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SGM-Equipment für die Seebühne Bregenz

Die Bühne im österreichischen Bregenz liegt direkt am Ufer des Bodensees und ist auf dem Wasser positioniert. Doch nicht nur der Ort ist etwas Spezielles, denn für die alle zwei Jahre wechselnden Inszenierungen werden starke Bühnenbilder geschaffen, die in kreativer Hinsicht Grenzen erweitern. In diesem Spieljahr waren Leuchten von SGM ein wichtiger Bestandteil des Bühnenkonzepts, für dessen Umsetzung Markus Holdermann unter anderem auch verantwortlich zeichnet.

Markus Holdermann ist der zuständige Beleuchtungsmeister auf der Seebühne in Bregenz und zusätzlich stellvertretender Leiter der Abteilung Licht. „Meine Aufgabe ist es, die Ideen beziehungsweise das Lichtkonzept des Light-Designers für die jeweiligen See-Produktionen umzusetzen. Konkret heißt das für mich, dass ich mich um die gesamte technische Planung kümmere. Ich schaue, dass wir ausreichend Personal zur Verfügung haben und natürlich auch, dass die gesteckten Budget-Rahmen eingehalten werden.“

Im Jahr 2017 und 2018 steht „Carmen“ auf dem Spielplan und nachdem Markus Holdermann die Vorarbeiten für diese Inszenierung alle erledigt und auf den Weg gebracht hatte, ging es für ihn und das Team an die Proben und die jeweiligen Vorstellungen. „Aufgrund des immensen Aufwands, den wir bei den Bühnenbildern betreiben, laufen unsere Produktionen immer über zwei Jahre. Nach Ende der kommenden Saison kümmere ich mich dann also um den Abbau.“

Aktuell laufen die Planungen für die nächste Produktion auf Hochtouren. 2019 will man „Rigoletto“ auf die schwimmenden Bretter der Seebühne bringen.

Bei der aktuellen Carmen-Inszenierung war er nicht nur für die Beleuchtung zuständig, sondern ihm unterstand auch der gesamte Multimedia-Bereich. „Bei Carmen ging es neben dem Lichtkonzept auch um die Umsetzung des Videodesigns. Da wir Videoprojektoren und Live-Kameras einsetzten, war das perfekte Zusammenspiel von Licht und Video sehr wichtig.“

Bei den Inszenierungen genießt Markus Holdermann auch einen gewissen künstlerischen Freiraum, in dem er sich bewegen kann: „Meine Kreativität kann ich hauptsächlich im Bereich der technischen Umsetzung einbringen, da ich auf meine langjährige Erfahrung auf der Seebühne zurückgreifen kann.“

Eine große Herausforderung bei jeder Produktion in Bregenz ist immer wieder die Positionierung und Installation von Scheinwerfern im Open-Air-Bereich, wie Markus Holdermann berichtet: „Die Positionen im Bühnenbild sollten möglichst nicht sichtbar sein und die Installation muss allen Wettersituationen standhalten. Dabei spielen Regen, Wind aber auch die Sonneneinstrahlung eine große Rolle.“

Bei „Carmen“ vertraute er auf Leuchten von SGM: „Neben 16 Stück G-Profile haben wir 14 Stück P-5 und zwei Q-7 im Einsatz. Die Produkte sind ideal für den Einsatz auf der Seebühne. Ihre Wetterbeständigkeit und die ausgereifte Technologie machen sie für mich zur ersten Wahl bei der Umsetzung des Lichtkonzeptes.

„Besonders mit den G-Profile Moving-Lights konnten wir die Positionierung am optimalsten umsetzen und dank der Wetterbeständigkeit auf platzraubende Regenschutzgehäuse verzichten. Das hat sich auch bei einer anderen Gelegenheit bestens bewährt, denn einige G-Profiles, die als Gegenlicht genutzt wurden, mussten wir direkt unter einem ‚Regenvorhang‘ montieren. Die Lampen waren also bei jeder Show über mehrere Minuten im Wasser und haben das ohne Probleme mitgemacht.“

Generell ist die Nähe der Bühne zum Wasser ein Faktor, den die Crew beim Einsatz der Technik beachten muss. „Es ist nicht nur der Regen, beziehungsweise künstliche Regen („Regenvorhang“), sondern auch manches Mal das Hochwasser, das zu Problemen führen kann und das wir immer berücksichtigen müssen.“

Info: www.sgmlight.de

Produktion in Bregenz, SGM-Leuchten (Fotos: Ralph Larmann)

 

Aquanario Wassershow mit Art Evolution Service

Aquanario gilt als die größte mobile Wassershow Europas und verbindet die Elemente Wasser, Luft und Feuer mit aktueller Video-, Laser-, Licht- und Pyrotechnik zu einem multimedialen Ereignis. Für die Inszenierung vor der historischen Kulisse des Mannheimer Barockschlosses vertraute der Veranstalter Luna Park bei der Licht-, Ton- und Videotechnik auf die Realisierung durch Art Evolution Service aus Frankfurt. Das Unternehmen zeichnete sich auch für die Gesamt-Produktionsleitung verantwortlich und stellte einen Meister für Veranstaltungstechnik zur Verfügung. Damit konnte die Open-Air-Show den Anforderungen der VStättV Baden-Württemberg gerecht werden.

Das Team von Art Evolution Service wurde erst kurzfristig durch den Ausfall des eigentlich engagierten technischen Dienstleisters für dieses Projekt beauftragt und trat somit unter erschwerten Bedingungen an. Die Herausforderungen waren dabei umfangreich. Die Show Aquanario kommt mit einem 60 x 10 Meter messenden Wasserbecken mit einem Meter Tiefe und setzt für Projektionen auf drei Waterscreens. Zwei dieser Screens sind im Format 15 x 9 Meter, das dritte ist 30 x 12 Meter groß. Pyrotechnik, Laser, Licht, Video und Wassertechnik sind mit einem Timecode synchronisiert, der für die Illumination des Barockschlosses neu zu programmieren war – alles unter Zeitdruck in Tages- und Nachtschichten.

Für die Beleuchtung setzte Art Evolution Service komplett auf akkubetriebene Produkte und engagierte für das Lichtdesign und -Operating Fedor Stuhrmann und Mathias Allgeier von studio : 3 GbR. Sie spezifizierten die Lampen AX1, AX10 und AX3 von Astera, die über eine grandMA 2 light gesteuert wurden. Die Datendistribution an die rund 350 Scheinwerfer erfolgte per Lumenradio CRMX. Den Content für die Projektionen liefert ein Pandoras Box Quad Server.

Tatkräftige Unterstützung für Art Evolution Service bei diesem Projekt leistete ebenfalls Stefan Altenhofen von der Showrental GmbH, der mit seinen Medienservern für die Zuspielung sorgte.

Info: www.art-evolution.de

Mit Astera illuminiertes Barockschloss Mannheim (Foto: Art Evolution Service)

Udo Lindenberg mit GLP auf Arenatour

Bei der kürzlich zu Ende gegangenen Udo Lindenberg-Tour zum Album „Stärker als die Zeit“ hat Lichtdesigner und Operator Günter Jäckle auch auf Equipment von GLP gesetzt. Mit dabei waren 28 brandneue JDC1 Strobes, 24 impression X4 Bar10 sowie 24 GT-1 Hybride. Auch für diese Tour war das Design in seinem Showlabor bei epicto entstanden.

„Die JDC1 waren für mich eine echte Premiere“, so Jäckle, der erstmals überhaupt auf echte Strobes verzichtete und stattdessen JDC1 in sein Design integrierte. „Diese Lampe gab es bisher so noch nicht – eine Synthese aus Strobe und Fluter hat so noch keiner gebaut“ beschreibt er den JDC1. „Und dann kommt der Tilt noch obendrauf“, erklärt Jäckle weiter. Beim Stichwort Synthese kommt er auch direkt auf den GT-1 Hybridscheinwerfer von GLP zu sprechen. „Tolle, knackige und gestochen scharfe Beams und einen unglaublichen Zoombereich. Dazu absolut zuverlässig – was will man mehr erwarten?“ Eingesetzt wurden die beiden Lampen nicht nur als Floors auf der erhöhten Hinterbühne, sondern auch an Strickleitern rechts und links der Bühne, wo GT-1 und JDC1 jeweils abwechselnd angebracht waren.

Neben dem GT-1 Hybrid und dem JDC1 Strobe setzte Günter Jäckle bei der aktuellen Tour erneut auch wieder auf die impression X4 Bars von GLP. Insgesamt 24 Stück der kürzeren impression X4 Bar10 kamen in den  eigens für diese Tour entwickelten DoccLight Frames über der Bühne zum Einsatz und sorgen für die ganze Bandbreite von messerscharfen Beams bis zu flächigen Flutereffekten. „So eine Arenatour zu designen und zu leuchten ist immer noch etwas ganz anderes als die anstehenden Open Air Gigs mit Udo. Viel dichter, viel atmosphärischer“ beschreibt Jäckle die Unterschiede zu der im Herbst anstehenden Show auf der Meyer-Werft in Papenburg und beim Panikliner, der Anfang September für fünf Tage in See sticht. „Aber auch da ist Udo immer ganz nah dran, sagt, was er will, wie er sich bestimmte Parts vorstellt und entscheidet letztlich auch selbst, wie die Show aussehen soll. Da muss man sich auch schon mal was unter einem grünen Detektivlicht vorstellen können“ weiß Jäckle aus seiner langen Geschichte mit Lindenberg.

Info: www.glp.de

Arenakonzert (Fotos: Ralph Larmann)

Konzertbeschallung mit K-array Firenze

Mit einem Fassungsvermögen von bis zu 20.000 Besuchern zählt „The O2“ zu den großen Veranstaltungshallen. Mitte April machte die Streetdance-Formation „Diversity“ im Rahmen ihrer UK-Hallentournee dort Halt . Für die Beschallung der Show setzten die Produktionsfirma Production North und der Subdienstleister Audiotech Services auf ein Firenze-KH8 Line-Array-System von K-array.

„Die Diversity-Show war ein echter Gamechanger“, beschreibt Sam Nankivell vom K-array UK-Vertrieb 2B Heard die Wirkung des Firenze-Systems in der O2 Arena. „Als eine der ikonischsten Live-Spielstätten der Welt, in der häufig Systeme ausprobiert und getestet werden, gibt es keinen besseren Ort für dieses System.“

Jeweils neun KH8 Line-Array-Elemente pro Seite bildeten das Grundgerüst für den Saal-Sound von FOH-Engineer Christian Lewis: „Bei meinem letzten Gastspiel in der O2 Arena hatte ich 18 Lautsprecher pro Seite im Einsatz. Durch ihr flaches Design bieten die Firenze-KH8 einen besonders unmittelbaren Klang und verfügen über enorme Aussteuerungsreserven. Auf diese Weise bleibt die Dynamik bei sämtlichen Pegeln gleich. Und das Beste: Das ganze System verbraucht nur eine halbe LKW-Ladefläche.“

Neben dem Hauptsystem aus 2x 9 Firenze-KH8 setzte Audiotech Services in der O2 Arena zudem auf ergänzende Side Hangs aus 2x 2 Firenze-KH7. Auf der Bühne arbeiteten zwei portable Pinnacle-KR802 Stereo Array-Lautsprechersysteme, als Frontfill kamen 8x Mugello-KH2 zum Einsatz. Für den nötigen Tieftondruck der Show sorgten 12x Firenze-KS8 Subwoofer.

Auch die Crewmitglieder der lokalen Technik-Dienstleister, die häufig in der O2 Arena arbeiten, zeigten sich beeindruckt von den umfassenden Vorteilen des Firenze-Systems. „Der Aufbau geht viel schneller und komfortabler von der Hand als bei anderen, großen Systemen, mit denen wir in der Regel arbeiten“, bestätigt John Cuckston von Stage Miracles. Für das schnelle Rigging wurden die Firenze-KH8-Elemente in der O2 Arena in 3er-Gruppen vorverkabelt. „Das Firenze-KH8-System wird stets gerade ausgerichtet, wobei sich die einzelnen Elemente bei Bedarf noch individuell winkeln lassen – das spart enorm viel Zeit. Das Ausladen aus dem LKW hat zehn Minuten gedauert, das Fliegen weitere zehn Minuten. Einfach unglaublich.“

Durch ihr flaches Design in Kombination mit Electronic Beam Steering (EBS) bietet die Firenze-Serie eine optimale Richtwirkung. Zudem beinhalten die Firenze-KH8 ein IP65-zertifiziertes Elektronikmodul, welches acht Powersoft DSP-Kanäle pro Element bereitstellt. Über die DSP-Steuersoftware Armonia lässt sich das gesamte System umfassend einrichten und steuern. Jedes Line-Array-Element verfügt über 16 Neodym-Wandler (8x 8"-Tieftöner + 8x 4"-Mittenlautsprecher) sowie 4x 1,4" HF-Kompressionstreiber und stellt bis zu 2.000 Watt AES-Leistung zur Verfügung.

„Wir haben die Elemente um zwei Grad nach unten gewinkelt“, erläutert Systemtechniker Sergey Becker. „Das ist aber nur Feinjustierung. Die Hauptarbeit hinsichtlich der Schallabdeckung verrichtet die  Armonia-Software. Das Firenze-System minimiert die Reflektionen in der O2 Arena und liefert einen sehr direkten Sound, der uns alle Möglichkeiten bietet. Neben dem herausragenden Klang liegt für mich der größte Vorteil in der kompakten Größe und dem einfachen Aufbau. Wenn ich möchte, kann ich das gesamte System auch alleine fliegen.“

Info: www.sea-vertrieb.de, www.k-array.com

Installation des Firenze-Systems in der O2 Arena (Fotos: K-array)

Kabuki G2 für Asisi-Panorama-Installation

Nach Ausflügen auf den Mount Everest, Leipzig inmitten der Völkerschlacht 1813 und in die Unterwasserwelt des Great Barrier Reefs entführt der Künstler Yadegar Asisi die Besucher des Panometers Leipzig nun 3.800 Meter unter die Wasseroberfläche – zum Wrack der im Jahre 1912 verunglückten Titanic. Im Riesenpanoramabild und mithilfe eines künstlichen Lichtszenarios kann das in zwei Teile zerbrochene Passagierschiff entdeckt werden.

Titanic ist bereits das vierte Leipziger Asisi-Panorama, das an den 2012 montierten Gerriets Joker 95 Schienenanlagen installiert wurde. Ein zusätzlicher Schienenkreis ist in 35 m Höhe vor dem 111 m breiten Rundbild angebracht und mit 111 Kabuki G2 Auslöseeinheiten ausgestattet. Die Gerriets-Abwurftechnik Kabuki G2 ermöglicht das sichere und zeitgleiche Abwerfen von Stoffen in nur wenigen Sekundenbruchteilen. Im Rahmen der jeweiligen Premieren der Asisi-Kunstwerke und mittels drei 37 m x 35 m großer Taftvorhänge wurde die Gerriets Kabuki-Technologie eingesetzt.

Info: www.gerriets.com

Aisis-Panorama (Fotos: TomSchulze/Asisi)