Abo bestellen
Newsletter bestellen

Auf Tauchgang mit Christie Laserprojektoren

Spektakuläre Projektionen sorgen im neu eröffneten Xpark Aquarium in Taipeh City in Taiwab für Begeisterung. Zum Einsatz kommen dabei sowohl Laserprojektoren als auch Bildbearbeitungssysteme von Christie.

Auf einer Gesamtfläche von 15.000 Quadratmetern beherbergt es rund 30.000 Fische von über 300 verschiedenen Arten und besteht aus 13 Ausstellungsbereichen. Konzeptionell setzt man auf umfangreiche visuelle Lösungen, um das gesamte Besuchererlebnis zu optimieren.

Xpark Aquarium wollte Besucher aller Altersgruppen mit Hilfe der Projektionstechnologie in die Tiefen des Meeres eintauchen lassen und beauftragte Christies langjährigen taiwanesischen Partner Dacoms Technology mit der Installation und Inbetriebnahme des Projektions- und Bildbearbeitungssystems. Dacoms setzte dazu 35 Christie DWU850-GS 1DLP Laserprojektoren, 25 Christie Captiva DHD410S 1DLP Ultra-Kurzdistanz-Laserprojektoren sowie einer Reihe von Christie Pandoras Box Compact Playern, Pandoras Box Media Playern und den Pandoras Box Widget Designer ein.

„Das Xpark Aquarium ist wohl eine der komplexesten und anspruchsvollsten Installationen, an denen wir in den letzten Jahren beteiligt waren“, sagte Terence Lee, Product Manager bei Dacoms Technology. „Wir haben insgesamt 60 Christie 1DLP-Laserprojektoren eingesetzt, um vier wesentliche Ausstellungsbereiche mit überwältigenden Boden- und Wandprojektionen zu bespielen, die sich mit den dort zu sehenden faszinierenden Meereslebewesen perfekt ergänzen. Die projizierten Inhalte werden von den vielseitigen Christie Pandoras Box Compact und Media Playern gesteuert.“

Lee führte weiter aus, dass beim Einsatz von Projektionstechnik in diesem modernen aquatischen Museum verschiedene Faktoren, einschließlich langlebiger Laserbeleuchtung, Leistung, Farbgenauigkeit sowie Zuverlässigkeit, berücksichtigt wurden. „Die Projektoren müssen nicht nur lebensechte Bilder und eine natürliche Farbwiedergabe erzeugen, sondern auch robust genug sein, um einer intensiven Nutzung standzuhalten, und das bei geräuschlosem Betrieb, um das Besuchererlebnis nicht zu beeinträchtigen.“

Die Projektoren werden zusammen mit Christie Pandoras Box Compact und Media Playern eingesetzt, die für den 24-Stunden-Betrieb ausgelegt sind und aus Server-Grade Hardware hergestellt sind.

„Wir haben zusätzlich ein maßgeschneidertes Programm mit dem Widget Designer erstellt, mit dessen Hilfe die Pandoras Box Compact und Media Player automatisch alle Projektoren, Audiogeräte, Playback-Systeme sowie die Displays und Beleuchtungssysteme im Aquarium zu den Öffnungs- und Schließzeiten ein- und ausschalten können. Diese leistungsstarke Funktion hat zur Automatisierung dieser täglichen Aufgaben beigetragen und erlaubt es den Mitarbeitern des Aquariums, sich auf andere Bereiche ihrer Arbeit zu konzentrieren“, fügte Lee hinzu.

Info: www.christiedigital.com

XPark (Fotos: Dacoms Technology)

Raumklang mit Spacemap Go von Meyer Sound

Am 1. Juli 2020 ist im Kunsthaus Graz die neue Ausstellung des Klangkünstlers Bill Fontana mit dem Titel Primal Energies eröffnet worden. Die Ausstellung ist eine Hommage an die Zukunft der erneuerbaren Energien und zeigt eine Mischung aus großflächigen Projektionen und Klanglandschaften. 

In der Ausstellung werden die immer wichtiger werdenden Wind-, Sonnen-, Wasser- und geothermischen Ressourcen unseres Planeten dargestellt. Während die Besucher die Bilder auf acht großen Screens betrachten, tauchen sie in eine Klangwelt ein, die von insgesamt 64 Meyer Sound self-powered Lautsprechern geschaffen wird. Kreiert und automatisiert werden diese Klangbewegungen mittels der Betaversion der neuen Spacemap Go App von Meyer Sound.

Der Sound und die Bilder für die Arbeit des Künstlers wurden vor Ort von Fontana mit Unterstützung von Scott George von Autograph Sound aus London aufgenommen. Während dieser Vorbereitung konnten Fontana und George die Betaversion von Spacemap Go testen. Spacemap Go ist ein räumliches Sound Design- und Mixing Tool, das die Galaxy Netzwerk Plattform nutzt. Spacemap Go bietet eine flexible und einfach zu bedienende Touchpad Oberfläche für Spacemap Multi-Channel Panning mit einem oder mehreren iPads, die an Systeme mit mehreren Galaxy Prozessoren angeschlossen sind.

„Wir konnten Spacemap Go sehr gut für Primal Energies einsetzen", sagt Fontana. „Es ist das 'digitale Gehirn' hinter allem, was bei der dynamischen Spatialisierung des Klangs geschieht. Spacemap Go hat mir alle Möglichkeiten geboten, die ich auch bei der Anwendung des D-Mitri Systems hatte, aber die direkte Arbeit mit Galaxy macht es weitaus kosteneffektiver. Insbesondere wenn eine permanente Installation wie in einem Museum geplant wird.“
Fontana weiter: „Wir haben das iPad verwendet, um alles vor Ort einzurichten. Wir wollten eine Art Klangchoreografie durch den Raum schaffen, und die Flexibilität von Spacemap Go macht es möglich dies zu realisieren.“

Fontanas Klangmatrix besteht aus 56 Meyer Sound UPM-1P Full Range Lautsprechern, ergänzt durch acht 900-LFC Low Frequency Control Elements. Für das Front-End des Audiosystems spezifizierte George einen Mac Mini-Computer mit QLab-Software für die 24-Kanal-Wiedergabe und die zentrale Show-Steuerung. Dieser ist über ein AVB-Netzwerk mit den vier im Raum verteilten Galaxy-Prozessoren verbunden. Alle räumlichen Pfade wurden vor Ort mit Spacemap Go erstellt und dann als Datei für automatisches Panning in Synchronisation mit dem Wiedergabeprogramm gespeichert.

„Die iPad-Schnittstelle für Spacemap Go macht es für den Sound Artist viel einfacher und intuitiver, einen Klang auszuwählen und ihn mit dem Touchpad zu bewegen, anstatt eine Maus oder eine Tastatur benutzen zu müssen", sagt George. „Dies ermöglicht es Bill auch, mehrere Cues gleichzeitig einzubringen, so dass er verschiedene Pfade ausprobieren kann, bevor wir sie speichern. Und die Tatsache, dass man mehrere iPads gleichzeitig verwenden kann, ermöglicht es Klangkünstlern, im selben Raum zusammenzuarbeiten.“

Spacemap Go kommuniziert mit weit verbreiteten Wiedergabe- und Show-Control-Programmen wie QLab, wobei Audiodaten über das AVB-Netzwerk übertragen werden. „Wir haben einfach vier Ports aus dem AVB-Switch herausgenommen und sie zu jedem der Galaxys geleitet, die Mehrkanal-Audio und -Daten übertragen. Wir richteten auch eine intuitive Benutzeroberfläche in QLab ein, bei der die Museumsmitarbeiter zum Start und Stopp des Programms einfach einen Knopf drücken.“
Ein weiteres wichtiges Mitglied des Projektteams von Primal Energies war Martin Beck von der österreichischen Firma Technik für Kunst und Kulturprojekte. Beck beaufsichtigte die Installation vor Ort, und seine Firma lieferte auch das gesamte AV-Equipment, mit Ausnahme der Meyer Sound Lautsprecher, die von PRG Hamburg zur Verfügung gestellt wurden.

Info: www.meyersound.com

Primal Energies Ausstellung (Fotos: Universalmuseum Joanneum / N. Lackner)

„Night of Light 2020“ setzt bundesweit Zeichen für die Eventbranche

Fast 9.000 Gebäude in mehr als 1.500 Städten sind bundesweit in der vergangenen Nacht mit rotem Licht illuminiert worden. Im Rahmen der Aktion „Night of Light 2020“ hatten laut Veranstalter mehr als 8.000 Teilnehmer auf die durch die Corona-Pandemie entstandene dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam gemacht. Unternehmen aus allen Bereichen der Branche wollten mit dem Aktionstag ein Zeichen setzen und einen Dialog mit der Politik einfordern, um Lösungen und Wege aus der Krise zu entwickeln.

Info: www.night-of-light.de, www.lk-ag.com

Zollverein, Schwebebahn Wuppertal (Fotos: Rocketchris Photography, LK AG)

GLP-Equipment für „Germany’s Next Topmodel“

Von Ende Januar bis Mitte Mai 2020 ist zum 15. Mal das TV-Format „Germany’s Next Topmodel“ über die Bühne gegangen. Die Produktion der Finalshow fand ohne Publikum in Berlin Adlershof statt. 

Manuel da Costa verantwortete mit seinem Team von mdc licht.gestalten. das Lichtdesign der üppig ausgestatteten Show. Darüber hinaus betreute er in Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Bildingenieuren die technischen Einstellungen der Kameras und unterstützte Creative Producerin Joy Hayat Berhanu und ihr Team bei den einzelnen Inszenierungen der Show.
Manuel da Costa: „Problematisch war dieses Jahr vor allem das nicht existente Publikum. In den vergangenen Jahren waren wir für das Finale immer in großen, vollen 10.000er Hallen, und die Show lebt natürlich ein großes Stück weit auch von dieser Atmosphäre. Um nicht in einer riesigen, aber leeren Halle produzieren zu müssen, entschied man sich in ein ‚kleineres‘ Studio zu gehen, ohne aber Abstriche bei der Größe des Sets zu machen. Denn das bekannte Set der letzten Jahren wollten wir gerne beibehalten. Also haben wir es nur ein wenig eingekürzt und die fehlenden Zuschauer durch dekupierte Figuren im Set symbolisch ersetzt.“

Für die Beleuchtung der Show setzte er auf GLP. Während insgesamt 180 impression X4 als Matrix über der gesamten Länge der drei Laufstege das farbliche Grundgerüst der Sendung lieferten, sorgten 28 JDC1 Hybrid-Strobes und 14 der neuen JDC Lines für Effekte.

Die JDC1 kamen als Deckung hinter einer LED-Wand zum Einsatz, wo sie als Spezialeffekt in Erscheinung traten. Mit den 14 JDC Lines, die GLP Key-Account Manager Oliver Schwendke dem Designer für einen Feldtest angeboten hatte, bildete da Costa den optischen Abschluss oberhalb der LED-Wand. Die JDC Line ist ein linearer Lichteffekt, der die vom JDC1 bekannte Helligkeit mit einem LED-Pixel-Mapping-Stick vereint. Zwei unabhängig voneinander steuerbare RGB-LED-Elemente rahmen eine mittige Linie aus hellen, weißen LEDs. Ihren Look verdankt die JDC Line dem Umstand, dass alle LEDs hinter derselben Optik verbaut sind.

Die neuen Geräte waren ursprünglich nur für eine einzige Inszenierung vorgesehen. „Wir wollten die Lines eigentlich nur als Teil der Philipp-Plein-Inszenierung verwenden, haben aber vor Ort die Stärke und das Potential der Scheinwerfer erkannt und uns konsequenterweise für eine Umgestaltung entschieden, um diese vielseitigen Geräte häufiger einsetzen zu können“, erläutert da Costa.

Die JDC Line wird zukünftig in den Längen 500 mm und 1.000 mm verfügbar sein. Bei Germany’s Next Topmodel kam die kürzere Variante zum Einsatz.

Das Team von mdc licht.gestalten. bestand neben Manuel da Costa aus Jonas König (Lichtdesign/Movinglight-Operator), Dennis Muhl (Video-Operator), Viola Weinert (Server-Farmerin), Tobi Petzold (Oberbeleuchter), Ludwig Laudan (Keylight-Operator) und Christoph Dahm (technischer Planer).

Info: www.glp.de

Bühne bei Germany’s Next Topmodel (Fotos: Manuel da Costa)

Vioso und Martin Professional realisieren große Mapping-Installation

„Qiddiya“ ist ein Infrastrukturprojekt in Saudi-Arabien und soll künftig das Zentrum des Landes für Kunst, Sport und Entertainment sein. Beauftragt von der Qiddiya Investment Company (Q.I.C.) und mit einem geplanten Öffnungstermin in 2023 für den ersten Abschnitt, ist das mit 334 qm dimensionierte Gelände nach dem Entwicklungsplan „Saudi Vision 2030“ vollkommen auf Tourismus und Freizeit ausgelegt. Das Gebiet ist umgeben von massiven Felswänden. In der ersten Phase des Projektes soll ein Themenpark entstehen, der Kultur und Natur der Region inklusive der Gebirge für die Besucher erlebbar machen soll. 

Der offizielle Startschuss für dieses Mega-Projekt erfolgte zur Abschlussfeier der „Rallye Dakar 2020“ in Saudi-Arabien. 84 Projektoren des Typs Barco UDX-W40s beleuchteten eine dreiseitige Felswand der Tuwaiq Mountains. Neben 150 m großen Logos von Qiddiya, Dakar, GSA und SAM, die weithin sichtbar waren, zeigte die Projektion auch eine dreiminütige Videosequenz von der vulkanischen Geburt der Tuwaiq Mountains, ihrer Verwandlung durch die Zeit hindurch bis hin zur Zukunft einer Unterhaltungsmetropole der Region.

Martin Professional ME beauftragte Vioso mit der Einmessung der Projektion sowie dem Zuspielsystem und dem Service vor Ort. „Ein Teil des Projektes bestand darin, zwei verschiedene Arten des Mappings für die Projektion auf den Berg anzuwenden”, sagt Emanuel Züger, Geschäftsführer von Vioso. „Die erste Anwendung bestand in einer Art riesiger Anzeigetafel auf der Bergflanke für die vorbeifahrenden Rallyeteilnehmer. Als zweite Herausforderung galt es, für die Eröffnungsfeier von einem festgelegten Punkt aus, die Illusion einer flachen Wand zu erzeugen.“
Für die Contentwiedergabe lieferte Vioso 16 Anystation Media Hexa server, die in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Softwarepartner AV Stumpfl konzipiert wurden. Da die Installation an sieben Tagen in der Woche für täglich zehn Stunden in Betrieb ist, benötigte Vioso eine Medienzuspielung, die dauerhaft funktioniert. Dafür fiel die Wahl auf Produkte von AV Stumpfl.
Für eine qualitativ hochwertige Bildqualität sowie eine einfache Umschaltung zwischen den Bildinhalten für Event und Anzeigetafel wählte Vioso das Pixera System. Für die Zuspielung kommen zwei Pixera Director-Lizenzen sowie 15 Kanäle des Pixera Player zum Einsatz, kombiniert mit der Software Vioso Anyblend für die Projektoreinmessung.

„Allein die Größe der Projektionsfläche war schon eine Herausforderung. Hinzu kamen noch die stark nach hinten verspringenden Flanken des Berges, die das ganze Set-up deutlich erschwerten”, erklärt Züger. „Wir mussten alles zunächst auf eine handhabbare Größe herunterskalieren, aber selbst dann sind Anforderungen wie etwa die Betrachterposition für eine Tiefenillusion nicht präzise genug vorher modellierbar, also mussten wir vor Ort herausfinden, wie man das Problem löst.”
Im Vorfeld wurde eine Vielzahl an Tests und Vermessungen mit Drohnen und 3D-Laserscannern durchgeführt, um die genaue Position und Ausrichtung der auf neun Standorte verteilten 84 Projektoren festlegen zu können. Ein verkleinertes Felsmodell des Gebirgszuges aus Hartschaum war für Vioso Planungsgrundlage für die Contentproduktion und die Konzeption des Kalibrierungsverfahrens. Es erlaubte die Vorkonfiguration und den Test des kompletten Zuspielsystems vor der Auslieferung an den Einsatzort.

„Wir waren sehr zufrieden mit der Leistungsfähigkeit unserer Kalibrierungssoftware,” sagte Züger in Bezug auf die verwendete Lösung mit dem eigenen Produkt Vioso Anyblend, das für die präzise Ausrichtung, das Stacking der Projektoren sowie das finale Mapping auf die Felsoberfläche zum Einsatz kam. „Innerhalb von drei Nächten konnten wir die ganze Felsoberfläche einmessen. Jeder Scan war direkt beim ersten Versuch erfolgreich, so dass wir gut innerhalb der zur Verfügung stehenden 60-Tages-Frist lagen.“

Info: www.vioso.com

Mapping, Bergmassiv (Fotos: Martin Pro ME / Vioso)