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Nüssli für die Fußball-WM in Katar im Einsatz

Mit der Entscheidung der FIFA für Katar als Gastgeber einer Weltmeisterschaft im Nahen Osten hält der Fußball verstärkt Einzug in die Region. Das Education City Stadium wird während des Turniers Austragungsort mehrerer Gruppenspiele sein und ist in der engeren Auswahl für die Ausrichtung der Viertelfinalspiele. Nüssli hat die Entwurfs- und Bauleistungen für die demontierbaren Tribünen in den oberen Rängen des gesamten Stadions bereitgestellt. In weniger als 250 Tagen wurde ein abbaubares Tribünensystem mit 16.500 Sitzen unter anspruchsvollen Bedienungen installiert.

Direkt im Anschluss an die Vertragsunterzeichnung begann die sechsmonatige Planungsphase für die demontierbaren Ränge. Basierend auf dem Nachhaltigkeitsgedanken des Supreme Committe for Delivery & Legacy (SC) und dem zukunftsweisenden, modularen Design der Arena, wird die Kapazität des Stadions nach der Weltmeisterschaft von 40.000 auf 20.000 Plätze reduziert. Die Tribünen und Sitze werden nach ihrem Abbau für Sportstätten und -anlagen in Schwellenländern verwendet.

Education City erhält darüber hinaus einen Veranstaltungsort, der an die Bedürfnisse seiner wachsenden Bevölkerung aus Studenten, Lehrpersonal und entsprechenden Mitarbeitern angepasst ist. Nach 2022 werden die hier ausgetragenen lokalen, regionalen und internationalen Sportveranstaltungen weniger Zuschauer anziehen als die Spiele im Rahmen der Weltmeisterschaft. Die Reduzierung der Kapazität gewährleistet, dass die Arena stets gut gefüllt ist und ihre energetische Atmosphäre bewahrt. Die demontierbaren Ränge auf den oberen Terrassen werden durch Sport- und Fitnessräume, Laufbahnen und sonstige Anlagen ersetzt.
Die dynamische Umgebung des Baus machte diesen zu einem anspruchsvollen Projekt. Parallel ausgeführte Arbeiten verschiedener internationaler Unternehmen erforderten eine umfassende Koordinierung. Mithilfe von 3D-Planungstools wurden mögliche Engpässe bereits in einer frühen Phase identifiziert. Dazu gehörte die Ablaufplanung hinsichtlich der für die Installation des Seilnetzdaches und der Tribünenränge erforderlichen Elemente, die eine wichtige Komponente darstellen, auf die die Dachseile gelegt werden, um das Anheben des Spannrings, der das Dach trägt, zu ermöglichen.

Über mehrere Monate war eine umfangreiche Koordinierung des Designs mit den Spezialisten für Mechanik und Elektrik erforderlich, um das maßgeschneiderte Lüftungs- und Klimasystem, das eine Belüftung und Kühlung der einzelnen Sitzplätze ermöglicht, umzusetzen. Die Terrassen des installierten Systems waren vollständig auf die Projekt- und die stadionspezifischen Leistungskriterien und -auflagen zugeschnitten, wie zum Beispiel die Geometrie der Stadionschüsseln und die Lastanforderungen und sollten sich in Optik und Haptik nicht von permanenten Tribünen unterscheiden. Die Ränge sollten ein komplett geschlossenes System bilden, das als Plenum für die Kühlung dient, und gleichzeitig sollte das gesamte System demontierbar sein.

Die Arbeiten wurden sorgfältig mit den Arbeiten zum Bau der Basis des Stadion koordiniert. Bis zu 60 Mitarbeiter von Nüssli waren im gesamten oberen Rang des Stadions mit dem Bau der vollverkleideten Tribüne mit 16.500 Sitzen einschließlich Medienkabinen und Glasbalustraden beschäftigt. Neben den extremen Klimaverhältnissen vor Ort mussten erhebliche Zugangsprobleme sowie logistische Einschränkungen bewältigt werden. Daher war es erforderlich, dass Teile der Arbeiten in Nachtschichten erfolgten.

Info: www.nussli.com

Education City Stadium (Fotos: Nüssli)

Die Lichtinstallation im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie

Die im Kammermusiksaal verwendeten konventionellen 120V / 250W Glühlampen mit E27 Gewinde werden aufgrund neuer EU-Energierichtlinien nicht mehr produziert, der Vorrat in der Philharmonie ging zur Neige. Eine Alternative, die den Ansprüchen der Philharmoniker und der im Kammermusiksaal spielenden Orchester entspricht, musste her. Die Amptown System Company (ASC) bekam den Auftrag und mit Anke Schierenbeck von VisionTwo, dem Planungsbüro IBM und dem Hersteller GDS zusammen, wurden verschiedene Lichtsimulationen für die 50 zu ersetzenden Leuchten erstellt. Darüber hinaus wurden Beleuchtungstests unter Realbedingungen zur Überzeugung des Anwenders durchgeführt.

Nach erfolgreicher Bemusterung fiel die Wahl auf die ArcSystem „Pro One-Cell High Output“ mit 108W, 8.000lm, einer festen Farbtemperatur von 3.000K und D1HO DMX RDM Treiber. Die besondere Herausforderung war, die mechanische Anpassung des zylindrischen Bestandsgehäuses an die Aufnahme des LED Kühlkörpers sowie die Konstruktion der Aufnahme der Stahlseile im Bestandskabel zur sicheren Abpendelung über dem Orchester. Anke Schierenbeck dazu: „In der ASC-Werkstatt konnten wir auf die langjährige Konstruktions- und Entwicklungserfahrung von Christian Schroeder zurückgreifen“. So wurden in der Sommerpause in kürzester Zeit gelaserte Metallteile bestellt, selbst gepulvert und in Kleinserie montiert.

Kai Mielisch, Technischer Direktor der Berliner Philharmonie: „Der Zeitrahmen war eng und ich bin froh, dass VisionTwo eine adäquate lichttechnische Lösung und vor allem auch eine Verbesserung der Lichtsituation für unser Haus präsentieren konnte. Die Bemusterungen und Leuchtensimulationen haben uns geholfen, die richtige Entscheidung zu treffen.“

Im Zuge der Installation wurde das DMX-Netzwerk erweitert, dafür benötigte Kabel und deren Tragsysteme nebst Anschaltkästen für die Steuerelektronik installiert. Die ArcSystem Pro One-Cell High Output LEDs werden mit je einem D1HO DMX RDM Treiber betrieben, die es ermöglichen, die im Saal genutzten Winden zum Abpendeln der Leuchten weiter zu verwenden und die LEDs auf 0 Prozent zu dimmen.
Im Bereich der Foyer- und Saalbeleuchtung von Theatern, Opernhäusern und Auditorien hat sich die ArcSystem Serie bereits seit langem etabliert. Ursprünglich entwickelt vom britischen Unternehmen GDS wurde es im August 2019 von ETC übernommen.

Das Projekt ist in diesem Jahr in der Rubrik Concert Hall bei den Mondo dr Awards nominiert.

Info: www.visiontwo.de, www.amptown-system.com

Kammermusiksaal (Fotos: VisionTwo)

Elation bei der e-tron Experience

Bei der Audi Guest Experience vom 24. bis 26. Januar im österreichischen Kitzbühel hat der Autobauer sein erstes vollelektrisches Modell Audi e-tron präsentiert. Lichtdesigner war Chris Moylan von Optikalusion, der auf den Proteus Hybrid von Elation setzte.


Produziert von der Kreativagentur Dreinull und der Event-Lead-Agentur Die_Favoriten, übernahm Moylan das Lichtdesign gemeinsam mit Dreinull, die das Konzept und den ersten Design-Entwurf erstellt hatten. Die Aufgabenstellung für die Beleuchtung sei ziemlich klar gewesen: ein Wald aus Beams, die auf vorbeifahrende Fahrzeuge reagieren, die die schmale, kurvenreiche Bergstraße entlang fahren. IP-65 zertifizierte Movinglights waren für das Projekt außerdem aufgrund Witterung und Gelände notwendig.
Moylan erklärt weiter: „Die Autos fuhren an Sensoren vorbei, die dann eine Reihe von Scheinwerfern triggerten sich zu bewegen und Beams über das Fahrzeug zu lenken. Das reine Cyan des Proteus war immer noch hell genug, um klare Beams zu realisieren, während es dem Wald einen magischen, beinahe unwirklichen Look verlieh. Sobald die Autos vorbeigefahren waren, richteten sich die Movinglights wieder auf den Boden aus und warteten auf das nächste ankommende Auto.“
Zahlreiche Geräte säumten die Route und eine weitere Reihe war auf einer Felswand am Ende der Straße platziert, um Aufmerksamkeit für die Tagesabschlussfeier zu generieren, indem sie einen Beam-Fächer über Kitzbühel und das darunter liegende Tal legte. Etwa 210 Proteus Hybrid kamen insgesamt zum Einsatz.
Technischer Dienstleister für die Veranstaltung war Ambion, für den es galt, ein paar Herausforderungen zu meistern. „Auf Teilen der Strecke war es nahezu unmöglich Movinglights zu platzieren. Hier kam das technische Geschick von Ambion ins Spiel“, erläutert Moylan. „Sie vernetzten den gesamten Berg, bauten sämtliche Befestigungsstrukturen für die Beleuchtung auf und entwickelten und vernetzten die Sensoren, durch die die Autos fuhren.“
Die Audi Guest Experience lief parallel zum traditionellen Hahnenkamm-Rennwochenende, das jedes Jahr rund 100.000 Zuschauer anzieht. Im vergangenen Jahr fuhr Audi mit einem modifizierten e-tron die berühmte „Streif“ hinauf, die als eine der anspruchsvollsten Rennstrecken des Ski-Weltcups gilt.

Info: www.lmp.de

Audi e-tron Experience in Kitzbühel mit Proteus Hybrid (Fotos: Optikalusion)

VIO X205 100 für die Philharmonie im Gasteig München

In der Philharmonie im Gasteig München unterstützen seit neuestem nun acht VIO X205 100 aktive 2-Wege Module von dBTechnologies das Haupt-Audiosystem des Saals. Durch die aktive Bauweise, die Größe und Spezifikationen eignen sich die VIO X205 Systeme als Ergänzung zum bestehenden aktiven Hauptsystem. Zusätzlich zeigten die VIO X205 klangliche Eigenschaften, die zum bestehenden System passten.

Je nach Bedarf und Programm werden die VIO X205 Systeme an verschiedenen Orten genutzt. Erstmals kamen die VIO X205 bei der Produktion „Harry Potter und der Feuerkelch - In Concert“ mit dem Pilsen Philharmonic Orchestra zum Einsatz. Die Konzertserie ist mittlerweile beim vierten Band der Harry Potter-Reihe angelangt und das Pilsen Philharmonic Orchestra spielte Patrick Doyles Filmmusik von Harry Potter und der Feuerkelch live, während der komplette Film in HD-Bildqualität auf einer Großbildleinwand gezeigt wurde. Im Live-Set wurden die acht VIO X205 100 Module in vertikaler Positionierung am Bühnenrand verteilt am Boden positioniert und unterstützten die Main-PA als Frontfills. Die VIO X205 100 bieten einen Abstrahlwinkel von 100°x100° und wurden bei der Produktion im Gasteig mit den WB-VIOX205V (vertikale Bügelhalterung) mit einer Neigung von 5° installiert.
Durch die in den VIO X205 Modulen integrierte Netzwerkfähigkeit konnten die zusätzlichen VIO X205 Module einfach in das bestehende Audionetzwerk eingebunden und gesteuert werden. Die Frontfills werden je nach Bedarf über das Mischpult oder separat über Audio-Prozessoren angesteuert.

VIO X205 ist ein aktiver 2-Wege-Lautsprecher, der mit 2x5" Woofern mit 1" Schwingspule und einem kraftvollen 1" Treiber mit 1,4" Schwingspule ausgestattet ist. Der 400 W RMS DigiproG3 Verstärker sorgt für eine Leistung bis zu 126 dB bei sehr kompakten Abmessungen. Die fortschrittliche Klangverarbeitung mit linearen Phasen-FIR-Filtern ermöglicht es den VIO X205 Systemen, eine äußerst kohärente Audioperformance zu liefern, die sich durch ihre Sprachverständlichkeit und Klarheit an jeder Hörposition auszeichnet. Wie andere Modelle der VIO X-Familie können die VIO X205 Systeme zur Fernsteuerung und Überwachung über das RDNet-Protokoll in die Aurora Net-Software eingebunden werden. Das Gehäuse ist zusätzlich mit integrierten Bedienelementen ausgestattet, um Hochpassfilter und Eingangsempfindlichkeit am Modul direkt einzustellen.

Info: www.dbtechnologies.com

Philharmonie, db-Material (Fotos: dbTechnologies)

QSC Equipment für das Miami Symphonieorchester

Mit einem mit Swarovski-Kristallen besetzten Taktstock führt der Dirigent Eduardo Marturet das Miami Symphonieorchester durch ein Repertoire, das von Brahms und Beethoven über Jazz bis hin zu Latin und Filmmusik reicht. Das Orchester tritt hin und wieder in eher außergewöhnlichen Locations auf; wie im Mooere Buildung, ein Möbelgeschäft aus den 1920ern Jahren, das heute als Kunstgalerie und Veranstaltungszentrum genutzt wird und im Herzen des Miami Design District liegt. Die verantwortliche Produktionsfirma Pete Diaz Productions setzte dabei auf QSC Systeme. Zum Einsatz kamen die kompakten CP8 Aktivlautsprecher, K12.2 Aktivlautsprecher und aktive KW181 Subwoofer.

„Das Moore Building ist ein Herzstück des Design District; und das Miami Symphonieorchester gibt dort in jeder Saison mehrere Konzerte“, sagt Peter Diaz Jr. „Wir sind der bevorzugte Audio-Anbieter und verwenden QSC Lautsprecher für die gesamte PA sowie für die Monitore der Orchestermusiker.“ Der Saal des Moore Buildings besteht aus einer Hauptebene, die von drei Zwischengeschossen umringt ist. Dieses hohe Atrium stellte das Team von Diaz vor eine akustische Herausforderung: Es galt sicherzustellen, dass die Besucher ein einheitliches Klangerlebnis unabhängig von ihrer Sitzposition haben.
„Die Herausforderung an dieser Location ist ihr Grundriss. Das Orchester spielt auf der Hauptebene, wo auch ein Teil des Publikums sitzt. Der Rest des Publikums verteilt sich auf die Galerien, die die Hauptebene auf allen vier Seiten umschließen. Daher mussten wir die verschiedenen Bereiche als unabhängige Hörzonen behandeln.“
Richard Gomez, einer der verantwortlichen Ingenieure von Pete Diaz, stellte fest, dass die unterschiedlichen Bereiche mit einer großen Zahl kleiner Punktschallquellen besser zu versorgen wären als mit wenigen großen Lautsprechern und setzte auf den QSC CP8. „Die Abmessungen des QSC CP8 waren dabei der ausschlaggebende Aspekt“, so Diaz. „Die Decken auf den Zwischengeschossen sind nicht hoch, vielleicht 2,4 Meter. Die CP8 sind unauffällig und lassen sich flexibel installieren. Durch ihren präzisen, gleichmäßigen Abdeckungsbereich von 90 Grad konnten wir sicherstellen, dass wirklich alle das gleiche Hörerlebnis haben. Wir haben 16 CP8 angeschafft und im gesamten Gebäude verteilt. Hinzu kamen vier KW181 Subwoofer, um die tiefen Frequenzen von Instrumenten wie dem Kontrabass oder den Pauken wiederzugeben. Dadurch konnten wir praktisch auf jeder Ebene eine unabhängige Klangzone schaffen. Die K12.2 Lautsprecher, die größer sind und einen breiteren Frequenzbereich abdecken, nutzen wir als Fills mit großer Reichweite und als Monitore für das Orchester auf der Hauptebene.“
Diaz weiter: „Ich wusste, dass der CP8 für eine Peak-Leistung von 1.000 Watt ausgelegt ist, aber ich hatte von einer so kleinen Box keinen so kraftvollen Sound erwartet.“ Zusätzliche Features wie die Directivity Matched Transition Technologie, die einen gleichmäßigen Frequenzgang im gesamten Abdeckungsbereich ermöglicht, führten laut Diaz zu einem guten Ergebnis: „Die Klangqualität ist großartig. Das hier ist kein Club mit Dance- oder Rockmusik. Es geht um facettenreiches, anspruchsvolles Material, und das Publikum möchte jede noch so feine Nuance hören. Die CP8 geben alle Details exakt wieder, auch weil sie so kompakt und agil sind.“

Info: www.qsc.com

Konzert im Moore Building (Fotos: Worldredeye.com)