten?“ Eingesetzt wurden die beiden Lampen nicht nur als Floors auf der erhöhten Hinterbühne, sondern auch an Strickleitern rechts und links der Bühne, wo GT-1 und JDC1 jeweils abwechselnd angebracht waren.

Neben dem GT-1 Hybrid und dem JDC1 Strobe setzte Günter Jäckle bei der aktuellen Tour erneut auch wieder auf die impression X4 Bars von GLP. Insgesamt 24 Stück der kürzeren impression X4 Bar10 kamen in den  eigens für diese Tour entwickelten DoccLight Frames über der Bühne zum Einsatz und sorgen für die ganze Bandbreite von messerscharfen Beams bis zu flächigen Flutereffekten. „So eine Arenatour zu designen und zu leuchten ist immer noch etwas ganz anderes als die anstehenden Open Air Gigs mit Udo. Viel dichter, viel atmosphärischer“ beschreibt Jäckle die Unterschiede zu der im Herbst anstehenden Show auf der Meyer-Werft in Papenburg und beim Panikliner, der Anfang September für fünf Tage in See sticht. „Aber auch da ist Udo immer ganz nah dran, sagt, was er will, wie er sich bestimmte Parts vorstellt und entscheidet letztlich auch selbst, wie die Show aussehen soll. Da muss man sich auch schon mal was unter einem grünen Detektivlicht vorstellen können“ weiß Jäckle aus seiner langen Geschichte mit Lindenberg.

Info: www.glp.de

Arenakonzert (Fotos: Ralph Larmann)

Ayrton bei Germany’s next Topmodel im Einsatz

Am 25. Mai ist in Oberhausen die Final-Show des TV-Formats Germany’s next Topmodel über die Bühne gegangen. Das Lichtdesign stammte von Manuel Da Costa. Jonas König und Christoph Dahm waren assistierend beteiligt.

Teil des Set-ups waren die Ayrton MagicPanel-FX. Manuel Da Costa arbeitete bereits für verschiedene TV-Produktionen mit den Zoom-Panels des französischen Herstellers. „Ich mochte schon das MagicPanel-R sehr gerne, das ich zum Beispiel bei der Quizshow ‚500 Fragen‘ mit Günther Jauch erfolgreich einsetzte. Die Erweiterung um die Zoom-Funktion macht die Lampe für mich zum perfekten Allrounder. Unter anderem bei ‚Deutschland sucht den Superstar‘ haben sie einen super Job gemacht.“ Insgesamt befanden sich 56 MagicPanel-FX rund um die Laufstege.

Blickfang im Zentrum der Bühne waren große, indirekt beleuchtete Schirme. Die runde Form wurde durch zwölf Ayrton AlienPix-R erneut aufgegriffen, die mit ihren geraden Beams für einen Kontrast sorgten und durch die acht Rotationsachen viele Bewegungsoptionen ermöglichten.

Rechts und links neben dem Bühnenzentrum verwendete Manuel Da Costa ebenfalls Ayrton Lampen: 96 MagicBlade-R rundeten das Lichtdesign zu den Seiten hin ab und generierten starke Bilder. Laut Da Costa waren vor allem die homogene Farbmischung und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten aufgrund des großwinkligen Zooms Grund für den Einsatz der Geräte. Ebenso überzeugte der kräftige Output sowie die Positionsgenauigkeit und Zuverlässigkeit.

Ayrton-Produkte werden in Deutschland von Visionstage vertrieben.

Info: www.visionstage.com

Bühne der TV-Show (Fotos: Jonas König/Beate Zuieger)