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Riedel-Infrastruktur für das Adelaide Convention Centre

Ein umfangreiches Modernisierungsprojekt ist mit der Installation einer dezentralen Infrastruktur für Routing, Signaltransport und Kommunikation im Adelaide Convention Centre (ACC) beendet worden. Mit einer Datenübertragungsrate von 1092 Gbit/s und Kapazität für mehr als 1.000 simultane HD-SDI-Signale ermöglicht MediorNet dezentrale und redundante Signalführung in allen drei Gebäuden des ACC-Komplexes. Die in MediorNet eingebettete Artist Matrix bietet zudem eine flexible und zuverlässige Intercomlösung.

Im Jahre 1987 eröffnete das ACC im Herzen Adelaides als erstes reines Kongresszentrum Australiens. Nach 30 Jahren Betrieb wurde es im Zuge eines 397 Millionen Dollar Bauprojekts um Ost- und Westflügel erweitert und auf den neusten Stand der Technik gebracht. Die Installation des Riedel-Backbones stellt den erfolgreichen Abschluss dieser Modernisierung dar.

Dank der dezentralen MediorNet-Lösung kann jedes Signal mühelos von und zu jedem erdenklichen Punkt im weitläufigen Kongresszentrum geschaltet werden. Zudem ermöglicht der modulare Aufbau des MediorNet-Systems zukünftige Erweiterungen der Kapazität, ohne in die bestehende Gebäudeinstallation eingreifen zu müssen. So kann die skalierbare Infrastruktur gemeinsam mit den Anforderungen des Kongresszentrums wachsen.

„In den West- und Ostflügeln haben MediorNet und Artist unsere Erwartungen bei weitem übertroffen – deshalb haben wir nicht lange gezögert, die Infrastruktur auf die gesamte Anlage auszuweiten“, so Matthew Stanton, Technology and Venue Operations Manager des ACC. „Riedels umfassende Infrastruktur für Video, Audio, Daten und Kommunikation birgt enorme Vorteile gegenüber herkömmlicher Punkt-zu-Punkt-Lösungen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Während das Verlegen der Signalkabel für eine Kundenveranstaltung bisher bis zu zwei Stunden dauern konnte, lassen sich die MediorNet-Komponenten in wenigen Minuten konfigurieren. Durch diese enorme Zeit- und Ressourcenersparnis können wir unseren Kunden noch flexiblere Lösungen bieten, und auch auf kurzfristige Änderungen im Leistungsumfang reagieren. Eine solche Flexibilität war mit unserem alten System völlig undenkbar“, so Stanton.

Jedes der drei Gebäude ist mit einem MediorNet Modular Mainframe und einem MetroN Core Router bestückt; so wird die voll redundante Verteilung aller Signale gewährleistet. Ganz gleich ob Madi, AES3, Dante oder analoges Audio, Video, Intercom, ArtNet oder AV-Kontrollsignale – das System ermöglicht die Verwendung jeglicher Standards und Formate. Weiterhin verfügt das ACC über 23 MediorNet Compact Stageboxen für mobile Datenverteilung für Bühnen, Grids und Front-of-House-Bereiche, sowie über einen dezentralen Router, der aus fünf MediorNet MicroNs besteht. Vier dieser Medienverteiler sind mit der Standard Applikation eingerichtet, der fünfte ist mit der MultiViewer Applikation als dedizierter Multiviewer konfiguriert.

Für glasklare Kommunikation in allen Räumlichkeiten sorgen drahtlose und drahtgebundene Intercom Beltpacks, die über eine Artist 128-Matrix in die MediorNet-Struktur eingebunden sind. Dank der portablen Compact Stageboxen können digitale Partylines mittels Performer C44/C22 Interfaces an allen Einsatzorten im ACC bereitgestellt werden.

„Das ACC ist ein großartiges Vorzeigeprojekt für alles, was eine Riedel-Lösung von der Konkurrenz abhebt: dezentrale Signalführung, Redundanz der Kernkomponenten, sowie die Flexibilität, Punkt-zu-Punkt und Punkt-zu-Mehrpunkt-Konfigurationen mit geringem Aufwand einzurichten – selbst während des laufenden Betriebs“, so John Bell, General Manager Australien bei Riedel Communications. „Mit seiner Modularität und Skalierbarkeit macht MediorNet das ACC im internationalen Vergleich zu einer langfristig sehr konkurrenzfähigen Konferenz- und Veranstaltungslocation.“

„Wir schätzen die Partnerschaften mit visionären Kunden wie dem ACC“, so Bell weiter. „Sie bringen uns dazu, bis an unsere Grenzen zu gehen, um weltweit führende Kommunikations-lösungen zu entwickeln. Ohne sie wären wir nicht der agile Technologiepartner, der wir heute sind.“

Info: www.riedel.net

Blick in einen Saal des ACC (Foto: Adelaide Convention Centre)

Stage Tec-Equipment in der Philharmonie Berlin

In der Tonregie Studio 3 der Philharmonie Berlin werden die Konzerte der Berliner Philharmoniker im großen Saal mitgeschnitten, gemischt und von Rundfunkanstalten live übertragen. Jetzt wurde Studio 3 auf einen Regelbetrieb mit 96 kHz umgestellt und kann 5.1-Produktionen nun mit höheren Kanal- und Mikrofonzahlen realisieren. Voraussetzung dafür waren die Erneuerung und Erweiterung des Nexus-Audionetzwerkes durch den Berliner Hersteller Stage Tec. Die seit 2006 eingesetzten Nexus-Baugruppen erhielten ein Upgrade und wurden durch aktuelle Technologien wie Dante und AES67 ergänzt. Das Netzwerk wurde um ein Nexus-Basisgerät erweitert und umfasst nun sechs Basisgeräte und einen Star-Router. Der Router ist der Sternpunkt des Nexus-Audionetzes. Hier können Rundfunkanstalten ihre Aufzeichnungsgeräte via Madi direkt anschließen. Seit 12 Jahren ist im Studio 3 ein Aurus mit 56 Fadern installiert, das für den ressourcenintensiven 96 kHz-Regelbetrieb mit sieben leistungsstarken DSP-Einheiten RMDQ ausgestattet wurde.

„Bei modernen Produktionen wird mittlerweile 96kHz als Standard für die Verarbeitung und Speicherung der Audiosignale vorausgesetzt. Wir konnten bisher auch schon mit dieser hohen Auflösung arbeiten, kamen aber allein was die Anzahl der Kanäle und Mix-Busse im Aurus sowie die Anbindung der DAWs betrifft immer wieder an Grenzen, “ erläutert Marco Buttgereit, Tonmeister in der Philharmonie Berlin. „Jetzt haben wir ein Nexus-System, mit dem wir mit 80 Mikrofoneingängen und deutlich vergrößerter Kanal- und Bus-Struktur auch sehr aufwändige Orchesteraufnahmen durchführen können. Durch die Erweiterung der Schnittstellen auch durch Dante und Ravenna haben wir nun eine hohe Flexibilität bei der Anbindung der Peripherie.“

Eine Besonderheit dieses Projektes besteht darin, dass die gesplitteten Mikrofone gleichzeitig mit verschiedenen Abtastfrequenzen (eine mit 48 und eine mit 96 kHz) in zwei Produktionen parallel verwendet werden können. Zum aktuellen Projekt gehörte auch eine umfangreiche Logikprogrammierung. Dabei wurde zum Beispiel in Zusammenarbeit mit HeiMedia eine Mediensteuerung von Crestron im Umfeld von Aurus integriert. Die Bedientasten dafür wurden auf der linken Seite des Aurus-Grafiktabletts angeordnet. Auf der rechten Seite befinden sich die Tasten für die Fernsteuerung der Kameras und die Quellenauswahl. Die Videoquellen aus dem Haus werden auf zwei großen Displays, die über dem Aurus hängen, übertragen.

Neben den Konzerten finden im Studio 3 CD-Produktionen der Berliner Philharmoniker und Übertragungen in die Digital Concert Hall statt. Auch Rundfunkanstalten wie der RBB und Deutschlandfunk Kultur nutzen die Tonregie für eigene Aufnahmen.

Info: www.stagetec.com

Studio 3 (Foto: Stage Tec)

Megaforce Bühnen bei Festival in Hongkong im Einsatz

Das Clockenflap Festival ist ein großes Open-Air Festival in Hongkong. Es ging 2008 an den Start. Erklärtes Ziel der Veranstalter ist es, asiatische Musik-Größen mit internationalen Acts zu kombinieren und außer dem musikalischen Schwerpunkt ein umfangreiches Rahmenprogramm aus den Bereichen Kunst, Kultur und Film sowie eine „Street Kids Area“ für den Nachwuchs zu bieten.

In diesem Jahr findet das Clockenflap Festival vom 9. bis zum 11. November im Central Harbour Event Space statt. Neben den internationalen Acts treten asiatische Künstler wie auf. Supported wird das Festival vom Bühnenspezialisten Megaforce aus Weingarten, der im Auftrag von Magenta Asia sowohl die Hauptbühne als auch die Nebenbühne liefert.

Megaforce-Geschäftsführer Michael Brombacher: „Das Festival findet im Hafen von Hongkong statt, wo teilweise extreme Wetterbedingungen vorherrschen. Wir mussten daher aus Sicherheitsgründen für beide Bühnen statische Berechnungen bis zur Windstärke Taifun  durchführen. Diese Berechnungen helfen uns künftig auch in Europa, da sie den Einsatz von Megaforce-Bühnen an allen europäischen Küsten – und nicht nur im Binnenland – ermöglichen.“

Megaforce wählte für den Einsatz im November eine Towerbühne TVG R für die Hauptbühne sowie eine Towerbühne TVG 2 für die Second Stage. Das gesamte Material wurde acht Wochen vor der Veranstaltung auf 15 Seecontainern verschifft. Den Aufbau in Hongkong übernimmt ein Team von zehn Megaforce Mitarbeitern, bestehend aus Bauleitung, Projektleitung und Crew.

Info: www.megaforce.de

Megaforce-Bühnen gehen auf Seereise, Michael Brombacher (Fotos: Megaforce)

Blue Wheels setzt Continental via Projection Mapping in Szene

Der Messeauftritt von Continental auf der IAA Nutzfahrzeuge vom 20. bis 27. September 2018 in Hannover wurde dieses Jahr von einer medial inszenierten Datenwolke, der „Continental Cloud“, überspannt. Die Installation hatte die vernetzten Lösungen des Unternehmens symbolisiert und gleichzeitig dessen digitale Kompetenz herausgestellt. Im Pitch um das Kreativkonzept und die Umsetzung der Datenwolke konnte die Blue Wheels Veranstaltungstechnik GmbH aus Essen überzeugen.

Die „Datenwolke“ für die Continental Präsentation bestand aus unterschiedlich großen Dreiecks-Elementen, die von der Hallendecke abgehangen wurden. Die Deckenelemente waren über dem Zentralbereich des Messestands platziert und sorgten für eine aufmerksamkeitsstarke Fernerkennung. Von außen wurde die Datenwolke mittels eines 3D-Mappings stilistisch inszeniert. Die formgenaue Projektion auf die Konstruktion wurde mit fünf Laser-Projektoren mit je 20.000 Ansi Lumen Lichtstärke umgesetzt. Für die Konstruktion der Dreiecke setzte Blue Wheels auf Alurahmen, die mit einer transluzenten Stretchgaze bespannt und von innen mit LED-Stripes ausgestattet waren.

Felix Rosenschild, Account Manager bei Blue Wheels: „Die Herausforderung bestand bei dieser Lösung darin, den ausgespielten Mapping-Content schon vor dem ersten Aufbau der Datenwolke passgenau auf das Deckenelement zu produzieren. Dazu wurde von uns eine völlig neu entwickelte Mapping-Software eingesetzt – so konnten wir für unseren Kunden schon vor Beginn der Messe die fertige Bespielung der Wolke simulieren.“

Info: www.bluewheels.de

AV-X setzt die Mercedes-Benz „Product Experience 2018“ technisch in Szene

Am 8. September hat Mercedes-Benz im Rahmen der „Product Experience 2018“ sein aktuelles Portfolio an Nutzfahrzeugen präsentiert. Im Vorfeld der IAA Nutzfahrzeuge konnten rund 700 internationale Journalisten im Hangar 1 des Flughafen Hannover nicht nur neue Pickups und Sprinter, sondern auch die vollelektrischen Stadtbusse sowie die neueste Actros Truck-Generation inklusive teil-automatisiertem Fahren begutachten. Neben der Hauptshow im Hangar bot der Automobil-Hersteller eine Inszenierung der Actros Trucks auf einer öffentlichen Autobahn, die mittels Live-Video in die Show integriert wurde. Für die gesamttechnische Realisierung der „Product Experience 2018“ zeichnete die AV-X GmbH verantwortlich.

Der Aufgabenbereich von AV-X umfasste die Gewerke Audio, Video, Licht, Rigging, Dolmetschertechnik und Kommunikationstechnik. Für die 200 qm große, geflogene LED-Wand mit Hibino 10-Bit-Processing im Hangar 1 setzte AV-X auf die ultraleichten CB4 Panels von ROE Visual, die mit Signalen aus insgesamt elf Kameras bespielt wurden – darunter eine High-Speed HD-Seilkamera mit 96 m Fahrweg sowie die live übertragenen Außenkameras für die Actros Präsentation in rund zehn Kilometer Entfernung. Die komplette Signal-Infrastruktur übernahm ein Riedel Mediornet-System.

Rund drei Wochen hatten die AV-Spezialisten von AV-X Zeit, um die technisch aufwendige Produktpräsentation in Zusammenarbeit mit der Leadagentur M:UD GmbH und dem trussco Planungsbüro vorzubereiten. Neben der Hauptshow im Hangar sowie mehreren eingebundenen Interviews aus den Workshop- und Außenbereichen des Flughafens bestand die Herausforderung insbesondere darin, die spektakuläre Actros Inszenierung ohne technische Zwischenfälle zu realisieren. Um die Tour der fünf Trucks von einer öffentlichen Autobahn bis zur Live-Einfahrt in den Hangar zu übertragen, wurde der Konvoi von einem Helikopter mit installierter Remote-Kamera und einem weiteren Fahrzeug – ebenfalls mit Kamera – begleitet. Um die Kamera- und Kommunikationssignale über eine Distanz von mehr als zehn Kilometern bis zur Grass Valley 4K-Regie sowie der Barco E2 Datenregie im Hangar zu übertragen, fungierte der Helikopter zusätzlich als Funk-Relais.

Für die nicht minder aufwendige Beleuchtung der Hauptpräsentation mitsamt der dezentralen Workshop-Bereiche kamen insgesamt mehr als 850 Scheinwerfer zum Einsatz – darunter 352 konventionelle Movinglights sowie 311 LED-Fixtures. Das vollständig redundante Signalnetzwerk basierte auf MA NPU Prozessoren und wurde über zwei grandMA Fullsize gesteuert. Um die Scheinwerfer flexibel zu positionieren, setzte AV-X auf Cyberhoist C1-Motoren an mehr als zwei Kilometer Traverse. Präzise ausgerichtet wurden die Züge und Scheinwerfer über eine MotionCue3D-Konsole aus der CyberMotion-Serie von XLNT.

Mit unterschiedlichen, teils mobilen Show-Standorten im Innen- und Außenbereich mussten sich alle Beteiligten der „Product Experience 2018“ – von den Vortragenden und Moderatoren, über die Technik bis zu den Fahrern der Nutzfahrzeuge und dem Helikopterpilot – auf eine reibungslose Kommunikation verlassen können. Über die Riedel-Systeme Artist & Bolero errichtete AV-X ein Tetra-Kommunikationsnetz für die 170 Handfunkgeräte im Flughafenbereich sowie ein UHF-Netz für sämtliche Außenübertragungen im Großraum Hannover – selbstverständlich inklusive vollständiger Havarie, die jedoch zu keinem Zeitpunkt der mehrstündigen Show eingreifen musste.

Info: www.av-x.de

Mercedes-Benz „Product Experience 2018“ (Foto: AV-X)