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HDwireless sorgt für die Bildfunk-Übertragung beim Handball-Finale

Für das diesjährige Velux EHF Champions League Finale in der Lanxess-Arena Anfang Juni ist das Entertainment-Programm erneut von Elements Entertainment gestaltet worden. Das Unternehmen beauftragte mit der technischen Umsetzung Veranstaltungstechnikdienstleister PRG, der wiederum HDwireless aus Mechernich für die Bildfunk-Übertragung engagierte. HDwireless ist spezialisiert auf Video-Richtfunklösungen für Großveranstaltungen und realisiert Drahtloskamera-Übertragungen in Veranstaltungshallen, Sportarenen und großen Arealen für Sportevents wie Marathonläufe, Radrennen oder auch für die Formel 1. Geschäftsführer Patrick Nußbaum erklärt: „Unsere Aufgabe besteht im Normalfall aus der HF-Übertragung von Kamerasignalen über definierte Strecken. Am Empfangspunkt übergeben wir nach Signalkonvertierung die gewünschten Videosignale an den Ü-Wagen des Broadcasters. Hier bei diesem Projekt war es genau anders herum: Wir sendeten Bildsignale aus Pandoras Box-Servern an mobile Bildflächen“.

Für die Choreografie in der Lanxess-Arena empfingen 24 bewegliche LED-Display-Flächen ihre zugeteilten Bildsignale zeitsynchron per Funk, was die kabelfreie Inszenierung ermöglichte. Nußbaum weiter: „Dieses Projekt mit seinem kreativen Konzept zeigt sehr anschaulich die Möglichkeiten der professionellen HF-Bildfunktechnik für Großevents“.

Info: www.hdwireless.tv

Mobile LED-Displays beim Aufbau (Foto: Detlev Klockow)

50 Trailer mit Material für das Wacken Open Air

Vom 3. bis 5. August ist Wacken wieder das Ziel von Heavy Metal-Fans aus aller Welt gewesen. Bereits zum zwölften Mal in Folge war das Open Air ausverkauft – genauso lange ist Stageco Deutschland als Dienstleister mit dabei. Das Unternehmen lieferte einmal mehr die drei Bühnen des Infields, sowie viele weitere Bauten auf dem Festivalgelände.   

Die Bauleiter Markus Olma und Sven „Jimmy“ Lange mit ihrer 80 Mann starken Crew starteten den Aufbau der vom Kunden ICS Festival Service beauftragten Bauwerke dieses Jahr am 20. Juli. Das benötigte Material fand auf 50 Trailern seinen Weg in das rund 1.800 Einwohner zählende Dorf Wacken. 

Die Stageco-Mitarbeiter errichteten die beiden nach dem Festivalmotto benannten Hauptbühnen, Faster Stage und Harder Stage, sowie das dazwischen liegende Portal, welches das  Wahrzeichen, den charakteristischen  Wacken-Schädel, trägt. Die dritte Bühne des Infields, die Louder  Stage, zeigte sich 2017 in neuem Design mit  Rundbogendach.

Außerdem lieferte Stageco Deutschland diverse Eingangsportale und Gerüsttürme für zum Beispiel Banner. 

Info: www.stageco.com

Bühne in Wacken (Foto: Thorsten Weymar)

Silent Concert mit 3D-Sound und dem FOH-Pult GLD-80

Eines „Kopfhörerkonzert“ der Band Adulescens ist auf dem Stuttgarter Marienplatzfest mit einem Allen & Heath GLD-80 als FOH-Pult gemischt worden. Kopfhörer-Konzerte bei Open Airs sind eher eine Seltenheit, aber gerade bei Stadtfesten, bei denen nach 22 Uhr kein PA-Sound mehr gespielt werden darf, entsteht so eine Alternative, die Konzerte und DJ-Sets auch bis spät in die Nacht ermöglicht.

Herr über den Sound in den Kopfhörern beim Adulescens-Konzert war der technische Leiter und FOH-Engineer Tobias Raunigk, der das Konzept der Kopfhörer-Konzerte für die Band entwickelt hat.

„Mit den 3D-Kopfhörerkonzerten wollen wir den Zuschauern und Veranstaltern etwas ganz Besonderes bieten“, erzählt Raunigk. „Manchmal sind die Leute zuerst etwas skeptisch, aber sobald sie die Kopfhörer aufsetzen kann man sehen, wie sie in den Sound des Konzerts eintauchen. Das GLD-80 ist bei mir seit fünf Jahren im Einsatz, damals habe ich ein kompaktes, aber dennoch flexibles Pult gesucht, das ich auf Festivals schnell und unkompliziert alleine aufbauen kann. Unser kürzester Change-Over hat genau vier Minuten gedauert“, so Raunigk. „Da ich vorher schon auf Allen & Heath-Pulten analog gemischt habe, war der Umstieg auf das GLD-80 extrem einfach. Für mich ist das einfach eines der intuitivsten und musikalischsten Digitalpulte“, erklärt er weiter.

„Ich benutze wirklich alles, was das GLD-80 an Effekten zu bieten hat, Outboard habe ich seitdem nicht mehr dabei“, sagt Raunigk. „Die Auswahl der Kompressoren finde ich sehr gelungen, Kicks und Bass dicke ich gerne auch mal mit dem Hypabass an. Außerdem bin ich grade bei Adulescens ein großer Fan der Ping-Pong-Delays, um dem Gesang eine schöne Delay-Fahne zu verpassen.“

„Den 3D-Kopfhörermix für die Zuschauer mache ich mit einer Klang:fabrik, die über Dante an das GLD-80 angebunden ist, das sich auch hier als perfekter Sparringspartner erweist“, so Raunigk weiter. „Die Anbindung in das Dante-Netzwerk ist unkompliziert und durch die elegante Layer-Struktur des GLD-80 habe ich sowohl die Audio-Inputs als auch den 3D-Kopfhörermix über MIDI-Fader immer im Griff.“

Info: www.allen-heath.com

GLD-80 beim Kopfhörerkonzert (Foto: Allen & Heath)

Equipment von ETC an Bord der Norwegian Joy

Am 10. Juni ist die Norwegian Joy auf Jungfernfahrt im chinesischen Meer gegangen. Das für den chinesischen Markt konzipierte Schiff bietet Platz für über 3.800 Gäste und ist mit 167.725 Bruttoregistertonnen das größte der internationalen Reederei Norwegian Cruise Line. Es beherbergt unter anderem eine Kartrennbahn, ein Shopping-Center, Restaurants, Bars, einen Aqua Park sowie ein Theater. Zehn Lichtsteuerkonsolen sowie verschiedene Scheinwerfer von ETC sorgen in den verschiedenen Bereichen für die jeweils passende Lichtstimmung.

Die Norwegian Joy wird von ihren Basishäfen – Shanghai und Tianjin bei Peking – die Gewässer um die Volksrepublik befahren. Für den Bau des rund 333 Meter langen Schiffs der Breakaway Plus-Klasse zeichnet die Meyer-Werft im norddeutschen Papenburg verantwortlich. Zur Realisierung aller Entertainment-Systeme der zahlreichen Attraktionen holte man den Systemintegrator Wärtsilä Funa aus Emden mit ins Boot. Zur Steuerung des Effektlichtes hat das Funa-Team insgesamt zehn Konsolen von ETC auf dem Schiff an strategisch günstigen Arealen verteilt. Dabei war Sarah Wegner, freie Licht-Programmiererin und Meisterin für Veranstaltungstechnik als Teil des Funa-Teams mit deren Installation, Einrichtung und Programmierung betraut. Besonders wichtig bei der Wahl der Pulte war deren Verlässlichkeit, wie Wegner sagt: „Die Konsolen müssen sehr zuverlässig funktionieren, da ja ein Austausch nicht möglich ist, wenn das Schiff auf hoher See unterwegs ist. Es gibt zwar eine mobile Ion, die man im Notfall als Austausch nehmen kann, aber sonst muss man warten, bis man wieder an Land ist.“

Für das Theatererlebnis sorgt das schiffseigene Joy Theatre. Die Steuerung erfolgt in der schwimmenden Location über ein ETC Eos RPU3 als Hauptsteuerung, mit einer Gio Konsole als Backup. Zahlreiche weitere Attraktionen sind mit je einer eigenen Ion- oder Gio-Konsole ausgestattet: der Supper Club, ein Restaurant mit Showbühne, der Aqua Park auf Deck mit Pool und Wasserrutschen, eine kleine Bühne im Atrium, das Spice H2O, eine Disco im Außenbereich, sowie der Galaxy Pavilion mit einer Vielzahl an virtueller Unterhaltung, darunter Rennsimulatoren und eine virtuelle Achterbahn.

Sarah Wegner: „Die Show im Theater wird vom Production-Team programmiert. Für alle anderen Bereiche habe ich Cues gespeichert und sie entweder auf einem Cue-Server oder im Pult abgelegt. Im Galaxy Pavilion und Spice H2O kam bei der Programmierung auch Pixelmapping zum Einsatz.“ Hierfür liefert die Eos-Software ideale Voraussetzungen. „Die Media Tubes, die mit Pixelmapping-Content bespielt werden, sind hochkant angebracht und für das Effektlicht gedacht.“ Wegner habe die Media Tubes auf der Ion-Konsole im Pixelmapping angelegt. So konnte sie in der Vorschau überprüfen, wie sich die Parameter auf das Gesamtbild auswirkten. Sarah Wegner: „Ich habe hier alles vorbereitet und bereits einige Beispielstimmungen gespeichert.“

Im Galaxy Pavilion wie auch im Atrium und im Supper Club sind zudem insgesamt 26 ColorSource PAR und sechs ColorSource Spots verbaut. Diese Vier-Farben-LED-Scheinwerfer liefern helles, farbiges Licht, das an die jeweiligen Bedürfnisse unterschiedlichster Veranstaltungsorte angepasst werden kann. Doch nicht nur die Kreuzfahrtgäste profitieren von der Lichttechnik aus dem Hause ETC – auch für die Crew-Disco programmierte Wegner mit einer Ion-Konsole verschiedene Cues, komfortabel von der Besatzung vom Cue-Server abrufbar.

Info: www.etcconect.com

Galaxy Pavillon auf der Norwegian Joy (Foto: Rick Diaz)

GreenGo-Intercom mit motionfiber im Festivaleinsatz

Die trust.rental GmbH aus dem nordrhein-westfälischen Frechen ist bei den Festivals Rock am Ring und Rock im Park für die Glasfaser und Netzwerkverbindungen sowie die Kommunikationsanbindung der Hauptbühnen verantwortlich gewesen – und setzte dabei auf das hauseigene Glasfasersystem motionfiber in Verbindung mit der Intercom-Range von GreenGo.

„Neben der Kommunikation zwischen den Followspots und dem FOH wurde auch das System zur internen FOH-Kommunikation sowie die Kommunikation zwischen Bühne und FOH über GreenGo abgewickelt“, erläutert Sebastian Huwig, Geschäftsführer von trust.rental, den Einsatz. „Über die 2-wire und 4-wire Interfaces wurden zudem Ü-Wagen und Intercoms von Gastbands in das GreenGo Intercom-System eingebunden.“

GreenGo ist ein digitales Intercomsystem, basierend auf einem 100Mbit Ethernet-Netzwerk mit PoE. Es ist von zwei auf mehr als 3.000 User in bis zu 250 Gruppen erweiterbar. Das System benötigt weder einen zentralen Prozessor noch ein dediziertes Kabelnetzwerk.

Für die beiden Festivals setzten Huwig und sein Team von trust.rental jeweils auf ein Intercom-Setup bestehend aus 16 GreenGo Beltpacks, vier GreenGo Wireless Beltpacks mit zwei zugehörigen GreenGo Antennen, ein GreenGo 4-Wire Interface, ein GreenGo 2-Wire Interface sowie zwei GreenGo MCR12 Sprechpanels. Das Intercom-System wurde integriert in das von trust.rental entwickelte motionfiber PoE-Netzwerk mit vier Knotenpunkten.

GreenGo steht komplexeren Matrix-Kommunikationslösungen in nichts nach: Es ist Intercom, Cue Light und Text-Messaging-System in einem. Systemerweiterungen werden ganz einfach über das Hinzufügen weiterer Empfänger realisiert, denn jede Empfangsstation speichert lokal die Konfigurationsdatei, die in Echtzeit aktualisiert und über PoE betrieben wird. GreenGo bietet also echtes Plug&Play. Ein Beltpack bietet direkten Zugriff auf vier Kanäle und erweiterten Zugriff auf insgesamt 32 Kanäle.

„Wir setzen GreenGo gerne ein, weil es sich perfekt in unser motionfiber-Glasfasernetzwerk einfügt und wir so an jedem Knotenpunkt über die PoE-Switches eine Kommunikationsschnittstelle schaffen können“, erklärt Huwig das Zusammenspiel der beiden Systemkomponenten. „Dabei ist es für uns wichtig, die Konfiguration schnell und einfach am Gerät einstellen und auswählen zu können. Das ist ein Riesenvorteil von GreenGo im Vergleich zu anderen Systemen. Die gute Kombinierbarkeit mit motionfiber ermöglicht es uns, die gesamte Kommunikation und Netzwerkanbindung aus einer Hand anzubieten, was es für unsere Kunden noch interessanter macht.“

trust.rental war bei beiden Festivals im Auftrag von satis&fy tätig, die als Generaldienstleister für die Hauptbühnen verantwortlich waren.

GreenGo Intercom-Systeme werden in Deutschland von cast aus Hagen vertrieben.

Info: www.castinfo.de

Rock im Park, GreenGo-System (Fotos: Sebastian Huwig/Cast)