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Aventem realisiert facettenreiches Veranstaltungskonzept

Anfang Oktober hat Aventem aus Hilden die Wandelbarkeit der WDL Luftschiffhalle in Essen demonstriert. Der Veranstaltungsdienstleister hatte den architektonisch anspruchsvoll wirkenden Hangar in eine Partylocation verwandelt. Das technische Set-up für die Feier eines führenden deutschen Energieanbieters inklusive Rigging und Bühnenbau war dabei von Aventem zu realisieren.

Dafür hatte das Aventem-Team eine zentrale Bühne mit Groundsupport für das Rigging der Lautsprecher und des im Vorfeld detailliert entwickelten Scheinwerfer Set-ups geplant und konstruiert. Weitere Traverseninstallationen mit zusätzlichem Licht-Equipment und Audio Delay, aufgehängt nach Vorgaben eines Statikers an den filigranen Trägern der Hallenkonstruktion, zogen sich gradlinig durch die Luftschiffhalle, um auch noch den letzten Winkel der Location ausleuchten zu können.

Dabei nutzte das Aventem-Team High-End Beleuchtungstechnik aus dem eigenen Fundus. LED Movinglights in unterschiedlichen Stärken in Profile- und Wash-Ausführung sorgten für Effekt- und Aktzentbeleuchtung und auch die Führungslichter wurden mit stromsparender LED Technik eingesetzt. Zahlreiche akkkubasierte Leuchtröhren wurden genutzt, um schwer per Kabel zugängliche Stellen in Szene zu setzen. Das üppige lichttechnische Set-up war dabe so angelegt, dass die Luftschiffhalle während der Veranstaltung dann auch jederzeit in anlassgerechte Stimmungen versetzt werden konnte. Ein Highlight waren die selbstentwickelten Buffett-Leuchten, die ebenfalls per Akku betrieben, die Speisen adäquat inszenierten.

Das wirklich kreative Moment des Veranstaltungsdesigns entstand im Vorfeld durch eine runde, fliegende Bühne, die auf eine Rundtheke aufgesetzt war. Auf der Hauptbühne hatten dann zwei Führungskräfte die Veranstaltung angestoßen. Mit Abgang der Vorstände schwebte die Kreisrunde Bühne empor, um schließlich an Ihrer Unterseite in einer schrägen Stellung vor dem Luftschiff das Veranstaltungsmotto zu zeigen.

Info: www.aventem.de

Kuchem Konferenz Technik richtet Incentive-Event aus

In der Motorworld Rheinland hat Kuchem Konferenz Technik ein großes Mitarbeiterfest ausgerichtet. Das Kuchem-Team hatte den Event geplant und dann auch umgesetzt. Drei verschiedene Bereiche galt es dabei, mit Licht, Ton, Video, Rigging und Bühnenbau auszustatten. Kuchem hatte dazu unter anderem eine 12 x 6 m große Bühne mit LED-Wand, eine dreistöckige Tribüne mit Lounge-Bereich und  ein ausgeklügeltes Lichtkonzept mit mehr als 200 Scheinwerfern kreiert. Für den Sound der Liveband sorgten unter anderem 16 Leopard Line Arrays und zwölf HP 600er Bässe. Zwei Groundsupports wurden, mit Voléstoff verkleidet, in die Szenerie integriert. Für zusätzliche Effekte sorgten mehrere Spiegelkugeln mit einem und zwei Meter Durchmesser sowie der Einsatz von CO²-Jets.

Info: www.kuchem.com

Incentive-Event (Foto: Kuchem Konferenz Technik)

Christie setzt Kreationen des Modeschöpfers Thierry Mugler in Szene

Die erste Retrospektive über den Couturier, Fotografen, Regisseur und Parfümeur „Thierry Mugler: Couturissime“ hat mehr als 290.000 Besucher in das Montreal Museum of Fine Arts (MMFA) gelockt. Über 150 Kleidungsstücke und Accessoires, Theaterkostüme, Videos, Filmclips, seltene Drucke sowie unveröffentlichte Skizzen wurden zusammengetragen und mit Hilfe von 15 1DLP Projektion der Christie GS-Serie in Szene gesetzt wurden. Aktuell ist die Ausstellung in Rotterdam zu sehen, bevor sie im April nächsten Jahres nach München zieht.

Die konzeptionelle Planung für „Thierry Mugler: Couturissime“ begann bereits im Frühling 2018, als das Museumsteam den Ablauf der Ausstellung und die Planung für die Integration der Projektionstechnik festlegte. Die Ausstellung wurde als Oper in sechs Akten angelegt und erstreckt sich vom ersten Akt, „Macbeth and the Scottish Lady“, bis zum letzten Akt, „Futuristic and Fembot Couture“.

„Die Vielfalt der Themen und Ideen, die in der Ausstellung präsentiert wurden, erforderte eine vielseitige Ausstattung, die sich für verschiedene Atmosphären eignet – von der dunklen und gespenstischen Atmosphäre bei „Macbeth“ bis hin zum immersiven fantastischen Dschungel der „Metamorphose“, erklärt Sandra Gagné, Head of Exhibitions Production, MMFA. „Das Team von Christie war sehr hilfreich, bei der Wahl des richtigen Produkts, und unterstützte uns bei der Positionierung der Projektoren in den Räumen.“

Die Projektionen kommen in drei Akten zum Einsatz. In „Macbeth“ betreten die Besucher die Ausstellung und sehen zuerst die Kostüme, die Mugler für La Tragédie de Macbeth entworfen hat sowie ein Hologramm von Lady Macbeth des Künstlers Michel Lemieux für 4D Art, Montreal. „Die Hologramm-Projektion begrüßt die Besucher mit einer eindrucksvollen Performance: die schlafwandelnde Königin wird von dem Blut heimgesucht, das an ihren Händen klebt, und wird schließlich langsam in den Wahnsinn getrieben“, so Gagné.

Im Akt „Stars & Sparkles: Staging Fashion“ werden Videoclips über Muglers Arbeit bei der Gestaltung von Modeschauen auf eine große Leinwand am Ende des Raums projiziert und ergänzen so die dramatische, ausgestellte Mode. Muglers Faszination für die Welt der Tiere wird in „Metamorphosis“ präsentiert und verlangte nach einem verzaubernden, immersiven AV-Erlebnis, das vom preisgekrönten Special Effects Studio Rodeo FX (Stranger Things, Game of Thrones) aus Montreal erschaffen wurde.

„Der Akt Metamorphosis setzt sich aus einer landschaftlich eindrucksvollen Umgebung zusammen“, beschrieb Gagné. „Die Projektionen entführen die Besucher in den Dschungel, die Wüste und den Ozean, wo sie die extravaganten Kostüme von Mugler intensiv erleben können. Die Anordnung der zahlreichen Projektoren im Raum ermöglicht ein mitreißendes Panoramaerlebnis.“

Das MMFA benötigte Projektoren, die nicht nur hochauflösend, leistungsstark und zuverlässig sind, sondern auch die hohen Ansprüche an die Farbwiedergabe erfüllen. Ein Kriterium, das insbesondere in der Modewelt von besonderer Bedeutung ist. Durch die integrierte Christie BoldColor Technologie wurden die Christie DWU850-GS Projektoren dieser Herausforderung bestens gerecht. Das Format der Geräte war ebenfalls von Vorteil: „Für den Transport war auch das Gewicht des Projektors wichtig. Denn wir brauchten ein leichtes, aber zuverlässiges Gerät, das ausreichend robust ist, um den Transport zu überstehen“, führte Gagné weiter aus. Die Christie GS-Serie erledigte die an sie gestellten Aufgaben vortrefflich und erhielten positive Resonanz von den Besuchern und dem Künstler.

Die MMFA-Ausstellung wird zusammen mit den Projektoren von Christie vom 13. Oktober 2019 bis 8. März 2020 in der Kunsthal Rotterdam zu sehen sein und dann vom 3. April bis 20. September in der Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung in München Station machen.

Info: www.christiedigital.com

Szenen aus der Thierry Mugler Ausstellung (Foto: Nicolas Ruel)

ChainMaster Equipment für den Kreml Staatspalast

Bereits in 2004 hat ChainMaster das Consulting Office Russia / EAEU unter der Leitung von Slawa Serdyukov gegründet. In den vergangenen 15 Jahren wurde das Vertriebsnetz ausgebaut und zahlreiche Projekte erfolgreich realisiert, darunter unter anderem die Zaryadye Concert Hall, das Helicon Theater oder die Olympischen Spiele 2014 in Sotchi.

Ein weiteres herausragendes Projekt im Bereich Theaterinstallation ist die Renovierung der Obermaschinerie im Kreml Staatspalast Theater Moskau. Schon 2003 lieferte ChainMaster ein Kettenzugsystem mit Computersteuerung, welches 2018 nach 15 Jahren zuverlässiger Arbeit durch das aktuelle XYZ Control System nach SIL3 ersetzt wurde. Die Installation umfasst 40 ChainMaster VarioLifts BGV-C1 SIL3 mit einer Traglast von 500 kg und stufenlosregelbarer Geschwindigkeit von 0-19 m/min bei einer Hubhöhe von 35 m.

Das für szenischen Betrieb zertifizierte XYZ Control System wurde auf Kundenwunsch modifiziert und besteht aus zwei unabhängig voneinander arbeitenden Bedieneinheiten, die an mehreren Steckstellen im Theater angeschlossen werden können. Dieses Jahr erweiterte das Theater die Kettenzuganlage um weitere 14 baugleiche Antriebe auf eine Gesamtanzahl von 54 Kettenzügen. Die technische Ausführung wurde durch die Partnerfirmen SIM und Stroyscirc durchgeführt und soll bis Ende des Jahres beendet sein.

Info: www.chainmaster.de

Chainmaster Equipment im Kreml Staatspalast Theater Moskau (Fotos: ChainMaster)

Tageslichtnahe Beleuchtung mit Rosco Custom LitePads

Das St. Annen-Museum in Lübeck befindet sich in den Räumen eines Klosters und verfügt über eine Sammlung mittelalterlicher Bildwerke. Diese umfasst kostbare Schnitzaltäre, Tafelmalereien, Holz- und Kalksandsteinskulpturen aus dem 13. bis frühen 16. Jahrhundert, liturgisches Silbergerät und Gewänder. Der einzigartige Passionsaltar von Hans Memling und der Danziger Paramentenschatz sind die Highlights der Sammlung.

2019 wurde der Raum, der ausgewählte textile Objekte aus dem Danziger Paramentenschatz präsentiert, neu gestaltet. Das in diesen besonderen Gewölberaum einfallende Tageslicht wird gefiltert durch zwei kunstvoll gestaltete Kirchenfenster, welche in die Fensterlaibungen eingestellt sind. Die Wirkung der Glasmalereien soll sich auch nach der Dämmerung noch entfalten können. Deshalb suchten das Museum und das beauftragte Büro Kober Lichtplaner aus Dortmund nach einer künstlichen Beleuchtungslösung, die der Wirkung des Tageslichts nahe kommt, ohne selbst als System sichtbar zu werden. Die Lichtingenieure und Lichtarchitekten um die Inhaberin Nicole Kober befassen sich seit der Unternehmensgründung im Jahr 2006 mit allen lichtplanerischen Aufgaben im Bereich der Architektur sowie des Kunst- und Ausstellungswesens.

Die beiden kunstvollen Glasmalereien stammen aus dem Fenster der Heiligen Helena, das sich ursprünglich im Lübecker Burgkloster befand. Sie zeigen die Szenen „Schlacht an der milvischen Brücke“ und die „Auffindung des Heiligen Kreuzes“ mit der Heiligen Helena. Die Ende des 15. Jahrhunderts entstandenen leuchtenden Glasmalereien, die erst durch das einfallende Licht zum Leben erweckt werden, galten als Abbild des Himmels.

Sowohl das St. Annen-Museum als auch die beauftragte Lichtplanerin Nicole Kober wünschten sich hierfür eine äußerst gleichmäßige Hinterleuchtung durch eine externe, möglichst „unsichtbare“ Lichtquelle, die zudem mit dem abnehmenden Tageslicht langsam und dezent in der Beleuchtungsstärke zunehmen sollte. Das Büro Kober Lichtplaner hatte das System der Rosco LitePads bereits in einem Kirchenprojekt in Gladbeck bemustert und dort die sehr gute Wirkung erkannt.

cast aus Hagen lieferte letztlich zwei individuell auf Kundenwunsch angefertigte, transparente Custom LitePads HO90 von Rosco. Dabei handelt es sich um acht Millimeter dünne LED-Profil-Lichtquellen mit einer Farbtemperatur von 2.800 K, 4.000 K oder 5.300 K. Sie bieten einen sanften, gleichmäßigen Lichtauslass nahezu ohne Hitzeentwicklung.

Im St. Annen-Museum Lübeck lässt die transparente Version des LitePads das Tageslicht ungehindert passieren. Wenn in den Abendstunden das Tageslicht nachlässt, initiiert ein Dämmerungssensor eine programmierte Show, die in einem sanften Fade-In die LightPads langsam hochfährt. Dies erlaubt bei entsprechender Programmierung, dass sich in der Dämmerungsphase das abnehmende Tageslicht sanft und kaum merklich mit dem zunehmenden Kunstlicht mischt.

„Eine leichte Diffusorebene zwischen den farbigen Fenstern und den LitePads sorgt dafür, dass die leichte Struktur innerhalb der LightPads weichgezeichnet wird und das Licht absolut homogen über die gesamte Fläche durch die Fenster scheint. Durch die eigens an die Rahmenkonstruktion der Kirchenfenster angepasste Unterkonstruktion für die LitePads sind auch die seitlich in die Platten eingespeisten LEDs nicht durch die Fenster hindurch sichtbar“, so die Lichtplanerin.

Für die Ansteuerung der LightPads kommt ein AC 612 DIN Mini-DMX-Controller von ELC Lighting Systems zum Einsatz, der die LightPads vollautomatisch steuert und die programmierte Dimmkurve abfährt. Der AC 612 DIN ist ein Hutschienencontroller mit zwölf Schalteingängen zur Ansteuerung von zwölf Speicherplätzen für einzelne Cues (Szenen) oder Cuelisten (Programme) mit insgesamt 126 Cues.

Info: www.castinfo.de

Rosco-Installation (Foto: Nicole Kober)