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Udo Lindenberg mit GLP auf Arenatour

Bei der kürzlich zu Ende gegangenen Udo Lindenberg-Tour zum Album „Stärker als die Zeit“ hat Lichtdesigner und Operator Günter Jäckle auch auf Equipment von GLP gesetzt. Mit dabei waren 28 brandneue JDC1 Strobes, 24 impression X4 Bar10 sowie 24 GT-1 Hybride. Auch für diese Tour war das Design in seinem Showlabor bei epicto entstanden.

„Die JDC1 waren für mich eine echte Premiere“, so Jäckle, der erstmals überhaupt auf echte Strobes verzichtete und stattdessen JDC1 in sein Design integrierte. „Diese Lampe gab es bisher so noch nicht – eine Synthese aus Strobe und Fluter hat so noch keiner gebaut“ beschreibt er den JDC1. „Und dann kommt der Tilt noch obendrauf“, erklärt Jäckle weiter. Beim Stichwort Synthese kommt er auch direkt auf den GT-1 Hybridscheinwerfer von GLP zu sprechen. „Tolle, knackige und gestochen scharfe Beams und einen unglaublichen Zoombereich. Dazu absolut zuverlässig – was will man mehr erwarten?“ Eingesetzt wurden die beiden Lampen nicht nur als Floors auf der erhöhten Hinterbühne, sondern auch an Strickleitern rechts und links der Bühne, wo GT-1 und JDC1 jeweils abwechselnd angebracht waren.

Neben dem GT-1 Hybrid und dem JDC1 Strobe setzte Günter Jäckle bei der aktuellen Tour erneut auch wieder auf die impression X4 Bars von GLP. Insgesamt 24 Stück der kürzeren impression X4 Bar10 kamen in den  eigens für diese Tour entwickelten DoccLight Frames über der Bühne zum Einsatz und sorgen für die ganze Bandbreite von messerscharfen Beams bis zu flächigen Flutereffekten. „So eine Arenatour zu designen und zu leuchten ist immer noch etwas ganz anderes als die anstehenden Open Air Gigs mit Udo. Viel dichter, viel atmosphärischer“ beschreibt Jäckle die Unterschiede zu der im Herbst anstehenden Show auf der Meyer-Werft in Papenburg und beim Panikliner, der Anfang September für fünf Tage in See sticht. „Aber auch da ist Udo immer ganz nah dran, sagt, was er will, wie er sich bestimmte Parts vorstellt und entscheidet letztlich auch selbst, wie die Show aussehen soll. Da muss man sich auch schon mal was unter einem grünen Detektivlicht vorstellen können“ weiß Jäckle aus seiner langen Geschichte mit Lindenberg.

Info: www.glp.de

Arenakonzert (Fotos: Ralph Larmann)

Kabuki G2 für Asisi-Panorama-Installation

Nach Ausflügen auf den Mount Everest, Leipzig inmitten der Völkerschlacht 1813 und in die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs entführt der Künstler Yadegar Asisi die Besucher des Panometers Leipzig nun 3.800 Meter unter die Wasseroberfläche – zum Wrack der im Jahre 1912 verunglückten Titanic. Im Riesenpanoramabild und mithilfe eines künstlichen Lichtszenarios kann das in zwei Teile zerbrochene Passagierschiff entdeckt werden.

Titanic ist bereits das vierte Leipziger Asisi-Panorama, das an den 2012 montierten Gerriets Joker 95 Schienenanlagen installiert wurde. Ein zusätzlicher Schienenkreis ist in 35 m Höhe vor dem 111 m breiten Rundbild angebracht und mit 111 Kabuki G2 Auslöseeinheiten ausgestattet. Die Gerriets-Abwurftechnik Kabuki G2 ermöglicht das sichere und zeitgleiche Abwerfen von Stoffen in nur wenigen Sekundenbruchteilen. Im Rahmen der jeweiligen Premieren der Asisi-Kunstwerke und mittels drei 37 m x 35 m großer Taftvorhänge wurde die Gerriets Kabuki-Technologie eingesetzt.

Info: www.gerriets.com

Aisis-Panorama (Fotos: TomSchulze/Asisi)

Großes Elation-Portfolio beim ESC im Einsatz

Der Eurovision Song Contest gehört zu den herausragenden Produktionen in der internationalen Unterhaltungsbranche und setzte auch in diesem Jahr wieder auf eines der größten Licht- und Video-Setups überhaupt. Mit mehr als 800 Scheinwerfern des Herstellers wurden von Lichtdesigner Jerry Appelt und Produktionsleiter Ola Melzig für die Ausleuchtung von Bühne und Publikum eingesetzt.

Die Größe der ESC-Produktion spiegelt sich bereits in der Aufzählung einzelner Fakten wider: Auf einer Performancefläche von etwa 350 qm kamen 2017 insgesamt 1.816 intelligente Scheinwerfer sowie 1.000 qm LED-Displays zum Einsatz. Zu den jeweils rund 11.000 Zuschauern während der einzelnen Shows im International Exhibition Centre in Kiew gesellten sich beim Finale am 13. Mai zudem mehr als 200 Millionen TV-Zuschauer aus 50 Ländern.

Im Rahmen der diesjährigen Produktion fungierte Elation Professional als offizieller technischer Event-Ausrüster des Eurovision Song Contest mit einem riesigen intelligenten Beleuchtungspaket. Im Rig hingen insgesamt 351 Elation Paladin-Scheinwerfer, 132 Platinum FLX Movinglights, 140 Platinum 1200 Wash und 70 Platinum Seven LED-Washlights sowie 110 SixBar 1000 LED-Leisten. Bereitgestellt wurde die komplette Licht-, Video- und Rigging-Technologie von PRG in Zusammenarbeit mit Litecom.

Die von Florian Wieder designte ESC-Bühne bestand aus einer zentralen, runden Bühneneinheit mit LED-Boden, ergänzt durch ein modernes, bogenförmiges Bühnenelement, auf das Content projiziert wurde. Mit seinem Lichtdesign spiegelte Jerry Appelt den Slogan „Celebrate Diversity“ des Eurovision Song Contest 2017 sowie die Vielfalt des Bühnengeschehens wider. Für sein Lichtdesign war Appelt auf der Suche nach einem Stroboskop-Effekt, den er hinter der riesigen, halbtransparenten LED-Videowand als zentrales visuelles Hintergrundelement platzieren konnte. Für diesen Zweck organisierte Ola Melzig ein Scheinwerfer-Shootout in Köln, auf dem sich Appelt von den Qualitäten des Paladin-Scheinwerfers überzeugen konnte. „Mein Ziel war es, eine weitere Ebene hinter der LED-Wand zu erzeugen. Die Scheinwerfer mussten jeweils über genügend Kraft und Leistung verfügen und gleichzeitig mit den restlichen Licht- und Videoelementen verschmelzen können.  Unsere Wahl fiel auf die Paladin, die einen außergewöhnlich guten Job gemacht haben“, erklärt Appelt.

Weltweit zum ersten Mal im Einsatz waren die insgesamt 351 Paladin-Scheinwerfer in einer großen Matrix (39 Meter breit x 9 Meter hoch) hinter der LED Wand montiert und spielten eine zentrale Rolle im Lichtdesign von Appelt. Der vielseitige RGBW-Hybrid-Scheinwerfer, inklusive Zoom, fungierte nicht nur als heller Blinder, als Stroboskop und als leistungsstarkes Washlight, sondern dank seiner individuell ansteuerbaren Pixel-Zonen auch für Pixel-Mapping-Effekte. „Wir haben die Paladin sowohl unabhängig eingesetzt als auch mit Video bespielt“, so Appelt, der nach 2011 und 2012 bereits zum dritten Mal für das ESC-Lichtdesign verantwortlich zeichnete. Appelt setzte die Effektmöglichkeiten des Paladin in zahlreichen Auftritten ein – teils als Stroboskop- beziehungsweise Blindereffekte, die kraftvoll durch die LED-Wand strahlten, teils als eher subtile Warm- und Kaltlicht-Glitzereffekte. „Es gab sogar einige Delegationen, die explizit danach gefragt haben, die Paladin bei ihrem Auftritt einzusetzen, um diesem mehr Kraft und Wirkung zu verleihen“, fügt Appelt hinzu.

Den Großteil der Publikumsbeleuchtung stemmten die Platinum 1200 Wash LED-Washlights in Kombination mit den Platinum Seven LED-Washlights. Die Platinum 1200 verfügen über 19 jeweils 65 Watt starke RGBW-LEDs für ausreichend Leistung und hingen an drei gebogenen Traversen über dem Publikum, sowie an seitlich an der Arena montierten Traversen. Zudem fungierten die Platinum 1200 LED-Washer als Seitenlicht an der jeweiligen Bühnenseite. Die Platinum 1200 erzeugen farbige Washeffekte, vergleichbar mit 1.500 Watt starken.

Die Platinum Seven gehörten nachweislich zu den zuverlässigsten Geräten im gesamten ESC-Rig und arbeiteten an Traversen im hinteren Bühnenbereich in Kombination mit den Elation FLX-Scheinwerfern, welche das Publikum in dynamischeren Show-Momenten mit Beam-Effekten überzogen. „Ich liebe den UV-Chip im Platinum Seven“, so Ola Melzig über den LED-Hochleistungs-Washer mit seiner 7-Farb-Multi-Chip-LED und Zoom-Funktion. „Im Grunde gefällt mir alles an diesem Scheinwerfer; der UV-Chip ist aber mein persönliches Highlight!“

Oberhalb der ESC-Bühne befand sich ein weiteres zentrales Lichtdesign-Element: Ein verfahrbarer „Bienenstock“ umrandet von Traversen und bestückt mit 24 Platinum FLX Hybrid-Scheinwerfern – dem preisgekrönten Spot/Beam/Wash-Movinglight mit patentiertem, dualem optischen System. So tauchten die Scheinwerfer unter anderem Künstler in eine Flut aus Beams oder in einem anderen Setting wurden die FLX nach außen gerichtet und durchschnitten den Zuschauerbereich mit diversen Beam-Effekten. In Kombination mit den Platinum 1200 Wash fungierten die Platinum FLX zudem auch als Seitenlicht.

Der finale Elation-Scheinwerfer im Beleuchtungspaket war die SixBar 1000, eine ein Meter lange Multifunktions-LED-Leiste mit Sechsfarb-LED-Multi-Chip. Eingesetzt zwischen dem ausladenden Bogenelement auf der Bühne und den umgebenden, reflektierenden LED-Displays, sorgten die vertikal angeordneten SixBar Pixel-Strips über den Zeitraum der kompletten Show für dynamische Chase- und Wash-Effekte sowie weitere auffällige Looks. Darüber hinaus wurden die SixBars als dekoratives Element vertikal am äußeren Rand des Bienenstocks montiert.

Info: www.elationlighting.com

ESC (Fotos:  Ralph Larmann)

Ayrton bei Germany’s next Topmodel im Einsatz

Am 25. Mai ist in Oberhausen die Final-Show des TV-Formats Germany’s next Topmodel über die Bühne gegangen. Das Lichtdesign stammte von Manuel Da Costa. Jonas König und Christoph Dahm waren assistierend beteiligt.

Teil des Set-ups waren die Ayrton MagicPanel-FX. Manuel Da Costa arbeitete bereits für verschiedene TV-Produktionen mit den Zoom-Panels des französischen Herstellers. „Ich mochte schon das MagicPanel-R sehr gerne, das ich zum Beispiel bei der Quizshow ‚500 Fragen‘ mit Günther Jauch erfolgreich einsetzte. Die Erweiterung um die Zoom-Funktion macht die Lampe für mich zum perfekten Allrounder. Unter anderem bei ‚Deutschland sucht den Superstar‘ haben sie einen super Job gemacht.“ Insgesamt befanden sich 56 MagicPanel-FX rund um die Laufstege.

Blickfang im Zentrum der Bühne waren große, indirekt beleuchtete Schirme. Die runde Form wurde durch zwölf Ayrton AlienPix-R erneut aufgegriffen, die mit ihren geraden Beams für einen Kontrast sorgten und durch die acht Rotationsachen viele Bewegungsoptionen ermöglichten.

Rechts und links neben dem Bühnenzentrum verwendete Manuel Da Costa ebenfalls Ayrton Lampen: 96 MagicBlade-R rundeten das Lichtdesign zu den Seiten hin ab und generierten starke Bilder. Laut Da Costa waren vor allem die homogene Farbmischung und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten aufgrund des großwinkligen Zooms Grund für den Einsatz der Geräte. Ebenso überzeugte der kräftige Output sowie die Positionsgenauigkeit und Zuverlässigkeit.

Ayrton-Produkte werden in Deutschland von Visionstage vertrieben.

Info: www.visionstage.com

Bühne der TV-Show (Fotos: Jonas König/Beate Zuieger)

Sennheiser Digital 6000 beim LEA

Anlässlich der Verleihung des zwölften PRG LEA (Live Entertainment Award) hat sich die Production Resource Group (PRG) Anfang April 2017 auf digitale Drahtlostechnik von Sennheiser verlassen. In der festlich illuminierten Frankfurter Festhalle waren zahlreiche analoge und digitale Funkstrecken aus dem Portfolio des Audiospezialisten im Einsatz. Insgesamt waren beim LEA 2017 weit über 50 Drahtlosstrecken aktiv – darunter auch das neue Drahtlossystem Digital 6000.

In der Frankfurter Festhalle wurden vier EM 6000 Doppelempfänger und acht SKM 6000 Handsender mit MD 9235-Kapseln (nierenförmige Richtcharakteristik) verwendet. Der Handsender SKM 6000 ist in drei Frequenzvarianten verfügbar und über das Sennheiser Standard-Kapsel-Interface kompatibel zu zahlreichen Mikrofonköpfen von Sennheiser und Neumann. Im Rack waren neben den EM 6000 Doppelempfängern (Schaltbandbreite: 244 MHz) vier L 6000 Ladegeräte positioniert, die mit BA 60 und BA 61 Charger-Modulen bestückt waren.

Punkten konnten die neuen Digital 6000 Systeme im stark belasteten HF-Umfeld der Veranstaltung unter anderem mit ihrer hohen Frequenzeffizienz sowie einer nahtlosen Einpassung in die übrige Wireless-Technik. Ein Blick auf die Bühne zeigte zwei seitlich am Geländer montierte Sennheiser AD 3700 Breitband-Richtantennen

Sennheisers True-Bit-Diversity-Technik sowie prädiktive Algorithmen stellen eine zuverlässige Verbindung selbst dann sicher, wenn bei anderen digitalen Drahtlossystemen bereits Dropouts auftreten. Die ausgeklügelte, von erfahrenen Sennheiser Ingenieuren entwickelte Audiofehlerkorrektur arbeitet auch in schwierigen HF-Umgebungen zuverlässig. „Störende Artefakte oder gar Dropouts treten nicht auf“, berichtete der Monitortechniker Florian Keinert, der während der Show an zwei seitlich der Bühne aufgebauten Mischpulten alle Hände voll zu tun hatte.

Das neueste Mitglied der Sennheiser „Professional Wireless Range“ wird bereits von der aktuellen Version der WSM-Software unterstützt, und so war die Oberfläche des Wireless System Managers beim LEA 2017 auf einem Laptop am Drahtlosplatz zu sehen.

Für die tontechnische Gestaltung des LEA 2017 trug Thomas Mundorf (PRG Head of Audio Project Management & Technologies) Verantwortung. Gemeinsam mit Nico Karp übernahm er die Planung, war während der Veranstaltung aber auch am Systemplatz anzutreffen und kümmerte sich darüber hinaus um reibungslose Abläufe in allen audiotechnischen Zusammenhängen.

„Beim LEA 2017 werden wir von Sennheiser dankenswerterweise freundlich unterstützt“, erklärte Thomas Mundorf in Frankfurt. „Die neuen Sennheiser Digitalstrecken befinden sich noch nicht im Verleihbestand von PRG und der Einsatz beim LEA ist somit für uns die erste Möglichkeit, eigene Erfahrungen mit dem Digital 6000 System zu sammeln. Ich freue mich, dass wir anlässlich der Veranstaltung Gelegenheit haben, uns für ein paar Tage mit dem neuen System unter realen Bedingungen auseinanderzusetzen und es ausgiebig zu testen.

Die Handsender klingen sehr gut und natürlich – alles tipptopp! Artefakte, die früher in bestimmten Situationen bei mit Kompandern ausgestatteten Sendestrecken aufgetreten sind, habe ich bei dieser Produktion nicht gehört; das ist auf alle Fälle ein großer Schritt nach vorne! Die auf die Handsender aufgeschraubten MD 9235-Kapseln sind bewährter Standard, und man weiß, dass sie funktionieren und klingen – darauf kann man sich blind verlassen.“

Thomas Holz, Sennheiser Project Manager Touring Rental | Artists & Engineers: „Die innovativen Digital 6000 Systeme haben sich sowohl bei der Moderation als auch bei den musikalischen Darbietungen von ihrer besten Seite gezeigt – mit kompromissloser Klangqualität in einer nicht zuletzt durch den massiven Einsatz von LED-Wänden stark belasteten HF-Umgebung.“

Info: www.sennheiser.com

Festhalle beim LEA, EM 6000 Doppelempfänger, WSM-Software (Fotos: Sennheiser)