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Lyon System für Metallica Orchester-Show „S&M²“

Anfang September haben Metallica und das San Francisco Symphony Orchestra wieder gemeinsam gespielt und bei zwei aufeinander stattfindenden Konzerten jeweils 18.000 Fans begeistert. Die erste Show fand im neu eröffneten Chase Center von San Francisco statt – dem neuen Zuhause der Basketballmannschaft Golden State Warriors. 20 Jahre nach dem S&M-Konzert von 1999 und dem Live Album mit dem San Francisco Symphony Orchestra wiederholte Metallica dieses außergewöhnliche Musikerlebnis, das im Oktober weltweit in 3000 Kinos zu sehen sein wird. Bei den Shows im September wurde Metallica von mehr als 70 Musikern unter der Leitung von Dirigent Edwin Outwater begleitet. Beschallt wurden die Shows mit einem speziell für Metallica entwickelten Panorama-Sounddesign. Basierend auf einem Lyon System wurden mehr als 250 Meyer Sound Lautsprecher eingesetzt.

Show Director Dan Braun. „Wir wussten, dass es technisch und logistisch viel einfacher sein würde, diese Show mit einer Head-Stage Konfiguration umzusetzen, aber die Band wollte diese Show unbedingt auf einer Center-Stage realisieren – diese erlaubt eine viel intimere Atmosphäre. Also haben wir uns den technischen Herausforderungen gestellt und haben die Wünsche der Band umgesetzt. Aber das ist typisch Metallica – es gibt keine Grenzen, nur neue Möglichkeiten."

Metallica tourt regelmäßig in großen Arenen mit einer Center-Stage Konfiguration, bei der in den letzten Jahren immer mit einem flexiblen Set-up mit Meyer Sound LEO Family Lautsprechersystemen gearbeitet wurde. Aber ein komplettes Symphonieorchester auf der gleichen Bühne mit mehr als 90 offenen Mikrofonen stellte eine ganz neue Herausforderung dar.

„Wir haben von Anfang an entschieden, dass wir das Orchester nicht von der Bühne verbannen oder in irgendeiner Weise isolieren wollen", sagt Braun. „Wir wollten alle Musiker auf der Bühne haben, so dass alle zusammen als eine Band spielen können. Und anstatt sie auf der Bühne zu trennen, beschlossen wir, das Orchester um die Band herum zu platzieren mit Lars und seinem Drumset auf einem erhöhten Podest in der Mitte. Wir benötigten einen großen Vertrauensvorschuss von dem Dirigent Edwin Outwater für diese Idee, aber es funktionierte hervorragend."

Für den Audiomix war Metallica‘s langjähriger FoH-Ingenieur „Big Mick" Hughes zuständig, wobei Hal Nishon Soogian, der Audiochef des San Francisco Symphony Orchestra, die Vormischungen sowie den endgültigen Mix für zwei reine Symphonie-Stücke im Programm übernahm.

Eine Arena mit der geballten Kraft von Metallica und den Feinheiten sowie der Dynamik eines Orchesters zu beschallen, stellt außergewöhnliche Anforderungen an ein Lautsprechersystem dar. Braun weiter: „Ich war überzeugt, dass Meyer Sound uns alles bieten würde, was wir brauchen, um auf höchstem Niveau erfolgreich zu sein", sagt Braun. „Was wir in der Arena hörten und sahen, war genau das, was wir uns vorgestellt hatten. Ein Designteam entwarf ein außergewöhnliches Sounddesign, so dass Big Mick mit der bestmöglichen PA für diese Produktion arbeiten konnte.“

Das PA-System wurde von Bob McCarthy, Meyer Sounds Director of System Optimization mit Unterstützung von Senior Technical Support Specialist David Vincent und Technical Support Manager, Digital Systems James Edmondson, speziell für die besonderen Herausforderungen der S&M² Show entwickelt. Der äußere Ring der Lautsprecher, der den Sitzbereich beschallte, bestand aus zehn in fünf Stereo-Paare separierte Arrays mit je sechs Lyon-M Lautsprechern und sechs Lyon-W Wide Coverage Systemen. Das Parkett und der untere Bereich wurden mit zehn inneren Arrays, von je acht Leopard Line-Array Lautsprechern ausgestattet. 24 UPJunior Lautsprecher auf der Bühne dienten in erster Linie zur besseren Nahfeldbeschallung der Parkettplätze. Fünf Cluster mit 1100-LFC Low Frequency Control Elements, die als Cardioide Gradient-Arrays eingesetzt wurden, lieferten kraftvolle und kontrollierte Tiefbässe. Das Drive-System für das Signal-Processing und die Ansteuerung der Lautsprecher bestand aus 16 Galaxy Prozessoren, die über ein AVB-Netzwerk verlinkt waren.

Der Einsatz der Low-Mid Beam Control (LMBC) aus dem Meyer Sound Technologie-Toolsets ermöglichte eine präzise und einheitliche Coverage. „Wir haben sowohl die oberen als auch die unteren Arrays so konfiguriert, dass das Curving die Rear-Lobes nach oben und weg vom Orchester richtet", bemerkt Systemdesigner Bob McCarthy. „Wenn man sich die 250 Hz Oktave betrachtet, sieht man, wie die Lobes in Bereiche an der Decke gerichtet sind, die hier glücklicherweise wie ein riesiges Kissen wirkt. Die LMBC sorgt für eine gleichmäßige Ausrichtung der Beams in die gewünschten Bereiche, sowohl nach hinten als auch nach vorne, was enorm hilfreich ist, um die Rückkopplungssicherheit zu maximieren."

Der schiere Umfang des S&M²-Projekts erforderte eine enge Koordination aller Mitwirkenden. Alle Meyer Sound PA Lautsprecher wurden von der Production Resource Group (PRG) geliefert, wobei Systemingenieur Chris Nichols und Bob McCarthy die Abstimmung und das Tuning des Systems übernahmen. UltraSound lieferte das Equipment für den Symphonischen Mix, das die komplette Mikrofonbestückung sowie Avid Profile und Yamaha CL5-Konsolen umfasste. Die Gesamt-Mischung erfolgte über Metallica‘s eigene Midas XL8-Konsole. Paul White, Audio Crew Chief, leitete beide Audioproduktionsteams der Shows.

Die Setliste des Konzerts enthielt Songs aus vier Jahrzehnten Metallica Geschichte, die mit „Master of Puppets", „Nothing Else Matters" und „Enter Sandman" endete. Michael Tilson Thomas, Music Director des San Francisco Symphony Orchestra, stand nach einer Pause auf dem Podium, um die Symphonie von Prokofjews Skythischer Suite zu dirigieren und anschließend, unter Mitwirkung von Metallica, „Iron Foundry" von Mosolov aufzuführen.

S&M² wurde verfilmt und wird am 9. Oktober in mehr als 3.000 Kinos weltweit gezeigt. Metallica setzt seine WorldWired Tour Mitte Oktober mit Shows in Australien und Neuseeland fort, Konzerte in Südamerika sind für das Frühjahr 2020 geplant.

Info: www.meyersound.de

S&M² (Fotos: Ralph Larmann)

VL6000 für die Kiss Abschiedstour

Im Februar ist die Rockband Kiss zu ihrer „End of the Road World Tour“ gestartet, eine Abschiedstournee, die bis Ende 2019 andauern wird und möglicherweise noch darüber hinausgeht. Produktionsdesigner Robert Long und Sooner Routhier von SRae Productions sowie Associate Designerin Ashley Zapar spezifizierten für den großformatigen Rock'n'Roll-Look der Band Vari-Lite VL6000 Beam, um ihrem Showdesign eine kraftvolle und dynamische Präsenz zu verleihen.

Die Designpartner, die schon seit einigen Jahren mit der Band zusammenarbeiten, sind mit den grundlegenden Anforderungen eines Kiss-Live-Spektakels bestens vertraut, das Long als „zu gleichen Anteilen Feuer, Laser, Metall, Leder und kontrolliertes Chaos" bezeichnet.

„Die Band vertraut seit einigen Jahren auf Robert und mich, um ihre Shows zu kreieren“, sagt Routhier. „Sie verlassen sich darauf, dass wir eine große Video- und Lichtshow um die einzelnen Momente herum bauen, die ein Kiss-Konzert ausmachen.“

„Unser Hauptziel", erklärt Long, „war es, eine große Rockshow zu veranstalten, die den letzten Auftritten der Band rund um den Globus gerecht wird. Wir mussten natürlich das traditionelle Kiss-Gefühl in transportieren, aber auf noch höherem Niveau.“

Das Bühnenbild umfasst die bekannten Bühnenlifte, die Flugshow-und Pyro-Elemente. Den Rahmen für das Bühnengeschehen bildet ein großer, hochformatiger LED-Screen, der mit LED-Streifen in kräftiger Farbe umrahmt ist, sowie ein mit achteckigen „Video-Pods“ versehener Schirm im Bühnendach.

In Bezug auf den Showstil von Kiss und die Wahl der Scheinwerfer sagt Long: „Kiss benötigt eine Old School-Lichtshow mit einfachem Cuing, die die Musik akzentuiert, aber nicht allzu sehr ausschmückt. Die Musik ist einfach, vier Leute auf der Bühne, Rock and Roll mit harten Gitarrenriffs. Wir brauchen Scheinwerfer, die das widerspiegeln, aber auf moderne Weise.“

Um das zu erreichen, umfasst das Rigg unter anderem 44 VL6000 Beam von Vari-Lite. Diese großformatigen Leuchten im Searchlight-Stil mit ihren kräftigen, farbigen Beams und ihrem Retro-Look passten perfekt dazu. „Uns zog vor allem die Linse zum VL6000", sagt Long. „Der Lichtaustritt wirkt old-school. Uns gefällt auch die Größe des Beams. Er hat eine Präsenz in der Luft, die viele Geräte nicht erreichen.“

Die VL6000 Beam sind an großen Stromabnehmern über der Bühne und an Traversen aufgehängt, die links und rechts der Bühne über das Publikum führen. „Wir benutzen die Pantografen, um hinter den Video-Pods herauszustechen und sie nach innen und außen abzusenken, um verschiedene Positionen über der Bühne zu schaffen“, sagt Routhier.

Long ergänzt: „Einer unserer Lieblingsmomente des VL6000 Beam in der Show ist während des Paul-Stanley-Gitarrensolos in Black Diamond. Die Pantografen fahren passend zum Song automatisch herunter, was die Scheinwerfer wirklich toll in Szene setzt.“

Um dem Bedürfnis nach gewagter Optik ohne übertriebene Verzierung gerecht zu werden, haben die Designer darauf geachtet, die Nutzung der Beameffekte in der Luft zu begrenzen. „Wir nutzen die Gobos der VL6000 nur selten… Die Geräte werden fast ausschließlich dazu genutzt, massive Beams von farbigem Licht zu erzeugen“, sagt Routhier. „Wir lieben den Look, den sie der Show verleihen.“

Info: www.castinfo.de

Kiss auf der Bühne (Fotos: Steve Jennings)

 

Stageco baut beim Airbeat One Festival

Mit 65.000 Zuschauern alleine am Festivalsonntag hat der Veranstalter des Elektrofestivals Airbeat One einen Rekord registirert. Vom 10. bis 14. Juli fand die 18. Ausgabe des Events in Mecklenburg-Vorpommern unter dem Motto „Destination India“ statt. Stageco Deutschland errichtete unter anderem die Hauptbühne, die dem Taj Mahal nachempfunden war.

Während das Festival im vergangenen Jahr noch maximal 55.000 Besucher pro Tag und insgesamt 170 Acts verbuchte, wartete das Airbeat One diesmal mit der Rekordzuschauerzahl von 65.000 Besuchern allein am Sonntag (insgesamt 195.000 Zuschauer an vier Tagen) und über 200 DJs und Acts auf. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Motto „Destination India“, nachdem in den vergangenen Jahren unter anderem bereits die Wahrzeichen Londons, der USA und Tokyos als Kulisse für das EDM-Festival dienten.

Bereits zum vierten Mal war eine Crew von Stageco Deutschland beim Airbeat One im Einsatz und zum zweiten Mal in Folge auch für die Konstruktion der Mainstage zuständig, deren Erscheinungsbild diesmal dem berühmten indischen Mausoleum Taj Mahal nachempfunden war. Um das Gebäude mit seiner komplexen Statik und dem Detailreichtum mit zahlreichen Säulen, Minaretten und der charakteristischen Kuppel, möglichst detailgetreu nachbilden zu können, wurde ein komplexes Tragwerk für die Anbringung der künstlichen Fassadenelemente und zugleich der zahlreichen Videowände benötigt.

Im bereits vorhandenen Stageco-Materialangebot fanden sich sowohl für mächtige Minarette als auch für große Wandflächen zahlreiche Lösungen. Vom bei einem deutschen Festival erstmals eingesetzten und durch die Stageco-Gruppe exklusiv entwickelten XL-Tower bis zum kleinen Gerüstsonderteil konnte für das EDM-Festival eine große Bandbreite an technischen Möglichkeiten genutzt werden. Die Vielseitigkeit des Bestandsmaterials und der Transport aus den verschiedenen Niederlassungen garantierten einen reibungslosen, sicheren und zügigen Auf- und Abbau.

Die in Spitzenzeiten über 80 Personen zählende Crew errichtete beim Airbeat One Festival zusätzlich zur Hauptbühne zwei weitere Bühnen (Q-Stage und Transmission-Stage) und zahlreiche Gerüstnebenbauten, darunter VIP-Plattformen und FoHs.

Info: www.stageco.com

Bühnen beim Festival (Fotos: Mike Auerbach)

Großes GLP Set-up für die Wiener Philharmoniker

Es ist eines der kulturellen Highlights der Stadt Wien— das Sommernachtskonzert der Wiener Philharmoniker. Seit 2004 lockt das Klassik Open Air alljährlich mehrere zehntausend Musikbegeisterte in den Schlossgarten von Schönbrunn. Das diesjährige Konzert, dirigiert von Gustavo Dudamel, fand am 20. Juni vor rund 85.000 Menschen statt. Zudem übertrug der ORF das Konzert zeitversetzt live.

Bereits zum zweiten Mal mit von der Partie war Lichtdesigner Jerry Appelt: „Die Wiener Philharmoniker selbst haben die eher moderne Umsetzung des Konzertes durchgesetzt. Ich finde das sehr mutig und freue mich, dass der Erfolg ihnen und uns recht gibt“, erläutert er.

2019 fand die große, mit Transparentdach ausgestattete Rundbogenbühne ihren Platz erneut direkt vor dem Schloss, während sich das Publikum im Garten zwischen den Rabatten in Richtung Gloriette verteilte. Trotz aller Showlicht-Elemente ging es in erster Linie darum, das große Klassikorchester auf der Bühne auszuleuchten.

Doch das gestalterische Konzept ging weit darüber hinaus: „Dank der offenen Bühne mit transparentem Dach konnten wir das Schloss als Hintergrund in die Inszenierung miteinbeziehen“, fährt Appelt fort. „In diesem Jahr waren zudem auch die Grünanlagen, der Neptunbrunnen und die Gloriette Teil der Licht-Inszenierung. Es ging uns darum, das Gesamtkonzept bestmöglich in den Konzertablauf einzubinden und wirken zu lassen.“

Für diese Mammut-Aufgabe setzte Appelt in erster Linie auf Scheinwerfer aus dem GLP-Portfolio. Mehr als 440 der innovativen Leuchten kamen zum Einsatz. 159 impression X4L nutzte Appelt vordergründig für Streiflichter am Schloss. Außerdem schuf er damit in Dreiergruppen auf verschiedenen Ebenen eine Grundlicht- beziehungsweise Hinterlichtsituation auf der Bühne. Auch Farbakzente setzte er mit den X4L.

Für das Weißlicht auf der Bühne sorgten 54 GLP impression S350 Spot und 28 impression S350 Wash. „Die impression S350 Wash gefallen mir richtig gut. Für den mittelgroßen Studio- und Konzertbereich ist das eine richtig tolle Allzweckwaffe. Sowohl S350 Wash als auch S350 Spot sind meiner Meinung nach eine zeitgemäße Interpretation für jene Arbeitsbereiche, die man früher überwiegend mit Profilscheinwerfern und Stufenlinsen abdeckt hat. Es ist vielleicht nicht die Hammer-Effektlichtlampe, aber schlicht ein sehr gutes Ausleuchteinstrument. Ich habe sie erstmalig in größerer Stückzahl bei ‚MTV unplugged‘ mit Udo Lindenberg genutzt, wo sie mir sehr gut gefallen haben. Auch geben die S350er sehr schönes kamerataugliches Weiß aus, was beim Sommernachtskonzert auch die Bildtechnik des ORF begeisterte.“

Während die S350 Spots die Keylight-Positionen besetzten, dienten die S350 Wash im unteren Bühnenbereich als weiche Aufhellung der Szene.

Für das Publikumslicht – vor allem für den großflächigen, weit von den Lampenpositionen entfernten Bereich vor dem Neptunbrunnen – setze Appelt auf 24 Stück des neuen GLP Highlander Wash mit 1.400-Watt-Leuchtmittel und 230mm-Frontlinse.

„Der Highlander Wash hat hier trotz der großen Entfernungen für genügend Druck gesorgt“, konstatiert der Designer. Appelt, der sich persönlich stark in die Entwicklung dieses leistungsstarken neuen GLP-Scheinwerfers eingebracht hat, konnte das Modell nach dem LEA Award im Frühjahr nun schon zum zweiten Mal einsetzen.  „Der Highlander ist eine schöne Lampe, die sowohl in klassischen Spot-/Wash-Kombinationen als auch für sich allein zu überzeugen weiß. Die Blendenschiebereinheit macht für mich den Unterschied. Der Markt ist ja nicht gerade übersät mit leistungsstarken Washlights mit Blendenschiebern. Die Blendenschieber des HIGHLANDER erlauben mir einerseits, im Showlichtbereich mit sauberen, scharfen Beams zu arbeiten, machen das Gerät aber andererseits auch zu einem hervorragenden Ausleuchte-Tool für all jene Anwendungen, für die man früher Fresnelscheinwerfer benötigt hätte.“

Weiterhin kamen mit Micro-Fresnel-Linsen ausgestattete 24 X4 atom als Dekorationsbeleuchtung und 60 weitere als Einstrahler in Richtung Kamera zum Einsatz. 26 impression X4 Bar 20, sechs X4 Bar 10 und zwölf Chroma dienten als Set-, Architektur- und Dekorationsbeleuchtung. Die zahlreichen Statuen im Schlossgarten sind mit 48 Fusion Stick FS20 Bars beleuchtet worden.

Jerry Appelt war als Lichtdesigner und DoP vor Ort. Unterstützt wurde er von Lighting Director Manfred Nikitser, Oberbeleuchter Markus Ruhnke, Desk-Operators Otto Schildknecht und Emanuel Jörgner, sowie Dirk Hämmerling als Gaffer. PRG war für die technische Umsetzung verantwortlich.

Info: www.glp.de

Sommernachtskonzert (Fotos: Rene Langer)

Ultra-X40 feiert Premiere auf dem Montreux Jazz Festival

Nach 16 Tagen mit fast einer Viertelmillion Besuchern ist das Montreux Jazz Festival Mitte Juli zu Ende gegangen. Zum 33. Mal in Folge war Meyer Sound offizieller Sound Provider des Festivals. Dabei wurden in allen drei Hauptveranstaltungsorten Line-Array Systeme der LEO Familie eingesetzt. Auch in den kleineren Veranstaltungsorten sorgten Meyer Sound Systeme für den Klang. Zum Einsatz kamen dabei auch die neuen Ultra-X40 Point Source Lautsprecher.

 „Jedes Jahr haben wir die Möglichkeit, unsere Produktneuheiten nach Montreux zu bringen“, sagt Helen Meyer, Meyer Sound Executive Vice President, „so dass der Sound jedes Jahr immer besser wird. Unsere Produkte haben eine ganz klare Aufgabe: Den optimalen und gewünschten Sound in einer definierten Umgebung zu kreieren, um den Zuhörern ein fantastisches Erlebnis zu ermöglichen. Die Rückmeldungen, die wir bisher zur Ultra-X40 erhalten haben, sind mehr als positiv.“

Ultra-X40 Lautsprecher wurden als Hauptsysteme für zwei der kleineren Veranstaltungsorte des Festivals eingesetzt, dem La Coupole im House of Jazz und der Terrasse ibis Music.

„Mit der sehr feinen und präzisen Auflösung im mittleren und oberen Frequenzbereich liefert die Ultra-X40 eine hervorragende Sprachverständlichkeit und ermöglicht eine klar definierte Unterscheidung der verschiedenen Musikquellen", sagt Mika DeRose, FOH-Ingenieur bei Terrasse ibis Music, einem Veranstaltungsort am Seeufer mit Konzerten und DJ-Set.

La Coupole war Schauplatz von Jam-Sessions mit Künstlern wie Janelle Monáe, Rag'n'Bone Man, Lizzo und Jon Batiste. Die sehr präzise Coverage und Charakteristik der X-40 war ein wichtiger Faktor aufgrund der nachts stattfindenden Konzerte, so FOH-Ingenieur Fanny Gaudin. „Die Ultra-X40 ermöglichte es uns aufgrund des erweiterten Frequenzgangs, der großen Dynamik und der horizontalen Montagemöglichkeit, den gemessenen Schalldruckpegel gegenüber dem Vorjahr um 5dB zu senken und gleichzeitig eine noch bessere Resonanz beim Publikum zu erzielen."

Die Ultra-X40 spielte auch im Auditorium Stravinski und im Montreux Jazz Lab eine wichtige Rolle. Das Hauptsystem im Auditorium Stravinski mit Lyon Line-Array Lautsprechern trug zu Auftritten von Quincy Jones, Janet Jackson, Bon Iver und Joan Baez bei.

„2019 hatten wir im Auditorium Stravinski wieder das Privileg mit dem Meyer Sound Lyon Line-Array System zu arbeiten", sagt Marco Güntensperger, Festival Production Manager & Production Manager im Auditorium Stravinski. „Angesichts der großen Bandbreite an Künstlern, die aus sehr unterschiedlichen Genres stammen, erwies sich Lyon als die perfekte Lösung für das Montreux Jazz Festival. Die meisten Künstler kommen mit ihren eigenen FOH-Toningenieuren, und sie lobten die präzise Abstimmung und große Dynamik des Systems. Egal ob Tom Jones oder Chemical Brothers, das System erwies sich als die optimale Lösung für alle Musikarten. Die Zusammenarbeit mit dem Meyer Sound Team war ein weiteres Privileg für unser Audioteam bei Stravinski. Die Vorbereitungen von José Gaudin, Meyer Sound Technical Support Specialist und Martin Reich, CEO der audioconsulting ag waren erstklassig, ein ganz besonderes Dankeschön an sie. Wir freuen uns schon jetzt auf das Festival im nächsten Jahr", sagt Güntensperger.

Meyer Sound‘s Leopard Line-Array Lautsprecher wurde im Montreux Jazz Lab eingesetzt. Das System wurde von den Künstlern Ibeyi, Koba LaD, JKJ, Rita Ora und weiteren Pop und Hip-Hop Musikern genutzt. Im gemütlichen Montreux Jazz Club sorgte ein kompaktes und leistungsstarkes Lina Line-Array System für den Klang bei den Auftritten von Joe Jackson, Bobby McFerrin, Chilly Gonzales und vielen anderen.

Die Audiosysteme und der logistische Support wurden erneut von Skynight SA zur Verfügung gestellt. Skynight ist ein spezialisierter Anbieter von audiovisueller Technologie mit Niederlassungen in der Schweiz und in Frankreich.

Das Montreux Jazz Festival wurde 1967 von dem verstorbenen Claude Nobs und zwei Mitarbeitern mit Unterstützung von Atlantic Records gegründet und hat sich zu einem der renommiertesten Musikfestivals Europas entwickelt.

Info: www.meyersound.com

Meyer Sound-Installationen (Fotos: Meyer Sound, Renard Alouche, Lionel Flusin)