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Robe-Equipment für das Festival SonneMondSterne

Über 40.000 Gäste sind in diesem Jahr zu SonneMondSterne gekommen – ein Festivalformat, das sich mit den verschiedenen Spielarten elektronischer Musik beschäftigt und beispielsweise kommerzielle EDM, House und Club-Techno bietet.

Die Hauptbühne war mit 43 MegaPointe, 32 Pointe, zwölf BMFL WashBeam, 22 BMFL Spot und 30 Spiider fast ausschließlich mit Robe Material besetzt. Technischer Ausstatter der Hauptbühne war wieder die Berliner TSE AG. Jürgen „Jogi“ Capell, Lichtdesigner der Hauptbühne: „Die Geräte von Robe habe ich gewählt, weil das Portfolio von Robe breit gefächert ist und somit die Möglichkeit besteht, ein komplettes System aus einer Hand aufzubauen. Außerdem überzeugen die Geräte mit ihrer Leistung, der Vielzahl an Features und der Zuverlässigkeit. Man bekommt einfach ein ‚Running System‘, dass man nicht mehr ändern möchte.“

Hermann Stöhr war als Lichtdesigner für die Acts ohne eigenen Operator vor Ort. Aufgrund der langen Spielzeiten unterstützte ihn dabei in zwei Schichten Ludwig Laudan als Operator sowie Pultbetreuer. Hermann Stöhr erklärt: „Zudem sind alle Produkte der Robe Produktpalette sehr zuverlässig und die Ausfallquote sehr gering. Gerade dies ist wichtig bei solch einem Festival wie dem SMS mit Herausforderungen wie hohen Temperaturen, Staub und langer Spieldauer.“

Die zwölf BMFL WashBeam dienten überwiegend als Personenlicht für die Künstler. Hier macht sich die Helligkeit der Geräte bemerkbar, denn sie mussten sich gegen die vielen Beam-Scheinwerfer im Rigg und die LED Wand durchsetzen.

Die MegaPointe wurden für Beam-Effekte genutzt. Die Pointe kamen als Specials, platziert auf dem Boden, zum Einsatz. Die Lichtdesigner hatten sich hier speziell die Pointe statt die MegaPointe gewünscht, weil diese aufgrund ihrer kompakten Bauweise im Pan und Tilt nochmal etwas schneller sind als die MegaPointe. Die Spiider wurden im einfachsten Modus betrieben und die Lichtdesigner nutzen sie für klassische Wash-Effekte.

Info: www.robelighting.de

Bühne bei SonneMondSterne (Fotos: Carsten Jäckel)

Claypaky und MA Lighting bei den Ehrlich Brothers

Die Ehrlich Brothers haben jüngst zum „Showdown der weltbesten Magier“ nach Stuttgart in die Porsche Arena geladen. Seit 2017 erzielen die Ehrlich Brothers mit dieser Show Top-Einschaltquoten bei RTL mit bis zu 3,5 Millionen Zuschauern zur besten Sendezeit. In diesem Jahr ließen sie in zwei großen TV-Shows jeweils sechs nationale und internationale Magier in drei unterschiedlichen Sparten gegeneinander antreten.

Für diese beiden Shows und das TV-Show-Special „Zauberwelten“, das für eine Fernsehausstrahlung und auf DVD aufgezeichnet wurde, hatte die mo2 design GmbH die Aufgabe erhalten, die bisherige Tour-Show im Bereich Licht- und Medientechnik für drei TV-Aufzeichnungen zu adaptieren und die vorhandene Tour-Technik im Bereich Licht- und Medientechnik um eine 360° Abdeckung und eine Center Stage zu erweitern. Dementsprechend war mo2 design verantwortlich für Lichtdesign, -planung und -ausschreibung sowie das Operating. Ebenfalls fielen in die Zuständigkeit von mo2 design die Aufgabenbereiche Mediendesign, -planung und -ausschreibung mit dem Operating, die Content-Creation und Content-Erstellung sowie die Beratung für die Ü- und Kameratechnik.

„Gestalterisch und planerisch ist dabei alles in enger Abstimmungen mit Chris Ehrlich und dem Team der Ehrlich Brothers Tour, insbesondere Adrian Walz, erfolgt“, so Manfred „Ollie“ Olma, Lichtdesigner TV-Licht und Lichtsetzender Kameramann. „Das Operating-Team setzt sich dabei gleichberechtigt aus dem Tour-Team der Ehrlichs Brothers und mo2 design zusammen.“

Für die Show kamen 90 Claypaky Sharpy, 36 Claypaky Stormy CC, 20 Claypaky A.leda B-EYE K20, acht grandMA2 full-size (zwei als Back-up), zwei grandMA2 fader wing, 35 MA NPU (Network Processing Unit, zwei als Back-up), sechs MA VPU plus MK2 (Video Processing Unit, eine als Back-up) und zwei MA 3D Stationen zum Einsatz.

Ollie Olma erklärte: „Die Licht- und Medientechnik der Ehrlich Brothers Tour ist für sich genommen schon ein sehr großes System. In Deutschland gibt es wenig vergleichbare Touren. Für die Show hier vor Ort haben wir noch einmal deutlich aufgerüstet. Die Erweiterung und Vernetzung mit dem Zusatzlicht ist entsprechend komplex. Da wir auf keinen Fall die Illusionen der Zauberer aufdecken dürfen, mussten wir bei unserer Planung entsprechend sorgfältig vorgehen, was für das Operating von Licht- und Medientechnik gar nicht so einfach war. Die verwendeten LED-Bars wurden alle im Einzel-Pixel-Mode und per Pixel Mapper angesteuert. So konnten sie als große Videofläche oder einzelner Scheinwerfer genutzt werden. Daraus ergab sich eine immens große Anzahl an Steuerungsparametern, welche in Kombination mit dem Licht die maximal mögliche Session-Größe des grandMA2 Systems überstieg. Daher waren die LED-Bars technisch Bestandteil des Videosystems, wurden aber via Netzwerk aus dem Lichtsystem getriggert. Insgesamt wurden so über 110.000 Steuerungsparameter benötigt. Die DVD-Aufzeichnung erfolgte mit bis zu 26 Kameras. Und zwar alle in UHD.“

Ehrlich Entertainment GmbH & Co. KG war die Produktionsfirma, Production Resource Group AG lieferte Licht-, Video- und Medientechnik sowie das Rigging-Material.

Im Team der Ehrlich Brothers Tour war Adrian Walz Technischer Leiter, Marcus Krömer Lichtdesigner, Programmierer und Operator Licht, Florian Schmitt Programmierer und Operator Licht und Jannik Tödtmann Projektleiter/Operator Medientechnik.

Im Team von mo2 design war Matthias Allhoff Projektleiter und Saskia Olma für das Content-Design zuständig. Tobias Hann war Projektleiter/Oberbeleuchter, Paul Happ Programmier/Operator TV-Licht, Bennet Fuchs Programmier/Operator TV-Medientechnik sowie Matthias Held Server-Farmer.

Für PRG waren vor Ort: Matthias Lusche OSM/Technischer Leiter Licht, Johannes Schau Technischer Leiter Rigging, Sebastian Voss Technischer Leiter Video und Jack Collins für die Systemtechnik.

Info: www.lightpower.de

„Showdown der weltbesten Magier“  (Fotos: Ralph Larmann)

Robe Pointes illumieren Kunstinstallation Mirror-Mirror

Mirror-Mirror ist eine dynamisch-kinetische Installation und wurde von Christopher Bauder von Whitevoid in Zusammenarbeit mit dem zeitgenössischen Tänzer und Crossover-Künstler Qui Jirong geschaffen worden. Sie ist eines von sieben Segmenten, aus denen sich Apologue 2047/2 zusammensetzt, bei welchem der chinesische Filmregisseur, Produzent, Autor, Schauspieler und ehemalige Kameramann Zhang Yimou Regie führte.

Die Arbeit wurde im Juni von L!VE Kingway am National Centre for the Performing Arts (NCPA) in Peking produziert und geht im August auf Tournee durch China. Dadurch erhält ein breiteres Publikum die Möglichkeit zu entdecken, wie Zhang Yimou die Regeln der traditionellen Bühnenpräsentation bricht, indem er chinesische Volkskunst mit moderner Technologie verbindet und somit ein einzigartiges Performancekonzept entstehen lässt.

Für Mirror-Mirror verwendete Bauder 30 Robe Pointes als primäre Lichtquelle, welche im Einklang mit den 102 Winden vom Typ „Winch LED/Pixel“ von Kinetic Lights und den 34 Mirror Disc Spiegelscheiben, die als Beleuchtungskörper genutzt wurden, zusammenwirkten.

Jeder Spiegel wird durch drei Seilwinden gesteuert, wodurch diese sieben Meter in die Höhe oder Tiefe gezogen sowie geschwenkt und geneigt werden können. So können sie sanft auf der X-, Y- und Z-Achse bewegt werden, was alles fließend und dreidimensional erscheinen lässt. Die Bewegung der Spiegel wird über ArtNet von der von Kinetic Lights entwickelten KLC-Softwareplattform gesteuert.

Christopher Bauder entwarf für das achtminütige Stück ein Storyboard und führte eine Prävisualisierung der kinetischen Elemente durch, welche unter anderem Empfindungen, Gefühle und Atmosphären enthielt, wohingegen Zhang Yimou und sein Team Regie bei der allgemeinen Show führte, die Musik komponierte und Vorschläge für die Positionierung und Choreographie des Tänzers einbrachten.

Die Pointes sind in drei Lagen auf Leitern angebracht. Jede dieser Lagen verfügt über fünf Pointes, welche sich vom hinteren Bereich der Bühne bis in den vorderen Bereich erstreckten. Die Verwendung dieser für Tanzperformances traditionellen Hebepositionen war das eine, doch das wahrlich Innovative an dieser Technik waren die Spiegel, durch welche das Licht in alle Richtungen geleitet, reflektiert und gebrochen werden konnte.

Die Kombination der seitlich ausgerichteten Pointes mit den beweglichen Spiegeln bewirkte eine enorme Steigerung der Flexibilität der präzise positionierten Beleuchtungskörper.

Bauder arbeitete erstmals mit Zhang Yimou während seines Projekts „Weaving Machine“ zusammen, einer weiteren großformatigen Installation, welche einen der acht Abschnitte von Apologue Teil 1 darstellte und vor einem Jahr am selben Veranstaltungsort präsentiert wurde. Im Fokus standen dabei 640 innenbeleuchtete Bälle auf demselben Seilzugsystem sowie eine Solotänzerin.

Der Künstler von Whitevoid wollte bewusst Elemente aus Teil 1 beibehalten; so stellten die fließenden, nahtlosen Bewegungen der Spiegel über die speziell angefertigten Seilwinden diese Verbindung her. Die Weiterentwicklung kam mit dem Einsatz von den Moving Head Scheinwerfern und dem Umgang mit diesen.

Das derartige Brechen und Reflektieren des Lichts mit Hilfe von Spiegeln ist eine Technik, die er über zahlreiche Installationen hinweg entwickelt hat. Besonders hervorzuheben ist die Verwendung dieser Technik zu Beginn des Jahres bei Skalar im Kraftwerk Berlin.

Skalar wurde mit 90 Robe Pointes in Verbindung mit 65 doppelseitigen Spiegeln – jeder mit einem Außenring aus 180 steuerbaren Pixeln ausgestattet – ausgeleuchtet, welche an 195 Seilwinden vom Typ „Winch LED / pixel“ aufgehängt waren.

Die Installation erhielt sowohl von Kritikern als auch von der Öffentlichkeit viel Zuspruch und die Pointes waren seine erste Wahl für die Beleuchtung. Bauder war jedoch klar, dass es noch immer einen großen Spielraum bei der Verwendung der Scheinwerfer gab. Daher nutzte er sie aufgrund der Helligkeit, Präzision, Intensität und Klarheit der Lichtquelle auch bei Mirror-Mirror.

Die DMX-Signale für die Pointes wurde durch ArtNet konvertiert und in den Computer integriert, auf welchem die von Kinetic Lights entwickelte KLC-Software lief, mit der die verschiedenen Beleuchtungen und Szenen sowie sämtliche Bewegungen der Spiegel programmiert und gesteuert wurden.

Die Scheinwerfer wurden von dem deutschen Verleiher Motion zur Verfügung gestellt und werden auch auf der Tournee durch Tianjin, Xi‘an und Nanjing im August im Einsatz sein.

Info: www.robe.cz

Installation Mirror-Mirror (Fotos: Christopher Bauder)

Movinglights von Elation setzen Schiffstaufe in Szene

Im Mai hat TUI Cruises im Rahmen des Hamburger Hafengeburtstags die Schiffstaufe der neuen Mein Schiff 1 gefeiert. Vor der Industriekulisse des HHLA Container Terminals Burchardkai inszenierte die Berliner Agentur insglück die Taufe, die am Abend von einer Feuerwerk- und Lichtshow abgerundet wurden.

Lichtdesigner Martin Kuhn entwickelte im Auftrag von insglück das Lichtdesign für die Schiffstaufe und die Taufshow auf dem Schiff. Die bis zu 70 Meter hohen Containerbrücken des Burchardkais sollten in die Inszenierung integriert werden und wurden mit Lichtequipment und Pyrotechnik ausgestattet. „Die Brücken wurden über das Schiff gefahren“, beschreibt Martin Kuhn die Szenerie. „Unter anderem wurden zwei Seilartisten zur Taufe am mittleren Kran aufs Schiff abgelassen. Neben der beamintensiven Lichtshow fand auch eine Show auf dem Pooldeck der Mein Schiff 1 statt. Zu diesem Zweck ist das Deck mit einem LED-Boden ausgestattet worden.“

Für die weithin sichtbare Lichtshow vertraute der Designer auf insgesamt 206 der wetterfesten Proteus Hybrid Movinglights von Elation Professional. 160 Scheinwerfer fanden ihren Platz auf den fünf umliegenden Kränen. Jeder Kran nahm 32 Geräte auf. Die restlichen 46 Proteus Hybrid wurden auf dem Schiff selbst zur Beleuchtung der Taufshow eingesetzt.

„Die auf den Kränen platzierten Proteus Hybrid habe ich ausschließlich im Beam-Mode verwendet, um mit den kräftigen Beams das Feuerwerk zu unterstützen. Die Geräte auf dem Schiff konnte ich vielseitiger zum Einsatz bringen. Von Wash bis Beam und Gobo-Effekten war alles dabei“, erläutert Kuhn seinen Einsatz der Scheinwerfer.

Und warum gerade für dieses Projekt die Proteus Hybrid von Elation? „Ganz klar wegen dem IP-Rating. Domes kamen für die Inszenierung nicht in Frage – und dann ist die Auswahl gleich nicht mehr so groß. Die Proteus Hybrid liefern wirklich eine erstaunliche Performance. Der Scheinwerfer macht eigentlich alles, was man will. Als Washlight sind die Geräte erwartungsgemäß nur bis zu einer bestimmten Entfernung effektiv einsetzbar, aber als mächtiges Beamlight für den Outdoor-Einsatz sind sie spitze.“

Einige Proteus Hybrid Geräte verblieben nach den Feierlichkeiten gleich an Bord. Die im Theater auf dem Pooldeck fest installierten Geräte werden in Zukunft das Entertainment-Programm auf Deck lichttechnisch in Szene setzen. Die hier verbauten Geräte sind mit spezieller WMG-Beschichtung (White Marina Grade) versehen, die nicht nur seeluft- sondern auch salzwasserbeständig ist. Damit ist langfristig ein Korrosionsschutz gewährleistet.

Die technische Leitung der Schiffstaufe hatte Production Office Berlin inne. PRG zeichnete für die Umsetzung verantwortlich. Oliver Ranft übernahm die Programmierung.

Info: www.lmp.de

Tauffeier, Container Terminal Burchardkai (Foto: Andreas Vallracht für TUI Cruises/ Tom Kohler für TUI Cruises/ Martin Kuhn)

 

Amadeus Austrian Music Awards mit MA Lighting und Claypaky

Mit den Amadeus Austrian Music Awards wird in Österreich seit dem Jahr 2000 alljährlich der größte nationale Musikpreis verliehen. Eingeführt wurde er vom Verband der Österreichischen Musikwirtschaft (IFPI Austria), gelichzeitig auch Ausrichter des Events. „Den Amadeus“ können Musiker gewinnen, die österreichische Staatsbürger sind oder die ihren Lebensmittelpunkt in Österreich haben. Insgesamt gibt es 18 Preiskategorien. Die diesjährige Verleihung der Amadeus Awards fand im Volkstheater in Wien statt und wurde zeitversetzt in ORF eins übertragen.

Lichtdesigner und lichtsetzender Kameramann Matthias Frank vertraute bei der Verleihung unter anderem auf zwölf Claypaky Scenius Spot, 20 Claypaky Alpha Spot HPE 1500, acht Claypaky Alpha Spot QWO 800 und zwölf Claypaky A.leda B-EYE K20. Gesteuert wurde das System über zwei grandMA2 full-size sowie eine grandMA2 fader wing.

Frank erklärte: „Der Claypaky Scenius Spot ist die derzeit beste Spotlampe in ihrer Leistungsklasse am Markt. Sie kommt bei allen meinen Projekten im TV-Bereich als Keylight, in der Profile-Version, beziehungsweise als Effektlampe, in der Spot-Version, zum Einsatz. Was mich an dem Gerät absolut überzeugt, ist seine perfekte Optik, die präzise Farbwiedergabe, die satten Farben und der großartige Output.“

Manfred Nikitser und Otto Schildknecht waren als Operator tätig. Jürgen Erntl arbeitete als FoH-Systemer.

Die Habegger AG lieferte das Licht-Equipment.

Info: www.lightpower.de

Amadeus Austrian Music Awards (Fotos: Amadeus Austrian Music Awards / Andreas Tischler)