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TV-Produktion mit Equipment von ArKaos und Elation

Zwischen dem 6. Januar und dem 10. Februar 2019 hat der Sender Sat.1 die Neuauflage der TV-Show „Dancing on Ice“ ausgestrahlt. In der Show treten Prominente mit jeweils einem Eiskunstlaufpartner gegeneinander an.

Die mdc licht.gestalten gmbh & co. kg verantwortete das Lichtdesign und das Video-Operating der Produktion. Das Set bestand aus einer über 30 Meter langen und 15 Meter breiten Eisfläche, die durch acht Projektoren bespielt wurde. Zusätzlich wurden LED-Wände von über 50 Metern Länge zur Hauptsichtachse verbaut. Oberhalb wurden weitere LED-Module als Banderole mit 360-Grad-Bespielung über das gesamte Set hinweg eingebracht. Weiterhin wurden LED-Streifen genutzt, die teilweise auch bespielt wurden. Als Showlicht kamen unter anderem Smarty Hybrid von Elation zum Einsatz.

Die Smarty Hybrid wurden als Bodenlampen in direkter Sichtachse vor der Haupt-LED-Wand eingesetzt. „Trotz des flexiblen Einsatzes haben die Geräte nie an Punch verloren“, so Lichtdesigner Manuel da Costa. „Die Lampen konnten in jedem Verwendungszweck, der uns wichtig war, voll überzeugen. Für mich muss ein sogenannter Hybrid nicht nur im Beam-Mode durch Helligkeit punkten, sondern auch als Spotlight noch mit genug Output und guter Farbwiedergabe überzeugen. Das hat der Smarty Hybrid wirklich gut geleistet.“

Den Videopart übernahm Operator Dennis Muhl von mdc licht.gestalten mit acht ArKaos Studio 4K Servern. Geplant war eine Spezifizierung der Server für „Dancing on Ice“ – nur waren nicht genug zumietbare Server verfügbar. Vor diesem Hintergrund trat Muhl mit dem Unternehmen Entertainment Technology Concepts (ETC) in Kontakt, das mdc licht.gestalten regelmäßig beliefert. Nachdem die Server vorgeführt und für gut befunden worden waren, entschied sich ETC für die Investition in acht ArKaos Studio 4K Server, die allesamt direkt bei „Dancing on Ice“ zum Einsatz kamen.

„Wir bei Entertainment Technology haben im Segment TV-Set-Bespielung mit Medienservern viele Jahre Erfahrung gesammelt“, so Alexander Klaus, Geschäftsführer der Entertainment Technology Concepts GmbH. „Stets haben wir mitentwickelt und Feedback gegeben. Bisher haben wir auf Lieferanten wie Green Hippo oder High End Catalyst gesetzt. Im aktuellen Fall machte aber die Nähe zum Hersteller und Entwickler wirklich den Unterschied. Die Reaktionszeit für die Umsetzung von Features oder Sonderanwendungen war sensationell.“

Der erste Server bespielte über vier Outputs die Projektoren über dem Eis – jeweils ein Full-HD-Signal, das anschließend zusammengefasst als 4K-Signal auf dem Eis abgebildet worden war. Der zweite Server bespielte ebenfalls über vier Full-HD-Outputs einen Teil der Haupt-LED-Wände sowie die große LED-Banderole.

„Gerade hier konnte der wirklich sehr gute Videomapper der ArKaos-Software MediaMaster Pro seine Stärken zeigen“, sagt Muhl. „Unglaublich schnell konnten wir Remappings erstellen, um alle LED-Wände, die aufgrund ihrer Größe das Full-HD-Signal von 1920 x 1080 Pixeln weit überschritten, wieder zusammenzusetzen. Somit konnten wir eine große mediale Fläche von zusammengefasst 15.000 Pixeln über mehrere Outputs und Server verteilt trotzdem mit Full-HD-Prozessoren betreiben.“

Der dritte Server übernahm ebenfalls auf vier Outputs die verbliebenen LED-Wände, während der vierte Server allein für das Pixelmapping der LED-Streifen verantwortlich war. Die Server Fünf bis Acht hatten die Aufgabe, die Signale der Server Eins bis Vier zu spiegeln.

„Ich habe die Server bewusst ‚ins kalte Wasser‘ geschubst, um zu sehen, was ich aus ihnen herausholen kann“, erläutert Dennis Muhl, der die Server erst im Dezember 2018 bei der Kinderlachen Gala erstmalig im Einsatz hatte. „Die ArKaos-Server haben diese wirklich große Aufgabe aber letztlich ganz locker weggespielt. Trotz sechs Wochen Dauereinsatz 24/7 hat kein einziger Server jemals seinen Dienst verweigert. Positiv hervorheben möchte ich außerdem den wirklich sehr guten Support von ArKaos und LMP, mit denen ich jede offene Frage unverzüglich klären konnte. Ich habe noch nie von den Entwicklern eines Produkts per eigens eingerichtetem Live-Chat-Dienst quasi Echtzeit-Support erhalten. Ich denke, das zeigt auch, dass sowohl Hersteller als auch Vertrieb mit den Servern einen Schritt weiter gehen wollen.“

Muhl über die ArKaos-Software MediaMaster Pro: „Die Software ist sehr intuitiv und wirklich leicht zu durchdringen. Das Geniale aber ist das einfache Plug&Play-Verfahren. Innerhalb kürzester Zeit hat man ein Bild auf den LED-Wänden. Bei anderen Medienservern sind die Hürden bedeutend höher. Teilweise hat man das Gefühl studiert haben zu müssen, um nur das Schwarz der LED-Wände in ein gebrauchsfähiges Signal zu wandeln.“

Info: www.lmp.de

Set von Dancing on Ice, Video-Operator Dennis Muhl (Fotos: Olli Winkler)