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Ed Sheeran mit LEO Family Systemen auf Tour

Bei Ed Sheeran's „Divide Tour“ setzt die Audiocrew auf ein Meyer Sound LEO System. Produktionsleiter und FOH-Ingenieur Chris Marsh, der seit der ersten Headliner Tour von Sheeran im Jahr 2011 dabei ist, nutzt seit 2013 Produkte aus der LEO Familie. Ein System des britischen Unternehmens Major Tom Ltd. wurde für alle Shows der Tour mit Ausnahme einiger „One-Offs“ eingesetzt.

„Wir haben angefangen, LEO auf den ersten Arena-Touren einzusetzen, bevor wir in die Stadien kamen, und das erste, was wirklich auffällig war, war der Headroom", erinnert sich Chris Marsh. „Es schien so, als würden wir immer mehr als genug Headroom haben. Auch die Klarheit und Definition sind außergewöhnlich. Ed's Looping ist sehr komplex, und manchmal schienen andere PAs einfach nur ein Rauschen zu produzieren. Mit LEO Systemen gibt es eine klare Trennung im Mix, die ich mit anderen Systemen, mit denen ich gearbeitet habe, nicht bekomme."

Die LEO Family Lösung macht es Marsh einfacher, gleichzeitig den Hut als FoH-Ingenieur und als Produktionsleiter aufzuhaben. „Ja, als FOH-Ingenieur möchte ich den Sound der LEO-Family haben, und glücklicherweise kann ich das meinem Produktionsleiter gut verkaufen, weil dieses System viel weniger Platz im LKW einnimmt. Natürlich braucht es auch weniger Platz neben der Bühne. In der Vergangenheit hatten wir immer wieder Probleme, Platz für diese zusätzliche Infrastruktur bei Shows zu finden, auf denen wir die Meyer PA nicht einsetzen konnten."

Das derzeitige „Divide Tour“-System besteht aus vier Main Hangs mit je 18 LEO Line-Array Lautsprechern, die durch neun geflogene und 24 am Boden in End-Fire Konfiguration aufgebaute 1100-LFC low frequency control elements ergänzt werden. Die Front und Fill Systeme der Bühne bestehen aus LINA und UPA-1P Lautsprechern. Als Delays werden Milo Line-Array Lautsprecher eingesetzt. Diese werden bei Bedarf mit Leopard Line-Array Lautsprechern als Delay Ground Fill ergänzt.

Bei der letzten Etappe der Tour gab eine etwas ungewöhnliche Mischung aus Veranstaltungsstätten, angefangen vongroßen Fußballstadien, offenen Parks, Messegeländen bis hin zu einem stillgelegten Flugplatz in Helsinki. Laut Marsh mussten Standorte gefunden werden, die geeignet waren, die enorme Nachfrage nach Tickets zu befriedigen. Es war die Aufgabe von Charlie Albin, dem Audio Systems Engineer, das Soundsystem von Show zu Show an die sehr unterschiedlichen Gegebenheiten anzupassen. „Ein flaches Gelände ist einfacher zu beschallen als ein Stadion. Aber überall gibt es viel zu tun, damit die Laufzeiten und Phasen stimmen. Das gilt besonders für die Bereiche, in denen sich das Signal des Hauptsystems, mit dem des Delays mischt", sagt Albin. „Die wahrscheinlich größte Herausforderung besteht darin, ein System dieser Größe über weite Entfernungen auszubalancieren, und ich bin froh, dass mit der LEO Family PA die Tonalität des Arrays erstaunlich konstant bleibt, egal ob man zehn Meter oder 100 Meter davon entfernt sitzt. Das macht mein Leben sehr viel einfacher."

Albin über die Potentiale der Low Mid Beam Control (LMBC) in der neuesten Version der Compass Steuerungssoftware: „LMBC war ein starker Bestandteil dieser letzten Tour. Es hat uns ermöglicht, einen gleichmäßigeren Frequenzgang über den gesamten Zuschauerbereich zu erreichen, und dies auch ohne den Einsatz von viel EQs. Außerdem ist die neue Art der Delay-Integration zwischen den verschiedenen Lautsprechern etwas einheitlicher, so dass wir die verschiedenen Elemente unserer PA sehr einfach kombinieren können."

In seiner Rolle am FOH genießt es Chris Marsh, wenn er sich nicht um die Probleme und Unstimmigkeiten der Akustik in Stadien kümmern muss. „Die LEO Family spielt auf der grünen Wiese ihre Stärken aus, ohne die akustischen Beeinträchtigungen in Stadien. Ich bin nicht gezwungen, Frequenzen mit EQ herauszuziehen, um die Akustik im Stadion zu verbessern. Das System gibt mir die Möglichkeit, mit Effekten zu spielen, da man den Unterschied in den Parametern wirklich hören kann und sich jede kleine Einstellung deutlich bemerkbar macht."

„Wir hatten Glück, dass wir auf dieser Tournee Major Tom's Meyer Sound PA fast überall mitnehmen konnten", sagt Marsh. „Wir haben sie ein Dutzend Mal in Flugzeugen und achtmal in Seecontainern transportiert. Die PA musste außerdem sintflutartige Regenfälle, starke Winde und sogar Sandstürme aushalten. Und das System funktioniert immer noch einwandfrei."

Die „Divide Tour“ umfasst 255 Shows und endet mit drei Konzerten in Ipswich, England vom 24. bis 26. August. Am 2. August hatte die Tour mit einem Ticketverkauf im Wert von 736 Millionen US Dollar den bisherigen Rekord von U2 für deren „360 Tour“ übertroffen, wobei noch zwölf Shows ausstanden. Die Tour wird ebenfalls Rekorde bei den Besucherzahlen brechen, bisher waren 8,5 Millionen Besucher bei den Shows, verglichen mit 7,3 Millionen bei U2.

Info: www.meyersound.com

Meyer Sound PA für Ed Sheeran, Ed Sheeran beim Auftritt (Fotos: Ralph Larmann)

 

Multimedialer TimeCube bei der Sächsischen Landesgartenschau

Seit April 2019 hat die Sächsische Landesgartenschau in Frankenberg nahe Chemnitz ihre Pforten geöffnet. Eine ihrer Attraktionen wird Besuchern der mittelsächsischen Stadt auch nach Ausstellungsende am 6. Oktober 2019 dauerhaft offenstehen: der „TimeCube“ für audiovisuelle Zeitreisen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Region Frankenberg. Die Entwicklung des TimeCube geht auf das Ausstellungs- und Szenografie Büro leisureworkgroup zurück, welches von der Stadt Frankenberg auch für die Ausgestaltung des neuen Industrie- und Erlebnismuseums ZeitWerkStadt beauftragt ist. Die Hamburger arbeiten bei den Projekten eng mit PMS Perfect Media Solutions zusammen.

Das 360-Grad-Erlebnis des „TimeCube“ entsteht durch eine Multimedia-Installation in einem begehbaren Würfel. Das Herzstück der Anlage bilden 116 OLED Bildschirme des Herstellers LG, die zusammen auf jeder Würfelseite eine Bildauflösung von über 4.000 Pixel in Höhe und Breite zeigen. Den passenden Sound steuert ein Audiosystem von K-Array bei. Die kompakte Bauweise der Lautsprecher erlaubte es dabei, das Soundsystem praktisch unsichtbar zwischen den OLED Panels zu verstecken.

Den Content für die rund fünfminütige Frankenberger Zeitreise kommt schließlich von 32  HD-Playern. Bildschirme, Lautsprecher und UHD-Player sind synchronisiert, was zur besonderen Herausforderung bei der Installation von Geräten und Netzwerktechnik wurde. Sie beschäftigte die verschiedensten Gewerke vom Elektriker über Stahlbauer bis hin zu Malern und dem Team von PMS. Die Fäden der Steuerung für die gesamte Anlage laufen dennoch in einem einzigen Technikschrank zusammen. Die Anlage arbeitet zur Ausstellung und im späteren Betrieb automatisch nach Zeitplan. Zur Eröffnung um 9 Uhr am Morgen fährt das System selbstständig hoch und schaltet sich abends um 19 Uhr zur Schließung des Würfels genauso eigenständig ab. Diese und viele weitere Funktionen können durch das Personal vor Ort über ein Touchdisplay laufend überwacht oder konfiguriert werden. Hier besteht auch die Möglichkeit, die zusätzliche 3,5 Meter im Quadrat messende LED-Info-Wand an der Stirnseite des Würfels mit Content wie aktuellen Besucherinformationen zu bespielen.

Frankenberg hatte sich schon vor über fünf Jahren erfolgreich als Ausrichter der Sächsischen Landesgartenschau 2019 beworben. Für die Stadt war von Anfang an klar, dass alle Gestaltungskonzepte für die Gartenschau auch langfristige Anziehungskraft für Bürger und Besucher der Region besitzen sollten. In Gestalt des Erlebnismuseums „ZeitWerkStadt“ wird dies nun realisiert. Hier soll multimedial und interaktiv Stadt- und Regionalgeschichte nahegebracht werden. Geplante Eröffnung ist im April 2020.

Info: www.perfect-media-solutions.de , www.nitschkereimers.de

TimeCube bei der Sächsischen Landesgartenschau (Fotos: PMS)

Haus Leipzig erneuert PA-System mit RCF HDL 30-A

Das Haus Leipzig ist eine traditionsreiche Veranstaltungshalle in Leipzig. Seit 1946 ist das Gebäude als Veranstaltungsstätte in Betrieb. Renoviert und bewirtschaftet von einem neuen Betreiber werden aktuell mehr als 180 Veranstaltungen im Jahr durchführt. Zusammen mit dem Technikdienstleister colito productions entschied man sich kürzlich zum Upgrade des Audio-Systems und setzt auf das aktive Line-Array System HDL 30-A von RCF.

Henrik Dantz, Inhaber des Unternehmens Exclusiv Events Leipzig und Betreiber des Haus Leipzig, zum neuen System: „Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem HDL 30-A System von RCF. Wir haben viele unterschiedliche Veranstaltungen und auch namhafte Künstler in unserem Haus und erhalten durchweg positive Rückmeldungen. Die Akzeptanz des neuen festinstallierten RCF-Systems ist sehr groß und aufwendige Umbauten durch den Einsatz von Fremd-PA kommen so gut wie nicht mehr vor.“

Das HDL 30-A System von RCF wurde fest in das Gebäude installiert. Das Haus Leipzig verfügt im Hauptsaal über eine Bühne sowie eine Empore, die auch als Zuschauerraum genutzt werden kann. Die Bühne wurde mit jeweils 2 x 8 HDL 30-A Modulen ausgestattet. Je nachdem, ob die Empore als Zuschauerraum genutzt wird, dienen die zwei oberen Module des Line Arrays zur Beschallung der Empore. Ist die Empore geöffnet wird der HF-Bereich zugeschaltet, sind oben keine Besucher anwesend, wird der HF-Bereich über das RDNet deaktiviert und lediglich der tiefe Frequenzbereich bleibt – zur Ankopplung – aktiv. Das System wird durch vier S2585 Subwoofer von dBTechnologies ergänzt, die unter der Bühne platziert wurden und die dank ihrer Cardioid-Bauweise hervorragende Richtcharakteristika bieten. Eine Anforderung, die durch die baulichen Gegebenheiten und die direkte Nachbarschaft zu Wohnhäusern besonders wichtig ist. Als Outfills sind je ein NXL 24-A Modul an jeder Bühnenseite platziert. Weitere 4 x M602 Multifunktionslautsprecher liegen als Frontfills auf der Bühnenkante.

Der Innenraum des Haus Leipzig ist mit vier Säulen ausgestattet, die die Empore stützen. An jeder Säule brachte colito productions zwei passive RCF M602 Module als Delay-Speaker an. Das HDL 30-A hat das nötige Volumen, um den Hauptsaal zu beschallen und durch die perfekte Abstimmung mit den M602 Modulen als Delay-Speaker, konnte man auf Fills unter dem Rang verzichten.

Andreas Schöpf, Geschäftsführer bei colito productions, zur Wahl des RCF HDL 30-A: „Das Upgrade der PA-Anlage mit dem RCF HDL 30-A ist aus unserer Sicht genau die richtige Entscheidung. Die Unterschiedlichkeit der Veranstaltungen und die baulichen Gegebenheiten sind Herausforderung, die das HDL 30-A perfekt meistert und die positiven Rückmeldungen der Künstler und Produktionsfirmen geben uns absolut Recht. Das HDL-30 verfügt über das notwendige Volumen und ausreichend Headroom, um einen derartigen Raum perfekt zu beschallen. Die Steuerung durch das RDNet Netzwerk trägt ihr Übriges zum positiven Ergebnis bei.“

Info: www.rct.it, www.dbtechnologies.com

RCF-Equipment im Haus Leipzig (Fotos: Markus Scheuermann)

Temporäre Großarena von Nüssli für die Fête des Vignerons

Die Fête des Vignerons in der Schweiz ist ein selten stattfindendes Fest. Einmal pro Generation beziehungsweise circa alle 20 Jahre kommen hier die Westschweizer Weinbauern und ihre Gäste zusammen. Mehrere hunderttausend Besucher waren in diesem Jahr in die Gemeinde Vevey zu dem rund drei Wochen stattfindenden Fest gekommen.

Nüssli realisierte für den Großevent eine temporäre Arena mit 20.000 Tribünenplätzen. Nach 1977 und 1999 engagiert sich Nüssli bereits zum dritten Mal bei dem Fest. Das Nüssli-Team hatte dabei eine außergewöhnliche Konstruktion entwickelt. Außergewöhnlich, weil die Tribünenanlage auf einem Stahlträgerrost in knapp sechs Meter Höhe konstruiert wurde.

Außen wie innen nahm die Tribünenanlage das Bild von Weinreben auf. Bunte Bahnen aus Leinwand in den Farben der Reben – Rot, Gelb, Grün, Braun – waren in einheitlichen Abständen über das Metallgerüst gespannt. Sie bildeten die Fassadenverkleidung. Und auch im Layout der Tribünenanlage ließen sich Rebberge erkennen, auf denen, als Tribünensitzplätze, die Rebstöcke stehen.

Die Tribüne ist ein Temporärbau, vollständig rückbau- und wiederverwendbar. Nachhaltigkeit, Flexibilität und Wirtschaftlichkeit dieses Bausystems waren für die Entscheidung ausschlaggebend.

Info: www.nussli.com

Tribünenanlage (Foto: Nüssli)

Green Hippo bei der Hochschule der Medien Stuttgart im Einsatz

Anfang Juli 2019 hat die Hochschule der Medien in Stuttgart das 40-jährige Bestehen ihres Studiengangs „Audiovisuelle Medien“ mit einer eigens dafür konzipierten, von Studenten realisierten TV-Show mit dem Titel „AM 40“ zelebriert. Insgesamt 23 Studenten wirkten daran mit.

Konzipiert wurde eine drei Blöcke umfassende Sendung, wobei sich jeder Block thematisch einem Zeitraum widmete. Passend hierzu wurden Inhalte wie Einspieler und Grafiken produziert. Abschluss war der Auftritt von Studenten mit dem eigens komponierten Song „1979“.

Produziert wurde die Sendung in einem Fernsehstudio mit moderner HD-TV-Kamera- und Regie-Technik. Tom Levin Schwenzle entwickelte ein Bühnen- und Lichtkonzept, das allen Teilen der Sendung einen jeweils eigenen Look verlieh. Medialer Content wurde auf 62 LED-Modulen, die teilweise als eine große Fläche und teilweise einzeln im Raum platziert wurden, wiedergegeben. Die Bespielung erfolgte mit Hilfe eines Green Hippo Boreal+ Medienservers, der durch Firma cast, deutscher Exklusiv-Vertrieb für Green Hippo Hippotizer, für den Event als Leihgabe zur Verfügung gestellt worden war.

Für die LED-Hauptwand war ein Output mit einer Auflösung von 1536 x 768 Pixeln verwendet worden, ein weiterer mit einer Auflösung von 1920 x 1080 kam für die im Raum verteilten sonstigen LED-Elemente zum Einsatz. Für ein korrektes Mapping der einzelnen LED-Module wurde eine Eingangsauflösung von 6500 x 1080 verwendet, sodass auch Linienmuster ohne Sprünge darstellbar waren. Der gesamte Video-Content wurde durch ein Team von vier Studentinnen konzipiert und animiert. So entstanden vier verschiedene Looks für die einzelnen Blöcke und darüber hinaus Motion-Graphics für den Bandauftritt.

Tom über die Arbeit mit dem Green Hippo Boreal+: „Mit dem Video-Mapper des Hippotizers war das Positionieren der Flächen im Raum und das nachträgliche Ändern der Positionen ein Kinderspiel. Besonders die Grid-Ansicht mit nummerierten Panels erleichterte den Aufbau sehr. Aus redaktionellen und gestalterischen Gründern änderte sich der Content im Vorfeld mehrfach, weshalb ein spontanes Ersetzen nötig war. Durch die Aufteilung des Contents in Bänke war dies ohne Programmierung möglich.“

Für den Boreal+ mit SDI-Zusatzkarte habe neben der Rechenleistung und den Outputs auch die Anbindung an die Studio-Infrastruktur gesprochen. So wurde der Medienserver mit dem Studio-Takt und vier Video-AUX-Wegen versorgt. „Je nach Regie-Kommando konnten so Videos oder Live-Bilder aus der Regie im Studio wiedergegeben werden. Bei Verwendung von zwei Video-Inputs wurde aus einem Live-Grafik-System (Vizrt) Key Source und Key Fill übertragen und im Hippotizer ausgestanzt“, erläutert Tom weiter.

Am FOH stand zur Ansteuerung des Servers eine grandMA3 Light Konsole im Mode2 zur Verfügung. „Die MA2-Net-Integration lief ohne Probleme. Generell ist die Ansteuerung des Servers über das Lichtpult einwandfrei und sehr einfach. Besonders die Single-Layer-Transition erleichterte das Programmieren enorm und machte das Arbeiten mit weniger Layern möglich“, berichtet der Programmierer und Operator.

Info: www.castinfo.de

Show AM40 (Foto: Simon Niedermaier)