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Astera-Tubes setzen Kunstinstallation in Szene

Mitte Januar 2020 ist mit der künstlerischen Lichtinstallation „Warming Stripes“ von Ed Hawkins der Berliner Gendarmenmarkt bespielt worden. Ein Absolvent der Beuth Hochschule für Technik im Studiengang „Veranstaltungstechnik und -management“ hatte mit Hilfe von 200 Astera-Tubes das Projekt für den „Salon Sophie Charlotte 2020“ der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften umgesetzt.

Ed Hawkins, britischer Klimaforscher an der University of Reading, hatte in 2018 mit der Darstellung der globalen Temperaturentwicklung des vergangenen Jahrhunderts, den „Warming Stripes“, die Klimakrise visualisiert. Diese Verbildlichung des globalen Temperaturanstiegs wurde aus der Zweidimensionalität herausgeholt und auf über zwanzig Metern Länge  wurde die Temperaturentwicklung verschiedener Länder und Regionen  in den vergangenen 100 Jahren sichtbar gemacht. Die Installation wurde von der Kaiser Showtechnik mit 100 TitanTubes und 100 HeliosTubes unterstützt.

„Ich hatte die Astera-Tubes sofort für dieses Projekt im Kopf, da der Aufbau auf einem öffentlichen Platz ohne viele Kabel funktionieren musste“, so Julius Hübener. „Der Aufbau der LED-Sticks mit Akku war erwartet einfach, die simple Ansteuerung der Lampen hat mich sogar noch mehr beeindruckt.“ Nach einem Tag Vorbereitung mit den Tubes war der Aufbau vor Ort nach rund vier Stunden abgeschlossen.

Info: www.kaiser-showtechnik.de

Warming Stripes-Installation (Fotos: Jonathan Schnell)

Bosch-Technologie für das Shenzhen World Exhibition & Convention Center

Das Shenzhen World Exhibition & Convention Center ist mit einer Ausstellungsfläche von über 500.000 Quadratmetern – das entspricht der Größe von circa 50 Fußballfeldern – das größte Messe- und Kongresszentrum der Welt. Für den riesigen Veranstaltungsort mit seinen 19 Hallen entwickelte Bosch eine maßgeschneiderte Kommunikations- und Sicherheitslösung. Die enormen Ausmaße stellten besondere Herausforderungen dar: Die Lautsprecher in den über 20.000 Quadratmeter großen und bis zu 16 Meter hohen Räumen müssen so leistungsfähig sein, dass Anweisungen im Falle einer Evakuierung überall klar und deutlich zu verstehen sind. Zudem muss das Beschallungssystem im Normalbetrieb eine hochwertige und zuverlässige Sprach- und Musikwiedergabe bieten.

Mit dem Hemidirektionalen Deckenlautsprecher hat Bosch eine passende Lösung geliefert: Durch seinen Abstrahlwinkel und hohen Schalldruckpegel kann er jeweils mindestens eine Fläche von 700 Quadratmetern beschallen. „Mit dem Einsatz des Hemidirektionalen Lautsprechers konnten wir die Anzahl der benötigten Lautsprecher reduzieren und dadurch Energie- und Betriebskosten für den Betreiber senken“, sagt Kevin XU, Produktmarketing Manager bei Bosch Building Technologies in China. Insgesamt wurden in den Messehallen 425 Hemidirektionale Lautsprecher installiert.

Die Lautsprecher sind Teil der vernetzten Beschallungs- und Evakuierungsanlage Paviro. Dank ihrer flexiblen Systemarchitektur und dem Einsatz von IP-Technologie eignet sich Paviro für eine gezielte Musik- und Sprachwiedergabe in den verschiedenen Hallenbereichen. „Damit sich die Besucher in dem riesigen Gebäude sicherfühlen, muss das System gebäudespezifische Audiosignale sowie systemweite Durchsagen ermöglichen. Die Sprachdurchsage in Halle 1 beispielsweise darf nicht die Musikwiedergabe in Halle 2 unterbrechen – außer bei einer Gefahrensituation“, erläutert Kevin XU.

Das integrierte, intelligente Energiemanagement senkt außerdem den Stromverbrauch und verbessert so die CO2-Bilanz des Gebäudes.

 Die komplette Beschallungs- und Evakuierungslösung besteht aus 27 Paviro Systemen, den bereits erwähnten 425 Hemidirektionalen Lautsprechern und mehr als 9.000 weiteren Lautsprechertypen, wie zum Beispiel Decken- und Säulenlautsprechern. Ein Einbruchmeldesystem mit 1.000 Meldern bietet außerdem umfassenden Schutz vor potenziellen Eindringlingen. 

Aber nicht nur die Komplexität des Shenzhen World Exhibition & Convention Centers hat das Projekt zu einer besonderen Herausforderung gemacht: Die Bosch-Experten mussten die umfassende Lösung innerhalb von zwei Monaten umsetzen. „Die schnelle Bereitstellung der riesigen Produktmenge war eine extreme Herausforderung“, sagt Kevin XU. „Doch das Projektteam hat es in Zusammenarbeit mit den anderen relevanten Abteilungen geschafft, den straffen Zeitplan einzuhalten.“

Info: www.boschbuildingtechnologies.com

Shenzhen World Exhibition & Convention Centers, Installationen von Bosch (Fotos: Bosch Building Technologies)

GLP-Equipment für Jägermeister Pop-Up Club

Jägermeister hat in Berlin mit „Night Embassy“ ein Pop-Up Clubkonzept geschaffen. Für den Zeitraum zwischen September und Dezember des vergangenen Jahres hatten sich 70 Künstlerkollektive beworben, um den temporären Raum für jeweils zwei Wochen künstlerisch bespielen zu dürfen. Sechs solcher Slots waren zu vergeben. „Die vom Creative Board der Night Embassy ausgewählten Konzepte umfassten das gesamte künstlerische Spektrum. Von Installations- und bildender Kunst über Panels und Workshops bis hin zu Parties, Konzerten und Tattoo-Artists war alles vertreten“, so Pedram Panahi von  Jägermeister Deutschland.

Beherbergt wurde die Night Embassy in den Räumen der jetzigen Curfew Bar. Hier standen drei Räume – Club, Galerie und Bar – zur kreativen Nutzung zur Verfügung. Das Lichtkonzept wurde exklusiv mit Leuchten aus dem Hause GLP realisiert.

Verbaut wurden impression FR1 sowie FR1 TM, X4 atom, X4 Bar 10, KNV Dot sowie impression E350 und S350 Wash. Der Großteil der Leuchten kam natürlich im Clubraum zum Einsatz. 25 GLP FR1 wurden in einer 5x5-Matrix direkt über dem Dancefloor installiert, eingefasst von einem LED-Grid. Zwölf X4 Bar 10 fanden ihren Platz an einer Säule in der Raummitte hinter einem Stahlgitter (jeweils drei pro Seite übereinander). Vier weitere X4 Bars, sechs S350 Wash und vier E350 platzierte das Technik-Team der Night Embassy über der Bühne beziehungsweise der DJ-Kanzel. Zwölf KNV Dot sorgten dezentral für zusätzliche Flexibilität in der Lichtgestaltung.

Die Bar wurde von 20 X4 atom beleuchtet, die mit engem Zoom entweder auf Tische strahlten oder mit weitem Zoom für das Grundlicht im Raum sorgten. Die Galerie beleuchteten 25 FR1 TM, die Trackmount-Version des kompakten FR1.

Das Design wurde vom Berliner Lichtkollektiv „Kombinat Licht und Kultur“ entwickelt, umgesetzt, programmiert und gesteuert. „Bei der Eröffnung des Clubraumes zeigten sich sehr viele Gäste von dem einheitlichen Lichtkonzept begeistert. Wir hatten in diesen Wochen vermutlich das schönste Clublicht in ganz Berlin – und waren dabei super flexibel in der Nutzung“, freut sich Panahi.

Felix Fischer vom Kombinat Licht und Kultur war regelmäßig als Operator vor Ort und ebenfalls sehr glücklich mit der lichttechnischen Ausstattung der Night Embassy. „Im Club stachen vor allem die FR1 heraus“, sagt er. „Diese kleine Lampe hat einen schönen Beam und sah im Zusammenspiel mit dem LED-Grid richtig gut aus. Die X4 Bars kommen eigentlich immer gut und bei den E350ern haben mir die Gobos richtig gut gefallen.“

„In der Galerie haben uns die FR1 TM auf Eutrac-Schiene im Zusammenspiel mit der drahtlosen Ansteuerung via CRMX große Flexibilität erlaubt, die wir mit Blick auf die Vielfalt der Nutzung auch dringend brauchten. Je nach Anforderung ließ sich das Setup der Lampen ganz schnell und einfach anpassen.“

Info: www.glp.de

Night Embassy (Fotos: GLP)

Robe-Equipment beim Contact Festival

Ende November 2019 ist bereits zum sechsten Mal das Contact Festival in München über die Bühne gegangen – das bedeutet 17 Stunden elektronische Musik in den Industriehallen Zenith, Kohlebunker und Kesselhaus. Auch zum sechsten Mal hat Magic Event- und Medientechnik die gesamte Technik für die Bühnen Orbit, Space und Atlas bereitgestellt.

Das Equipment Line-up  war auch in diesem Jahr groß. So kamen beispielsweise mehr als 100 qm LED-Material und über 100 Lautsprecher zum Einsatz. Movinglights kamen ausschließlich von Robe. Es kamen 16 MegaPointe, 70 Pointe, 80 LEDBeam 150 und 30 LEDWash 800 zum Einsatz.

 Die Veranstaltung lebt von ihrer Licht-, Laser- und Tontechnik. Ein umfangreicher und spannender Auftrag für das Team um Markus Keichel, Florian Kroiss und Florian Eberle.

Das Herzstück der Veranstaltung bildeten auch dieses Jahr die beiden Rücken an Rücken gebauten Bühnen Space und Orbit inmitten der Zenith Halle. Die Robe Movinglights wurden rund um die drei Bühnen platziert und hatten die alten Industriehallen in futuristische Umgebungen transformiert. Projektleiter Florian Eberle von Magic Event- und Medientechnik: „Das große Leistungsspektrum und die gute Bedienbarkeit lassen unsere Entscheidung immer wieder auf Robe Lights fallen.“

Die Pointe waren zum einen an der Rückwand der Orbit Stage positioniert und sorgten dort für die Beams sowie vielseitige Gegenlichteffekte quer durch die Zenith-Halle. „Da ist der Pointe in Sachen Speed, Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit einfach noch die Referenz“, sagt Operator Daniel Burger. Zum anderen wurden sie auf der Atlas-Bühne in größerer Stückzahl in den Traversenbahnen oberhalb des Publikums platziert und kreierten ein dynamisches Set-up im Raum.

Die MegaPointe waren im Rigg der beiden Bühnen Space und Orbit verteilt und wurden für die Center-Effekte eingesetzt. Mit ihrer Helligkeit erzeugten Sie zudem auf der Orbit-Bühne Effekte auf der Spiegelkugel.

Die LEDBeam 150 wurden für Beams und Washs auf den Traversen oberhalb der Bühnen Space und Orbit eingesetzt. „Der hohe Zoombereich des LEDBeam 150 ermöglicht beispielsweise die imposanten Beameffekte“, erklärt Operator Kilian Augustin den Einsatz.

Die LEDWash 800 waren quer durch die Zenith-Halle im Rigg verteilt und sorgten für die ganze Halle füllende Washs. „Die LEDWash 800 sind einfach universelle Arbeitstiere. Hier hatten wir sie ohne Beamshaper im Einsatz. Mit ihrer effizienten Optik erzeugen sie mit ihrem kleinen Footprint kräftige und homogene Washs“, kommentierte das Operatorteam Georg Forsthuber und Stefan Stummer gemeinsam die optimale Nutzung der Ressourcen.

Info: www.robelighting.de

Contact Festival (Fotos: Magic Event- und Medientechnik)

Lastmess-System von Ron StageMaster für das Gasometer Oberhausen

Das Gasometer Oberhausen ist ein Industriedenkmal der Stadt im Ruhrgebiet. Mit einem Speichervolumen von 347.000 Kubikmetern, 117 Metern Höhe und knapp 68 Metern Durchmesser war er bis 1988 Europas größter Gasspeicher. Anfang der 90er Jahre erfolgte der Umbau zur Ausstellungshalle.

Im Jahr 2018 eröffnete die Ausstellung „Der Berg ruft“, deren Highlight eine monumentale Nachbildung des Matterhorns war. Der Berg wurde anhand moderner 3D-Projektionen im Wechsel der Tages- und Jahreszeiten in Szene gesetzt. Die monumentale Skulptur schwebte seitenverkehrt im riesigen Raum. Die Besucher hatten damit die Gelegenheit, aus der Vogelperspektive auf die bekanntesten Gipfel der Alpen herabzublicken.

Die Skulptur bestand aus einer vor Ort angefertigten Rohrstruktur, die an einer Konstruktion aus Aluminiumtraversen befestigt war. Über die gesamte Skulptur war ein Stoff gespannt, der eine 3D-Nachbildung des Matterhorns bildete.

Mit einem Gewicht von rund 7,5 t war diese Skulptur das schwerste Ausstellungsstück, das jemals im Gasometer gezeigt wurde. Die Herausforderungen bei diesem Ausstellungsprojekt lagen zum einen in den verhältnismäßig hohen einzubringenden Dachlasten, zum anderen im Gebäude selbst. Je nach Sonneneinstrahlung und Witterungsverhältnissen verzieht sich das Gebäude um mehrere Zentimeter. Dank der eingesetzten Lastüberwachung konnte dieses Phänomen sichtbar gemacht und Schäden am Gebäude und am Ausstellungsobjekt vermieden werden.

Die Installation inklusive aller Höhenarbeiten sowie die Realisierung der erforderlichen Hängepunkte übernahm die Seilpartner GmbH aus Berlin. Auch die Installation des RonStageMaster Lastmess-Systems sowie die Überwachung des Betriebs desselben übernahmen die erfahrenen Industriekletterer von Seilpartner. Die Lastmessung erfolgt kontinuierlich über den gesamten Installationszeitraum und wird an mehreren Stellen überwacht.

Wenngleich die Ron StageMaster Lastmesszellen an sich standardisiert sind, ist das System als Ganzes dennoch eine Spezialentwicklung. Dies ist den extrem langen Kabelwegen geschuldet. Zwischen der „ersten“ Lastmesszelle und den Empfängerstationen sind rund 250 Meter Kabel verbaut worden. Insgesamt waren für die Installation des vollständigen Lastmess-Systems über 1.200 Meter Signalkabel erforderlich.

Da das Signal zu schwach ist, um eine solche Distanz zu überbrücken, entwickelte das cast-Team gemeinsam mit dem Hersteller spezielle Signal- und Powerbooster, welche anschließend im Gasometer Oberhausen verbaut worden sind. Diese stellen sicher, dass alle Signale störungsfrei und in entsprechender Qualität an den beiden Empfängern ankommen und ausgewertet werden können. Die Empfänger arbeiten redundant, um eine größtmögliche Ausfallsicherheit zu gewährleisten.

16 Lastmesszellen fiRSTstage RonStageMaster 5000-G4 2,0t, über 1.200 m Datenkabel, zwei Signalbooster, zwei Powerbooster, und zwei CRR im Master/Slave Modus wurden von cast für das Gasometer bereitgestellt.

 Am 27. Oktober 2019 ging die Ausstellung mit 890.000 Besuchern zu Ende. Das Lastmess-System war über 18 Monate im reibungslosen Dauereinsatz.

Die Lastmess-Systeme von Ron StageMaster werden in Deutschland exklusiv von der cast aus Hagen vertrieben.

Info: www.castinfo.de

Ausstellung „Der Berg ruft“ (Fotos: Thomas Machoczek)