Abo bestellen
Newsletter bestellen

Yamaha CL5 Installation im Festspielhaus Baden-Baden

Der frühere Stadtbahnhof der Kurstadt Baden-Baden ist in den 1990er Jahren umfunktioniert worden und dient heute als Foyer des Festspielhauses Baden-Baden. Neben den drei klassischen Künsten Musik, Oper und Ballett, die in der Regel ohne PA auskommen, finden im Festspielhaus außerdem Präsentationen, Jazzdarbietungen, Rockkonzerte und weitere Events statt, bei denen in der Regel Verstärkung zum Einsatz kommt. Das Herz der hierfür nötigen Soundanlage bildet eine digitale Mischkonsole vom Typ CL5.

Der Physiker Karlheinz Müller war mit seinen Berechnungen maßgeblich an der Akustik des Zuschauersaals beteiligt. Ausgangslage: Der Raumklang ist bei klassischen Produktionen sehr gut und darf sich bei Veranstaltungen, die eine Verstärkung benötigen, nicht verschlechtern. Daher wurden für die aktuelle Audionachrüstung eine CL5-Digitalkonsole und zwei Rio1608-D2-Ein-/Ausgangsmodule von Yamaha angeschafft. Das neue System wurde im So0mmer von der Karlsruher Firma Rock Shop GmbH geliefert.

„Bei Events mit Verstärkung ist es sehr wichtig, dass der Sound neutral und verfärbungsfrei wiedergegeben wird, um sich nahtlos in die hochkarätige Raumakustik einzufügen. Die große Verbreitung der Konsolen und der somit fast allen Mischtechnikern vertraute Workflow waren ebenfalls ausschlaggebende Argumente", so Mario Schmidt vom Rock Shop.

Das CL5 unterstützt seine Nutzer mit akustischen Einsatzhinweisen und anderen Audio-Effekten, die bei Theaterproduktionen benötigt werden. Für Präsentationen und andere Sprachanwendungen empfehlen sich das interne „Dan Dugan Automixing“, die hochkarätigen Equalizer und die anpassungsfähige Dante-Audionetzwerktechnik.

Info: www.yamahaproaudio.com

Festspielhaus Baden-Baden (Foto: Thomas Straub)

Know-how von ChainMaster für Theater und Konzerthallen

25 Jahre seit Markteinführung der ChainMaster-Produkte hat sich das sächsische Unternehmen zu einem der weltweit führenden Hersteller für Hebetechnik in der Veranstaltungsbranche entwickelt und bietet ein umfangreiches Produktspektrum für sämtliche Anforderungen vom Einrichtbetrieb über komplexe szenische Bewegungen bis hin zu vollständiger Automatisierung von Vorstellungen in Theatern und Opernhäusern rund um den Globus.

Zu den aktuellen Referenzen der Kettenzugspezialisten aus Eilenburg zählen unter anderem die Zaryadye Concert Hall und das Helicon Theatre im russischen Moskau. Für die Zaryadye Concert Hall wurden vierundzwanzig Kettenzüge mit 500 kg Traglast und zwanzig Kettenzüge mit 1.000 kg Traglast zur Einbindung in das hauseigene Steuerungssystem geliefert. Die Hebezeuge sind mit Absolutwertgebern und Lastmesszellen ausgestattet und entsprechen der DGUV V17(ehemals BGV-C1). Die Installation wurde von Partnern durchgeführt. Im Helicon Theatre entschied man sich für eine Kettenzuganlage für den Einrichtbetrieb nach DGUV V17. Das System besteht aus zweiunddreißig Kettenzügen mit 500 kg Traglast und einer ChainMaster Protouch StageOperator Steuerung.

Ein weiteres herausragendes Projekt im Bereich Theaterinstallation ist die Renovierung der Obermaschinerie im Kreml Staatspalast Theater Moskau. Schon 2003 lieferte ChainMaster ein Kettenzugsystem mit Computersteuerung, welches nach nunmehr 15 Jahren zuverlässiger Arbeit durch das aktuelle XYZ Control System nach SIL3 ersetzt wird. Die Anzahl der Kettenzüge wird von vierzig Antrieben mit Festgeschwindigkeit auf vierundfünfzig neue Antriebe mit 500 kg Traglast und stufenlos regelbarer Geschwindigkeit bis zu 19 m/min erhöht. Die technische Ausführung wird durch die Partnerfirmen SIM und Stroyscirc durchgeführt und soll bis Ende des Jahres beendet sein.

Im Zuge der Modernisierung des Theaterhauses Gessneralle in Zürich wurden achtundzwanzig bestehende BGV-C1 Kettezüge mit Traglast 800 kg auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Auch hier entschied man sich für ein Upgrade auf das Protouch StageOperator System. Die Kettenzüge wurden im Werk Eilenburg mit Inkrementalgebern und Lastmessschäkeln ausgerüstet und vor der Reinstallation einer Prüfung nach UVV unterzogen. ChainMaster bietet für bestehende Kettenzugsysteme der ersten Generation diverse Upgrade-Lösungen für den Einrichtbetrieb bis hin zur szenischen Verwendung nach SIL3 an um den Anwendern eine weitere Verwendung ihrer Hebezeuge zu ermöglichen.

Info: www.chainmaster.de

Helicon Theatre (Foto: ChainMaster)

Green-GO für Dirk Kreuters Weltmeisteroffensive

Dirk Kreuter ist Verkaufstrainer und ist Autor einiger Büchern sowie live auf der Bühne mit seinem Programm Vertriebsoffensive präsent. Der bisher größte Live-Event fand Mitte Juni 2018 in der Dortmunder Westfalenhalle statt. Über 17.000 Besucher hatten sich für das als „Weltmeisteroffensive“ angekündigte Live-Programm angemeldet.

Die GO4IT! GmbH aus Hagen begleitet Kreuter bei seinen Auftritten. Das Team um Geschäftsführer Dirk Hildebrandt und Projektleiter Daniel Böcker bietet Full Service und ist von der Planung bis hin zur Umsetzung für die technische Inszenierung verantwortlich.

Seit gut anderthalb Jahren hat GO4IT! ein digitales Intercom-System von Green-GO im Einsatz. Bei den großen Events in der Westfalenhalle vertraute GO4IT! auf ein Set-up aus zehn Green-GO BPX und acht WBPX Wireless-Beltpacks von Green-GO sowie drei Funkantennen für die drahtlosen Beltpacks. Eine Green-GO Bridge war außerdem über ein weiteres Matrix-Intercom-System eingebunden. Innerhalb des Green-GO Systems wurden verschiedene Gruppen für die einzelnen Gewerke eingerichtet und alle wichtigen Kommunikationsverbindungen auch über Gewerke hinweg hergestellt.

Dennis Kemmerling, verantwortlich für die die administrative Projektleitung: „Unser Green-GO System ist wirklich schnell und einfach aufzubauen. Wir benötigen keinerlei zusätzliche Kabelwege. Ein großes firefly-Glasfasersystem mit vielen Switches haben wir sowieso dabei. Die Einbindung von Green-GO in firefly ist wirklich total easy. Bei festen Häusern kann man es sogar in die vorhandene Netzwerkinfrastruktur einbringen.“

Ebenso war ein Kamerateam vor Ort, das ein eigenes Intercom-System mit einbrachte. Auch dieses konnte problemlos in das Green-GO System eingebunden werden, so dass der Produktionsleiter beispielsweise auch mit der Videoregie sprechen konnte. „Alles in allem ist Green-GO aufgrund seiner Vielseitigkeit, der intuitiven Bedienung und der sehr guten Sprachqualität eine wirklich überzeugende Intercom-Lösung“, bestätigt Kemmerling. 

Green-GO ist in Deutschland exklusiv bei cast aus Hagen erhältlich.

Info: www.castinfo.de

Veranstaltung Weltmeisteroffensive, Regie (Fotos: Inka Englisch)

Die Chauvet-Installation in der Oldenburger Kulturetage

Die Kulturetage im niedersächsischen Oldenburg ist ein Kultur- und Kommunikationszentrum. Neben Konzerten und Theateraufführungen finden hier auch Lesungen, Filmvorführungen, Kabarettveranstaltungen und Partys statt. Mit jährlich über 50.000 Besuchern ist die Kulturetage eine der größten Kultureinrichtungen der Region. Als Veranstalter des Oldenburger Kultursommers (über 90 Events für mehr als 60.000 Besucher) wird ein großes Kulturfestival im Nordwesten Deutschlands organisiert.

Zentrum der Kulturetage ist eine Halle mit einer im oberen Bereich an drei Seiten fest bestuhlten Galerie. Bis zu 800 Gäste finden hier Platz.

Bereits im Frühjahr 2018 war das für die Technik im Haus verantwortliche Team unter Leitung von Hartmut Lanje auf die Suche nach neuen Moving Heads für die jährlich über 70 Konzerte und 80 Theateraufführungen gegangen. Nach einem umfangreichen Shoot-Out fiel die Entscheidung auf Maverick MK1 Spots aus der Chauvet Professional-Serie, von denen ein Großteil fest installiert wurde. Weitere Maverick MK1 Spots sowie die bereits vorhanden Rogue R1 Washlights – ebenfalls aus der Chauvet Professional-Serie, kommen je nach Einsatzzweck mobil zum Einsatz. „Die Chauvet Professional-Produkte laufen absolut zuverlässig und finden bei den unterschiedlichen Lichtdesignern, die mit uns arbeiten, immer positive Resonanz“, resümiert Hartmut Lanje nach dem ersten Halbjahr Einsatz.

Der Chauvet Pro Maverick MK1 Spot ist ein Hybrid Moving Head mit überlappenden 8- und 4-Facetten-Prismen, Gobopaket, 3° - 18°-Zoombereich im Spot-Modus und 19° - 41° im Wash-Modus sowie einem robusten CMY-Farbsystem. Angetrieben wird der Scheinwerfer von einer 440 W Osram Sirius Reflektorlampe. Der Hybrid kann wahlweise via DMX, sACN, Art-Net oder W-DMX angesteuert werden.

Info: www.chauvetprofessional.eu

Chauvet-Moving Heads in der Kulturetage (Fotos: Chauvet)

Earthworks mit Samy Deluxe bei MTV Unplugged

1994 wurde Herbert Grönemeyer die Ehre zuteil, als erster deutschsprachiger Künstler ein MTV Unplugged Konzert zu spielen. 28 Jahre später reiht sich auch Samy Deluxe in die illustre Runde ein – nicht ohne der Konzertreihe mit seinem SaMTV Unplugged etwas Neues beizufügen. So versammelte der Hamburger Rapper im Bauch des Museumsschiffs MS Bleichen nicht nur eine komplette Live-Band inklusive Backing-Sänger und Streicher-Ensemble, sondern auch 18 Gastrapper für einen rund 20-minütigen Gruppen-Freestyle. Für die aufwendige Mikrofonierung von Drums, Percussion und Upright Piano setzten Kaspar Wiens am FoH, Jens Nonnewitz am Monitorpult und der Musical Director Torsten „HazE“ Haas auf diverse Mikrofone von Earthworks Audio.

„Vor dem MTV Unplugged mit Samy habe ich Earthworks eher als extrem hochauflösende Kleinmembraner im Jazz- und Klassikbereich, etwa für Overheads und offene Flügelabnahmen, gesehen“, erklärt Nonnewitz. „Mittlerweile weiß ich, dass die Mikrofone auch im Rock/Pop-Bereiche eine Macht sind.“

Insgesamt setzte das Ton-Team um FoH Kaspar Wiens auf drei verschiedene Earthworks-Modelle: Das PM40 PianoMic Mikrofonsystem für die Abnahme des Upright Pianos, das DM20 für die Floortom am Schlagzeug sowie fünf SR25 Nieren-Kondensatormikrofone für Bongos, Shaker und das Toypiano.

Mit dem Laderaum im Rumpf der „MS Bleichen“ hat sich Samy Deluxe eine Live-Location mit Atmosphäre ausgesucht. Für das Ton-Team bestand die Herausforderung darin, einen ausgewogenen Live-Sound zu kreieren, der gleichzeitig auch für die CD/DVD-Produktion sowie für die Broadcast-Übertragung funktioniert.

„Das Piano hat mir im Vorfeld etwas Sorgen bereitet. Ich war mir nicht sicher, ob wir im Rahmen der Unplugged-Situation mit einer lauten Band eine saubere und gut klingende Abnahme hinbekommen. Doch das PM40 von Earthworks hat mir diese Sorgen genommen“, berichtet HazE. „Durch den schallharten Laderaum waren Übersprechungen allgegenwärtig und der Grundpegel der gesamten Band prägnant auf allen Mikrofonen“, führt Jens Nonnewitz weiter aus. „Aus diesem Grund hat das PM40 am Upright-Piano einen exzellenten Job gemacht – sowohl hinsichtlich der Bauform und Anbringung als auch durch seinen fantastischen Klang.“

Wiens ergänzt: „Wir haben ein Hip Hop/Rap-Unplugged gemacht, in dem nicht nur Balladen gespielt werden. Für uns – und vor allem für Samy – war es daher wichtig, dass es bei den „Abgeh“-Songs richtig ballert und das Publikum ein echtes Konzerterlebnis verspürt und nicht das Gefühl bekommt, Statisten bei einer TV-Aufzeichnung zu sein. Aufgrund der Lautstärke der Band und PA war schnell klar, dass der Deckel des Upright aufgrund der starken Übersprechungen geschlossen bleiben muss. Das PM40-System mit seiner Teleskop-Aufhängung war hierfür die perfekte Lösung. Beide Mikros lassen sich perfekt ausrichten, so dass wir problemlos eine phasenfreie Abbildung der gesamten Tastatur erzielen konnten.“ Auch Nonnewitz kennt die typischen Herausforderungen einer Upright-Abnahme: „Dieser Klaviertyp neigt bei vielen Mikrofonen schnell zum ‚honken‘. Das PM40 hat es jedoch geschafft, den Klangcharakter äußerst natürlich wiederzugeben.“

Auch beim Monitoring spielte das PM40 eine zentrale Rolle und fungierte als Intonationsgeber für die Backing-Vocals und die gesungenen Passagen. „Aus diesem Grund haben wir höchsten Wert auf ein sauberes Pianosignal gelegt“, so Nonnewitz weiter, der gemeinsam mit seinem Monitor-Kollegen Boris Ekambi sämtliche Musiker mit In-ear-Systemen ausstattete.

Mit seiner präzisen Abbildung rhythmischer und melodischer Informationen an den Shakern und dem kleinen Toypiano trugen auch die SR25 mit ihrem linearen Off-Axis-Frequenzverlauf einen wichtigen Teil zum Unplugged-Gesamtsound bei. „Die Auflösung der SR25 bei Percussion-Instrumenten ist extrem präzise und bildet selbst die schnellsten Transienten problemlos ab“, sagt Nonnewitz. „Und dank des enormen Dynamikumfangs mussten wir uns keinerlei Sorgen um Verzerrungen machen.“

„Im Vergleich zu Bassdrum, Snare und laut gespielten Becken liefern Shaker ein eher softes Signal, das in bestimmten Songs jedoch essenziell für den Groove ist. Die SR25 haben diese Aufgabe perfekt umgesetzt“, so Kaspar Wiens.

Earthworks-Equipment kann in Deutschland beim S.E.A. Vertrieb bezogen werden.

Info: www.sea-vertrieb.de

Samy Deluxe beim Unplugged-Konzert (Foto: Janick Zebrowski)