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Kreatives Wording

Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat einen Entwurf einer Fortbildungsordnung für die Veranstaltungswirtschaft mit dem Abschluss "Geprüfter Veranstaltungsfachwirt" erarbeitet. Der Erarbeitung lag ein entsprechender Auftrag des Bundesbildungsministeriums zugrunde und erfolgt in Zusammenarbeit mit von den Sozialparteien benannten Sachverständigen aus der Ausbildungspraxis. Wichtig für die Sachverständigen war es, die bestehenden Regelungen an "aktuellen Praxisanforderungen" anzupassen und eine "tatsächliche Qualifizierung zu einer Führungskraft auf mittlerer Führungsebene" sicherzustellen.
Gegenwärtig wird von einem Expertengremium unter Federführung des DIHK der Rahmenlehrplan für den neuen Fachwirt erarbeitet. Sobald dieser Lehrplan fertig ist, können die ersten Kurse nach der neuen Fortbildungsregelung starten. Dies wird voraussichtlich im Herbst 2008 der Fall sein.

Ist doch beruhigend, oder? Ungeachtet der Tatsache, dass die Veranstaltungsbranche in Deutschland vielleicht in einigen Bereichen darunter "leidet", vor drei bis vier Jahrzehnten von eigeninitiativen Pionieren gegründet worden zu sein, die zwar ein riesiges Interesse am Rock'n'Roll hatten, dafür aber von betriebswirtschaftlichen Dingen nichts verstanden und als "Aussteiger" mit dem Establishment und seinen Anforderungen auch nichts zu tun zu wollten, muss man sich fragen, was dieses "kreative Wording" eigentlich soll. Der "Geprüfter Veranstaltungsfachwirt" ersetzt nämlich den "Fachwirt für die Messe-, Tagungs- und Kongresswirtschaft" und baut auf dem "Veranstaltungskaufmann" auf.

Was diese Branche benötigt, sind kreative Köpfe, gute Techniker und intelligente Manager. Weitere Worthülsen á la "Fachkraft" braucht kein Mensch.

Mein Vorschlag: Wer nichts wird, wird Wirt und geht in die Veranstaltungswirtschaft als Ausbildungsbezeichnungserfinder . . .

Herzlichst

Ihr Peter Blach

Entscheidung bitte!

Kürzlich ist die 21. SIB (Show Business, Installation & Broadcast Technology) in Rimini zu Ende gegangen. Nach der Konkurrenzveranstaltung "ShowWay" in Bergamo im Februar dieses Jahres, war ein Einbruch der lange Jahre wichtigsten Branchenmesse in Europa zu befürchten. Dies war nicht der Fall. Allerdings muss sich die Messe Rimini auch eingestehen, dass die SIB ihre internationale Bedeutung früherer Zeiten verloren hat. Knapp fünf Prozent der 21.682 Besucher kamen aus dem Ausland. Auch bei den Ausstellern zeichnet sich das gleiche Bild ab: eine Vielzahl waren italienische Vertriebsunternehmen, die auf nationaler Ebene Geschäfte und Kontakte generierten.
Es macht kaum Sinn, in einem nationalen Kontext und innerhalb eines sehr dichten Zeitraums zwei Branchenmessen anzubieten. Vielmehr wäre es wünschenswert, das der italienische Verband für Events, Shows und Veranstaltungstechnik APIAS sich für eine Messe an einem Standort entscheidet. Und was spricht eigentlich gegen Rimini? Das milde Klima? Das Meer? Die ausgezeichnete Küche? Bestimmt nicht.

Die Stadt gilt als europäische Partystadt am Mittelmeer, nicht um sonst war sie lange Jahre Standort der wichtigsten Event- und Disko-Messe in Europa. Auch das Messegelände in Rimini weiß zu überzeugen und punktet mit klimafreundlichen Betrieb und einer angenehmen, offenen Atmosphäre. Wie der APIAS sich auch entscheiden mag: ein klare Befürwortung eines Standortes wäre erstrebenswert: je schneller, desto besser!

Herzlichst

Ihr Luca Caracciolo

Dreidimensionale Live-Projektionen

Das ist schon verblüffend, was mit kreativ eingesetzter IT- und Telekommunikationstechnik heute alles möglich ist. So könnten schon bald Veranstaltungen möglich sein, bei denen ein Teilnehmer dreidimensional auf die Bühne oder ins Plenum projiziert wird, etwas vorträgt und auf Fragen gezielt antwortet. Ein verfrühter Aprilscherz? Mitnichten . . . Die Technik dafür steht bereits zur Verfügung und wird auch genutzt, beispielsweise für die begehbare dreidimensionale Darstellung von Autos, wie es Audio kürzlich als Schulungsmaßname für Servicemitarbeiter genutzt hat.
Neu wäre eine Applikation zur Fernübertragung. Das könnte im praktischen Einsatz dann so aussehen, dass Herbert Grönemeyer während der Prolight+Sound etwas über das Design und die Technik seiner Bühnenshows vorträgt. Mittendrin und ohne Security und Abschirmung, dazu auch noch ohne Reiseaufwand und CO2-Belastung der Umwelt. Hätte doch was.
Natürlich könnte man dabei sehen, dass es sich dabei um eine dreidimensionale Live-Projektion handelt. Sicherlich wird dafür auch ein gewisser technischer Aufwand inklusive einer stabilen DS3-Datenverbindung nötig sein. Auf der anderen Seite entstehen viele neue Möglichkeiten für die Livekommunikation.Wir sind gespannt.
Herzlichst
Ihr Peter Blach
P.S.: Der BlachReport plant gemeinsam mit dem StageReport eine Round-Table-Veranstaltung in Berlin, bei der unter anderem dieses Tool vorgestellt werden soll. Der Termin steht noch nicht fest, Sie können sich aber gern für eine Einladung vormerken lassen. Vorgemerkt als Durchführungszeitraum haben wir September/Oktober 2008.

LED ohne Ende

Das Thema LED scheint momentan allgegenwärtig und war auch auf der diesjährigen Prolight+Sound der Dauerbrenner. Das ist kein Wunder, denn die Innovationskraft der Entwickler und Hersteller ist groß und wird sogar noch übertroffen von den Kreativen, die viele neue Ideen entwickeln und so Shows und Bühnen endlich wieder neue Designs verleihen. Das war auch nötig nach den Moving-Light-Exzessen der letzten Jahre, wo bei den ganz großen Shows die Anzahl der Multifunktionsscheinwerfer nur noch in Hunderten gezählt wurden und dennoch kaum neue Akzente gesetzt werden konnten. Reine Moving-Light-Shows waren langweilig geworden. Jetzt gibt es kreative Mischungen mit unterschiedlichen LED-Formaten und -Formen in Verbindung mit Moving Lights und kinetischen Effekten. Und siehe da: es gibt wieder spannende Designs.
Das wird sich irgendwann auch abnutzen. Die Entertainment-Branche ist auf spektakuläre Ereignisse angewiesen: nach den PARs waren es die Spiegelscanner, danach die Moving Heads, jetzt ist es das LED-Equipment. Was danach kommt? Wir wissen es nicht. Tatsache ist aber, dass die Showproduzenten etwas fordern werden: attraktives, innovatives Equipment.
Hoffen wir also auf die Kreativität der Entwicklungs-Ingenieure.
Herzlichst
Ihr Peter Blach

Gelungene Premiere

Gleich mit der ersten Auslobung des BlachReport Event Award (der BlachReport erscheint wie der StageReport bei AktivMedia), den wir kurz als BEA betitelt haben, konnten wir einen Volltreffer landen. Verliehen wurde der BEA Award am 16. Januar auf der Fachmesse World of Events in Wiesbaden. Beim BEA Award gab es 33 hochinteressante Einreichungen (gerechnet hatten wir wegen der kurzen Zeitspanne zwischen dem Aufruf zur Teilnahme und dem Ende der Einreichungsfrist mit 20 Wettbewerbsbeiträgen), eine engagierte, kompetente Jury (dafür auch an dieser Stelle nochmals vielen Dank) und sehr viel positiven Zuspruch - nicht zu vergessen die vielen fleißigen Unterstützer, die uns tatkräftig unterstützt haben.
Damit ist der erste Schritt getan. Wir wollten mit dem BEA Award zu mehr Transparenz in der Live-Kommunikation beitragen, indem wir einen seriösen Wettbewerb entwickeln, der unterschiedlichen Gruppierungen oder auch einzelnen Kreativen die Möglichkeit zur Teilnahme gibt. Das ist wohl gelungen. So konnten wir mit dem Unternehmen Neumann&Müller auch einen Anbieter aus dem Kreis der Eventtechnikdienstleister zur Einreichung überzeugen. Zwar reichte es für den Beitrag (noch) nicht für einen Platz auf dem Treppchen, er konnte sich aber im Kreis der Wettbewerber gut behaupten.
Eine Übersicht über die BEA-Preisträger finden Sie in dieser Ausgabe. Jetzt wollen wir Bilanz ziehen, nach vorn schauen und die nächsten Schritte gehen. Eines ist aber schon mal sicher: Nach dieser erfolgreichen Premiere werden wir den BEA Award künftig jährlich verleihen.
Herzlichst
Ihr Peter Blach