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Konzertbeschallung mit K-array Firenze

Mit einem Fassungsvermögen von bis zu 20.000 Besuchern zählt „The O2“ zu den großen Veranstaltungshallen. Mitte April machte die Streetdance-Formation „Diversity“ im Rahmen ihrer UK-Hallentournee dort Halt . Für die Beschallung der Show setzten die Produktionsfirma Production North und der Subdienstleister Audiotech Services auf ein Firenze-KH8 Line-Array-System von K-array.

„Die Diversity-Show war ein echter Gamechanger“, beschreibt Sam Nankivell vom K-array UK-Vertrieb 2B Heard die Wirkung des Firenze-Systems in der O2 Arena. „Als eine der ikonischsten Live-Spielstätten der Welt, in der häufig Systeme ausprobiert und getestet werden, gibt es keinen besseren Ort für dieses System.“

Jeweils neun KH8 Line-Array-Elemente pro Seite bildeten das Grundgerüst für den Saal-Sound von FOH-Engineer Christian Lewis: „Bei meinem letzten Gastspiel in der O2 Arena hatte ich 18 Lautsprecher pro Seite im Einsatz. Durch ihr flaches Design bieten die Firenze-KH8 einen besonders unmittelbaren Klang und verfügen über enorme Aussteuerungsreserven. Auf diese Weise bleibt die Dynamik bei sämtlichen Pegeln gleich. Und das Beste: Das ganze System verbraucht nur eine halbe LKW-Ladefläche.“

Neben dem Hauptsystem aus 2x 9 Firenze-KH8 setzte Audiotech Services in der O2 Arena zudem auf ergänzende Side Hangs aus 2x 2 Firenze-KH7. Auf der Bühne arbeiteten zwei portable Pinnacle-KR802 Stereo Array-Lautsprechersysteme, als Frontfill kamen 8x Mugello-KH2 zum Einsatz. Für den nötigen Tieftondruck der Show sorgten 12x Firenze-KS8 Subwoofer.

Auch die Crewmitglieder der lokalen Technik-Dienstleister, die häufig in der O2 Arena arbeiten, zeigten sich beeindruckt von den umfassenden Vorteilen des Firenze-Systems. „Der Aufbau geht viel schneller und komfortabler von der Hand als bei anderen, großen Systemen, mit denen wir in der Regel arbeiten“, bestätigt John Cuckston von Stage Miracles. Für das schnelle Rigging wurden die Firenze-KH8-Elemente in der O2 Arena in 3er-Gruppen vorverkabelt. „Das Firenze-KH8-System wird stets gerade ausgerichtet, wobei sich die einzelnen Elemente bei Bedarf noch individuell winkeln lassen – das spart enorm viel Zeit. Das Ausladen aus dem LKW hat zehn Minuten gedauert, das Fliegen weitere zehn Minuten. Einfach unglaublich.“

Durch ihr flaches Design in Kombination mit Electronic Beam Steering (EBS) bietet die Firenze-Serie eine optimale Richtwirkung. Zudem beinhalten die Firenze-KH8 ein IP65-zertifiziertes Elektronikmodul, welches acht Powersoft DSP-Kanäle pro Element bereitstellt. Über die DSP-Steuersoftware Armonia lässt sich das gesamte System umfassend einrichten und steuern. Jedes Line-Array-Element verfügt über 16 Neodym-Wandler (8x 8"-Tieftöner + 8x 4"-Mittenlautsprecher) sowie 4x 1,4" HF-Kompressionstreiber und stellt bis zu 2.000 Watt AES-Leistung zur Verfügung.

„Wir haben die Elemente um zwei Grad nach unten gewinkelt“, erläutert Systemtechniker Sergey Becker. „Das ist aber nur Feinjustierung. Die Hauptarbeit hinsichtlich der Schallabdeckung verrichtet die  Armonia-Software. Das Firenze-System minimiert die Reflektionen in der O2 Arena und liefert einen sehr direkten Sound, der uns alle Möglichkeiten bietet. Neben dem herausragenden Klang liegt für mich der größte Vorteil in der kompakten Größe und dem einfachen Aufbau. Wenn ich möchte, kann ich das gesamte System auch alleine fliegen.“

Info: www.sea-vertrieb.de, www.k-array.com

Installation des Firenze-Systems in der O2 Arena (Fotos: K-array)

Udo Lindenberg mit GLP auf Arenatour

Bei der kürzlich zu Ende gegangenen Udo Lindenberg-Tour zum Album „Stärker als die Zeit“ hat Lichtdesigner und Operator Günter Jäckle auch auf Equipment von GLP gesetzt. Mit dabei waren 28 brandneue JDC1 Strobes, 24 impression X4 Bar10 sowie 24 GT-1 Hybride. Auch für diese Tour war das Design in seinem Showlabor bei epicto entstanden.

„Die JDC1 waren für mich eine echte Premiere“, so Jäckle, der erstmals überhaupt auf echte Strobes verzichtete und stattdessen JDC1 in sein Design integrierte. „Diese Lampe gab es bisher so noch nicht – eine Synthese aus Strobe und Fluter hat so noch keiner gebaut“ beschreibt er den JDC1. „Und dann kommt der Tilt noch obendrauf“, erklärt Jäckle weiter. Beim Stichwort Synthese kommt er auch direkt auf den GT-1 Hybridscheinwerfer von GLP zu sprechen. „Tolle, knackige und gestochen scharfe Beams und einen unglaublichen Zoombereich. Dazu absolut zuverlässig – was will man mehr erwarten?“ Eingesetzt wurden die beiden Lampen nicht nur als Floors auf der erhöhten Hinterbühne, sondern auch an Strickleitern rechts und links der Bühne, wo GT-1 und JDC1 jeweils abwechselnd angebracht waren.

Neben dem GT-1 Hybrid und dem JDC1 Strobe setzte Günter Jäckle bei der aktuellen Tour erneut auch wieder auf die impression X4 Bars von GLP. Insgesamt 24 Stück der kürzeren impression X4 Bar10 kamen in den  eigens für diese Tour entwickelten DoccLight Frames über der Bühne zum Einsatz und sorgen für die ganze Bandbreite von messerscharfen Beams bis zu flächigen Flutereffekten. „So eine Arenatour zu designen und zu leuchten ist immer noch etwas ganz anderes als die anstehenden Open Air Gigs mit Udo. Viel dichter, viel atmosphärischer“ beschreibt Jäckle die Unterschiede zu der im Herbst anstehenden Show auf der Meyer-Werft in Papenburg und beim Panikliner, der Anfang September für fünf Tage in See sticht. „Aber auch da ist Udo immer ganz nah dran, sagt, was er will, wie er sich bestimmte Parts vorstellt und entscheidet letztlich auch selbst, wie die Show aussehen soll. Da muss man sich auch schon mal was unter einem grünen Detektivlicht vorstellen können“ weiß Jäckle aus seiner langen Geschichte mit Lindenberg.

Info: www.glp.de

Arenakonzert (Fotos: Ralph Larmann)

Ayrton bei Germany’s next Topmodel im Einsatz

Am 25. Mai ist in Oberhausen die Final-Show des TV-Formats Germany’s next Topmodel über die Bühne gegangen. Das Lichtdesign stammte von Manuel Da Costa. Jonas König und Christoph Dahm waren assistierend beteiligt.

Teil des Set-ups waren die Ayrton MagicPanel-FX. Manuel Da Costa arbeitete bereits für verschiedene TV-Produktionen mit den Zoom-Panels des französischen Herstellers. „Ich mochte schon das MagicPanel-R sehr gerne, das ich zum Beispiel bei der Quizshow ‚500 Fragen‘ mit Günther Jauch erfolgreich einsetzte. Die Erweiterung um die Zoom-Funktion macht die Lampe für mich zum perfekten Allrounder. Unter anderem bei ‚Deutschland sucht den Superstar‘ haben sie einen super Job gemacht.“ Insgesamt befanden sich 56 MagicPanel-FX rund um die Laufstege.

Blickfang im Zentrum der Bühne waren große, indirekt beleuchtete Schirme. Die runde Form wurde durch zwölf Ayrton AlienPix-R erneut aufgegriffen, die mit ihren geraden Beams für einen Kontrast sorgten und durch die acht Rotationsachen viele Bewegungsoptionen ermöglichten.

Rechts und links neben dem Bühnenzentrum verwendete Manuel Da Costa ebenfalls Ayrton Lampen: 96 MagicBlade-R rundeten das Lichtdesign zu den Seiten hin ab und generierten starke Bilder. Laut Da Costa waren vor allem die homogene Farbmischung und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten aufgrund des großwinkligen Zooms Grund für den Einsatz der Geräte. Ebenso überzeugte der kräftige Output sowie die Positionsgenauigkeit und Zuverlässigkeit.

Ayrton-Produkte werden in Deutschland von Visionstage vertrieben.

Info: www.visionstage.com

Bühne der TV-Show (Fotos: Jonas König/Beate Zuieger)

Kabuki G2 für Asisi-Panorama-Installation

Nach Ausflügen auf den Mount Everest, Leipzig inmitten der Völkerschlacht 1813 und in die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs entführt der Künstler Yadegar Asisi die Besucher des Panometers Leipzig nun 3.800 Meter unter die Wasseroberfläche – zum Wrack der im Jahre 1912 verunglückten Titanic. Im Riesenpanoramabild und mithilfe eines künstlichen Lichtszenarios kann das in zwei Teile zerbrochene Passagierschiff entdeckt werden.

Titanic ist bereits das vierte Leipziger Asisi-Panorama, das an den 2012 montierten Gerriets Joker 95 Schienenanlagen installiert wurde. Ein zusätzlicher Schienenkreis ist in 35 m Höhe vor dem 111 m breiten Rundbild angebracht und mit 111 Kabuki G2 Auslöseeinheiten ausgestattet. Die Gerriets-Abwurftechnik Kabuki G2 ermöglicht das sichere und zeitgleiche Abwerfen von Stoffen in nur wenigen Sekundenbruchteilen. Im Rahmen der jeweiligen Premieren der Asisi-Kunstwerke und mittels drei 37 m x 35 m großer Taftvorhänge wurde die Gerriets Kabuki-Technologie eingesetzt.

Info: www.gerriets.com

Aisis-Panorama (Fotos: TomSchulze/Asisi)

Großes Elation-Portfolio beim ESC im Einsatz

Der Eurovision Song Contest gehört zu den herausragenden Produktionen in der internationalen Unterhaltungsbranche und setzte auch in diesem Jahr wieder auf eines der größten Licht- und Video-Setups überhaupt. Mit mehr als 800 Scheinwerfern des Herstellers wurden von Lichtdesigner Jerry Appelt und Produktionsleiter Ola Melzig für die Ausleuchtung von Bühne und Publikum eingesetzt.

Die Größe der ESC-Produktion spiegelt sich bereits in der Aufzählung einzelner Fakten wider: Auf einer Performancefläche von etwa 350 qm kamen 2017 insgesamt 1.816 intelligente Scheinwerfer sowie 1.000 qm LED-Displays zum Einsatz. Zu den jeweils rund 11.000 Zuschauern während der einzelnen Shows im International Exhibition Centre in Kiew gesellten sich beim Finale am 13. Mai zudem mehr als 200 Millionen TV-Zuschauer aus 50 Ländern.

Im Rahmen der diesjährigen Produktion fungierte Elation Professional als offizieller technischer Event-Ausrüster des Eurovision Song Contest mit einem riesigen intelligenten Beleuchtungspaket. Im Rig hingen insgesamt 351 Elation Paladin-Scheinwerfer, 132 Platinum FLX Movinglights, 140 Platinum 1200 Wash und 70 Platinum Seven LED-Washlights sowie 110 SixBar 1000 LED-Leisten. Bereitgestellt wurde die komplette Licht-, Video- und Rigging-Technologie von PRG in Zusammenarbeit mit Litecom.

Die von Florian Wieder designte ESC-Bühne bestand aus einer zentralen, runden Bühneneinheit mit LED-Boden, ergänzt durch ein modernes, bogenförmiges Bühnenelement, auf das Content projiziert wurde. Mit seinem Lichtdesign spiegelte Jerry Appelt den Slogan „Celebrate Diversity“ des Eurovision Song Contest 2017 sowie die Vielfalt des Bühnengeschehens wider. Für sein Lichtdesign war Appelt auf der Suche nach einem Stroboskop-Effekt, den er hinter der riesigen, halbtransparenten LED-Videowand als zentrales visuelles Hintergrundelement platzieren konnte. Für diesen Zweck organisierte Ola Melzig ein Scheinwerfer-Shootout in Köln, auf dem sich Appelt von den Qualitäten des Paladin-Scheinwerfers überzeugen konnte. „Mein Ziel war es, eine weitere Ebene hinter der LED-Wand zu erzeugen. Die Scheinwerfer mussten jeweils über genügend Kraft und Leistung verfügen und gleichzeitig mit den restlichen Licht- und Videoelementen verschmelzen können.  Unsere Wahl fiel auf die Paladin, die einen außergewöhnlich guten Job gemacht haben“, erklärt Appelt.

Weltweit zum ersten Mal im Einsatz waren die insgesamt 351 Paladin-Scheinwerfer in einer großen Matrix (39 Meter breit x 9 Meter hoch) hinter der LED Wand montiert und spielten eine zentrale Rolle im Lichtdesign von Appelt. Der vielseitige RGBW-Hybrid-Scheinwerfer, inklusive Zoom, fungierte nicht nur als heller Blinder, als Stroboskop und als leistungsstarkes Washlight, sondern dank seiner individuell ansteuerbaren Pixel-Zonen auch für Pixel-Mapping-Effekte. „Wir haben die Paladin sowohl unabhängig eingesetzt als auch mit Video bespielt“, so Appelt, der nach 2011 und 2012 bereits zum dritten Mal für das ESC-Lichtdesign verantwortlich zeichnete. Appelt setzte die Effektmöglichkeiten des Paladin in zahlreichen Auftritten ein – teils als Stroboskop- beziehungsweise Blindereffekte, die kraftvoll durch die LED-Wand strahlten, teils als eher subtile Warm- und Kaltlicht-Glitzereffekte. „Es gab sogar einige Delegationen, die explizit danach gefragt haben, die Paladin bei ihrem Auftritt einzusetzen, um diesem mehr Kraft und Wirkung zu verleihen“, fügt Appelt hinzu.

Den Großteil der Publikumsbeleuchtung stemmten die Platinum 1200 Wash LED-Washlights in Kombination mit den Platinum Seven LED-Washlights. Die Platinum 1200 verfügen über 19 jeweils 65 Watt starke RGBW-LEDs für ausreichend Leistung und hingen an drei gebogenen Traversen über dem Publikum, sowie an seitlich an der Arena montierten Traversen. Zudem fungierten die Platinum 1200 LED-Washer als Seitenlicht an der jeweiligen Bühnenseite. Die Platinum 1200 erzeugen farbige Washeffekte, vergleichbar mit 1.500 Watt starken.

Die Platinum Seven gehörten nachweislich zu den zuverlässigsten Geräten im gesamten ESC-Rig und arbeiteten an Traversen im hinteren Bühnenbereich in Kombination mit den Elation FLX-Scheinwerfern, welche das Publikum in dynamischeren Show-Momenten mit Beam-Effekten überzogen. „Ich liebe den UV-Chip im Platinum Seven“, so Ola Melzig über den LED-Hochleistungs-Washer mit seiner 7-Farb-Multi-Chip-LED und Zoom-Funktion. „Im Grunde gefällt mir alles an diesem Scheinwerfer; der UV-Chip ist aber mein persönliches Highlight!“

Oberhalb der ESC-Bühne befand sich ein weiteres zentrales Lichtdesign-Element: Ein verfahrbarer „Bienenstock“ umrandet von Traversen und bestückt mit 24 Platinum FLX Hybrid-Scheinwerfern – dem preisgekrönten Spot/Beam/Wash-Movinglight mit patentiertem, dualem optischen System. So tauchten die Scheinwerfer unter anderem Künstler in eine Flut aus Beams oder in einem anderen Setting wurden die FLX nach außen gerichtet und durchschnitten den Zuschauerbereich mit diversen Beam-Effekten. In Kombination mit den Platinum 1200 Wash fungierten die Platinum FLX zudem auch als Seitenlicht.

Der finale Elation-Scheinwerfer im Beleuchtungspaket war die SixBar 1000, eine ein Meter lange Multifunktions-LED-Leiste mit Sechsfarb-LED-Multi-Chip. Eingesetzt zwischen dem ausladenden Bogenelement auf der Bühne und den umgebenden, reflektierenden LED-Displays, sorgten die vertikal angeordneten SixBar Pixel-Strips über den Zeitraum der kompletten Show für dynamische Chase- und Wash-Effekte sowie weitere auffällige Looks. Darüber hinaus wurden die SixBars als dekoratives Element vertikal am äußeren Rand des Bienenstocks montiert.

Info: www.elationlighting.com

ESC (Fotos:  Ralph Larmann)