Abo bestellen
Newsletter bestellen

Claypaky und MA Lighting bei den Ehrlich Brothers

Die Ehrlich Brothers haben jüngst zum „Showdown der weltbesten Magier“ nach Stuttgart in die Porsche Arena geladen. Seit 2017 erzielen die Ehrlich Brothers mit dieser Show Top-Einschaltquoten bei RTL mit bis zu 3,5 Millionen Zuschauern zur besten Sendezeit. In diesem Jahr ließen sie in zwei großen TV-Shows jeweils sechs nationale und internationale Magier in drei unterschiedlichen Sparten gegeneinander antreten.

Für diese beiden Shows und das TV-Show-Special „Zauberwelten“, das für eine Fernsehausstrahlung und auf DVD aufgezeichnet wurde, hatte die mo2 design GmbH die Aufgabe erhalten, die bisherige Tour-Show im Bereich Licht- und Medientechnik für drei TV-Aufzeichnungen zu adaptieren und die vorhandene Tour-Technik im Bereich Licht- und Medientechnik um eine 360° Abdeckung und eine Center Stage zu erweitern. Dementsprechend war mo2 design verantwortlich für Lichtdesign, -planung und -ausschreibung sowie das Operating. Ebenfalls fielen in die Zuständigkeit von mo2 design die Aufgabenbereiche Mediendesign, -planung und -ausschreibung mit dem Operating, die Content-Creation und Content-Erstellung sowie die Beratung für die Ü- und Kameratechnik.

„Gestalterisch und planerisch ist dabei alles in enger Abstimmungen mit Chris Ehrlich und dem Team der Ehrlich Brothers Tour, insbesondere Adrian Walz, erfolgt“, so Manfred „Ollie“ Olma, Lichtdesigner TV-Licht und Lichtsetzender Kameramann. „Das Operating-Team setzt sich dabei gleichberechtigt aus dem Tour-Team der Ehrlichs Brothers und mo2 design zusammen.“

Für die Show kamen 90 Claypaky Sharpy, 36 Claypaky Stormy CC, 20 Claypaky A.leda B-EYE K20, acht grandMA2 full-size (zwei als Back-up), zwei grandMA2 fader wing, 35 MA NPU (Network Processing Unit, zwei als Back-up), sechs MA VPU plus MK2 (Video Processing Unit, eine als Back-up) und zwei MA 3D Stationen zum Einsatz.

Ollie Olma erklärte: „Die Licht- und Medientechnik der Ehrlich Brothers Tour ist für sich genommen schon ein sehr großes System. In Deutschland gibt es wenig vergleichbare Touren. Für die Show hier vor Ort haben wir noch einmal deutlich aufgerüstet. Die Erweiterung und Vernetzung mit dem Zusatzlicht ist entsprechend komplex. Da wir auf keinen Fall die Illusionen der Zauberer aufdecken dürfen, mussten wir bei unserer Planung entsprechend sorgfältig vorgehen, was für das Operating von Licht- und Medientechnik gar nicht so einfach war. Die verwendeten LED-Bars wurden alle im Einzel-Pixel-Mode und per Pixel Mapper angesteuert. So konnten sie als große Videofläche oder einzelner Scheinwerfer genutzt werden. Daraus ergab sich eine immens große Anzahl an Steuerungsparametern, welche in Kombination mit dem Licht die maximal mögliche Session-Größe des grandMA2 Systems überstieg. Daher waren die LED-Bars technisch Bestandteil des Videosystems, wurden aber via Netzwerk aus dem Lichtsystem getriggert. Insgesamt wurden so über 110.000 Steuerungsparameter benötigt. Die DVD-Aufzeichnung erfolgte mit bis zu 26 Kameras. Und zwar alle in UHD.“

Ehrlich Entertainment GmbH & Co. KG war die Produktionsfirma, Production Resource Group AG lieferte Licht-, Video- und Medientechnik sowie das Rigging-Material.

Im Team der Ehrlich Brothers Tour war Adrian Walz Technischer Leiter, Marcus Krömer Lichtdesigner, Programmierer und Operator Licht, Florian Schmitt Programmierer und Operator Licht und Jannik Tödtmann Projektleiter/Operator Medientechnik.

Im Team von mo2 design war Matthias Allhoff Projektleiter und Saskia Olma für das Content-Design zuständig. Tobias Hann war Projektleiter/Oberbeleuchter, Paul Happ Programmier/Operator TV-Licht, Bennet Fuchs Programmier/Operator TV-Medientechnik sowie Matthias Held Server-Farmer.

Für PRG waren vor Ort: Matthias Lusche OSM/Technischer Leiter Licht, Johannes Schau Technischer Leiter Rigging, Sebastian Voss Technischer Leiter Video und Jack Collins für die Systemtechnik.

Info: www.lightpower.de

„Showdown der weltbesten Magier“  (Fotos: Ralph Larmann)

Movinglights von Elation setzen Schiffstaufe in Szene

Im Mai hat TUI Cruises im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstags die Schiffstaufe der neuen Mein Schiff 1 gefeiert. Vor der Industriekulisse des HHLA Container Terminals Burchardkai inszenierte die Berliner Agentur insglück die Taufe, die am Abend von einer Feuerwerk- und Lichtshow abgerundet wurden.

Lichtdesigner Martin Kuhn entwickelte im Auftrag von insglück das Lichtdesign für die Schiffstaufe und die Taufshow auf dem Schiff. Die bis zu 70 Meter hohen Containerbrücken des Burchardkais sollten in die Inszenierung integriert werden und wurden mit Lichtequipment und Pyrotechnik ausgestattet. „Die Brücken wurden über das Schiff gefahren“, beschreibt Martin Kuhn die Szenerie. „Unter anderem wurden zwei Seilartisten zur Taufe am mittleren Kran aufs Schiff abgelassen. Neben der beamintensiven Lichtshow fand auch eine Show auf dem Pooldeck der Mein Schiff 1 statt. Zu diesem Zweck ist das Deck mit einem LED-Boden ausgestattet worden.“

Für die weithin sichtbare Lichtshow vertraute der Designer auf insgesamt 206 der wetterfesten Proteus Hybrid Movinglights von Elation Professional. 160 Scheinwerfer fanden ihren Platz auf den fünf umliegenden Kränen. Jeder Kran nahm 32 Geräte auf. Die restlichen 46 Proteus Hybrid wurden auf dem Schiff selbst zur Beleuchtung der Taufshow eingesetzt.

„Die auf den Kränen platzierten Proteus Hybrid habe ich ausschließlich im Beam-Mode verwendet, um mit den kräftigen Beams das Feuerwerk zu unterstützen. Die Geräte auf dem Schiff konnte ich vielseitiger zum Einsatz bringen. Von Wash bis Beam und Gobo-Effekten war alles dabei“, erläutert Kuhn seinen Einsatz der Scheinwerfer.

Und warum gerade für dieses Projekt die Proteus Hybrid von Elation? „Ganz klar wegen dem IP-Rating. Domes kamen für die Inszenierung nicht in Frage – und dann ist die Auswahl gleich nicht mehr so groß. Die Proteus Hybrid liefern wirklich eine erstaunliche Performance. Der Scheinwerfer macht eigentlich alles, was man will. Als Washlight sind die Geräte erwartungsgemäß nur bis zu einer bestimmten Entfernung effektiv einsetzbar, aber als mächtiges Beamlight für den Outdoor-Einsatz sind sie spitze.“

Einige Proteus Hybrid Geräte verblieben nach den Feierlichkeiten gleich an Bord. Die im Theater auf dem Pooldeck fest installierten Geräte werden in Zukunft das Entertainment-Programm auf Deck lichttechnisch in Szene setzen. Die hier verbauten Geräte sind mit spezieller WMG-Beschichtung (White Marina Grade) versehen, die nicht nur seeluft- sondern auch salzwasserbeständig ist. Damit ist langfristig ein Korrosionsschutz gewährleistet.

Die technische Leitung der Schiffstaufe hatte Production Office Berlin inne. PRG zeichnete für die Umsetzung verantwortlich. Oliver Ranft übernahm die Programmierung.

Info: www.lmp.de

Tauffeier, Container Terminal Burchardkai (Foto: Andreas Vallracht für TUI Cruises/ Tom Kohler für TUI Cruises/ Martin Kuhn)

 

Amadeus Austrian Music Awards mit MA Lighting und Claypaky

Mit den Amadeus Austrian Music Awards wird in Österreich seit dem Jahr 2000 alljährlich der größte nationale Musikpreis verliehen. Eingeführt wurde er vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria), gelichzeitig auch Ausrichter des Events. „Den Amadeus“ können Musiker gewinnen, die österreichische Staatsbürger sind oder die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben. Insgesamt gibt es 18 Preiskategorien. Die diesjährige Verleihung der Amadeus Awards fand im Volkstheater in Wien statt und wurde zeitversetzt in ORF eins übertragen.

Lichtdesigner und lichtsetzender Kameramann Matthias Frank vertraute bei der Verleihung unter anderem auf zwölf Claypaky Scenius Spot, 20 Claypaky Alpha Spot HPE 1500, acht Claypaky Alpha Spot QWO 800 und zwölf Claypaky A.leda B-EYE K20. Gesteuert wurde das System über zwei grandMA2 full-size sowie eine grandMA2 fader wing.

Frank erklärte: „Der Claypaky Scenius Spot ist die derzeit beste Spotlampe in ihrer Leistungsklasse am Markt. Sie kommt bei allen meinen Projekten im TV-Bereich als Keylight, in der Profile-Version, beziehungsweise als Effektlampe, in der Spot-Version, zum Einsatz. Was mich an dem Gerät absolut überzeugt, ist seine perfekte Optik, die präzise Farbwiedergabe, die satten Farben und der großartige Output.“

Manfred Nikitser und Otto Schildknecht waren als Operator tätig. Jürgen Erntl arbeitete als FoH-Systemer.

Die Habegger AG lieferte das Licht-Equipment.

Info: www.lightpower.de

Amadeus Austrian Music Awards (Fotos: Amadeus Austrian Music Awards / Andreas Tischler)

Robe Pointes illumieren Kunstinstallation Mirror-Mirror

Mirror-Mirror ist eine dynamisch-kinetische Installation und wurde von Christopher Bauder von Whitevoid in Zusammenarbeit mit dem zeitgenössischen Tänzer und Crossover-Künstler Qui Jirong geschaffen worden. Sie ist eines von sieben Segmenten, aus denen sich Apologue 2047/2 zusammensetzt, bei welchem der chinesische Filmregisseur, Produzent, Autor, Schauspieler und ehemalige Kameramann Zhang Yimou Regie führte.

Die Arbeit wurde im Juni von L!VE Kingway am National Centre for the Performing Arts (NCPA) in Peking produziert und geht im August auf Tournee durch China. Dadurch erhält ein breiteres Publikum die Möglichkeit zu entdecken, wie Zhang Yimou die Regeln der traditionellen Bühnenpräsentation bricht, indem er chinesische Volkskunst mit moderner Technologie verbindet und somit ein einzigartiges Performancekonzept entstehen lässt.

Für Mirror-Mirror verwendete Bauder 30 Robe Pointes als primäre Lichtquelle, welche im Einklang mit den 102 Winden vom Typ „Winch LED/Pixel“ von Kinetic Lights und den 34 Mirror Disc Spiegelscheiben, die als Beleuchtungskörper genutzt wurden, zusammenwirkten.

Jeder Spiegel wird durch drei Seilwinden gesteuert, wodurch diese sieben Meter in die Höhe oder Tiefe gezogen sowie geschwenkt und geneigt werden können. So können sie sanft auf der X-, Y- und Z-Achse bewegt werden, was alles fließend und dreidimensional erscheinen lässt. Die Bewegung der Spiegel wird über ArtNet von der von Kinetic Lights entwickelten KLC-Softwareplattform gesteuert.

Christopher Bauder entwarf für das achtminütige Stück ein Storyboard und führte eine Prävisualisierung der kinetischen Elemente durch, welche unter anderem Empfindungen, Gefühle und Atmosphären enthielt, wohingegen Zhang Yimou und sein Team Regie bei der allgemeinen Show führte, die Musik komponierte und Vorschläge für die Positionierung und Choreographie des Tänzers einbrachten.

Die Pointes sind in drei Lagen auf Leitern angebracht. Jede dieser Lagen verfügt über fünf Pointes, welche sich vom hinteren Bereich der Bühne bis in den vorderen Bereich erstreckten. Die Verwendung dieser für Tanzperformances traditionellen Hebepositionen war das eine, doch das wahrlich Innovative an dieser Technik waren die Spiegel, durch welche das Licht in alle Richtungen geleitet, reflektiert und gebrochen werden konnte.

Die Kombination der seitlich ausgerichteten Pointes mit den beweglichen Spiegeln bewirkte eine enorme Steigerung der Flexibilität der präzise positionierten Beleuchtungskörper.

Bauder arbeitete erstmals mit Zhang Yimou während seines Projekts „Weaving Machine“ zusammen, einer weiteren großformatigen Installation, welche einen der acht Abschnitte von Apologue Teil 1 darstellte und vor einem Jahr am selben Veranstaltungsort präsentiert wurde. Im Fokus standen dabei 640 innenbeleuchtete Bälle auf demselben Seilzugsystem sowie eine Solotänzerin.

Der Künstler von Whitevoid wollte bewusst Elemente aus Teil 1 beibehalten; so stellten die fließenden, nahtlosen Bewegungen der Spiegel über die speziell angefertigten Seilwinden diese Verbindung her. Die Weiterentwicklung kam mit dem Einsatz von den Moving Head Scheinwerfern und dem Umgang mit diesen.

Das derartige Brechen und Reflektieren des Lichts mit Hilfe von Spiegeln ist eine Technik, die er über zahlreiche Installationen hinweg entwickelt hat. Besonders hervorzuheben ist die Verwendung dieser Technik zu Beginn des Jahres bei Skalar im Kraftwerk Berlin.

Skalar wurde mit 90 Robe Pointes in Verbindung mit 65 doppelseitigen Spiegeln – jeder mit einem Außenring aus 180 steuerbaren Pixeln ausgestattet – ausgeleuchtet, welche an 195 Seilwinden vom Typ „Winch LED / pixel“ aufgehängt waren.

Die Installation erhielt sowohl von Kritikern als auch von der Öffentlichkeit viel Zuspruch und die Pointes waren seine erste Wahl für die Beleuchtung. Bauder war jedoch klar, dass es noch immer einen großen Spielraum bei der Verwendung der Scheinwerfer gab. Daher nutzte er sie aufgrund der Helligkeit, Präzision, Intensität und Klarheit der Lichtquelle auch bei Mirror-Mirror.

Die DMX-Signale für die Pointes wurde durch ArtNet konvertiert und in den Computer integriert, auf welchem die von Kinetic Lights entwickelte KLC-Software lief, mit der die verschiedenen Beleuchtungen und Szenen sowie sämtliche Bewegungen der Spiegel programmiert und gesteuert wurden.

Die Scheinwerfer wurden von dem deutschen Verleiher Motion zur Verfügung gestellt und werden auch auf der Tournee durch Tianjin, Xi‘an und Nanjing im August im Einsatz sein.

Info: www.robe.cz

Installation Mirror-Mirror (Fotos: Christopher Bauder)

Light Event betreut großes Chorfest in der Lanxess arena

Unter dem Motto „Einfach himmlisch!“ hat am 23. Juni in der Kölner Lanxess arena das größte Hallen-Chorkonzert stattgefunden, das jemals in der rheinischen Domstadt ausgerichtet wurde. Als technischer Generaldienstleister setzte Light Event die Großveranstaltung im Auftrag des Erzbistums Köln in Szene.

Zum 150-jährigen Jubiläum des Diözesan-Cäcilien-Verbandes wendete sich das Erzbistum Köln an eine breite Öffentlichkeit: Im Rahmen der KirchenMusikWoche 2018, die vom 16. bis zum 23. Juni 2018 in der Dommetropole stattfand, waren viele besondere Musikaufführungen und Events zu erleben, darunter Orgelkonzerte in der Fußgängerzone, eine Themenwoche im Domforum sowie ein Symposion zum Thema Kirchenmusik. Den Abschluss der Veranstaltungsreihe bildete ein Mitmach-Chorfest in der Lanxess arena, bei dem sich 14.600 Chorsänger, Kirchenmusiker und Instrumentalisten ein musikalisches Stelldichein gaben – ein Drittel der im Erzbistum kirchenmusikalisch aktiven Personen füllte die ausverkaufte Halle.

Beim Mitmach-Chorfest war die Light Event Veranstaltungstechnik GmbH als technischer Generaldienstleister für Beleuchtung, Beschallung, Videotechnik und Intercom (16 digitale Sprechstellen, digitales Funksystem, Repeater) zuständig. Übergeordnete Verantwortung als Technischer Projektleiter trug im Auftrag des Erzbistums Köln Bernd Reichert.

Zu den besonderen Herausforderungen der Kölner Veranstaltung zählte der Umstand, dass die Arena nach einem Aufbautag am Mittwoch und einem Probentag am Donnerstag an das Produktionsteam von Bryan Adams übergeben werden musste, der freitags eine Show in der rheinischen Domstadt bestritt. Für das am Samstag anberaumte Mitmach-Chorfest mussten große Teile des bereits aufgebauten und spielbereiten Equipments aus der Halle gebracht und nach einem Tag Pause erneut einsatzfähig gemacht werden.

Für die Beschallung setzte Light Event auf Produkte des deutschen Herstellers d&b audiotechnik. In die Beschallung der riesigen Halle eingebunden war neben den mitgebrachten Komponenten auch die in der Arena festinstallierte PA, welche durch Michael Häck betreut wurde.

Audioseitig waren beim Mitmach-Chorfest insgesamt 164 Input-Signale zu verwalten. Rund einhundert Neumann KM 184 Kleinmembranmikrofone befanden sich im Einsatz und nahmen unter anderem den Ansing-Chor sowie große Teile des Orchesters ab. Um der hohen Audio-Kanalzahl gerecht zu werden, war der FOH-Platz mit zwei Digitalkonsolen bestückt. Das Set-up wurde durch eine an dritte Konsole am Monitorplatz seitlich des Podiums komplettiert.

Am Aufbautag sprangen Robe Scheinwerfern des Typs BMFL Wash XF ins Auge. Die kopfbewegten Scheinwerfer wurden oberhalb des Parketts an außergewöhnlich hoch gehängten Traversen geflogen und beleuchteten weite Teile des Publikumsbereichs. Der ungewöhnliche Aufbau war dem Umstand geschuldet, dass die Sänger überall in der Halle ihre mitgebrachten Programm- und Notenhefte lesen wollten – eine Grundausleuchtung war somit während der musikalischen Beiträge erforderlich. Die Robe Washlights waren atmosphärisch in das Showdesign eingebunden und „verlängerten“ oft das Lichtsetting von der Bühne ins Publikum.

Dass Movinglights zum Einsatz kamen, war dem eng gesteckten Zeitrahmen geschuldet – es wäre nicht möglich gewesen, eine Phalanx von Stufenlinsen einzeln nacheinander durch Techniker auf einem Steiger gezielt ausrichten zu lassen, zumal die Unterbrechung durch das Konzert von Bryan Adams zu berücksichtigen war. Zur Verdeutlichung: Von insgesamt 196 Washlights hingen 110 Lampen oberhalb des Publikumsbereichs. Das Effektlicht lieferten 36 Robe Pointe Movinglights. „Für eine kirchliche Veranstaltung ist das schon etwas Außergewöhnliches“, kommentierte Lichtdesigner René Geißel die hohe Lampenzahl. „Immerhin sind wir hier nicht beim Eurovision Song Contest in Lissabon …“

Light Event-Projektleiter Sven Pülmanns berichtete, dass für den Event insgesamt neun Kilometer Kabel im Dach der Arena verlegt worden waren und da der Catwalk genutzt wurde, gab es keine störenden Kabelabgänge im Publikumsbereich. Für die Veranstaltung mussten zusätzliche Hängepunkte außerhalb des vorhandenen Master-Grids gesetzt werden.

Auf der Bühne wirkte das Lichtsetting dem Rahmen der Veranstaltung angemessen und kam ohne unnötige Effekthascherei aus. Auf Wunsch der Veranstalter sollte die Musik im Fokus stehen und nicht durch eine Lichtshow in den Hintergrund gedrängt werden. Ein interessanter Eyecatcher war eine grobpixelige LED-Wand, welche oberhalb von Band und Orchester befestigt war und das visuelle „Loch“ zwischen der Bühne und dem auf dem Rang stehenden Ansing-Chor füllte. Auf einer Breite von 24 Meter verteilten sich Martin LC 2140 Module (40 mm Pixelpitch); gezeigt wurden unter anderem Song-Titel und christliche Symbole in einer grafisch ansprechenden Aufbereitung.

Eine Besonderheit waren zwei Verfolgerplätze, die seitlich der Bühne aufgestellt und mit Robe BMFL FollowSpot-Systemen ausgestattet waren. Der Lichtsteuerung dienten beim Mitmach-Chorfest drei Konsolen von MA Lighting. Insgesamt waren laut Aussage von René Geißel rund 18.000 DMX-Kanäle zu kontrollieren.

In einem Seitenrang der Lanxess arena war auf einem Balkon eine umfangreich ausgestattete Videoregie eingerichtet worden, in der sämtliche Bildsignale zusammenliefen. Die Bildmischung wurde live ins Internet gestreamt. Eine Rückspielung in die Halle war auf drei oberhalb der Bühne montierten Leinwänden (7,5 x 4 m) zu sehen, welche mit Barco Projektoren (HDQ-2K40 mit 40.000 ANSI-Lumen) bespielt wurden. 15 Kameras waren im Einsatz, von denen acht als festinstallierte PTZ-Domekameras ausgeführt und auf der Bühne sowie im Chor verteilt waren. Hinzu kamen drei Führungskameras am FOH-Platz, eine Steadicam, zwei Kamerakräne sowie eine Dome-Kamera für die Supertotale. Der katholische Radiosender domradio.de übertrug die Veranstaltung als Live-Stream auf Facebook. Für einen späteren Einsatz in sozialen Netzwerken fand eine separate Aufzeichnung statt, welche in der Postproduction mit Augmented-Reality-Elementen überlagert werden soll.

Info: www.light-event.de

Chorfest (Fotos: Light Event)