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Screen Visions auf Tour mit Philipp Poisel

Screen Visions hat den Singer-Songwriter Philipp Poisel auf seiner Konzerttour quer durch Deutschland bis nach Österreich begleitet. Neben Berlin, Köln und München machte der schwäbische Tross Halt in neun weiteren deutschen Städten, sogar mit einem kleinen Abstecher über die österreichische Grenze nach Wien.

Inszenatorisch ging es vor allem um Bilder und Emotionen, die unter anderem mit großen LED-Flächen von mehr als 170 Quadratmetern entstehen sollten. Anstelle von Live-Kameras erzeugten Videozuspielungen sowie spezielle Licht- und Videoeffekte Stimmungsbilder zu den jeweiligen Songs. Ein 108 Quadratmeter großer Backdrop-Screen sowie zwei Sidewings mit jeweils 32 Quadratmetern waren in das Gesamtbühnenbild integriert. Das Team um den Lichtdesigner Robert Kröber sorgte für die entsprechenden Cues bei den Songs. Gesteuert wurde dies in Verbindung mit dem Video-Operator Marc Baitinger, der das Zuspielmaterial über ein redundantes Samsc-Catalyst-V5-System auf die Screens abschickte. Um auch mit Lichteffekten von hinten arbeiten zu können, wurden LED-Wände mit einer geeigneten Transparenz ausgewählt. Weitere Anforderungen an das Material waren die Ausstattung mit entsprechenden Tournee-Features, wie Transport-Dollys, schnelle Auf- und Abbauzeiten, redundante Ansteuerung sowie Plug-and-play-Eigenschaften mit hoher Zuverlässigkeit. Alle Anforderungen konnten über das P-Material von Screen Visions abgedeckt werden.

Info: www.screenvisions.com

LED-Material für Philipp Poisel (Fotos: Christoph Köstlin)

Meyer Sound LEO Family Support für Lukas Graham

Die dänische Pop und Soul Band Lukas Graham hat in weniger als zwei Jahren den Sprung von kleinen Club-Gigs zur Arena Tournee geschafft und konnte auf diesem Weg drei Grammy-Nominierungen für ihren weltweiten Hit „7 Years“ verbuchen.

Frank Grønbæk ist seit Ende 2012 FOH-Engineer der Band. Für Grønbæk ist der Schlüssel für ein erfolgreiches Set, jedem Gesang und Instrument seinen eigenen Raum und Gewicht in der Mischung zu geben. „Eines der Dinge, die mir am Mischen dieser Band gefällt, ist die Tatsache, dass es relativ wenige Quellsignale gibt, man also Raum um die Klänge herum bauen kann, anstatt alles einzuzwängen, weil man es auf einmal hören muss“, bemerkt er. „Es gibt Platz, so dass eigentlich jedes Instrument diesen Raum füllen kann, und das macht meine Arbeit wirklich schön.“

Als Grundlage des Audiopakets, das die Tour begleitet, spezifizierte Grønbæk ein Meyer Sound Leo Family System, das von Victory Tour Production aus Dänemark geliefert wurde. „Als ich vor etwa drei Jahren die Band zum ersten Mal auf einem Meyer Leo Family System hörte, bemerkte ich sofort, dass es einen Unterschied zwischen dem, was man auf diesem System hören kann, und allen anderen auf dem dänischen Markt erhältlichen Systemen gibt“, erinnert er sich. „Jedes Detail, in jedem Frequenzband, war präzise und definiert. Wenn man etwa 250 Hertz beim EQ hinzufügt, gab die Mischung es sofort wieder, anstatt irgendwie verschmiert zu klingen.“

Um den Veranstaltungsorten unterschiedlicher Form und Größe gerecht zu werden, war die Tour mit einem flexiblen Soundsystem mit rund 20 Lyon-M Main Line Array Lautsprechern mit vier Lyon-W Wide Coverage Line Array Lautsprechern für die Nahfeldabdeckung unterwegs. Bassverstärkung lieferten ein Dutzend 1100-LFC Low-Frequency Control Elements. Sechzehn Leopard Compact Line Array Lautsprecher standen, je nach Veranstaltungsort, als Front Fill und Outfill Arrays zur Verfügung, ein Paar UPQ-1P Lautsprecher halfen bei Bedarf weiter aus. Alles wurde mit einem Galileo Callisto Lautsprecher Management System mit drei Galileo Callisto 616 Array Processors (einschließlich einer AES Version am FOH) und einem Galileo 408 Processor miteinander verbunden und optimiert.

„Was ich am Mischen mit dem Leo Family Systemen genieße, ist die direkte Übertragung, also, dass ich genau das heraus bekomme was ich in das System stecke“, fährt Grønbæk fort. „Alles ist klar, über das volle Frequenzspektrum, das schätze ich besonders bei Acts wie Lukas Graham, bei denen die Stimme extrem wichtig ist. Deshalb versuche ich immer mit einem Meyer Sound System zu arbeiten, wenn wir nicht an das Haussystem gebunden sind. Es macht einen riesengroßen Unterschied für mich.“

Info: www.meyersound.de

Lukas Graham auf der Bühne (Fotos: Ralph Larmann)

satis&fy beim Lichtfestival in den Swarovski Kristallwelten

Der „Garten des Riesen“, eine weitläufige Parklandschaft rund um das Kunstmuseum der  Swarovski Kristallweltn ist eine Besucherattraktion. Jetzt wurde das von André Heller konzipierte Gelände im Inntal erstmals Schauplatz eines besonderen Festivals: Über 20 Tage hinweg, vom 30. Januar bis 19. Februar 2017, fanden nach Sonnenuntergang außergewöhnlich sehenswerte Installationen aus Licht und Klang ihren Platz. Verantwortlich für die Kreation des Lichtfestivals ist das Künstlerkollektiv phase7 performing.arts. Dahinter verbergen sich Björn Hermann (Björn Hermann lichtdesign), Sven Sören Beyer (Artistic Director), Frieder Weiss (Visual Art) und Christian Steinhäuser (Music Director). Die Produktionsleitung für das Projekt lag in den Händen von StudioNOW Berlin, die Entscheidung für die technische Umsetzung fiel auf die satis&fy AG. Es galt keine Messehalle zu bestücken, sondern eine vier Hektar große Außenanlage mit mehr als 800 unterschiedlichsten Scheinwerfern und Lichtquellen zu bestücken, darunter zahlreiche Astera AX3 und AX10, die über ein LumenRadio Sendersystem kabellos angesteuert wurden.

Der Wall, eine Anhöhe, die den Park linksseitig über 300 Laufmeter flankiert, wurde mit 56 Clay Paky Mythos Scheinwerfern versehen – ein schwieriges Unterfangen, da zum Zeitpunkt des Aufbaus tiefer Schnee lag und alle im Abstand von sechs Metern angebrachten Spots regenfest und diebstahlsicher installiert werden mussten. Noch eine Spur weiter und schärfer in den Himmel schossen 20 Clay Paky Supersharpys auf dem verglasten Spielturm der Anlage, hier kam zudem ein Lasersystem von der Firma Laserfabrik zum Einsatz. Mit der lokalen Kranfirma brachte man das nötige Material auf 20 Meter Höhe, um nun die in Position gerückten, auf einer aufwändig nivellierenden Traversenkonstruktion installierten Scheinwerfer für die Spielzeit wind- und regensicher zu machen. Über etliche Kilometer hinweg malten die Scheinwerfer Formationen in den Nachthimmel und verbanden sich als Ausgangspunkt der Installation mit dem Gesamtkunstwerk, das Lichtdesigner Björn Hermann und Sven Sören Beyer über mehrere Tage mit dem satis&fy Team einrichtete und programmierte.

Als eine ganz besondere Herausforderung beim zwölftägigen Aufbau erwiesen sich die Wetterbedingungen. Temperaturen zwischen plus fünf Grad am Tag und minus 20 Grad in der Nacht können nicht nur der in den frühen Morgen und späteren Abendstunden aufbauenden Crew, sondern auch der Technik zusetzen. Die sechs auf dem Gelände platzierten Stationen, die für die Strom- und Signalverteilung der Lichtquellen und Beschallungsanlage sorgten, mussten mit Rack-Heizungen temperiert und vor Feuchtigkeit geschützt werden. Auch steifgefrorene Kabel benötigten beim Aufbau Heizlüfter, um wieder geschmeidig durch die Hände zu fließen. So bedurfte es allerlei Improvisationstalent, um der Kälte zu trotzen.

Ebenso herausfordernd war die Weitläufigkeit des Geländes. So sollte das komplette Lichtsystem am Ende zentral von einer Position gesteuert werden, während des Aufbaus und der Einrichtungsphase musste aber dennoch die Möglichkeit bestehen, mit mehreren Konsolen auf dem Gelände gleichzeitig an der Show zu arbeiten. Für die reibungslose Signalverteilung über vier Hektar hinweg mussten 14 DMX Universen (und knapp 6500 Parameter) überall auf dem Gelände ohne Verzögerung bereitgestellt werden, während man kurzerhand entschied, dass die Hausnetzwerktechnik sich dafür hervorragend eignete. Schnell wurde hier eine autarke Signalversorgung an den verschieden Highlight-Punkten über die möglichen Abgreifpunkte der Anlage initialisiert und auf die Signalsprache der Licht und Tontechnik übersetzt. Doch nicht nur die Reichweite der Technik, auch die eines Lichttechnikers war beachtlich. So konnten die Fitnesstracker der Crewmitglieder nach Feierabend schon mal 16 bis 20 Kilometer Laufleistung anzeigen. Der Einsatz großer und motorisierter Gerätschaften war während des laufenden Besucherbetriebs keine Alternative – wegen des tiefen Schnees waren analoge breit bereifte Bollerwägen und Schlittengefährte die Mittel der Wahl.

Damit die Installation ein perfektes und mystisch anmutendes Gesamtkunstwerk werden konnte, musste nun noch die eigens komponierte Klanguntermalung mit der Lichtprogrammierung verwoben werden. Das Soundfile wurde mittels Timecodesignal mit dem Lichtsystem (HOG4) synchronisiert. Es wirkte, als würde der Komponist der Musik die Scheinwerfer jeweils 20 Minuten lang wie ein Orchester über die Kristallwelten dirigieren. Schneeweiß verkleidete Beschallungstürme ergänzten die bestehende Hausanlage und fügten sich harmonisch in die Optik der weiß beschneiten Landschaft ein. Während des Soft Openings zwei Tage vor der eigentlichen Eröffnung konnten letzte Handgriffe gemacht werden; ein bis zwei Servicetechniker blieben während der Laufzeit des Festivals vor Ort, um jederzeit einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können. 

Info: www.satis-fy.com

Installation für das Lichtfestival (Fotos: Sandra Sommerkamp)

Jerry Appelt mit GLP beim ESC-Vorentscheid

Fünf Kandidaten haben sich im Februar 2017 einer Fachjury und einem europaweiten Fernsehpublikum gestellt und kämpften um ihr Ticket zum Eurovision Song Contest 2017 in Kiew. Das Lichtdesign für den Wettbewerb kam erneut aus der Feder von Jerry Appelt, der beim Eurovision Song Contest fast schon eine feste Größe ist – 2011 in Düsseldorf und 2012 in Baku war er bereits als Lichtdesigner der Finalshows dabei, 2013 designte Appelt das Licht für den Junior ESC in Kiew und 2014 übernahm er das Lichtdesign für einen deutschen Vorentscheid zum ESC.

Prominent und stets im Bild in diesem Jahr – die neuen GLP GT-1 Hybriden, von denen Jerry Appelt insgesamt 52 Stück für sein Design vorgesehen hatte. „Bei dieser Lampe passt einfach alles – Design, Performance, Output und die Features“ erklärt Jerry Appelt zum GT-1. „Es ist das Gesamtpaket, das stimmt. Beam, Spot und Wash in einem so kompakten Scheinwerfer. Durch das schlanke Design und den Verzicht auf eine klassische Base lässt sich der GT-1 perfekt in ein Set integrieren, ohne dass ich die Lampe verstecken muss. Dafür macht sie einfach eine zu gute Figur. Mit dem neuen Leuchtmittel muss ich mir auch absolut keine Sorgen mehr um die Zuverlässigkeit dieser Lampe machen. Wir hatten vom ersten Aufbautag bis zur letzten Showminute kein einziges Problem mit dem GT-1“, stellt Appelt fest.

Ausgestattet mit einer 440 Watt starken Entladungslampe bietet der GT-1 einen Zoombereich von 3,5 bis 56,7 Grad – entsprechend einem Zoomfaktor von 16:1. Weiterhin bietet dieser Hybridscheinwerfer ein CMY Farbmischsystem plus zusätzliches Farbrad, acht rotierende und 14 feste Gobos, einen Highspeed-Shutter und drei rotierende Prismen.

Der GT-1 ist mit einem elektronischen Auto Power Sensing Netzteil ausgestattet, eine interne Batterie macht das Programmieren und Adressieren des GT-1 auch netzunabhängig möglich. Das kompakte Design komplettiert die Featureliste des nur 25 Kilo leichten Hybriden.

Info: www.glp.de

ESC-Vorentscheid (Fotos: Ralph Larmann)

PRG realisiert aktuelle Tour von Drake in USA und Europa

Drake ist nach einer sehr erfolgreichen Tournee durch Nordamerika jetzt in Europa unterwegs. Für das Design sind Steve Kidd und Guy Pavelo verantwortlich. Steve Kidd, Tour Director und Designer, und Guy Pavelo, Lighting Director und Designer, arbeiten bereits seit mehr als fünf Jahren mit Drake zusammen und setzen für die Ausstattung der Tourneen mit Licht- und Videotechnik wieder auf PRG. Betreut werden die Shows in Nordamerika von Curry Grant beziehungsweise Yvonne Donnelly Smith und Stefaan Michels in Europa.

Grundlage des Designs ist eine gebogene LED-Videowand mit neun Millimeter-Pixelpitch. Daran orientiert sich ein Set mit Aufzügen und Dekorationen inklusive einer in die Bühnenrückwand integrierten Overhead-Struktur. Die Verbindung zwischen den einzelnen Modulen erfolgte über ein kinetisches System, das alle Bestandteile zusammenhält. Wunsch und Ziel bei der Gestaltung war ein Design, das sich auch über große Entfernungen leicht transportieren lässt und an den Auftrittsorten schnell und einfach auf- und abgebaut werden kann.

„Für den Bühnenbau haben wir mit SGPS zusammengearbeitet“, so Guy Pavelo. „Das Team musste uns einige Spezialkonstruktionen bauen – angefangen beim geschwungenen Rahmen für die LED-Wand bis zu maßgefertigten Traversen überall dort, wo keine Kabelbrücken eingesetzt werden konnten. Dafür sind wir von 24“ auf 32“ bis 48“ Double-Bay-Trusses mit kürzeren Verbindern und Cast Assembly gewechselt, damit fast alle Scheinwerfer in den Traversen fixiert werden konnten – auch beim Transport.“

Ursprünglich sprach dagegen, dass die Trailer für den Transport in Europa und den USA unterschiedlich beladen werden mussten. In den USA ließen sich in den Trucks vier dieser Prerigged-Traversen übereinander stapeln. In Europa ist das nur mit drei Traversen möglich. Das Equipment für die Shows sollte aber aus Zeit- und Kostengründen möglichst komplett konfektioniert transportiert werden. Allein der Auf- und Abbau der fast 800 Winden für jede Show hätte einen erheblichen Aufwand bedeutet.

„Klar hätten wir Truckspace eingespart, wenn wir schmalere Traversen eingesetzt hätten“, so Guy Pavelo. „Dafür hätte unser Team das Set aber immer komplett auseinandernehmen müssen, um es am nächsten Tag wieder aufzubauen. Schwierig.“ Steve Kidd stimmt ihm zu: „Bei der Konstruktion einer neuen Produktion müssen wir immer gegen die Zeit arbeiten. Zeit und Raum sind die beiden Parameter, die wir in Einklang bringen müssen, um am Veranstaltungsort zum optimalen Ergebnis zu kommen. Das konnten wir für die Drake-Show nur so lösen.“

Ein besonderes Highlight der Show sind die kinetisch bewegten, fußballgroßen „Kugeln“. „Die kinetischen Kugeln sind ein Kooperationsprojekt“, erklärt Guy Pavelo. „Glow Motion Technologies entwickelte dafür das Material. Im Prinzip gibt es zwei verschiedene Komponente: Die Kunststoffkugeln in Fußballgröße mit dem innenliegenden LED-Chip, der die rund 800 Kugeln von innen heraus beleuchtet, und die Winden. Sie kommen inklusive der Steuerung von Stage Kinetik. Glow Motion hat daraus ein funktionsfähiges System für die Tournee gebaut."

Steve Kidd weiter dazu: „Die Winden von Stage Kinetik übernehmen die Positionierung der Kugeln. Als Guy und ich anfingen, über das Design zu sprechen, gab es diesen Effekt noch nicht. Ein gemeinsamer Freund erzählte uns dann davon. Er hatte sie bei einem deutschen Autohersteller in München gesehen." Nach Meinung von Guy Pavelo sind die Bewegungen für den Effekt zwingend erforderlich. Ohne diese wäre es ähnlich wie bei einer Kunstinstallation, bei der die Lichter an- und ausgehen und nach ein paar Sekunden niemand mehr darauf achtet. Als Showeffekt wäre das nicht zu gebrauchen gewesen.

Für die europäische Tournee entstand die Idee für eine Projektionskugel. Drake wollte damit für die Fans in Europa eine andere Show als in Nordamerika bieten. Weiterhin wurde eine B-Bühne integriert und das kinetische System optimiert. Fester Bestandteil der Show in Nordamerika war ein Flugsystem, mit dem der Künstler für einen Song geflogen wurde. In Europa fiel das zugunsten einer Verfeinerung der Kinetik weg, weil dadurch mehr Platz zur Verfügung stand.

Die Inspiration für die Kugelprojektion lieferte eine Kunstinstallation, die in der vergangenen Saison in Toronto stattfand. Sie nannte sich „Tod der Sonne“ und bestand aus einer Kugel mit rund 14 Meter Durchmesser auf einem Sockel, auf der eine Projektion gemapped wurde. Inhaltlich ging es um eine circa 15-minütige Darstellung der Sonnengeschichte. Die Künstler hatten bereits Kontakt zu Drake und stellten Ideen und die Projektionskugel für die Konzeption der Show zur Verfügung. Während der Tournee in Europa sorgen jetzt acht Panasonic 30k Laserprojektoren, jeweils zu zweit gestackt, für die Visuals – gesteuert durch d3 und Blacktrax. Da der Globus während der Show aus dem Boden der B-Bühne aufgeblasen wird, muss die Fokussierung immer wieder neu erfolgen.

Die Integration des Globus für die europäischen Shows forderte eine schnelle Umstellung des Equipments, weil PRG diverse Projektoren und Medienserver zum Set-up hinzufügen musste. Yvonne Donnelly Smith, Director of Music bei PRG XL Video, konnte diese Anforderungen aber innerhalb kurzer Zeit und quasi über das Wochenende lösen.

Eine weitere Ergänzung für Europa war der Einsatz von Barco-Projektoren und dem positionierbaren Spiegelsystem des belgischen Unternehmens. Guy Pavelo über ihren Einsatz: „High End wollte mit dieser Entwicklung die Möglichkeiten von Lasern simulieren. Es handelt sich nicht um Laserprojektoren, aber sie erzeugen ähnliche Effekte – ohne die Nachteile von Lasern wie den üblichen Sicherheitsbeschränkungen. Es gibt zwar nicht diesen typischen grünen Laserbeam, dafür haben diese Geräte andere starke Effekte, die wirklich gut zum Ende der Show passen.“

Für die Auswahl des Beleuchtungsequipments der Tour standen vielen praktische Überlegungen im Fokus: Funktionalität, kompakte Formate, Energieverbrauch, große Helligkeit und Flexibilität. Eingesetzt werden unter anderem Best Boy Spot HP und Best Boy Washes von PRG, viele Icon Beam, Clay Paky Sharpy und Stormy, SGM P5 und Q7 LED-Leuchten – dazu größere Stückzahlen von den neuen High End Geräten Solaspot 1500 und LED Solawash 37. Weiterhin stehen Martin Atomics und GLP XBar 20 Leuchten zur Verfügung.

Die Spots und Washes werden laut Guy Pavelo für die Overhead-Abdeckung verwendet. Wichtig dafür war die Größe der Scheinwerfer. Da sie pre-rigged verwendet wurden, durften bestimmte Formate nicht überschritten werden. Trotzdem mussten Lichtausbeute und -qualität passen. „Wir haben den Icon Beam gewählt“, so Pavelo, „weil der Beam etwas stärker als beim Sharpy ist, obwohl er ja nur aus einem relativ kleinen Kompaktkopf herauskommt. Für Europa haben wir P5 und Q7 hinzugefügt, um zusätzliche Stimmungen und Situationen abdecken zu können. Für die Verfolger entschieden wir uns für das PRG GroundControl Followspot System und installieren die Scheinwerfer auf den Traversen. Die Bedienung erfolgt einerseits vom FOH und andererseits aus dem Backstage-Bereich, weil die Show in zwei Teile aufgeteilt ist und sowohl die Hauptbühne als auch die B-Bühne beleuchtet werden müssen.

Guy Pavelo setzt dieses Material gern ein und sieht auch viele Vorteile für das PRG GroundControl Followspot System. Unter anderem kann er Pyrotechnik leichter integrieren, hat keine Einschränkungen bei kinetischen Anwendungen und auch keine Probleme mit den Followspot-Bedienern. Der zeitliche Nutzen ist ebenfalls nicht zu unterschätzen: „Als wir für die Shows in Europa die B-Bühne integrierten, mussten wir nur noch zwei Lampen nach unten nehmen, sie ein paar Meter zur Seite rücken, wieder anschließen und waren fertig. Es gab keinen sechsstündigen Prozess, nur um zwei Truss Spots neu zu positionieren. Außerdem bewegten wir uns an den meisten Veranstaltungsorten bereits nahe der maximalen Deckenbelastung und waren daher ganz froh, auf dieses zusätzliche Gewicht für sechs Kollegen und die nötige Absicherung verzichten zu können.

Info: www.prg.com

Tourneeproduktion von Drake in Europa (Fotos: PRG XL Video)