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Pop-Oratorium geht mit Stage Tec-Technik live auf Tournee

Im Lutherjahr reist eine spektakuläre Show durchs Land: ein 40-köpfiges Symphonieorchester, eine Rockband und 12 Musicaldarsteller treffen in elf Städten auf Chöre mit bis zu 3.000 Sängern und führen gemeinsam das „Pop-Oratorium Luther“ auf. Für den Ton der Live-Veranstaltungen sorgen zahlreiche Komponenten von Stage Tec, die ein großes Audionetzwerk mit drei eingebetteten Mischpulten bilden.

Das „Pop-Oratorium Luther – das Projekt der tausend Stimmen“ wird von der Stiftung Creative Kirche präsentiert. Komponist und Produzent ist Dieter Falk und Michael Kunze der Librettist. Im Mittelpunkt der Handlung steht Martin Luther, der 1521 vor dem Reichstag zu Worms seine kirchenkritischen Aussagen widerrufen soll. Mit Rückblenden und Ausblicken erzählt das Pop-Oratorium von Luthers Kampf gegen Obrigkeit und Kirche – eine spannende Geschichte um Politik und Religion.

„Ich freue mich auf die Realisation und die Unterstützung durch Stage Tec. Durch die extrem variablen Konfigurationsmöglichkeiten der elf Nexus-Basisgeräte haben wir maximale Flexibilität und können uns den speziellen Bedingungen der jeweiligen Arenen spontan anpassen“, so Carsten Kümmel, verantwortlicher Tonmeister des Projektes. „Des Weiteren gibt uns das Nexus-System mit den Aurus-Pulten auch bei der Bedienung und Interaktion der vier Mischplätze maximale Freiheiten und Möglichkeiten, die bei der Vorgängerproduktion derart nicht möglich waren.“

Gemischt wird das Oratorium über ein 32-Fader Aurus platinum am FOH-Platz. Das zweite Aurus platinum mit 16 Fadern mischt die Solisten ebenfalls FOH. Beide Konsolen werden von einem Nexus Star betrieben, der mit sieben platinum DSP-Karten sehr gut bestückt ist. Für das Monitoring im Chor ist ein Auratus mit 16 Fadern verantwortlich. Am vierten Mischplatz steht ein SD7, ergänzt durch einen zweiten Nexus Star Router. Die vier Konsolen sind in ein großes Audionetzwerk mit elf Nexus -Basisgeräten eingebunden, die 1.500 auf 1.500 Audio-I/O bereitstellen. Fünf Nexus-Basisgeräte stellen dem großen Chor TrueMatch-Mikrofoneingänge zur Verfügung. Durch deren vierfache Splitfunktion kann jeder Mischplatz seine eigene Vorverstärkung am Mikrofon vornehmen, ohne sich gegenseitig zu beeinflussen. „Die Herausforderung bei diesem Projekt ist der eingeschränkte Probenbetrieb, denn in jeder Stadt tritt ein neuer Chor auf“, erläutert Alex Nemes, Head of Sales bei Stage Tec. „Das heißt, die Szenenautomation kann kaum genutzt werden. Die meisten Mischungen müssen live vorgenommen werden.“

Die erste Aufführung fand am 14. Januar in Hannover statt, die letzte am 31. Oktober in Berlin und wird vom ZDF aufgezeichnet.

Info: www.stagetec.com

Earthworks SR25 und DP30/C bei The Voice of Germany

Mit dem 19-jährigen Tay Schmedtmann hat die sechste Staffel der Musikshow „The Voice of Germany“ ihren Gewinner gefunden. Auch 2016 konnten sich die Verantwortlichen der ProSiebenSat.1-Produktion, die erneut im Studio Berlin Adlershof stattfand, über gute bis sehr gute Einschaltquoten freuen. Ebenfalls zu den Gewinnern gehören die hochauflösenden Mikrofone des Herstellers Earthworks, die zur Abnahme des Schlagzeugs der TVOG-Studioband zum Einsatz kamen.

Neben mehreren DP30/C Drum Periscope Mikrofonen an den Toms setzte Toni Kern, verantwortlich für den FOH-, Band- und Sendemix bei The Voice of Germany, auch auf zwei SR25 Kondensatormikrofone mit Nierencharakteristik als Overheads. Schon seit der Premierenstaffel legt die TVOG-Produktion einen besonderen Fokus auf einen authentischen Live-Sound im Studio. Um gleichzeitig einen sauberen Sendeton mischen zu können, gelten daher besonders hohe Anforderung an die Mikrofonierung der Bandinstrumente hinsichtlich Signalübertragung und Übersprechen.

„Die DP30/C an den Toms verfügen über eine tolle Rückwärtsdämpfung, was bei tief hängenden Becken eine enorme Hilfe ist“, erläutert Toni Kern, der mit seinen beiden Kollegen Chris Orth (Monitor) und Stefan Kling (Vocals für Sendeton) von Kern+Orth+Kling Audioplanung GbR für die komplette Tonplanung bei TVOG verantwortlich zeichnet. „Mit den DP30/C klingen die Toms schön ‚fett‘, mit wirklich edlen Höhen und einem tollen Attack.“ Auch die SR25 als Overheads überzeugten Kern auf ganzer Linie: „Extrem elegant mit seidigen Höhen, die niemals harsch klingen.“

Das bis 145 dB SPL pegelfeste Earthworks SR25 wurde speziell für die Schlagzeug-Abnahme entwickelt und bildet dank seiner patentierten, annähernd perfekt nierenförmigen Richtwirkung selbst subtilste Nuancen ab, die andere Mikrofone nicht mehr erfassen können. Das DP30/C mit seinem bis 30 kHz erweiterten Frequenzgang wurde für die Direktabnahme von Toms und Snare-Drums entwickelt und hält selbst einem Schlag mit dem Drumstick stand. Der rechtwinklige Mikrofonkopf sitzt auf einem Schwanenhals und lässt sich so besonders einfach ausrichten.

Info: www.sea-vertrieb.de

DP30/C bei The Voice (Foto: Earthworks)

Carlsbergs „Green Door Project“ mit impression X4

Eines der Highlights der schwedischen Pop- und Kulturszene, das „Carlsberg Green Door Projekt“, fand in diesem Jahr in der alten Metallgießerei vor den Toren Stockholms statt. Die Produktionsleitung lag bei Grandins Flying Circus, die Lichttechnik wurde in einer Kooperation aus der deutschen Motion-Group und der Bright Group Sweden AB geliefert. 

Für den Lichtdesigner Anders Heberling bestand die Herausforderung bei dieser Produktion darin, die lange, hohen und sehr schmale Venue gleichermaßen groß, offen, weitläufig, dann aber auch wieder eng und intim wie einen Club wirken zu lassen. „Ich sah die Location und kannte die Künstler“, erinnert sich Heberling. „Gravity Boys, Bodycam, Helh oder Sammy & Johnny Bennett und dazu diese Location – mir war direkt klar, dass ich dafür ein ganz spezielles Lichtdesign brauchte. Ein Design, dass den gesamten Raum einschloss.“ 

Seine Wahl fiel bereits früh auf die impression X4 Serie von GLP, allen voran die impression X4 Bars, mit denen Heberling eine ebenso eindrucksvolle wie flexible Verbindung durch den gesamten Raum schuf. „Diese Bars passten perfekt zu dem, was ich schaffen wollte: eine Art Runway, der gleichzeitig Bühne und Dancefloor war und sich über die gesamten 48 Meter Länge erstreckte. Ich war fasziniert, wie schnell und einfach sich dieses Lichtband installieren ließ. Mechanisch passt alles nahtlos ineinander, es gibt keine Unterbrechungen oder Blindspots. Noch faszinierter war ich davon, wie flexibel diese Bars einsetzbar sind. Durch den gigantischen Zoombereich dieser Bars hatte ich die Wahl zwischen messerscharfen Lichtbündeln, massiven Washes und allem dazwischen. Der Raum wirkte also entweder riesig oder bedrückend eng“, erzählt Heberling. „Stell dir vor, in einem Moment läuft ein Künstler aus dem Nichts durch diesen messerscharfen Lichtstrahl und gleich darauf geht der Zoom auf und taucht den ganzen Raum in brillante Farben. Es gibt keine Bühne mehr und keinen Dancefloor, das verschmilzt zu einem großen Ganzen. Das war genau das, was ich mir vorgestellt habe.“ 

Auf der Bühne selbst setzte Anders weitere acht GLP impression X4 XL und impression X4 S ein. „Die impression X4 Bars nutzte ich gleichermaßen für das Publikum und die Liveacts, die impression X4 XL und X4 S habe ich ausschließlich für die Bühnensituationen genutzt. Die impression X4 XL im Bühnenhintergrund haben einen unglaublichen Punch und tauchen den gesamten Raum in Farben“, so Helbing.

 

Info: www.glp.de

 

Carlsbergs „Green Door Project“ mit impression X4 (Foto: GLP)

PRG stattet Eröffnungsveranstaltung der Elbphilharmonie technisch aus

Mit einer spektakulären Inszenierung ist die Eröffnung der Elbphilharmonie in Hamburg über die Bühne gegangen. Das Eröffnungskonzert wurde in Echtzeit visualisiert. Ein speziell für diesen Anlass entwickelter Algorithmus generierte aus bis zu 64 Live-Audio-Spuren des Konzerts visuelle Effekte, die Musik und Architektur auf den Außenwänden des neuen architektonischen Blickfangs der Hansestadt in Einklang bringen konnten. Dafür bespielten 27 Projektoren mit insgesamt mehr als 800.000 ANSI Lumen Lichtleistung den Kaispeicher A in einer Gesamtauflösung von 17.400 x 2.160 Pixel. Für die Beleuchtung und Effekte im Raum wurden mehr als 800 Scheinwerfer eingesetzt.

Im Auftrag der globalen Lead- Agentur Jung von Matt sowie gestalt communications übernahm PRG XL Video Deutschland die umfangreiche technische Ausstattung.

Jerry Appelt entwickelte das Lichtdesign für den Event, bei dem unter anderem PRG Best Boys, Icon Beams, Clay Paky Mythos und über 500 SGM LED-Leuchten zum Einsatz kamen. Der Videocontent wurde von der Offenbacher Designagentur Madhat erstellt und mit 24 Panasonic 31K Laserprojektoren sowie 3 Barco 40K Projektoren auf die Wände projiziert. Die technische Leitung verantwortete das Hamburger Planungsbüro Beacon. Ferner waren Entertainment Technology Concepts (ETC), Laserfabrik und kölnton an der Umsetzung der Veranstaltung beteiligt.

Info: www.prg.com/de

Opening, Equipment für die Eröffnungsfeier (Fotos: PRG)

Immersive Medieninstallation für den Elfenbein-Grafen

Im Rahmen der Neueröffnung des Elfenbeinmuseums in Erbach inszenierte m box die Welt des Franz I – Gründer der Elfenbeinmanufaktur im 18. Jhd. - durch eine außergewöhnliche Rauminstallation. Das Konzept bietet dabei keine historische Aufbereitung des Lebens und Wirkens des Grafen, sondern stellt die historischen Fakten in einen größeren thematischen Kontext. Fiktionale Tagebucheinträge des Franz I werden in das Heute transferiert, Querverbindungen zu aktuellen gesellschaftlichen Phänomenen bewusst provoziert. 

Betritt der Besucher die durch eine Schleuse abgeschottete ‚Blackbox’, begegnet ihm eine durch unzählige Spiegel defragmentierte, schwer erfassbare Raumkonstruktion. Fünf hochformartige Display-Stelen und animierte LED-Leisten sind die einzigen Lichtquellen im abgedunkelten Raum. Die mediale Bespielung erstreckt sich als Gesamtcollage über alle fünf Stelen.

 

Die Verteilung auf über 20 Lautsprecher ermöglicht eine Positionierung der Soundelemente im Raum. Der Besucher ist aufgefordert, die Struktur und Sinnzusammenhänge durch aktives Begehen und Erforschen selbst zu entschlüsseln und zu kontextualisieren.

 

Info: www.m-box.de

 

Immersive Medieninstallation für den Elfenbein-Grafen (Foto: m box)