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Pop Meets Classic mit Philips Vari-Lite VL6000 und Showline eStrip 10

Am 29. April 2017 ist in der ausverkauften Volkswagen Halle zum mittlerweile elften Mal ein Potpourri aus Pop- und klassischen Klängen bei Pop Meets Classic (PMC) dargeboten worden. Rock und Pop Künstler hatten dabei gemeinsam mit dem Staatsorchester Braunschweig musiziert.

Ambion betreute die Produktion, konzipierte die technische Planung und das Bühnendesign und stellte darüber hinaus die komplette Licht- und Videotechnik mitsamt der Operatoren bereit.

Stephan Aue – Pop-Meets-Classic-Veteran der ersten Stunde – kreierte erneut das Licht- und Bühnendesign der Produktion und hatte etwas Neues im Gepäck: Sechs Philips Vari-Lite VL6000 Beam kamen auf der Showbühne zum Einsatz. „Ich hatte schon auf der letzten Bosse-Tour Erfahrungen mit der Lampe gesammelt und wollte sie unbedingt bei PMC unter Showbedingungen als Speziallampe nutzen. Der sehr besondere Look der Lampe ist ein echter Eyecatcher und ihre Helligkeit setzt sich nochmal deutlich von den anderen Fixtures ab, die wir im Einsatz hatten.“

Der VL6000 Beam ist ein leistungsstarkes neues Movinglight speziell für Mid-Air-Effekte. Eine 14“ (356 Millimeter) große Frontlinse erzeugt unter Verwendung des exklusiven Philips-Ellipsoid-Reflektor-Array-Systems bei 55.000 Lumen Lichtleistung einen retro-style Beam von 6,5°.

„Der klassische ‚Flag-Scheinwerfer-Look‘ und der breite Lichtaustritt machen die Lampe besonders interessant für mich“, erläutert der Lichtdesigner weiter. „Zur Hinterleuchtung der Bühnenpodeste suchte ich zudem nach einem Striplight und habe mich letztlich für die Philips Showline eStrip 10 entschieden, von denen ich insgesamt zwölf Stück verbaute. So ergab sich im Endeffekt ein grandioses Zusammenspiel der kraftvollen Mid-Air-Beameffekte aus den VL6000 und der Set-Beleuchtung aus den eStrips.“

Die Philips Showline SL eSTRIP 10 Rampe bietet zehn individuell regelbare, äußerst helle und homogene RGBW LEDs, ähnlich einer herkömmlichen MR16 Halogenrampe, bringt aber einen deutlich reduzierten Stromverbrauch, weniger Hitze, minimalen Wartungsaufwand und die Freiheit in der Farbauswahl mit sich.

„Durch den Einsatz der Geräte als Hinterleuchtung konnten wir auch Farbverläufe abbilden, weil wir ja auf jede einzelne Zelle Zugriff hatten. Das sorgt natürlich für noch mehr Abwechslung auf solch einer großen Bühne.“

Philips Vari-Lite und Showline werden in Deutschland von cast vertrieben.

Info: www.castinfo.de

Pop Meets Classic (Fotos: Malte Schmidt)

Screen Visions auf Tour mit Philipp Poisel

Screen Visions hat den Singer-Songwriter Philipp Poisel auf seiner Konzerttour quer durch Deutschland bis nach Österreich begleitet. Neben Berlin, Köln und München machte der schwäbische Tross Halt in neun weiteren deutschen Städten, sogar mit einem kleinen Abstecher über die österreichische Grenze nach Wien.

Inszenatorisch ging es vor allem um Bilder und Emotionen, die unter anderem mit großen LED-Flächen von mehr als 170 Quadratmetern entstehen sollten. Anstelle von Live-Kameras erzeugten Videozuspielungen sowie spezielle Licht- und Videoeffekte Stimmungsbilder zu den jeweiligen Songs. Ein 108 Quadratmeter großer Backdrop-Screen sowie zwei Sidewings mit jeweils 32 Quadratmetern waren in das Gesamtbühnenbild integriert. Das Team um den Lichtdesigner Robert Kröber sorgte für die entsprechenden Cues bei den Songs. Gesteuert wurde dies in Verbindung mit dem Video-Operator Marc Baitinger, der das Zuspielmaterial über ein redundantes Samsc-Catalyst-V5-System auf die Screens abschickte. Um auch mit Lichteffekten von hinten arbeiten zu können, wurden LED-Wände mit einer geeigneten Transparenz ausgewählt. Weitere Anforderungen an das Material waren die Ausstattung mit entsprechenden Tournee-Features, wie Transport-Dollys, schnelle Auf- und Abbauzeiten, redundante Ansteuerung sowie Plug-and-play-Eigenschaften mit hoher Zuverlässigkeit. Alle Anforderungen konnten über das P-Material von Screen Visions abgedeckt werden.

Info: www.screenvisions.com

LED-Material für Philipp Poisel (Fotos: Christoph Köstlin)

Jerry Appelt mit GLP beim ESC-Vorentscheid

Fünf Kandidaten haben sich im Februar 2017 einer Fachjury und einem europaweiten Fernsehpublikum gestellt und kämpften um ihr Ticket zum Eurovision Song Contest 2017 in Kiew. Das Lichtdesign für den Wettbewerb kam erneut aus der Feder von Jerry Appelt, der beim Eurovision Song Contest fast schon eine feste Größe ist – 2011 in Düsseldorf und 2012 in Baku war er bereits als Lichtdesigner der Finalshows dabei, 2013 designte Appelt das Licht für den Junior ESC in Kiew und 2014 übernahm er das Lichtdesign für einen deutschen Vorentscheid zum ESC.

Prominent und stets im Bild in diesem Jahr – die neuen GLP GT-1 Hybriden, von denen Jerry Appelt insgesamt 52 Stück für sein Design vorgesehen hatte. „Bei dieser Lampe passt einfach alles – Design, Performance, Output und die Features“ erklärt Jerry Appelt zum GT-1. „Es ist das Gesamtpaket, das stimmt. Beam, Spot und Wash in einem so kompakten Scheinwerfer. Durch das schlanke Design und den Verzicht auf eine klassische Base lässt sich der GT-1 perfekt in ein Set integrieren, ohne dass ich die Lampe verstecken muss. Dafür macht sie einfach eine zu gute Figur. Mit dem neuen Leuchtmittel muss ich mir auch absolut keine Sorgen mehr um die Zuverlässigkeit dieser Lampe machen. Wir hatten vom ersten Aufbautag bis zur letzten Showminute kein einziges Problem mit dem GT-1“, stellt Appelt fest.

Ausgestattet mit einer 440 Watt starken Entladungslampe bietet der GT-1 einen Zoombereich von 3,5 bis 56,7 Grad – entsprechend einem Zoomfaktor von 16:1. Weiterhin bietet dieser Hybridscheinwerfer ein CMY Farbmischsystem plus zusätzliches Farbrad, acht rotierende und 14 feste Gobos, einen Highspeed-Shutter und drei rotierende Prismen.

Der GT-1 ist mit einem elektronischen Auto Power Sensing Netzteil ausgestattet, eine interne Batterie macht das Programmieren und Adressieren des GT-1 auch netzunabhängig möglich. Das kompakte Design komplettiert die Featureliste des nur 25 Kilo leichten Hybriden.

Info: www.glp.de

ESC-Vorentscheid (Fotos: Ralph Larmann)

Meyer Sound LEO Family Support für Lukas Graham

Die dänische Pop und Soul Band Lukas Graham hat in weniger als zwei Jahren den Sprung von kleinen Club-Gigs zur Arena Tournee geschafft und konnte auf diesem Weg drei Grammy-Nominierungen für ihren weltweiten Hit „7 Years“ verbuchen.

Frank Grønbæk ist seit Ende 2012 FOH-Engineer der Band. Für Grønbæk ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Set, jedem Gesang und Instrument seinen eigenen Raum und Gewicht in der Mischung zu geben. „Eines der Dinge, die mir am Mischen dieser Band gefällt, ist die Tatsache, dass es relativ wenige Quellsignale gibt, man also Raum um die Klänge herum bauen kann, anstatt alles einzuzwängen, weil man es auf einmal hören muss“, bemerkt er. „Es gibt Platz, so dass eigentlich jedes Instrument diesen Raum füllen kann, und das macht meine Arbeit wirklich schön.“

Als Grundlage des Audiopakets, das die Tour begleitet, spezifizierte Grønbæk ein Meyer Sound Leo Family System, das von Victory Tour Production aus Dänemark geliefert wurde. „Als ich vor etwa drei Jahren die Band zum ersten Mal auf einem Meyer Leo Family System hörte, bemerkte ich sofort, dass es einen Unterschied zwischen dem, was man auf diesem System hören kann, und allen anderen auf dem dänischen Markt erhältlichen Systemen gibt“, erinnert er sich. „Jedes Detail, in jedem Frequenzband, war präzise und definiert. Wenn man etwa 250 Hertz beim EQ hinzufügt, gab die Mischung es sofort wieder, anstatt irgendwie verschmiert zu klingen.“

Um den Veranstaltungsorten unterschiedlicher Form und Größe gerecht zu werden, war die Tour mit einem flexiblen Soundsystem mit rund 20 Lyon-M Main Line Array Lautsprechern mit vier Lyon-W Wide Coverage Line Array Lautsprechern für die Nahfeldabdeckung unterwegs. Bassverstärkung lieferten ein Dutzend 1100-LFC Low-Frequency Control Elements. Sechzehn Leopard Compact Line Array Lautsprecher standen, je nach Veranstaltungsort, als Front Fill und Outfill Arrays zur Verfügung, ein Paar UPQ-1P Lautsprecher halfen bei Bedarf weiter aus. Alles wurde mit einem Galileo Callisto Lautsprecher Management System mit drei Galileo Callisto 616 Array Processors (einschließlich einer AES Version am FOH) und einem Galileo 408 Processor miteinander verbunden und optimiert.

„Was ich am Mischen mit dem Leo Family Systemen genieße, ist die direkte Übertragung, also, dass ich genau das heraus bekomme was ich in das System stecke“, fährt Grønbæk fort. „Alles ist klar, über das volle Frequenzspektrum, das schätze ich besonders bei Acts wie Lukas Graham, bei denen die Stimme extrem wichtig ist. Deshalb versuche ich immer mit einem Meyer Sound System zu arbeiten, wenn wir nicht an das Haussystem gebunden sind. Es macht einen riesengroßen Unterschied für mich.“

Info: www.meyersound.de

Lukas Graham auf der Bühne (Fotos: Ralph Larmann)

satis&fy beim Lichtfestival in den Swarovski Kristallwelten

Der „Garten des Riesen“, eine weitläufige Parklandschaft rund um das Kunstmuseum der  Swarovski Kristallweltn ist eine Besucherattraktion. Jetzt wurde das von André Heller konzipierte Gelände im Inntal erstmals Schauplatz eines besonderen Festivals: Über 20 Tage hinweg, vom 30. Januar bis 19. Februar 2017, fanden nach Sonnenuntergang außergewöhnlich sehenswerte Installationen aus Licht und Klang ihren Platz. Verantwortlich für die Kreation des Lichtfestivals ist das Künstlerkollektiv phase7 performing.arts. Dahinter verbergen sich Björn Hermann (Björn Hermann lichtdesign), Sven Sören Beyer (Artistic Director), Frieder Weiss (Visual Art) und Christian Steinhäuser (Music Director). Die Produktionsleitung für das Projekt lag in den Händen von StudioNOW Berlin, die Entscheidung für die technische Umsetzung fiel auf die satis&fy AG. Es galt keine Messehalle zu bestücken, sondern eine vier Hektar große Außenanlage mit mehr als 800 unterschiedlichsten Scheinwerfern und Lichtquellen zu bestücken, darunter zahlreiche Astera AX3 und AX10, die über ein LumenRadio Sendersystem kabellos angesteuert wurden.

Der Wall, eine Anhöhe, die den Park linksseitig über 300 Laufmeter flankiert, wurde mit 56 Clay Paky Mythos Scheinwerfern versehen – ein schwieriges Unterfangen, da zum Zeitpunkt des Aufbaus tiefer Schnee lag und alle im Abstand von sechs Metern angebrachten Spots regenfest und diebstahlsicher installiert werden mussten. Noch eine Spur weiter und schärfer in den Himmel schossen 20 Clay Paky Supersharpys auf dem verglasten Spielturm der Anlage, hier kam zudem ein Lasersystem von der Firma Laserfabrik zum Einsatz. Mit der lokalen Kranfirma brachte man das nötige Material auf 20 Meter Höhe, um nun die in Position gerückten, auf einer aufwändig nivellierenden Traversenkonstruktion installierten Scheinwerfer für die Spielzeit wind- und regensicher zu machen. Über etliche Kilometer hinweg malten die Scheinwerfer Formationen in den Nachthimmel und verbanden sich als Ausgangspunkt der Installation mit dem Gesamtkunstwerk, das Lichtdesigner Björn Hermann und Sven Sören Beyer über mehrere Tage mit dem satis&fy Team einrichtete und programmierte.

Als eine ganz besondere Herausforderung beim zwölftägigen Aufbau erwiesen sich die Wetterbedingungen. Temperaturen zwischen plus fünf Grad am Tag und minus 20 Grad in der Nacht können nicht nur der in den frühen Morgen und späteren Abendstunden aufbauenden Crew, sondern auch der Technik zusetzen. Die sechs auf dem Gelände platzierten Stationen, die für die Strom- und Signalverteilung der Lichtquellen und Beschallungsanlage sorgten, mussten mit Rack-Heizungen temperiert und vor Feuchtigkeit geschützt werden. Auch steifgefrorene Kabel benötigten beim Aufbau Heizlüfter, um wieder geschmeidig durch die Hände zu fließen. So bedurfte es allerlei Improvisationstalent, um der Kälte zu trotzen.

Ebenso herausfordernd war die Weitläufigkeit des Geländes. So sollte das komplette Lichtsystem am Ende zentral von einer Position gesteuert werden, während des Aufbaus und der Einrichtungsphase musste aber dennoch die Möglichkeit bestehen, mit mehreren Konsolen auf dem Gelände gleichzeitig an der Show zu arbeiten. Für die reibungslose Signalverteilung über vier Hektar hinweg mussten 14 DMX Universen (und knapp 6500 Parameter) überall auf dem Gelände ohne Verzögerung bereitgestellt werden, während man kurzerhand entschied, dass die Hausnetzwerktechnik sich dafür hervorragend eignete. Schnell wurde hier eine autarke Signalversorgung an den verschieden Highlight-Punkten über die möglichen Abgreifpunkte der Anlage initialisiert und auf die Signalsprache der Licht und Tontechnik übersetzt. Doch nicht nur die Reichweite der Technik, auch die eines Lichttechnikers war beachtlich. So konnten die Fitnesstracker der Crewmitglieder nach Feierabend schon mal 16 bis 20 Kilometer Laufleistung anzeigen. Der Einsatz großer und motorisierter Gerätschaften war während des laufenden Besucherbetriebs keine Alternative – wegen des tiefen Schnees waren analoge breit bereifte Bollerwägen und Schlittengefährte die Mittel der Wahl.

Damit die Installation ein perfektes und mystisch anmutendes Gesamtkunstwerk werden konnte, musste nun noch die eigens komponierte Klanguntermalung mit der Lichtprogrammierung verwoben werden. Das Soundfile wurde mittels Timecodesignal mit dem Lichtsystem (HOG4) synchronisiert. Es wirkte, als würde der Komponist der Musik die Scheinwerfer jeweils 20 Minuten lang wie ein Orchester über die Kristallwelten dirigieren. Schneeweiß verkleidete Beschallungstürme ergänzten die bestehende Hausanlage und fügten sich harmonisch in die Optik der weiß beschneiten Landschaft ein. Während des Soft Openings zwei Tage vor der eigentlichen Eröffnung konnten letzte Handgriffe gemacht werden; ein bis zwei Servicetechniker blieben während der Laufzeit des Festivals vor Ort, um jederzeit einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können. 

Info: www.satis-fy.com

Installation für das Lichtfestival (Fotos: Sandra Sommerkamp)