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GPS-Antennen-Tracker bei der Vierschanzentournee

Zum Auftaktspringen der Vierschanzentournee in Oberstdorf am 29. und 30. Dezember 2018 ist HDwireless für den Hostbroadcaster ZDF im Einsatz gewesen. Die gesamttechnische Planung und die Umsetzung der Host-Anforderungen wurden durch das Unternehmen „TopVision“ unter Führung von Achim Jendges realisiert. Vor Ort unterstützte HDwireless den Ü-Wagen-Dienstleister aus Berlin mit drahtlosen Kamerasystemen und Funkanbindungen. Dabei setzte HDwireless für den Empfang von Livebildern eines Kamera-Helikopters seine Eigenentwicklung, den GPS-Antennen-Tracker, ein.

Nach einem umfassenden Hard- und Software-Update im vergangenen Herbst bietet das System viele Zusatzfunktionen für die Anforderungen der HF-Übertragung. Neben der bereits vorgestellten Option „Traveled Path Recording“ stellt die neueste Version Features wie „Auto GPS Location“ und „KI-Tracking Option“ zur Verfügung. Dabei ist das GPS-Antennen-Tracking-System autark mit nur einer LEMO-SMPTE-Glasfaser angebunden. CEO Patrick Nußbaum: „Hier in Oberstdorf kommt es im ersten Anspruch nicht auf eine Reichweitenerhöhung wie bei unseren sonstigen Einsätzen an.  Mit dem Tracking-System können wir durch die optimierte Übertragung die HF-Komponenten auf höchster Qualitätsstufe betreiben. Somit bestärken wir unsere Qualitätsansprüche und können unserem Kunden, in diesem Falle TopVision, eine nahtlos einzubindende Signalquelle zur Verfügung stellen“.

Info: www.hdwireless.tv

Rock the Ballet X tourt mit Claypaky, Martin, Robert Juliat und MA

Mit Rock the Ballet, Rock the Ballet 2, einem Best of und einer eigenen Show im Londoner Westend haben Rasta Thomas’ Bad Boys of Dance seit 2008 über eine Million Fans in mehr als 800 Aufführungen in über 20 Ländern unterhalten. Im Jahr 2007 kreierten Rasta Thomas, als Gründer, und Adrienne Canterna die Show, getrieben von der Idee, klassischen Tanz neu aufzugreifen und aus Ballett- und Tanzaufführungen mitreißende Erlebnisse zu machen.

Jetzt ist die Show, choreographiert von Canterna, mit Rock the Ballet X – 10th Anniversary Tour zurück in Deutschland. Das Licht- und Produktionsdesign stammt von Roland Greil und Patrick Woodroffe (Woodroffe Bassett Design). Mit auf Tour sind unter anderem 67 Claypaky Scenius Unico, ein Robert Juliat Aramis, 45 Martin Rush PAR 1 RGBW, eine grandMA2 full-size mit einer grandMA2 onPC als Back-up und zwei MA NPU (Network Processing Unit).

Greil erklärte: „Eine der Design-Ideen war es, einen sehr cleanen und geradlinigen Look zu kreieren, weshalb wir primär nur auf einen Lampentyp im ganzen Rigg gesetzt haben. Da der Claypaky Scenius Unico ein universelles Gerät ist, haben wir uns für diesen als Arbeitspferd entschieden. Die Matrix im Bühnenhintergrund ist die einzige Ausnahme. Hier fiel unsere Wahl aus Budget-Gründen auf den Martin Rush PAR 1 RGBW.“

„Unsere Grundidee war es, die vollständige Szenerie mit Lichtbildern zu erschaffen und gänzlich auf klassische Set-Elemente zu verzichten“, führte Greil die Überlegungen beim Lichtdesign weiter aus. „Trotz dieses Verzichts ging es darum, möglichst viele verschiedene Bilder generieren zu können. Von Pop- und Rockstimmungen bis hin zu sehr klassischen Theater-Looks mit einer Prise Cirque-Magie. Die einzigen szenischen Elemente sind in dem Set-up zehn Panels, die jeweils auf der Vorderseite mit einem Screen und auf der Rückseite mit schwarzem Stoff bespannt wurden. Diese können mittels Robe Stage Banner gedreht werden und ermöglichen daher drei grundsätzlich verschiedene Hintergründe: einen klassischen schwarzen Hintergrund für starke Lichtbilder, ein weißes Projektions-Cyclorama für Videoprojektionen und um 90° Grad gedreht geben die Panels die Sicht frei auf die LED-PAR Matrix.“

Luke Radin war als Programmer tätig, Adrienne Caterna als Director/ Choreographer, Tanja Arends als Lighting Director und Lutin Tanner als Production Stage Manager.

Die Showconcept GmbH lieferte das Licht-Equipment.

Info: www.lightpower.de

Rock the Ballet X (Fotos: mhvogel.de)

Stage Tec IP-Produktion beim Congress des Chaos Computer Clubs

Stage Tec ist Sponsor einer vollständig IP-basierten Live-Produktion beim 35. Congress des Chaos Computer Clubs (35C3) gewesen. Für den Event vom 27. bis zum 30. Dezember 2018 wurden fünf ON AIR flex Mischpulte und sechs Nexus-Basisgeräte zur Verfügung gestellt.

Der Congress fand auf dem Leipziger Messegelände statt. In fünf Veranstaltungssälen gab es Vorträge und Workshops, in denen es um technische und gesellschaftliche Themen ging. Die Livestreams aus diesen Sälen wurden von den fünf IP-basierten Konsolen ON AIR flex in einem Control Room gemischt. Die Verbindung zu den Nexus-Basisgeräten, die in den Sälen jeweils am FOH standen, lief über ein Dante-Netz im AES67-Modus. Das sechste Nexus stand im Control Room zum Abhören zur Verfügung. Über die Nexus-Karte XHDI wurden die Audiosignale dann in den Video-Datenstrom gegeben. Anschließend wurden die kompletten Live Streams im Internet on demand gestellt.

„Der Chaos Communication Congress ist mit seiner beeindruckenden Netzwerkinfrastruktur prädestiniert dafür, auch die Audio Produktion auf IP Basis umzusetzen. Dabei boten uns Nexus und ON AIR flex die Möglichkeit, einen großen Umfang von Anforderungen mit nur wenig Hardware umzusetzen: Die örtliche Trennung von ON AIR flex-Oberfläche und Nexus-Basisgerät für eine zentrale Mischregie, bei der die Signalverarbeitung komplett in den Sälen geschieht, dazu SDI-Embedding für Livestream und Recording, teilautomatisierte Mischung von mehreren Simultanübersetzungen und ein unabhängiges AES67 Multitrack Recording auf OpenSource Basis. Es waren uns bei der Gestaltung des Gesamtsystems keinerlei Grenzen gesetzt,“ resümierten Birte Runge und Christian Dieckhoff vom Video Operation Center des CCC. „Die Bedienung der ON AIR flex-Pulte während der Veranstaltung wurde, wie fast alles auf dem Congress, von ehrenamtlichen Helfern übernommen. Hierbei waren vor allem die klare, einfache Bedienbarkeit des Systems sowie die hohe Flexibilität bei der Belegung der Oberfläche von Vorteil. Auch unerfahrene Bediener konnten ohne große Einstiegshürden mit den Pulten arbeiten und haben leicht Zugang finden können."

Info: www.stagetec.com

Congress des Chaos Computer Clubs (Fotos: Thorsten Fleck)

Maßgeschneiderte Prolyte-Konstruktion für Industriekletterschule

Das Kölner Seil Kommando (KSK) ist eine auf professionelle seilunterstützte Montage- und Industriekletterarbeiten spezialisierte Firma. Zum Leistungsangebot des Unternehmens um die beiden Geschäftsführer Christian Otter und Thomas Grögel gehören Montagearbeiten in luftiger Höhe, Fassadenreinigung, Gebäudeschutz, Gebäudeprüfungen und -dokumentationen sowie Sachkundeprüfungen der Persönlichen Ausrüstung gegen Absturz (PSAgA). Mit der Industriekletterschule (IKS) bietet das Kölner Seil Kommando zudem ein zertifiziertes Schulungszentrum für gewerbliche Höhenarbeiter, Fassadenreiniger, Industriekletterer und Arbeiter in absturzgefährdeten Bereichen.

Für die Ausbildung in Sachen Seilzugangs- und Positionierungstechniken steht das hauseigene  Ausbildungszentrum bereit, in dem witterungsunabhängig und in entspannter Atmosphäre realistisch und effizient trainiert werden kann. Mit dem Umzug in neue Schulungsräumlichkeiten investierte das Kölner Seil Kommando kürzlich umfassend in Traversen des Typs H40V von Prolyte. Insgesamt wurden 70 laufende Meter Prolyte H40V in verschiedenen Längen sowie diverse Winkel und Verbinder an das KSK von cast geliefert. Aus dem Material wurde in der Industriekletterschule ein maßgeschneidertes Rig konstruiert, das fortan für praktische Schulungszwecke genutzt wird.

„Bei einem Zwischenfall bei Höhenarbeiten rückt die Theorie in weite Ferne“, weiß KSK-Geschäftsführer Christian Otter. „Deshalb trainieren wir in unseren Schulungen möglichst realistische Situationen, denn souveränes Handeln entscheidet bei Unfällen oder Gefährdungen über Leben und Tod. Wir haben uns entschieden, in ein eigenes Trainingsrig zu investieren, um gefahrenfreien Praxisunterricht auf höchstem Niveau anbieten zu können. Unser Statiker empfahl uns zu diesem Zweck die H40V-Traverse von Prolyte, mit der wir in der Praxis sehr zufrieden sind.“

Info: www.castinfo.de

Prolyte-Traversen (Fotos: KSK)

Chauvet-Equipment für Silvester-Event am Brandenburger Tor

Die alljährliche Party zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule in Berlin gehört zu den großen organisierten Silvesterveranstaltungen in Europa. Zahlreiche Künstler waren wieder bei der Jahreswechselfeier 2018/2019 aufgetreten, den Abschluss bildete erneut ein großes Feuerwerk. Hauptaufgabe der Lichtdesigner bei einer solchen Vielfalt an unterschiedlichen Künstlern mit insgesamt mehr als 50 Beiträgen war es, eine abwechslungsreiche Show für die mehreren hunderttausend Besucher zu kreieren. Der federführende Denny Arndt erreichte dies durch das Schaffen möglichst vieler szenischer Ebenen.

Veranstalter war die Silvester in Berlin GmbH, verantwortliches Produktionsunternehmen die Wohlthat Entertainment GmbH. In deren Auftrag übernahm die TLT Event AG auch in diesem Jahr wieder die lichttechnische Ausstattung der Silvesterbühne am Brandenburger Tor. Weitere technische Dienstleister waren AVE Verhengsten (Video Sub Regie), Screen Visions (Videotechnik LED-Wände), TV Skyline (Übertragungstechnik) und Auvisign (Beschallung).

Das von Jens Meinecke von Wohlhtat kreierte Stage Design ließ dabei aufgrund der offenen Struktur Platz für Kreativität. Einen Schwerpunkt bei der Zusammenstellung des Lichtsets bildete in diesem Jahr der Wetterschutz und die damit verbundene Ausfallsicherheit. Vermehrt kam Outdoor Equipment mit einer IP65 Klassifizierung vor diesem Hintergrund zum Einsatz. Verwendet wurde ein Vielfalt von Scheinwerfern von nahezu allen namhaften Herstellern, zu denen auch Produkte von Chauvet gehörten.

Chauvet Professional lieferte 160 Epix Strip IP zur Nachformung der Stage – zum einen wurden diese verwendet, um das Profil der „Genesis“-Stage hervorzuheben. Zum anderen waren die Epix Strips IP eine weitere Effektfläche, die zusammen mit den Video Screens oder auch autark genutzt werden konnte. Epix Strip IP ist ein LED-Streifen mit 100 LEDs in einer ein Meter langen Reihe. Er ist besonders für den Außeneinsatz bei Festivals, Tourneen oder Installationen geeignet und kann unter anderem über Art-Net, Kling-Net oder Streaming ACN (sACN) gesteuert werden.

Info: www.chauvetlighting.com

Blick auf die Party-Meile (Foto: David Marschalsky)