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Eventmanager des Jahres

Energieeffizientes Beleuchtungsszenario von PRG für Tollwood Festival

Für das Tollwood Festival hat die Production Resource Group Germany ein ausgefeiltes Konzept für die Implementierung ressourcenschonender Beleuchtungstechnik entwickelt. Damit trägt der Veranstaltungsdienstleister dem ökologischen Ansatz des Festivals Rechnung.

Das Tollwood Festival ist ein seit Jahren etabliertes Veranstaltungsformat: In den Monaten Juni und Juli findet es an 26 Tagen im Münchener Olympiapark statt und bietet vor allem Musik, Theater und Kunst; im Winter ist die Theresienwiese zwischen Ende November und Ende Dezember Heimat der Großveranstaltung, bei der dann Theater- und Varietéproduktionen im Vordergrund stehen.

„Grüne“ Attitüde trifft auf aufwendiges Beleuchtungsszenario – PRG Projektleiter Uwe Seemann hat mit seiner Konzeption für das Tollwood Festival den Spagat zwischen anspruchsvollem Lichtdesign und nachhaltigem Ansatz der Veranstaltung erfolgreich gemeistert. Dabei sind die Lichtinstallationen wichtiges Element der gesamten Eventarchitektur beim Tollwood Festival, da die Veranstalterin großen Wert auf die Erzeugung außergewöhnlicher Stimmungen und Atmosphären durch Lichteffekte legt. „Seit über 20 Jahren arbeiten wir sehr erfolgreich mit PRG zusammen. Die phantastischen Lichtinszenierungen des PRG-Teams tragen entscheidend zur Entstehung  der einzigartigen Tollwood-Atmosphäre bei. Ohne einen Partner wie PRG und sein großartiges Team wäre Tollwood nicht das, was es ist“, würdigt Rita Rottenwallner, Geschäftsführung der Tollwood GmbH, die Leistung von PRG.

Um Strom zu sparen und damit ressourcenschonend zu wirken, setzt das Team von PRG konsequent auf hocheffiziente Leuchtmittel, wie zum Beispiel LED- oder Metalldampflampen. Dazu gehören unter anderem Philips Decoflood und diverse SGM Produkte. In den vergangenen fünf Jahren gelang es mit dieser konzeptionellen Vorgehensweise, den Stromverbrauch der lichttechnischen Installationen um die Hälfe zu reduzieren – bei gleichzeitig deutlichem Anstieg der Zahl der genutzten Geräte.

Im Bereich Beschallung setzt PRG hauptsächlich auf Produkte aus dem Hause Meyer Sound. Zusätzlich kommen zahlreiche Lautsprechersysteme von Martin Audio, KS-Audio sowie Kling & Freitag zum Einsatz. Für den Soundmix stehen circa 20 Audio-Mischpulte zur Verfügung.

Neben der Implementierung eines Wireless-DMX-Netzwerks auf dem gesamten Gelände setzt die Technikercrew für das Licht auf Produkte verschiedenster Hersteller. Besonders bemerkenswert an dieser Stelle: In detaillierter Kleinarbeit rundet das PRG Team das Licht Set-Up mit der Installation von mehr als einem Kilometer Lichterketten ab, die konsequenterweise ebenfalls mit LED-Leuchten bestückt sind.

Info: www.prg.com/de

Tollwood Festival (Foto: PRG)

Kling + Freitag beschallt Münchener Tunnel-Party

Am vergangenen Wochenende haben knapp 10.000 Partygänger den Heckenstaller-Tunnel im Münchner Süden in eine riesige Partyzone verwandelt. Die Ausstattung der zwei Partytage mit Veranstaltungstechnik vor allem mit Beschallungs- und Lichtanlagen wurde von MDS PAtec übernommen. Die Red Bull Area wurde mit K&F Line 212 und SW 215E Subwoofern betrieben – K&F Access kam auf gesponserten Radio-Bühnen zum Einsatz. Zwischen den beiden Areas wurde die Beschallung mit Truss Towern an denen jeweils zwei Gravis 12+ hingen aufgefrischt, um die komplette Länge von 352 Metern Partyzone zu beschallen.

Info: www.kling-freitag.de

Party im Heckenstaller-Tunnel (Foto: Kling + Freitag)

Q-Sys Systemplattform im Stage Theater am Potsdamer Platz

Das Stage Theater am Potsdamer Platz in Berlin ist multifunktional aufgebaut und dient sowohl als Bühne für das Udo Lindenberg Musical „Hinterm Horizont“ als auch als Premierenkino (Berlinale Palast) während der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Mit 1.754 Sitzplätzen zählt die 1999 eröffnete Spielstätte zu den größten Theatern Deutschlands. Seit Januar 2015 befindet sich ein Q-Sys System von QSC im Einsatz. Die integrierte Systemplattform als DSP-Herzstück der gesamten Steuerung des Audionetzwerks ermöglicht dabei nicht nur die Bearbeitung und Verteilung sämtlicher Audiokanäle, sondern auch das reibungslose Zusammenspiel mit dem neuen Dolby Atmos® System des Theaters.

„Wir arbeiten hier mit der größten Atmos Anlage Europas. Insgesamt sind 98 Lautsprecher im Saal installiert“, erklärt Dr.-Ing. Reiner Chemnitius, verantwortlich für die technische Planung. Im Zuge der Umstellung von 7.1 auf Dolby Atmos wurde die alte Systemplattform nach beinahe 17 Jahren Betrieb gegen Q-Sys ausgetauscht, das auf dem von QSC entwickelten QLAN Gigabit-Netzwerk basiert. „Wir mussten sicherstellen, dass alles funktioniert und konnten, insbesondere bei den prestigeträchtigen Filmfestspielen, kein Risiko eingehen“, verdeutlicht Paul Hansen, Technischer Leiter im Stage Theater am Potsdamer Platz, die zentralen Überlegungen hinter der Entscheidung für Q-Sys.

Die verbaute Systemplattform Q-Sys im Theater am Potsdamer Platz besteht aus einem Q-Sys Core 1100 als Zentraleinheit sowie sechs I/O Frames, bestückt mit digitalen AES-3 Karten, von denen aus die Signale auf die Systemverstärker geroutet werden. Für die Installation und Anpassung des Q-Sys Systems zeichnete die Amptown System Company unter der Leitung des Berliner Niederlassungsleiters Christoph Wegner verantwortlich.

Info: www.shuredistribution.de

Innenansicht Stage Theater, O-Sys Installation (Fotos: Stage Entertainment/Shure)

Chris Mitchell, Umphrey's McGee und Earthworks

Seit vier Jahren unterstützt Chris Mitchell als FOH Engineer die US-amerikanische Progrock-Band Umphrey's McGee. In dieser Zeit hat Mitchell mehr als 480 Konzerte gemischt, die vollständig in einem Online-Archiv der Band verfügbar sind. Im Laufe der letzten beiden Jahre  versuchte Mitchell, seinen FOH-Mix mit möglichst wenig EQ-Einsatz zu fahren – die Mikrofone von Earthworks halfen ihm dabei.

Als Chris Mitchell vor rund 20 Jahren im MIX Magazine das erste Mal von den Earthworks-Mikrofonen hörte, hatte sich das Unternehmen gerade erst gegründet. „Ich war schon immer ein großer Bewunderer von David Blackmer – auch bereits zu seiner Zeit bei dbx. Als ich seinen Namen in Verbindung mit Mikrofonen hörte, hat mich das überaus neugierig gemacht. Seit ich mich mit dem durchweg einleuchtenden technischen Konzept der Earthworks-Mikrofone (flacher und sehr breiter Frequenzgang, schnelle Ansprache auf Transienten) beschäftigt hatte, war ich fasziniert von den Mikrofonen”, erklärt Chris Mitchell.

Obwohl Mitchells Aufnahmen größtenteils im Rahmen von Live-Shows entstehen, machte dieser seine ersten Earthworks-Erfahrungen in einer Studio-Umgebung. „2001 habe ich verschiedene Bluegrass Bands mit den Kugelmikrofonen aus der Earthworks TC Omni-Serie aufgenommen. Bluegrass Bands legen enormen Wert auf die Aufnahme ihrer akustischen Gitarren”, so Mitchell. “Die kommen mit ihren 50.000 US-Dollar-Gitarren und wollen, dass die Aufnahme entsprechend hochwertig klingt. Mit den Eartworks-Mikrofonen war dies kein Problem. Die Aufnahmen klangen als ob überhaupt keine Mikrofone im Spiel gewesen wären.”

„Danach habe ich die TC-Serie – zusammen mit den SR25 Nierenmikrofonen – immer häufiger und vielseitiger eingesetzt. Insbesondere die SR25 eröffneten mir dabei eine komplett neue Ebene. Danach fällt es schwer, nochmal ein SM57 in die Hand zu nehmen Insgesamt hatte ich vier SR25 sowie jeweils ein Paar SR20 und SR30.”

In den letzten Jahren hat Mitchell mehr und mehr auf den Einsatz von EQs verzichtet. „Für mich gilt der alte Leitsatz: Dreh am Mic und nicht am EQ-Knopf. Seit ich zum ersten Mal Earthworks-Mikrofone als Drum-Overheads eingesetzt habe, sind diese meine absoluten Favoriten. Durch diese Mikrofone bin ich auf den Geschmack gekommen, ein durchsichtigeres Klangbid mitsamt akkuratem Transientenverhalten bei gleichzeitig weniger EQ-Einsatz anzustreben. Das ermöglichen mir die Earthworks-Mikrofone. Besonders bei den Drums gefällt mir der Off-Axis-Klangcharakter, zum Beispiel beim DP30/C, das ich auf der Snare einsetze und das natürlich auch die Hi-Hat mit aufnimmt. Bei konventionellen Mikrofonen musste ich immer sehr auf die exakte Positionierung der Snare/Tom-Mikrofone achten, um deren ungleichmäßiges Off-Axis-Verhalten zu minimieren, da ich sonst ungewollte Verfärbungen in die Hi-hat bekam. Darüber hinaus haben diese Aufnahmen nicht sonderlich gut auf nachträglichen EQ-Einsatz reagiert. Generell bedeutete dies: Die Mikrofone haben sich untereinander bekämpft. Seit ich mit den Earthworks-Mikrofonen arbeite, muss ich aufgrund des ebenen Off-Axis- sowie des allgemeinen Frequenzgangs kaum noch zum EQ greifen. Der Drumsound öffnet sich ganz von alleine. Dadurch kann ich mich endlich auf andere Faktoren konzentrieren, wie Nahmikrofonierung oder die Phasenangleichung zwischen Snare, Toms und den Overheads, um alle Elemente des Drumsets zu einem noch strafferen und durchsichtigeren Klangbild zu verschmelzen. Ohne die saubere Transientenwiedergabe und den Off-Axis-Frequenzgang der Earthworks-Mikrofone wäre dies nicht möglich gewesen.”

„Beim Einsatz von Earthworks-Mikrofonen spielt es keine große Rolle, wenn ein bestimmtes Mikrofon – zum Beispiel Tom 1 – gemutet wird. Das Mikrofon an Tom 2 oder auch die Overheads übernehmen einfach Tom 1. Und es klingt genauso, lediglich etwas leiser. Durch das ebene Off-Axis-Verhalten der anderen Mikrofone entsteht somit kein Höhenverlust, keine 250 Hz-Anhebung oder irgendein anderer unerwünschter Nebeneffekt. Es klingt immer natürlich. Das Off-Axis-Verhalten der Earthworks-Mikrofone ist einfach unglaublich.”

„Auf meinem Blog habe ich einen Artikel veröffentlicht, der von meinem – durch die Earthworks-Mikrofone ermöglichten – Verzicht auf sämtliche EQ-Filter handelt: ‚How to Disappear Completely: My Year Without EQ‘. Ich habe dazu eine Theorie: Seit Equalizer regeneratives Feedback einsetzen, erzeugen diese gewisse zeitliche Unsauberkeiten, die vom analytischen Teil unseres Gehirns wahrgenommen werden können. Aus diesem Grund führt der Verzicht auf EQs – hoffentlich – zu einer realistischeren, lebensechteren Wiedergabe von Klangquellen.”

Im April dieses Jahres gaben Umphrey's McGee ein Konzert in St. Augustine, Florida – zusammen mit zahlreichen Earthworks-Mikrofonen auf der Bühne. „Zum Einsatz kamen SR40V Nieren-Kondensatormikrofone für die Vocals, an den Gitarrenverstärkern verwendeten wir SR25 Nieren-Kleinmembraner. Das Drumset wurde mit SR30 Nieren als Overheads sowie DP30/Cs an der Snare und den Toms abgenommen. Zudem kamen eine SR30/HC Hyperniere, ein Paar SR20 sowie ein SR40 für die Percussions zum Einsatz.”

„Die Transienten-Wiedergabe der Earthworks-Mikrofone ist unübertroffen. Man würde nicht glauben, dass eine Snare über ein PA-System läuft, so natürlich wie sie klingt. Daher lautet eins der größten Komplimente, die man mir machen kann, auch: 'Es ist laut, aber es klingt nicht wie aus einer PA'. All das lässt sich auf den Einsatz der Earthworks-Mikrofone zurückführen.”

„Ich mag das SR30/HC, das wir für unseren Percussionisten auf den Timbales verwenden. Direkt dahinter befindet sich die Snaredrum des Drummers. Nach meinen Messungen beträgt der Pegel der Snare 125 dB SPL (A-gewichtet). Das SR30/HC verrichtet einen großartigen Job an den Timbales, indem es die Snare größtmöglich ausblendet.”

„Nachdem wir die Amps mit den SR25 abnehmen, erhalte ich besonders viele Komplimente für unseren Gitarrensound. Unser Gitarrist ist ein totaler Fan von Bändchenmikrofonen. Er schätzt die abgemilderten Höhen sowie den allgemeinen warmen Klang dieser Mikrofone, die seiner Meinung nach für einen vollen Rock & Roll Gitarrensound notwendig sind. Ich habe ihm erklärt, dass die Earthworks-Mikrofone – neben des erweiterten, flachen Frequenzgangs – aufgrund ihrer Transienten-Wiedergabe wesentlich mehr Details seines Gitarren- beziehungsweise Verstärkertons übertragen als ein dynamisches oder Bändchenmikrofon. Nachdem ich die Amps des Gitarristen mit den SR25 mikrofoniert hatte, kam dieser einige Wochen danach auf mich zu und sagte, dass er nun tatsächlich den Unterschied zwischen einem abgenutzten und einem neuen Plastik-Plektrum hören könne – all das aufgrund der vielen neuen Details, die von den Earthworks-Mikrofonen übertragen werden. Die Band verwendet In-Ear-Monitoring, daher können sie diese Details wirklich wahrnehmen. Für die Platzierung des Mikrofons am Gitarrenamp habe ich das SR25 so lange entlang der Kalotte bewegt, bis ich den gewünschten Sound gefunden habe. Die Positionen unterscheiden sich: Bei einem der Gitarristen ist es die Staubkappe des Lautsprechers, beim anderen eher der Randbereich der Kalotte.”

Mitchell profitierte jedoch nicht nur im Beschallungsbereich von den Vorteilen der Earthworks-Mikrofone; auch beim Mischen der Live-Aufnahmen von Umphrey's McGee zeigten sich die Qualitäten der Schallwandler: „Umphrey's McGee veröffentlichen jedes Konzert als Live-Recording. Daher kann jeder meiner FOX-Mixes (Stand Juni 2015: 481 Live-Recordings) erworben und auch besprochen werden. Der Wechsel zu den Earthworks-Mikrofonen ist deutlich zu hören. Unsere Fans haben es sofort bemerkt und in den Foren über den verbesserten Gitarren- und Drumsound diskutiert. 2011 haben wir mit jeweils zwei Earthworks-Mikrofonen als Drum-Overheads sowie an den Gitarrenamps angefangen und etwa alle sechs Monate weitere Earthworks-Mikrofone hinzugefügt. Unser Ziel ist es, die Live-Aufnahmen wie im Studio klingen zu lassen – die Mikrofone von Earthworks bringen uns diesem Ziel ein großes Stück näher. Ich könnte noch viel mehr über die großartigen Erfahrungen berichten, die ich mit diesen Mikrofonen hatte.”

Info: www.earthworksaudio.com

Chris Mitchell (Foto: Earthworks)

Feiner liefert neue Saallichtsteuerung für die Stadthalle Fürth

Die Stadthalle Fürth verfügt über eine Gesamtfläche von 2.500 qm mit variablen Raumkonzepten und verschiedenen Sälen. Es finden sowohl Musik- und Kulturveranstaltungen mit der 120 qm großen Bühne als Mittelpunkt als auch Kongresse und Tagungen statt.

Die Saallichtsteuerung für alle Säle der Stadthalle erfolgte bisher über ein zentrales Outlook-System von Strand Lighting. Diese Steuerung war mittlerweile veraltet und anfällig. Anfang 2014 kam es zu ersten Vorgesprächen zwischen Feiner Lichttechnik und der technischen Leitung der Stadthalle. Nach der Erfassung des Bedarfs fiel die Wahl relativ schnell auf eine Ecue Lichtsteuerung mit zentralem Rechner und Touchscreen sowie abgesetzten Bedienstellen.

Zusammen mit der örtlichen Partnerfirma Elektro Winter aus Fürth realisierte Feiner Lichttechnik die komplette Detailplanung, Installation und Programmierung der Anlage. Elektro Winter übernahm dabei zusätzlich zur Installation auch die Anbindung an die KNX Gebäudeautomation.

Neben Wandbedienpanels in der Verwaltung, den Foyers, der Pforte und den Sälen selbst erfolgt die Steuerung über einen großen 19“-Touchscreen im Regieraum. Die Bedienoberfläche des Touchscreens steht auch zusätzlich auf einem mobilen Tablet zur Verfügung. Als Besonderheit gibt es ein zweites kleines 7“-Tablet mit begrenztem Zugang zur Steuerung. Dessen Zugriffsmöglichkeit kann zentral über die Regie festgelegt werden. Dieses kleine Tablet wird bei Vermietungen den Gästen zur Verfügung gestellt.

Insgesamt werden über 150 Dimmer- und Relaiskreise über DMX und KNX angesteuert. Damit steht der Stadthalle Fürth wieder eine zeitgemäße moderne Saallichtsteuerung zur Verfügung.

Info: www.feiner-lichttechnik.de

Innenansicht Stadthalle Fürth (Foto: Stadthalle Fürth)