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Neue Audio-Tools von Sennheiser und Neumann

Auf der IBC 2018 zeigen Sennheiser und Neumann Audio-Equipment, das die ganze Bandbreite der heutigen Medienproduktionen widerspiegelt. In einer Preview zeigt Sennheiser den Mini-Taschensender SK 6212 für das drahtlose Mikrofonsystem Digital 6000. Der ultrakompakte Sender – verfügbar ab Anfang 2019 – bietet die gleiche zuverlässige und intermodulationsfreie Übertragung wie die anderen Sender der Serie. Der SK 6212 ist ideal für alle Einsatzszenarien geeignet, bei denen eine besonders unauffällige Mikrofonierung gefragt ist, sei es im Broadcast-Bereich, beim Theater oder auf der Livebühne.

Das neue Memory Mic, ein drahtloses Mikrofon für Smartphones, ist für mobile Journalisten und Content-Schaffende konzipiert, die für schnelle und unkomplizierte Audio- und Videoaufnahmen das Smartphone präferieren. Das kleine, leichte Mikrofon sorgt für Sound in Broadcast-Qualität und funktioniert in beliebigem Abstand zum Smartphone. In der kostenfreien Sennheiser-Video-App können Audio und Video synchronisiert und die Mikrofonempfindlichkeit eingestellt werden. Außerdem verfügt die App über einen Audio-Mixer, mit dem die Balance zwischen der normalen Audioaufnahme des Smartphones und der Audioaufnahme des Memory Mics festgelegt werden kann.

Der IE 40 PRO ist das Einstiegsmodell in eine neue Serie professioneller In-Ear-Hörer. Die Audiowiedergabe des IE 40 PRO zeichnet sich durch Wärme, Detailtreue und natürliche Klarheit aus und verbessert so für den Künstler auch in schwierigen Bühnensituationen die Konzentration und Kontrolle über die Darbietung. Das sorgfältige Audiodesign wurde um ein durchdachtes Mechanikkonzept ergänzt, das sich unter anderem durch eine zum Patent angemeldete Kabeldurchführung auszeichnet, mit der ein verfrühter Kabelbruch der Vergangenheit angehören dürfte.

Der Monitorkopfhörer HD 300 PRO – im Klang dem Klassiker HD 250 Linear nachempfunden – wird erstmals auf einer europäischen Messe zu sehen sein, genau wie das Headset HMD 300 PRO für die Bereiche Kamera-Arbeit und Backstage-Kommunikation. Neben diesen beiden Modellen umfasst die Serie 300 PRO den Monitorkopfhörer HD 300 PROtect mit schaltbarem ActiveGard sowie das einseitige Kommunikations-Headset HMD 301 PRO. Beide Headset-Modelle verfügen über ActiveGard und ein geräuschkompensiertes Supernieren-Mikrofon, das auch in lauten Produktionsumgebungen eine klare Kommunikation ermöglicht.

Auch die Lavalier- und Headset-Mikrofone der Serie Essential Omni feiern auf der IBC ihr Europadebüt. Sie schließen die Lücke zwischen Sennheisers High-End-Lösungen für Rundfunk, Musik und Theater und den Mikrofonen, die den Bestseller-Sets der Serie evolution wireless 100 beiliegen. Die Mikrofone MKE Essential Omni und HSP Essential Omni bringen die anerkannte Kernakustik des MKE 2 und HSP 2 über einen attraktiven Preis einem neuen Publikum näher.

Zu den Highlights von Studiospezialist Neumann.Berlin zählt die Neuauflage des Röhrenmikrofon-Klassikers U 67. Geschätzt wegen seines weichen Klangs und seiner außergewöhnlichen Vielseitigkeit galt das U 67 in den für die moderne Musik so prägenden sechziger Jahren als das „Arbeitstier“ der Tonstudios. In diesem Jahr wurde das Mikrofon nun nach den Originalspezifikationen wieder aufgelegt; es wird zusammen mit einer elastischen Aufhängung, einem Mikrofonkabel und dem neu entwickelten Netzteil NU 67 V in einem handgearbeiteten Koffer geliefert.

Binaurale Audioerlebnisse stehen im Mittelpunkt des AMBEO-Auftritts auf der IBC. Neben Recording-Lösungen wie dem Neumann-Kunstkopf KU 100 sowie dem AMBEO Smart Headset und dem AMBEO VR Mic von Sennheiser wird auch die Software „dearVR Spatial Connect“ von Sennheiser-Partner Dear Reality präsentiert. Verschiedene binaurale Audioaufnahmen runden das 3D-Erlebnis ab.

Info: www.sennheiser.com

IE 40 PRO, U 67 (Fotos: Sennheiser)

Hand-Set im Telefonstil für Partyline Intercom Systeme

Ein Hand-Set erlaubt das verständliche Gegensprechen im Intercom System zur Bedienung von Anlagen der Ton-, Licht-, oder auch Videotechnik.

Das neue Handset ISH100 von axxent e.K. sieht alten Telefonhörern ähnlich, besitzt aber dynamische Hör- und Sprechkapseln und eine PTT-Taste zum Sprechen.  Das Headset verfügt über ein 2,5 Meter langes Spiralkabel mit 4-pol. XLR-Kabelkupplung.  Die Technik ist mit praktisch allen handelsüblichen Partyline Intercom Systemen kompatibel.

Die Verwendung des Handsets bietet den Vorteil, schnell auf Situationen reagieren zu können, ohne ständig ein Headset tragen zu müssen.

Das ISH100 ist ab sofort lieferbar und hat einen moderaten Listenpreis.

Info: www.axxent.de

ISH100 (Foto: axxent)

 

Firmware-Update für Appsys Multiverter MVR-64

Appsys stellt für den Multiverter MVR-64 ein kostenloses Firmware-Update zur Verfügung, das die Möglichkeiten des digitalen Multiformat-Konverters deutlich erweitert. In seiner Grundkonfiguration ermöglicht er eine bidirektionale, parallele Konvertierung unterschiedlicher digitaler Audioformate wie Madi (optisch, koaxial oder TP), ADAT, AES50, AES67 und Dante. Außerdem besteht die Möglichkeit, über Breakout-Boxen weitere Formate zu integrieren – geplant ist hier beispielsweise eine Erweiterung für Waves SoundGrid. Mit Ein- und Ausgängen für Wordclock-Signale, Abtastfrequenzen von 32 bis 192 kHz und dem optionalen SRC-64 Sampleraten-Konvertermodul stehen mit dem MVR-64 wirklich alle Möglichkeiten offen.

Die neue Version 3 der Firmware eröffnet wiederum ganz neue Möglichkeiten. Die Flexibilität des Systems ist durch die neue Option des kanalweisen Routings deutlich erweitert. Mit der neuen Firmware ist es problemlos möglich, jedem einzelnen Eingangskanal einen oder mehrere Ausgangsziele zuzuweisen. Es lassen sich also einzelne Signale aus einem eingehenden digitalen Datenstrom herauslösen und ganz nach Wunsch weiterverteilen. So könnten beispielsweise die Kanäle 2 und 3 aus dem ersten Adat-Signal, die Kanäle 5, 6 und 7 aus dem zweiten ADAT-Kanal und die Kanäle 14, 21 und 24 vom optischen Madi-Eingang aus dem übrigen Datenstrom isoliert und gemeinsam als Kanäle 1 bis 8 am Dante-Ausgang zusammengefasst werden. So können enorm komplexe Strukturen flexibel und komfortable verwaltet werden. Der Multiverter MVR-64 erlaubt außerdem die Ausgabe eines Eingangskanals an mehrere Ausgangskanäle und fungiert damit direkt auch als Signalsplitter.

Der Appsys Multiverter MVR-64 bietet eine große Fülle von Routingmöglichkeiten, die erstmal gebändigt werden wollen. Der Schweizer Hersteller hält dafür mit der neuen Firmware eine webbasierte Lösung bereit: Beim Zugriff auf die IP des MVR-64 öffnet sich im Browser direkt die Remote-Software. Kernstück dieser Lösung ist die umfangreiche Routing-Matrix, die ebenso intuitiv wie umfassend alle Eingangs- und Ausgangskanäle auflistet. Weil 448 mal 448 Kanäle nur schwer zu überschauen sind, wurden alle Ein- und Ausgänge geschickt gestaffelt und können durch einfache Klicks ein- und ausgeblendet werden. So verliert man selbst im Arbeitsalltag nicht den Überblick und kann in Windeseile neue Verbindungen erstellen – mit gehaltener Maustaste sogar für ganze Kanalreihen auf einmal.

Die Software unterstützt das Routing-Bemühen durch eine praktische Automatik: Wird eine Verbindung auf einer höheren Ebene gesetzt, konstruiert die App selbständig eine sinnvolle Konfiguration. Wählt man beispielsweise einfach für alle acht Kanäle von Adat-Eingang 1 als Ziel die ersten acht Kanäle des koaxialen Madi-Ausgangs, werden die Kanäle automatisch von eins bis acht durchgepatcht. Diese automatisch angelegten Verbindungen können anschließend pro Kanal angepasst werden, sollte das nötig sein. Auf diese Weise lassen sich selbst weit verzweigte Systeme schnell und klug aufsetzen. Weiterhin können über den Browser auch alle Einstellungen für den MVR-64 vorgenommen werden. Alternativ kann die Konfiguration auch über Telnet oder USB vorgenommen werden.

Eine weitere Besonderheit ist die Integration von Midi als Steuerprotokoll für den Appsys Multiverter MVR-64. Damit können Presets über Midi-Befehle aufgerufen werden. So ist es möglich, beispielsweise eine Szenen-Automatisierung durchzuführen. Die komplexen, vielkanaligen Routings sind also nicht statisch, sondern können per Midi-Automation dynamisch angepasst werden.

Der digitale Multiformat-Konverter Appsys Multiverter MVR-64 wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz exklusiv durch die cma audio GmbH vertrieben und ist ab sofort verfügbar. Die neue Firmware ist ab sofort kostenlos auf der Herstellerseite verfügbar.

Info: www.cma.audio

Appsys Multiverter MVR-64 (Foto: Appsys)

 

Yamaha-Mikrofonsteuerung im Nexus-System

Yamaha hat mit dem letzten Update der CL/QL-Mischpult-Serie die Dante-Geräteunterstützung erweitert. Yamaha-Konsolen können nun über IP in NEXUS-Routingsystemen von Stage Tec eingesetzt werden, um die Eingangsparameter der TrueMatch-Mikrofoneingänge (Phantompower, LowCut und Gain) zu steuern. Für das Zusammenspiel werden von Nexus das Dante Audio-over-IP-Interface XDIP und die Steuerbaugruppe XACI benötigt. Eine Dante-Karte stellt bis zu 64 Kanäle zur Verfügung. Für ein Mischpult können bis zu vier Dante-Karten genutzt werden. Die IP-basierte Variante löst die serielle Modifikation ab.

Die Lizenz zur Nexus-Fernsteuerung durch Yamaha-Mischpulte muss bei Stage Tec kostenpflichtig erworben werden.

Info: www.stagetec.com

Nexus mit Dante Audio-over-IP-Interface XDIP und die Steuerbaugruppe XACI (Foto: Stage Tec)

Signaltransport mit der Festival Box von Optocore

Die Optocore Festival Box ist in erster Linie für den Signaltransport auf großen Festivals konzipiert. Aber auch kleinere Veranstaltungen und Festinstallationen profitieren vom einfachen All-In-One-Signaltransport. Gerade wenn mehrere Bands auftreten, deren Toningenieure verschiedene Konsolen einsetzen, ist dazu üblicherweise eine aufwendige Verkabelung zwischen FoH und Stagebox notwendig. Mit der Festival Box kann alles über ein einziges Duplex-Glasfaserkabel transportiert werden. Als Basis nutzt Optocore den Repeat48WDM Medienkonverter von Technologiepartner BroaMan, der auf Repeat48-2Fiber-Module setzt.

Die SFP-Module der Festival Box ermöglichen es, alle Protokolle elegant und einfach über dieselbe Glasfaser zu tunneln. Ob Glasfaserprotokolle, Cat5 Ethernet-basierte Standards oder HDMI – die Übertragung erfolgt zuverlässig und transparent. Unter anderem sind folgende Konsolen mit der Festival Box kompatibel: Allen&Heath mit fibreACE, Digico mit Optocore oder Madi, SSL Live mit Madi oder Dante, Yamaha mit TwinLANe oder Dante, Midas mit AES50 auf Glasfaser, AVID mit AVB oder Snake und viele weitere. Da die SFP-Module „Hot Swap“-fähig sind und im laufenden Betrieb ausgetauscht werden können, ist maximale Flexibilität ohne jeden Aufwand gewährleistet.

Optocore bietet zwei Modelle an. Die Festival Box Petit bietet 6 SFP-Ports, die Festival Box Grand 12 SFP-Ports. Als Konvertierungsoptionen stehen 12 Duplex-SFP-Slots per Multiplexing über eine Quad-Fiber, 6 Duplex-SFP-Slots per Multiplexing über eine Duplex-Fiber, 6 Duplex-SFP-Slots plus 12 BNC Ports (nutzbar als 3G-SDI und Coax-MADI) sowie 24 BNC Ports oder 12 BNC Ports zur Verfügung. Beide Modellversionen sind im 19-Zoll-Format mit einer Höheneinheit gehalten. LEDs an der Front zeigen anliegende Signale sowie den Status der Stromversorgung an. Für maximale Zuverlässigkeit nutzt Optocore ein redundantes Dual-Netzteil mit automatischer Umschaltung.

Die Optocore Festival Box wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz exklusiv durch die cma audio GmbH vertrieben.

Info: www.cma.audio

Festival Box (Foto, Grafik: Optocore)