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Chauvet Professional im Sommerfestival-Einsatz

Beim Rathenower Sommerfestival „Mit Distanz um den Teich“ haben Lichtdesigner Denny Arndt und die Soundspower Event GmbH mit Chauvet Professional-Scheinwerfer für eine aufmerksamkeitsstarke Lichtshow gesorgt

Das Festival im Optikpark der Stadt Rathenow wurde von DJs bespielt, die allesamt auf der Mitte des zentralen Gewässers platziert wurden. Eine eigens dafür errichtete 180-Grad-Bühne auf einer Metallrahmenkonstruktion in Teichmitte diente hierbei als DJ Area. Gäste des Festivals platzierten sich unter Wahrung von Abständen um den See herum, um so die Hygienemaßnahmen einzuhalten.

Da die improvisierte Bühne keinen üblichen Backdrop zuließ, nutzte Arndt, Inhaber von BlendWerk Design, insgesamt 40 ÉPIX Strip IP um die Architektur der Stage hervorzuheben und den DJ-Bereich klar zu definieren. „Ich gruppierte die Strips in zwei Bereiche. Einmal links und einmal rechts von der Mitte aus gesehen,“ erklärt er. „Das gab der Szenerie um die Künstler eine gewisse Struktur und markierte gleichzeitig die Trennung zwischen Wasser und Bühne.“

Die ein Meter langen RGB-LED Strips verliehen der Bühne nicht nur eine Form, sie unterstützten die Auftritte der DJs auch mit einem dynamischen Lichtdesign. Via MediaMaster Pro, über Kling-Net angesteuert, konnte Arndt eine Vielzahl an Pixel-Mapping-Effekten über die Strips laufen lassen und so die Performances visuell hervorzuheben.

Auch das umliegende Wasserareal nutzte Arndt und integrierte es in sein Design. Dafür nutzte er 16 Rogue R1 BeamWash von Chauvet Professional, mit denen er die Wasserfläche mit farbigem Licht ausleuchtete. Unterstützend bei diesem Lichtspiel war vor allem der weite Zoom der RGBW-Scheinwerfer von fünf bis 58,2ﹾ.

„Mir war es besonders wichtig, ein ausgewogenes und ansprechendes Gesamterscheinungsbild zu erzielen", fasst Arndt zusammen. „Die Rouges haben hier wunderbar mit meinen Spot-Fixtures zusammengearbeitet und hatten auch mehr als genug Leistung, um von den Spots nicht von den ‚überschattet‘ zu werden. Das war mir wiederum sehr wichtig um eine schöne Balance zu erzielen.“
Auch wurden die RGBW Rogue R1 BeamWash-Scheinwerfer genutzt, um die über die Stage querende Metallstruktur in verschiedenen Winkeln zu beleuchten, um hier noch mehr Struktur zu erzeugen. Beim Key-Lighting für die auftretenden Künstler stützte sich Denny Arndt auf zwölf Ovation F-55WW Fresnel-Leuchten. Deren warmweißes Licht machte die DJs für alle Gäste auf großer Distanz sichtbar.

Info: www.chauvetprofessional.eu

DJ Bühne beim Sommerfestival (Fotos: Soundspower Event)

„Hamilton Programmier-Projekt“ für Eos Augment3d

ETC hat sich mit einem preisgekrönten Broadway-Beleuchtungsteam zusammengeschlossen, um eine neue Herausforderung zu präsentieren: das „Hamilton Programmier-Projekt“.

Initiator für diese virtuelle Schulung war David Arch, Programmierer des Broadway-Musical-Hits „Hamilton“. Er kam auf die Idee, als er sich intensiv mit Eos Augment3d beschäftigte. Eos Augment3d ist eine Programmierumgebung, die in der Eos Software v3.0 enthalten ist, die es Benutzern von Eos-Konsolen oder ETCnomad ermöglicht, in einem dreidimensionalen Raum zu steuern und zu gestalten. Beim „Hamilton Programmier-Projekt“ arbeiten Teilnehmer mit originalen Tournee-Anweisungen. Darauf basierend soll das Eos-Show-File des Tony Award-prämierten Licht-Designs bearbeitet werden – in Eos Augment3d.

Als anspruchsvolle Aufgabe und dazu perfekte Übung sah Arch den Import des 3D-Modells des Hamilton-Bühnenbilds aus dem Pre-Visual der ersten Tournee-Produktion, inklusive des Licht-Setups. Mit Augment3d – als virtuelle Spielstätte – programmierte er als ersten Schritt einfache geometrische Figuren, richtete konventionelle Scheinwerfer aus, passte Movinglight Presets an und fügte der Kulisse und Drehbühnen virtuelle Schauspieler hinzu.

Nachdem Arch die Verantwortlichen von ETC und des Musicals für seine Idee spontan begeistern konnte, machte er sich daran, das Projekt zu konkretisieren: Er reduzierte die Show-Datei auf 13 kurze Cue-Sequenzen und stellte ein Paket mit echten Anweisungen der dritten „Hamilton“-Tour zusammen, darunter: ein Kegel-Layout-Sheet, Charts von konventionellem und beweglichem Licht, Gobo-Bilder, Preset-Charts und ein Magic Sheet. Projekt-Teilnehmer können auf diese Unterlagen zugreifen, um die Cue-Sequenzen in Augment3d neu zu erstellen – und sie können, das erhöht den Lerneffekt, ihre Arbeit mit Bildern aus Archs eigener Augment3d-Datei vergleichen.

Die Teilnehmer erhalten überdies die Möglichkeit, mit einer virtuellen Nachbildung des Hamilton-Sets zu arbeiten. „Es handelt sich dabei um die vollständige 3D-Vektorworks-Version des Scenic Designers David Korin, sie ist wunderschön“, sagt Arch. „Es ist ein Einheitsbühnenbild in dem man die Treppe fahren und viel Spaß mit den Drehbühnen haben kann. Es gibt eine Menge Details zu erkunden.“

Das „Hamilton Programmier-Projekt“ ist für unterschiedliche Wissens-Level angelegt. Es hält sowohl ein Show-File für Einsteiger, als auch für Fortgeschrittene bereit. Während das Einsteiger-Show-File ein funktionsfähiges Rig als Ausgangspunkt hat, hält das Show-File für Fortgeschrittene überdies Augment3d-Anwendungen parat. Das Projekt bietet übrigens bewusst keine Step-by-Step-Anleitungen, sondern ermutigt Teilnehmer, ihre eigene Kreativität und ihr eigenes Know-How einzubringen, um Snapshots, Makros, Magic Sheets und andere Programmierlösungen zu erstellen. „Hoffentlich“, so Arch, „sehen die Lichtszenen der Teilnehmer am Ende so ähnlich oder vielleicht sogar besser als unsere aus.“

Info: www.etcconnect.com

Hamilton Programmier-Projekt (Foto: ETC)

Riedel sorgt für die Teamkommunikation in der 2020 NBA Bubble

Riedels Bolero und Artist Intercom bilden ein umfangreiches Kommunikations-Backbone für die 2020 NBA Bubble in Orlando, Florida. Die in der Walt Disney World errichtete NBA Bubble ist eine strikte Isolationszone, die Spieler und Produktionsteams vor Covid-19 schützt und so die Fortsetzung der Basketball-Saison 2019-2020 ermöglicht.

Firehouse Productions realisierte die auf ein umfassendes Hygienekonzept zugeschnittene Riedel-Lösung, mit der Offizielle, Trainer und Produktionsteams während der NBA-Spiele im ESPN Wide World of Sports Complex sicher kommunizieren können.

„Bei diesem äußerst komplexen und anspruchsvollen Set-up für die NAB gab es für uns keine andere Option als ein Riedel-Backbone. In Zusammenarbeit mit dem Riedel-Team ist es uns gelungen, eine wirklich elegante und integrierte Lösung zu entwickeln, die glasklare Kommunikation ermöglicht und gleichzeitig sicherstellt, dass alle Beteiligten einen sicheren Abstand voneinander halten“, so Vinny Siniscal von Firehouse Productions. „Dank der Möglichkeit, kundenspezifische Logikfunktionen ins Artist-Netzwerk zu programmieren, konnten wir zusätzliche Redundanz einbauen und eine effektive Überwachung des gesamten Intercom-Ökosystems gewährleisten. Genau solche Features machen oft bei Großveranstaltungen den Unterschied.“
Das Set-up von Firehouse Productions besteht aus zwölf Riedel Artist Intercom Nodes, die fast 500 aktive Ports für 113 Master Panels, 57 Performer Beltpacks, 116 Bolero Beltpacks und 186 analoge 4-Draht-Verbindungen zu sechs Ü-Wagen vor Ort bereitstellen.

Das Bolero-Netzwerk, das auf zwei redundanten Hub-and-Spoke-Netzwerken mit Luminex-Switches basiert, bietet bis zu 128 Multicast-Flows sowie Raum für Erweiterungen, wenn mehr Beltpacks benötigt werden. Denn mit Bolero kommunizieren nicht nur Produktionsteams – auch Trainer und Funktionäre können sich mit Scorern und anderem Spielpersonal unterhalten, das nun hinter Plexiglasschirmen am Spielfeldrand abgeschirmt ist.

Info: www.riedel.net

Bolero Equipment (Foto: Riedel)

Jahreshauptversammlung bei Webcast Cologne

Am 15. September 2020 ist in der Big Greenbox von Webcast Cologne die erste Jahreshauptversammlung der Bastei Lübbe AG durchgeführt worden. In der aufwändig gestalteten TV-Studiolandschaft können auf über 250 qm Hybridveranstaltungen mit bis zu zehn Personen stattfinden. Bei der Jahreshauptversammlung hatten aufgrund der speziell für diese Veranstaltung gebauten Pulten acht Teilnehmer Platz und Bewegungsspielraum. In der 90 qm Greenbox waren Notar, Aufsichtsräte und Vorstände platziert, um den regelkonformen Ablauf sicherzustellen.

Bei einer Greenbox wird mithilfe der Greenscreen-Technik virtuell eine Umgebung erzeugt, die auf Betrachter am Bildschirm authentisch wirkt. Die farbbasierte Bildfreistellung ist ein etabliertes Verfahren aus der Film- und Fernsehtechnik: Gegenstände oder Personen können vor beliebigen Hintergründen positioniert werden, welche entweder auf realen Bild- beziehungsweise Filmaufnahmen oder auf Computergrafiken basieren. 3D-Renderings in Echtzeit dienen in diesem Zusammenhang als Blickfänger.

Für Bastei Lübbe wurden drei TV-Broadcast-Kameras eingesetzt, um über verschiedene Blickwinkel für die ins Internet gestreamten Bilder zu verfügen. Dabei verarbeiten die Ventuz 3D-realtime- Medienserver das 3D-Modell der CI-angepassten Bibliothek als Bild-Hintergrund während der Veranstaltung. Die Greenbox ist technisch komplett ausgestattet.
Der Webstream wurde über zwei redundante LTE-Verbindungen im Format 1080 p über ein V-Mix-Encoder-System gesendet.

Die DSGVO-konformen Server schickten die Daten sicher zu den Empfängern und sorgen so für den Kunden für optimale Datensicherheit und Qualität.

Drei virtuelle 3D-Szenarien stehen als Presets zur Verfügung. Darüber hinaus können individuell virtuelle Welten kreiert werden.

Zusatzleistungen wie Contenterstellung, Visagistin, Catering, Moderatoren und weiteres zählen zu den vielfältigen Angeboten auf dem Studiogelände. Bei der durchgeführten Hauptversammlung für den Kölner Verlag war Webcast Cologne neben der Produktion des Contents für bewegte und ruhende Bildhintergründe auch für Catering und Hygiene zuständig.

Sämtliche Projekte werden unter Berücksichtigung der aktuell gültigen Sicherheits-, Hygiene- und Infektionsschutzvorschriften umgesetzt. Bei den Veranstaltungen plant ein zertifizierter Hygienebeauftragter mit.

Info: www.webcastcologne.de

Greenbox (Fotos: Jörg Küster)

Award-Show mit grandMA3, zactrack Smart und Martin Movinglights

Der Amadeus Austrian Music Award ist der größte österreichische Musikpreis. Seit dem Jahr 2000 wird er alljährlich in verschiedenen Kategorien an die erfolgreichsten österreichischen Musiker verliehen. Die 20. Verleihung des Amadeus Austrian Music Awards fand jetzt im September statt. Nach der Corona-bedingten Absage der großen Live-Show wurde der runde Geburtstag des Amadeus Awards vom ORF in einem neuen Format übertragen. Eine Award-Show mit Kurzporträts der Gewinner, Interviews und Auftritten zahlreicher österreichischer Popstars und Newcomer in den „Amadeus Music Sessions“ wurde durchgeführt.

Als Lichtdesigner war Matthias Frank (Frank Design GmbH) tätig. Er setzte bei der Steuerung auf drei grandMA3 full-size, vier grandMA3 8Port Node und zwei MA NPU (Network Processing Unit). Damit steuerte er unter anderem ein zactrack Smart System, zwölf Martin MAC Viper Profile, zwölf Martin MAC Viper Wash DX und 62 Martin MAC Aura.

Frank, der seit 2012 als Lichtdesigner für den Amadeus Austrian Music Award tätig ist, erklärte: „Mit dem zactrack Smart System haben wir unsere Keylights geleuchtet und waren sehr zufrieden. Das Besondere am zactrack System ist, dass man jede Lampe einem Tracker zuordnen kann und wir damit die Möglichkeit hatten, die Vorder- und Hinterlichter je nach Position passend zu wählen. Das zactrack Smart System hat uns sehr überzeugt und ich werde es für kommende Projekte auf jeden Fall wieder einsetzen.“

zactrack Smart ein vollautomatisiertes Plug-and-play Verfolgersystem. Die Inbetriebnahme des Systems erfolgt in kürzester Zeit – vom Auspacken bis hin zur vollständigen Automatisierung der Bühnenbeleuchtung. Dabei verwendet zactrack Smart eine „Mesh-Netzwerktechnologie“, die alle Positionen in Echtzeit misst – ohne Verwendung weiterer Messhilfen. zactrack nutzt das Ultra-Wide-Band (UWB Frequenzspektrum von 6,2 bis 6,7 GHz) Funk-Tracking mit einer Mesh-Netzwerk-Technologie, um alle Positionen in Echtzeit zu messen. Das Funk-Tracking wird dabei nicht durch Bühnenmaterialien mit geringer Dichte oder Wettereinflüsse gestört.

Für das Set-up werden sogenannte Anchor (Empfänger) auf der Bühne verteilt, die Signale von sogenannten Trackern (angebracht an Personen oder Objekten) empfangen und zur 3D-Berechnung an den Smart Server senden. Damit lässt sich das System in kürzester Zeit einrichten, um Personen und bewegte Objekte mit hoher Genauigkeit zu verfolgen.

Als Regisseur und Produzent war Lukas Dudzik (Betterimages GmbH) tätig. Als Operator waren Manfred Nikitser (Effektlicht), Sebastian Huwig (Medienserver) und Emanuel Jörgner (Weißlicht) vor Ort. Projektleiter war Manuel Engelberger, Redline lieferte das Licht-Equipment.

Info: www.lightpower.de

Amadeus Austrian Music Award (Foto: René Langer Photography)