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Remote-Follow-Spot-System im Konzerteinsatz

Die Hico Veranstaltungstechnik GmbH aus Wetzlar betreut DJ Bobo seit über 25 Jahren als technischer Gesamtdienstleister. Nachdem in all den Jahren immer konventionelle Verfolger zum Einsatz kamen, setzt die neue Kaleidoluna-Produktion erstmalig auf das innovative Remote-Follow-Spot-System des niederländischen Herstellers Follow-Me.

Hico-Geschäftsführer Eddy Frühwirth: „Wir hatten zunächst ein anderes System im Auge. Als wir dann Follow-Me entdeckten und man uns von allen Seiten bestätigte, dass dieses System tourtauglich sei, haben wir uns recht kurzfristig dafür entschieden.“

Hico mietete das System in der Full-Version, nach Vermittlung durch den deutschen Exklusiv-Vertrieb LMP Lichttechnik, von Lichtdesigner Christian „Rocketchris“ Glatthor, der als einer der ersten Anwender in Deutschland in Follow-Me investiert hatte. Glatthor gab dem Lichttechniker Jan Würtenberger während der Proben im Europa-Park eine Einführung ins System und konnte mit seiner Erfahrung und seinem Sachverstand direkt einige Klippen umschiffen. Chris stellte das System in einem von ihm eigens dafür konzipierten roadtauglichen Rack zur Verfügung.

Frühwirth weiter: „Bisher hatten wir Follow-Spots immer handbedient. Einige Probleme bleiben da natürlich nicht aus: Jeder Bediener reagiert anders, die Follows waren selten synchron. Das Follow-Me System hingegen wird immer nur von einem Operator bedient, der sich mittlerweile auch gut damit auskennt. Die Lernkurve des Operators ist steil. Alles ist klar und verständlich. Die Follows sind jetzt endlich wackelfrei und funktionieren sicher, was enorm zur Solidität der Show insgesamt beiträgt. Nicht zuletzt hilft das System auch Kosten zu sparen. Wenn ich abwäge, ob ich vier Personen ins Dach klettern lasse – mit allem, was dann an Vorschriften zu berücksichtigen ist –, oder ob ich auf ein funktionierendes Remote-System setze, ist klar, dass ich mit letzterer Variante deutlich wirtschaftlicher unterwegs bin.“

Zwar wird während der DJ-Bobo-Show nur eine Person verfolgt, die Produktion birgt jedoch eine Reihe anderer Herausforderungen. Das Bühnengeschehen spielt sich nämlich auf drei Ebenen ab. Verfolgt wird aber nur auf den zwei Hauptaktionsflächen, der Hauptbühne und der Vorbühne. Die restlichen, höher gelegenen Positionen deckt Hico mit Theaterscheinwerfern mit Blendenschiebern ab. Mit nur einer Kamera im Rigg, greift das Follow-Me System auf bis zu sechs Movinglights zu.

Eine weitere Herausforderung stellt der Set-Bau dar. Auf das komplett in Weiß gehaltene Set wird großflächig und intensiv projiziert. „Auch hier sind wir mit Follow-Me besser dran“, sagt Eddy. „Auf die weiße Fassade des Sets darf auf keinen Fall Licht aus den Follows fallen. Da das Verfolgen mit Follow-Me jeden Tag gleich verläuft, entfällt die Unsicherheit an dieser Stelle.“

Glatthor erklärt: „Wir haben für die Front-Spots verschiedene Ebenen gewählt, um sicher nicht auf die weißen Set-Flächen zu kommen. Das hat ganz gut funktioniert. Für mich war auch spannend zu sehen, dass man eine mit 22 Metern doch sehr breite Bühne tatsächlich mit nur einer Kamera abdecken kann. Wir haben eine Kamera in der Mitte der Bühne aufgehängt und das hat gepasst.“

Info: www.lmp.de

DJ Bobo auf Kaleidoluna-Tour, Follow-Me Rack (Fotos: Florian Stangl, Chris Glatthor)