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GLP-Hybridstrobes für Metallica

Mit ihrer WorldWired Tour sind die Rocker von Metallica in Europa unterwegs. Lichtdesigner Rob Koenig hat aktuell das Licht Set-up erweitert und insgesamt 16 GLP JDC1 integriert. 

Dan Brauns Stagedesign bewegt sich weg vom klassischen Set mit Traversen und Scheinwerfern – stattdessen setzt Braun auf ein 3D-Design mit beweglichen, vernetzten Videobausteinen und – auf besonderen Wunsch von Bandleader James Hetfield – auch auf den Einsatz von Drohnen.

„Ursprünglich war ein deutlich größeres Floorset geplant. Aber bei den ersten Proben war schnell klar, dass die geplante Menge an Lampen einfach zu viel für die Bühne war. Dan wollte eine aufgeräumte Bühne und nun standen da Pedalboards, Lampen, Wedges und jede Menge Transponder für die Drohnen. Das sah einfach nicht gut aus – und wir suchten nach einer Lösung, mit weniger Scheinwerfern trotzdem diese Effekte und diese Dynamik hinzukriegen“, so Koenig.

„Jedes dieser Hybridstrobes ersetzte zwei andere Geräte, die wir bisher im Set eingeplant hatten. Die Bühne sah sofort aufgeräumt und straight aus. Und dazu noch der Tilt, der diesen Lampen noch mehr Flexibilität gibt“ erklärt er weiter. Dabei setzt er die JDC1 selten als reines Strobe ein sondern nutzt die Hybriden häufiger dazu, die Bühne komplett in Farbe zu tauchen. „Das Set ist weiß und wir brauchten etwas, um einen Kontrapunkt zu den LED-Würfeln über der Bühne zu setzen“ beschreibt er seine Idee. „Wenn ich dann den Strobe-Effekt dazu mische, dann habe ich einen gänzlich neuen Effekt, das macht diese Lampen so vielseitig.“

Info: www.glp.de

Konzert der Metallica WorldWired Tour (Fotos: Ralph Larmann)

Multimediale Inszenierung in Lindenbergs Panik City

Mit moderner digitaler Technik wird das Leben und Schaffen Udo Lindenbergs in der neuen Erlebniswelt Panik City auf der Hamburger Reeperbahn inszeniert. Inhaltlich ist die rund 700 qm große Panik City im Wesentlichen von Udo Lindenberg gemeinsam mit Corny Littmann, Axel Strehlitz und Hannes Rossacher entwickelt worden. Für die technische Konzeption und Umsetzung ist pilot Screentime unter der Leitung von Damian Rodgett verantwortlich.

Mehr als 10.000 m Netzwerkkabel, rund 1.000 m Lautsprecherkabel und mehrere Kilometer Stromkabel sind in Wänden, Böden und Decken der Panik City verbaut. Bowers & Wilkins realisierte die Tontechnik der Erlebniswelt. Dabei kommen ausschließlich High-End-Endstufen, Speaker, Subwoofer und Kopfhörer zum Einsatz.

DMX steuert die komplexe Lichtinstallation, die visuell die Dramaturgie unterstützt. Eine eigens für die Panik City entwickelte Trigger-Logik lenkt die komplette Experience.

Zum Start in der Hotel Atlantic Raucherlounge erwartet Lindenberg seine Gäste auf einer 270°-Panoramawand, die von vier NEC-Projektoren PA653UL im Edge Blending zum Leben erweckt wird, jeweils mit 6.500 Lumen starken LCD Laser-Projektoren und mit bis zu 4K@60fps. Zur Bespielung der Projektionswand nutzt das Team einen Mediaplayer mit sechs Mini-Displayport-Ausgängen – mit einer Auflösung von 4096 x 2160 pro Ausgang.

Die Station „Gronau“ über Udos Familie, seine Kindheit und Jugend ist unter anderem mit sieben Large Format Displays in den Größen 65“, 55“, 43“ und 32“ ausgestattet, deren Inhalte miteinander kommunizieren. Wie aus dem Nichts melden sich Weggefährten von einst, Klassenkameraden und Udos Schwester Inge zu Wort und plaudern aus dem Nähkästchen. Die korrespondierenden Inhalte werden von sieben miteinander synchronisierten Media-Playern angespielt.

Im nachgebauten „Boogie-Park-Studio“ können die Besucher gemeinsam mit Lindenberg seinen Hit „Ich mach' mein Ding“ aufnehmen: Der Musiker erwartet seine Fans dabei bereits in der Regie auf einem 75“-Screen. Eine hochauflösende Kamera nimmt den Song in High-End-Tontechnik auf. Im Anschluss an die Tour können sich die Besucher den Song per Download oder auf einem Stick mit nach Hause nehmen.

In der Station „Udo und der Osten“ erlebt der Besucher Augmented Reality auf Tablets. Ausgestattet mit Kopfhörern von Browser & Wilkons geht jeder Besucher auf seine ganz individuelle Entdeckungsreise und erlebt die Meilensteine der Maueröffnung und Lindenbergs Engagement für seine Fans in der ehemaligen DDR.

An der die „Likörelle Bar“, mit mehr als 1.000 von Hand eingefärbten Likörflaschen, ist Mit- und Selbermachen gefragt. An insgesamt vier 65“ Multi-Touchtischen kreiert jeder Gast sein persönliches Likörell mit Texten, Farben und einer Auswahl aus zahlreichen Motiven – der Künstler macht es vor, die Fans probieren es aus. Ein 75“ großer Udo-Screen liefert die Hintergrund-Informationen zur Malerei, schließlich ist Lindenberg zeitgenössischer Maler.

In der Station „Bunte Republik Deutschland“ ist eine 17 m breite 270°-Panoramawand (Eigenkonstruktion) positioniert, die von sechs NEC Projektoren des Typs PA653UL auf einer Höhe von 2,50 m bespielt wird. Dabei setzen die Macher einen leistungsstarken Mediaplayer mit 6 Mini-Displayport-Ausgängen und einer Auflösung von 4096 x 2160 pro Ausgang ein.

Den Abschluss bildet eine Virtual-Reality-Erfahrung. Die Besucher teilen mit Lindenberg ein Erlebnis und stehen gemeinsam mit ihm und seinem Panik-Orchester auf der Konzert-Bühne vor 22.000 Zuschauern und schmettern seine Hymne an Hamburg „Reeperbahn“. Eigenentwickelte Sitzschalen mit VR-Brillen nehmen die Besucher mit auf die Virtual-Reality-Reise, Induktions-Elemente versorgen die kabellosen VR-Brillen mit Strom.

Info: www.panikcity.de

Panik City (Fotos: Tine Acke/Panik City)

 

 

Digital Projection-Equipment inszeniert historische Stätte in Jerusalem

Das Davidsturm-Museum in der Jerusalemer Zitadelle am Jaffator, dem Zugang zur Jerusalemer Altstadt,  veranschaulicht die lange Geschichte der Stadt. Des Nachts wird dieser Bereich zum Projektionsmedium – die Historie Jerusalems wird dann anhand einer Reihe von Bildern erzählt, die an Wänden, archäologischen Ruinen und Gassen der Zitadelle projiziert werden. Für die „The Night Spectacular“-Produktion werden auch Projektoren von Digital Projection verwendet – darunter auch der M-Vision Laser 18K.

Yehuda Vaknin, Projektmanager der seit rund zehn Jahren laufenden Show: „Nach neun Jahren war es an der Zeit, die AV-Ausrüstung zu ersetzen und die aktuellste Technologie auf dem Markt zu integrieren, um die Show auf die nächste Ebene zu bringen – aus diesem Grund involvierten wird Showlogix für das Design der technischen Aspekte dieser Erfahrung.“ Da sich das bisherige AV-System als äußerst robust erwiesen hatte und das Museum bisher keine Shows absagen musste, sollte die neue Ausrüstung eine gleichwertig überzeugende oder sogar noch bessere Leistung bieten, um den erhöhten Vibration aufgrund der Besucherscharen, den erheblichen klimatischen Veränderungen über das Jahr hinweg sowie den komplexen physikalischen und ästhetischen Anforderungen gerecht zu werden.

Insgesamt wurden am Standort 15 Projektoren von Digital Projections installiert – 13 nagelneue M-Vision Laser 18K sowie zwei E-Vision Laser 8500, um die Wände der Zitadelle mit insgesamt 250.000 Lumen und 35 Millionen Pixeln zu beleuchten.

Dank Verarbeitung durch die integrierte Colour-Boost-Technologie projiziert der M-Vision Laser 18K laut Hersteller Farben, die bisher nur mit deutlich teureren DLP-Projektoren erreicht werden konnten. Mittels der integrierten ColorMax-Technologie können alle Projektoren auf den genau gleichen Farbraum kalibriert werden – für einen nahtlosen Übergang zwischen verschiedenen Kanälen und ein weiches, farbig abgestimmtes Bild über diese große Fläche.

Ein weiterer wesentlicher Faktor für die Verwendung des M-Vision Laser 18K bestand darin, dass dieser in alle Richtungen montiert werden kann. Dieses Feature war wesentlich, weil beispielsweise strikte Regeln und Bestimmungen bei der Installation der Ausrüstung eingehalten werden mussten.

Der aktuellste Projektor von Digital Projection wurde weiterhin vor allem aufgrund der Lasertechnologie ausgewählt. Der M-Vision Laser 18K bietet laut Digital Projection eine Lebensdauer von mindestens 20.000 Stunden.

Info: www.digitalprojection.com

Projektionen in Jerusalem (Fotos: Naftali Hilger)

Equipment von L-Acoustics für Disney-Konzerte

Mit der Konzert- und Musicalreihe „Disney in Concert – Magic Moments“ ist das Hollywood-Sound-Orchester unter der Leitung von Heinz Walter Florin Ende 2017 durch 15 Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz gezogen. Während auf der großen Leinwand die Disney-Klassiker liefen, spielte das Orchester live Songs aus über 80 Jahren Disney-Filmgeschichte. Für die Beschallung setzte die Soundhouse Veranstaltungstechnik GmbH als Generaldienstleister auf ein L-Acoustics System aus K1 und K2 plus weitere Variable und Constant Curvature- sowie Point Source-Quellen des französischen Herstellers.

Das Konzept von „Disney in Concert“ sieht ein Orchester in Vollbesetzung sowie eine große Leinwand als zentrales Bühnenelement vor. Diese Konstellation schloss eine herkömmliche Positionierung der L/R-Line-Array-Beschallung von Anfang an aus, da sonst zahlreiche Zuschauerplätze mit einer nicht hinnehmbaren Beeinträchtigung der Sichtlinien zu kämpfen hätten. Aus diesem Grund versetzte System-Engineer Jürgen Erhard von Soundhouse die Main-PA aus 12x K1 und 6x K2 nach hinten und flog diese acht Meter hinter der Bühnenkante.

Da FoH Carsten Kümmel das Orchester mit rund 100 Kondensatormikrofonen abnahm, galt das Hauptaugenmerk beim Systemdesign nicht nur der Schallabdeckung der Arenen, sondern in erhöhtem Maße der Rückkopplungssicherheit. „Um rückkopplungsfrei zu arbeiten, bedurfte es eines langen Arrays. Das Ziel war eine Länge von acht Metern. Auf diese Weise hatten wir eine Richtwirkung bis hinab zu 50 Hz“, erläutert der erfahrene Tonmeister. Systemer Jürgen Erhard ergänzt: „Durch das K2-System mit seinen Winkelklappen konnten wir uns eines weiteren Vorteils bedienen, den nur sehr wenige andere Systeme bieten und den Abstrahlwinkel auf die Bühne individuell anpassen.“

Neben dem K1/K2-System für die Hauptbeschallung arbeitete Soundhouse mit 2x 9 Kara in der Side-PA, einem doppelten 4er-Stack Kiva links und rechts der Bühnenkante sowie insgesamt sieben X8 an der Bühnenvorderkante. Zum Auffüllen der vordersten Stuhlreihen konnten aufmerksame Augen zudem ein geflogenes 4er Kiva-Center-Cluster in der Fronttruss entdecken. Im Tieftonbereich setzte Soundhouse auf lediglich sechs SB28 Subwoofer am Boden. „Das K1/K2-System liefert im Low-end bereits eine ausgezeichnete Performance, so dass jeweils ein 2er-Stack SB28 links, rechts und in der Mitte vollkommen ausreichte“, erläutert Jürgen Erhard.     

Info: www.l-acoustics.com

Disney in Concert, L-Acoustics Installationen (Fotos: Jürgen Erhard)

Björn Herrmann mit SGM beim Swarovski-Lichtfestival

Das Swarovski-Lichtfestival ist zum zweiten Mal in den Kristallwelten in Wattens in Tirol/ Österreich durchgeführt worden. Der Event rückt inszenatorisch Licht, Farben, Kristalle und Geschichten in den Mittelpunkt. „Ich habe mich für das Lichtfestival 2018, wie schon 2017, um den Entwurf des gesamten Lichtkonzepts gekümmert“, so Lichtdesigner Björn Hermann. „Während es im Jahr 2017 eine eher multimediale Show mit Licht-, Laser- und interaktiver Video-Kunst war, bei der die Besucher innerhalb der Kristallwelten immer wieder neue Lichtinstallationen entdecken und alle 16 Minuten eine große Licht-Choreografie sehen konnten, die im Loop lief, lag der Fokus 2018 mehr auf dem Storytelling. Es ging darum, den Besuchern über drei verschiedene Akte eine Geschichte zu erzählen. Sobald ein Akt nach gut 15 Minuten zu Ende war, begann der daran anschließende an einem anderen Ort, sodass die Besucher mithilfe der Geschichte durch die Show geleitet wurden.“

Eine besondere Herausforderung stellte die Witterung für Hermann dar, denn das Wetter in Tirol weißt im Januar Temperaturschwankungen von -20 Grad bis plus zwölf Grad Celsius auf. „Dazu kommt die lange Laufzeit der Show, die ununterbrochen über vier Wochen täglich durchläuft. Im Vorfeld kommen natürlich noch der Aufbau und die Proben dazu, was ebenfalls rund zwei Wochen in Anspruch nimmt, sodass das Material bei Wind und Wetter sechs Wochen durchhalten muss. Das ist schon eine besondere Beanspruchung, die man nicht mit jedem Material erledigen kann. Besonders heftig war es 2017, wo während des gesamten Aufbaus die Temperaturen bei - 20° lagen und wir die Lampen bei über einem halben Meter Schnee installieren mussten. Einige P-5 haben wir teilweise mit Schippe und Eispickel eingegraben, damit sie an den richtigen Positionen standen.“

2017 setzte Hermann größere Mengen an P-2 und P-5 ein. „2018 hatte ich einen ganzen Schwung P-2 mit 43°-Linsen, diverse P-5 15° und P-5 mit 43° sowie Torblenden dabei und noch zusätzlich acht P-10. Für die Ausleuchtung der Kristallwolke war mir wichtig, nicht nur homogen die Wolke auszuleuchten, sondern mit einer Vielzahl an Lichtquellen mit engem Abstrahlwinkeln mehr Tiefe herauszuarbeiten und mit Farben und Intensitäten die Wolke organischer zu gestallten. Hierbei haben mir P-2, P-5 und P-10 mit 10°-, 15°- und 21°-Linsen sehr geholfen.“

Seinen ersten Kontakt zur brandneuen P-10 hatte Björn Hermann auf der Prolight + Sound. Es hat mir sofort in den Fingern gejuckt, denn ich wollte das Produkt live testen und das Lichtfestival war dafür der perfekte Job.“

Für ihn sind zwei Eigenschaften am P-10 unschlagbar: „Die enorme Helligkeit und der enge Abstrahlwinkel von 10° sind wirklich der Hammer. Mit dem engen Abstrahlwinkel bietet mir das Produkt die volle Power an Lichtleistung und wenn es breiter werden muss eine schnelle Lösung über den leicht zu installierenden Frostfilter.“

Info: www.bjoernhermann.de,  www.sgmlight.de

Swarovski-Lichtfestival (Fotos: Sandra Sommerkamp)