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Megaforce stattet Indoor Meeting Karlsruhe aus

Im fünften Jahr in Folge hat Megaforce das Indoor Meeting Karlsruhe unterstützt, das als Teil der IAAF World Indoor Tour Anfang Februar stattfand. Den Auftrag bekam Megaforce von KME Karlsruhe Marketing und Event. Rund 150 Athleten aus 45 Nationen waren in diesem Jahr beim Meeting am Start.

Seit dem Umzug der Veranstaltung auf das Messegelände in Karlsruhe übernimmt Megaforce Verantwortung für einen Teil der Wettkampfstätten des Sportevents. Zum Auftrag zählen sowohl die Rundbahn als auch das Infield. Dazu Michael Brombacher von Megaforce: „Das Infield ist europaweit eine von nur zwei mobilen Leichtathletik-Sportstätten. Es ist speziell für die Leichtathletik konzipiert und für viele Sportarten wie Weitsprung, Hochsprung, Stabhochsprung oder auch die Laufdisziplinen nutzbar.“

Für die umfangreichen Installationen waren erhebliche Materialmengen erforderlich, die Megaforce mit 15 Trailern anlieferte. Sechs Trailer brachten das Equipment für den Stahlbau, neun weitere die Ausstattung für den Boden.

 

Info: www.megaforce.de

 

Indoor Meeting Karlsruhe (Fotos: Andreas Arnd)

 

Konzerteinsatz für RCF im Bergwerksumfeld

Bei einem Konzert der Queen Tribute-Band „MerQury“ im thüringischen Erlebnisbergwerk Merkers hat das Line Array System HDL 30-A von RCF den Sound geliefert. Das Erlebnisbergwerk Merkers wartet dabei mit einer ganzen Reihe von Besonderheiten auf. Als „Konzertsaal“ dient ein ehemaliger Großbunker für Kalisalz in 500 Metern Tiefe. Dieser hält mit seiner schlauchartigen Form (22 Meter breit und 15-17 Meter hoch) bei einer Länge von 250 Metern und Wänden, die aus nacktem Gestein bestehen, einige Herausforderungen für Bands und Sound-Verantwortliche bereit. Um diese Herausforderungen zu meistern, entschied sich der Veranstaltungsdienstleister PVS Jena für den Einsatz des aktiven 2-Wege Line Array Systems HDL 30-A von RCF, das PVS Jena erst kürzlich in seinen Vermietpark aufgenommen hat. Als weitere RCF-Komponenten kamen SUB 9007, SUB 9004, TT22-A Front Fills, TT052-A Lip Fills und 2x2 TT22-A in 2 Delay-Linien zum Einsatz.

Jens Peterlein, Geschäftsführer bei PVS Jena, zur Entscheidung, das RCF HDL 30-A in dieser besonderen Location zu nutzen: „Das HDL 30-A System hat uns bei diesem besonderen Konzert hervorragende Dienste geleistet. Durch seine kompakte Bauform und in dieser Leistungsklasse geringe Gewicht und Größe, passte das System für den Anlass und die Location perfekt. Die Aufbauzeiten in Merkers sind sehr kurz und die Anlieferung durch die Schachtanlage ist sehr aufwendig und bedarf genauester Vorplanung – 500 m mit dem Fahrstuhl und dann 15 Min per Transporter unterirdisch bis zur Event-Halle – da muss jeder Weg gut überlegt sein. Mit dem RCF-eigenen Software-Tool RDNet in der gerade neu vorgestellten Version 3.1 mit integriertem Prediction Tool konnten wir das System im Vorfeld sehr gut simulieren, exakt konfigurieren und schnell installieren, ein weiterer ausschlaggebender Pluspunkt im Live-Betrieb.“

Ziel bei der Installation der PA war es, den Bereich hinter dem Podium und der Bühne so leise wie möglich zu halten und die Beschallung der Location und des Publikums auf 100 Meter zu begrenzen – natürlich unter Berücksichtigung der speziellen Reflektionseigenschaften des Großbunkers. Als Haupt-PA kamen beim Konzert 2x 8 HDL 30-A Module (hängend) und 4x Sub 9007-A (side) 4x Sub 9004-A (center) zum Einsatz. Die Subs wurden jeweils im Cardioid Modus platziert und per vorprogrammierten Preset akustisch optimiert. Als Frontfills kamen RCF TT22-A, als Nearfills 2 TT052-A Module zum Einsatz. Während die Musiker der Band mit In-Ear System spielten, bevorzugte Sänger Johnny Zatylny die Variante mit zwei Monitorboxen (TT25CXA) auf der Bühne. Die Einrichtung der PA war auch hier perfekt und Sänger und Band zeigten sich begeistert über die Audioeigenschaften auf der Bühne.

Bei einer Entfernung von 30 und 60 m zur Bühne sorgten 2x2 TT22-A Multifunktions-Boxen als Delays für einen homogenen Sound auch in den hinteren Reihen und vermieden dennoch Reflektionen durch die Rückwand des als Schlauch in den Berg gegrabenen Stollens.

Die Abstimmung der Line-Arrays und Subs mit den Delay-Modulen war laut Peterlein so perfekt, dass bis in die letzte Reihe der Eindruck entstand, der Sound komme direkt von der Bühne. „So waren auch die Zuschauer in den hinteren Reihen des ausverkauften Konzerts mittendrin und der Funke sprang direkt über. Das war wirklich sehr eindrucksvoll“, ergänzt Peterlein. Durch die in der neuen RDNet Software verfügbare individuell mögliche Anpassung von Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit war eine kontinuierliche akustische Anpassung der Umweltparameter an die sich im Laufe der Veranstaltung verändernde Raumakustik in Echtzeit möglich.

Info: www.rcf.it

Konzert im Erlebnisbergwerk (Fotos: Jürgen Scheere)

cast-Service begleitet Mamma Mia! auf Tour

Mamma Mia! ist ein 1999 uraufgeführtes Jukebox-Musical, Hits der schwedischen Band ABBA in den Vordergrund stellt. Seit der Premiere in London haben das Stück weltweit 54 Millionen Menschen in 400 Städten gesehen. Allein die von der Stage Entertainment GmbH produzierte deutschsprachige Original-Inszenierung in der Übersetzung von Michael Kunze und Ruth Deny zog bislang über sieben Millionen Besucher an.

Seit Juli 2018 ist die Produktion nach drei Jahren Pause wieder in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterwegs. Das Lichtdesign des Musicals stammt von Howard Harrison und bietet insgesamt 80 VL2500 Scheinwerfer von VariLite auf. Pia Virolainen, Associate Lighting Designer der Produktion, wünschte sich die im Original-Lichtdesign spezifizierten Scheinwerfer auch für diese Tournee. Im Mamma Mia! Design sind VL2500 in schwarzer und weißer Lackierung vorgesehen. Insbesondere die weiß lackierten Geräte waren jedoch auf dem deutschen Markt nicht in der erforderlichen Stückzahl verfügbar und mussten international zugemietet werden.

„Die VL2500 sind für mich integraler Bestandteil des Lichtdesigns“, bestätigt Pia Virolainen. „Die schwarz und weiß lackierten Movinglights sind einerseits ein optisch bedeutsames Element des Bühnenbildes, andererseits war es mir wichtig, die im Design vorgesehenen Farben exakt wiederzugeben. Daher waren die VL2500 schlichtweg gesetzt.“

Um einen reibungslosen Ablauf der Tourproduktion zu gewährleisten, fragte Stage Entertainment beim Varilite-Vertrieb cast für einen On-Tour-Service an. Sven Siller, Mitarbeiter des technischen Service von cast, nahm sich dieser Aufgabe an und prüft seitdem nach jedem Load-In in einer neuen Spielstätte im Rigg, ob alle Scheinwerfer korrekt spielen oder ob Wartungsbedarf besteht. „Das passiert zeitlich oft schon während des Einbaus und auch danach, wenn alle anderen Gewerke schon Feierabend haben“, erläutert Siller. Sillers Arbeitsplatz ist dabei hoch oben im Rigg. „Bei Mamma Mia! wird sehr viel Wert auf die korrekte Fokussierung der Scheinwerfer gelegt, sodass nach dem Einrichten keine Traverse mehr verfahren werden darf.“

Info: www.castinfo.de

Servicestation für die VL2500 (Fotos: Sven Siller)

Stage Tec-Wandler digitalisiert historische Aufnahmen der Berliner Philharmoniker

Mit dem Nexus A/D-Wandler XMIC+ des Berliner Herstellers Stage Tec sind historische Rundfunkmitschnitte der Berliner Philharmoniker digitalisiert worden. Die Aufnahmen entstanden von 1939 bis 1945 und wurden von Wilhelm Furtwängler dirigiert. Die Konzerte sollten möglichst originalgetreu in höchster Audioqualität digital abgetastet und in 24-Bit-Auflösung nachbearbeitet und remastered werden.

„Bei dem extrem sensiblen Vorgang des Transfers der historischen Bänder hatte optimale Signalqualität bei gleichzeitiger absoluter Zuverlässigkeit für uns die höchste Priorität, “ erklärt Christoph Franke, Recording Producer bei Berliner Philharmoniker Recordings. „Da die Anzahl der Überspielvorgänge so gering wie möglich gehalten werden musste, war der extreme Headroom bei immer idealem Arbeitspunkt und die absolute Linearität der Stage Tec-Wandler für uns ein entscheidendes Kriterium. Die hohe Auflösung der Wandlung erlaubt Reserven bei der späteren Bearbeitung, die sich auch auf den vergleichsweise geringen Nutzsignalbereich dieser historischen Aufnahmen positiv auswirken.“

Berliner Philharmoniker Recordings veröffentlichen die remastered Aufnahmen auf 22 CD/SACD in einer Edition, die dem damaligen Chefdirigenten Wilhelm Furtwängler gewidmet ist. Sie enthält 21 Symphonien und Solokonzerte unter anderem von Beethoven, Brahms, Mozart, Bruckner und Schubert. Das Originalmaterial gelangte nach dem zweiten Weltkrieg in die Sowjetunion und kam erst Anfang der 1990er Jahre zurück nach Deutschland.

Info: www.stagetec.com

Stage Tec-Wandler, historisches Tonband (Fotos: Stage Tec, Sebastian Reimold)

Erstes Obermaschinerie-System von ETC in Deutschland in Betrieb

Erstmals kommt ein TÜV geprüftes ETC Rigging Obermaschinerie-System in Deutschland zum Einsatz: Das Theater Neuberinhaus in Reichenbach investierte im Herbst 2018 in neue Bühnentechnik – und setzte dabei ganz auf ETC-Equipment. Das Haus verfügt nun über acht Prodigy P2-Bühnenseilwinden und eine QuickTouch+12-Steuerung. Die Theater-Verantwortlichen sind von den flexiblen, leicht bedienbaren und leisen Bühnentechnik-Systemen überzeugt. Deshalb will man 2019 in weitere vier Prodigy P2-Seilwinden investieren.

Das Neuberinhaus in Reichenbach im Vogtland ist eine Theater- und Event-Location. Um dem breiten Angebot bühnentechnisch gerecht werden zu können, investierten die Betreiber des im 19. Jahrhundert erbauten Traditionshauses jetzt erneut in Bühnentechnik. Im Mittelpunkt der Investition: die 16, vor knapp 35 Jahren angeschafften Prospekthandkonterzüge wurden durch acht ETC Prodigy P2-Bühnenseilwinden ersetzt. Eine QuickTouch+12-Maschinerie-Steuerung rundet das Upgrade nicht nur technisch ab – die Installation stellt auch das erste TÜV ETC Rigging Obermaschinerie-System in einem deutschen Theater dar.

Ronald T. Böhm, Leiter des Neuberinhauses Reichenbach/V.: „Wir sind ein klassisches Gastspielhaus. Auf unserer Bühne sind Eigenproduktionen sowie Aufführungen von Gastspielagenturen zu sehen. Durch den ständigen Wechsel der Stücke und Anforderungen müssen unsere Techniker flexibel reagieren können. Ein schneller Bühnenumbau ist deshalb essentiell. Mit den Prodigy P2-Seilwinden sparen wir uns jetzt das zeit- und personalaufwendige Gegenkontern – das ist ein enormer Vorteil.“

Es ist nicht der einzige Vorzug den Böhm seit der Installation der P2-Seilwinden vor knapp vier Monaten ausgemacht hat. Er nennt gleich eine ganze Reihe an Vorteilen, Verbesserungen und neuen Optionen, seit „sein Haus“ mit P2-Seilwinden bestückt ist: der Bedienkomfort habe sich deutlich verbessert, die integrierte Lastmessung und die automatische Schlaffseilerkennung erleichterten den Technikern den Job und die Zuverlässigkeit sei makellos. Aus diesen Gründen investiert das Team des Neuberinhauses bereits im nächsten Jahr erneut in weitere vier Prodigy P2-Seilwinden. „Wir haben ja gesehen“, sagt Böhm, „dass unser Haus auf Grund der neuen Technik stark an Attraktivität gewonnen hat. Somit ist das für uns eine lohnende Investition.“ Zumal die Installation der Prodigy P2 in sehr kurzer Zeit erfolgte und keine allzu große Hürde darstellt: „Die Prodigy P2 wiegt ja nur 152 Kilo“, sagt Böhm, „da haben wir statisch keinerlei Probleme.“

Eine QuickTouch+12-Maschinerie-Steuerungen von ETC ergänzt die acht installierten Prodigy P2-Seilwinden. Sie kann bis zu zwölf Achsen steuern. Zur Steuerung der Obermaschinerie haben die Techniker zwei Optionen: eine Steuereinheit ist an der Theaterwand fixiert, eine weitere dient dem Team als Fernbedienung. Mithilfe der QuickTouch+12-Maschinerie-Steuerung lassen sich per Knopfdruck Laststangen oder Seilwinden bewegen und im Einrichtbetrieb in die optimale Position bringen – zum Beispiel um Lampen zu wechseln. „Das Feedback der Haus- und Gastspiel-Techniker ist höchst positiv“, sagt Böhm und ergänzt: „Auch weil die neue Technik völlig geräuschlos funktioniert. Das kommt dem Betrieb in den Umbaupausen zugute.“

Info: www.etcconnect.com

Prodigy P2 (Foto: ETC)