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Beschallungstechnik von Electro-Voice bei der Vierschanzentournee

Seit 64 Jahren findet in Garmisch-Partenkirchen das erste Sport-Highlight des Jahres statt – das zur Vierschanzentournee zählende Neujahrsspringen. Auch in diesem Jahr wollten sich 25.000 Skisportfans das Spektakel vor Ort nicht entgehen lassen; mehrere Millionen Fernsehzuschauer verfolgten den Wettkampf vor den Fernsehgeräten.

Wie bei anderen Sportarten avanciert auch der Skisport immer mehr zur sportlichen Unterhaltungsshow: Live-Bands, Moderatoren und Anheizer sowie ein umfangreiches Rahmenprogramm verstärken zunehmend den Party-Charakter der Wettkämpfe. Dabei kommt dann auch beispielsweise dem Beschallungssystem eine immer größer werdende Bedeutung zu. Diese Entwicklung hat auch Martin Schulze, gemeinsam mit Stefan Rehthaler Geschäftsführer von TC Showtechnik, verfolgt – und ihr Rechnung getragen. Seit nunmehr 18 Jahren ist Schulze für die Tonproduktion des traditionellen Sportereignisses zuständig.

Als Beschallungslösung kam am Neujahrstag 2016 eine Kombination aus Haupt- und ergänzenden Systemen zum Einsatz. Als Haupt-PA vertraute das TC Showtechnik-Team auf ein Electro-Voice XLC-Line Array. Jeweils sechs geflogene XLC 907 DVX-Lautsprecher und drei Xsub Bässe sorgten rechts und links von der Moderatoren- und Showbühne für Druck. Lückenlose Coverage gewährleisteten schließlich Delay-Lines mit ergänzenden Systemen: insgesamt 22 Electro-Voice Sx300 (montiert auf verschiedenen Traversen-Lifte) sowie zwei Delaytower, bestehend aus insgesamt sieben Electro-Voice XLE 2-Weg Systemen. „Weitere sechs XLE-Lautsprecherelemente sorgen – an einer Traverse geflogen – für guten Sound im Fanpark außerhalb des Stadions“, sagt Schulze. Um partysound-druckvollen Bass zu generieren, hat das TC Showtechnik-Team die Delay-Tower mit insgesamt 16 Dynacord V17-Bässen im Cardioid-Setup ausgestattet. Eine Kombination, die sich, so Schulze, bestens bewährt hat. „Das hat eine phänomenale Power entwickelt“, sagt er, „wegen der Fernsehübertragung durfte man aber nicht zu viel Gas geben. Leider, muss man fast sagen.“

Eine besondere Rolle bei der Produktion übernahm erneut der Electro-Voice N8000-1500-Controller, drei Geräte kamen dabei zum Einsatz. „Dieser Controller erleichtert uns unseren Job gewaltig. Zum einen können wir Remote-Amps wie die leistungsfähigen Electro-Voice Tour Grade-Verstärker anschließen, steuern und überwachen. Andererseits realisieren wir auch die interne Kommunikation, Funkstrecken mit Command-Funktion und eine Vielzahl an Sprechstellen mit Hilfe von einem weiteren N8000. Das gesamte Netzwerk steuern wir über einen mobilen Rechner an“, sagt Schulze, „Handlingkomfort und Flexibilität sind dadurch enorm.“

Info: www.tc-showtechnik.de, www.electrovoice.com

Sportler beim Neujahrsspringen (Foto: Bosch)

bst mit PR Lighting und ChamSys beim Rock+Pop Preis

Zum 33. Mal wurde im Dezember 2015 in den Siegerlandhallen der deutsche Rock+Pop Preis verliehen. Der Fullservice Dienstleister bst - für Veranstaltungen mit Sitz in Ober-Olm lieferte zu diesem Event das technische Equipment für Licht und Ton, sowie einen Großteil der Backline. Ziel war es, ein möglichst einfaches, jedoch schnell auf jede Stilrichtung unterschiedliches Beleuchtungsdesign zu erzeugen mit schnellem Livezugriff auf die Beleuchtungssituation. Um diese Herausforderung zu meistern, bediente man sich der Multifunktionsscheinwerfer der 5000er Serie aus dem Hause PR Lighting, sowie einer MQ 200 von ChamSys zur Steuerung. 

Insgesamt 40 Stück, davon 20 Spots und 20 Beams, der PR Lighting 5000 wurden neben LED Washern, Blindern und diversen Stufen-Scheinwerfern in das Bühnendesign als dezente Beleuchtungskörper, sowie impulsive Lightshow Komponenten integriert.

 

Info: www.bst.de , www.focon-showtechnic.com

Faber Audiovisuals liefert LED Material für „Symphonica in Rosso“

Mit der Show „Symphonica in Rosso“ ist der niederländische Sänger Marco Borsato derzeit im Amsterdamer Ziggo Dome präsent. Bis Anfang März sind noch Auftritte geplant. Support im Bühnenbild von Marco Borsato lieferten die großen Videoscreens, die Faber Audiovisuals zur Verfügung stellte. Eingespielt wurde vorproduzierter Content im Wechsel mit Livebildern. Das Design für die Show entwickelte Marcel de Vré mit Unterstützung durch Carlo Zaenen für die Beleuchtung, während sich Jo Pauly für das Content Design verantwortlich zeichnete.

Faber Audiovisuals lieferte für die „Symphonica in Rosso“ ein LED-Bannersystem, bestehend aus dem ultraleichten Material Glux10, mit einer totalen Länge von 530 Metern bei einer Höhe von einem Meter sowie 220 qm verfahrbare LED-Videowände sowie Sidescreens aus ROE Black Face Material mit einem Pixelpitch von 7,5 Millimetern. Für die Bespielung der Sidescreens im Portraitformat sorgte ein AW Ascender. Dazu kamen bewegliche I-Mag/Backdrop Bildschirme, ein LED-Bannersystem entlang der Zuschauertribüne sowie ein 55 Quadratmeter großer LED-Bühnenboden aus Kindwin LED-Material 7,5 mm.

Besonderheit des LED-Bodens war seine Interaktivität, die der Einsatz des Blacktrax Verfolgersystems ermöglichte. Die Besucher konnten Marco Borsato damit buchstäblich auf Schritt und Tritt verfolgen. Die Signale spielten vier D3 Systeme mit Demolition Software zu. Für die Livebilder stand ein Full-HD-Kamerasystem inklusive acht Remote HD-Kameras zur Verfügung.

Geleitet wurde das Team von Faber Audiovisuals von den beiden Projekt Managern Ben Augenbroe und Steven Embregts. Piet Winten von Mundo Matic übernahm Verantwortung für die technische Produktion. 

Info: www.faber-av.com

„Symphonica in Rosso“ (Foto: Jorrit Lousberg)

dot2 auf dem Oktoberfest im Einsatz

Im Paulaner Festzelt Winzerer Fähndl kamen beim letzten Oktoberfest zur Steuerung des Lichts ein dot2 core und ein dot2 F-wing zum Einsatz. Programmierer war Niklas Schmitt, Dora Showtechnik GmbH lieferte das Licht-Equipment. Dora Showtechnik Geschäftsführer Lucas Dormayer erklärte: „Wir haben eine Lichtsteuerung gesucht, die wir durch ein abgesetztes Bedienelement durch die Band oder deren Techniker bedienen lassen können. Wir mussten bei der Planung davon ausgehen, dass kein Operator für die Betreuung des gesamten Oktoberfestes vor Ort sein wird. Die Anforderung des Kunden war es, eine Lichtsteuerung zu installieren, die einerseits einfach zu bedienen ist, andererseits aber auch alle Möglichkeiten für den Bediener offen hält. Auf Nachfrage bei den Musikern und Technikern war die Bedienung der dot2 auch ohne Vorkenntnisse sehr schnell zu verstehen. Alle Beteiligten waren mit dieser Lösung rundum zufrieden.“ 

„Für das Oktoberfest 2015 wurde seitens der Brauerei eine komplett neue Bühne entworfen. Diese sollte den auf dem Außengelände befindlichen Paulaner Turm mit drehendem Maßkrug widerspiegeln“, fuhr Dormayer fort. „Ziel war es, die Beleuchtung möglichst kompakt in das Bühnenbild zu integrieren, um das Aussehen des Turms möglichst wenig zu verfälschen. Die Vorgabe war, dass die Beleuchtung sowohl zur Ausleuchtung der Bühne genutzt werden kann, aber auch als Effektbeleuchtung im Gästebereich wahrnehmbar ist.“ 

„Die meisten großen Oktoberfestzelte sind veranstaltungstechnisch eher minimalistisch ausgestattet. Dies gilt speziell für den Einsatz von Effektbeleuchtung und Spezialeffekten. In unserem Fall wurden wir durch die Paulaner Brauerei beauftragt, dafür zu sorgen, dass sowohl die Bühne, als auch die darauf agierenden Musiker mit Effektbeleuchtung in Szene gesetzt werden. Bei einem ersten Gespräch mit unserem Kunden wurden sehr klare Anforderungen bezüglich der LED-Beleuchtung (Stromverbrauch) als auch zum Thema bewegtes Licht geäußert. Für das kommende Jahr sind bereits Erweiterungen der Beleuchtung im gesamten Mittelschiff des Zeltes geplant“, schloss Dormayer.

 

Info: www.lightpower.de

 

dot2 auf dem Oktoberfest (Foto: Lightpower)

MA und Clay Paky illuminieren Marburg b(u)y Night

Im Zuge des Events „Marburg b(u)y Night“ werden jedes Jahr in der Marburger Innenstadt über 60 verschiedene öffentliche und private Gebäude und Objekte illuminiert. Parallel dazu haben die Geschäfte bis Mitternacht geöffnet. Das Projekt „Blickpunkt Schloss“ war das offizielle Highlight dieser Veranstaltung. Bespielt wurde das mittelalterliche Landgrafenschloss ab 18 Uhr zu jeder vollen und halben Stunde mit einer Timecode-Show bestehend aus Licht und Ton. Es gab drei Orte in der Stadt, an denen man sich die Show mit der passenden Musik anschauen konnte. Die Flashlight Veranstaltungstechnik GmbH war für die Umsetzung des Events verantwortlich.

Dabei griff das Unternehmen unter anderem auf 36 x Clay Paky Mythos, 1 x grandMA2 light, 1 x MA onPC command wing, 1 x MA 8Port Node onPC und 4 x MA VPU plus MK2 (Video Processing Unit) zurück. Genutzt wurde auch MA remote control, um rund um das Schloss via Tablet einleuchten zu können. Die vollständige Show wurde mit Hilfe von MA 3D und einem 3D-Modell des Marburger Schlosses vorprogrammiert.

Als Lichtdesigner, Programmierer und Operator war Sebastian Haffer tätig. Haffer erklärte: „Der Clay Paky Mythos wurde wegen seines sehr intensiven Lichtstrahls und aufgrund seiner ausgezeichneten Beam-Funktion eingesetzt. Ziel war es, die Beams auch aus sehr weiter Entfernung noch sehen zu können. Des Weiteren haben wir auf die MA Produktfamilie gesetzt, da diese für uns die optimalste Zuverlässigkeit hat und wir mit diesem Material am besten vertraut sind. Entscheidend war vor allem die Netzwerkfunktionalität der MA Range, die die Konfiguration sehr erleichtert hat!“

Haffer fuhr fort: „Die MA VPU wurde dazu genutzt, per Netzwerk die Show an den verschiedenen Standpunkten in der Stadt abzuspielen. Was ich an der MA VPU gut finde ist, dass sie sich nahtlos in die Bedienphilosophie von MA einfügt und dadurch schnell zu erlernen ist.“

„Zum 10-jährigen Jubiläum der Veranstaltung sollte es ein ganz besonderes Highlight geben“, führte der Marburger Stadtmarketingkoordinator Jan-Bernd Röllmann aus. „Was lag da näher, als das Wahrzeichen der Stadt, das mittelalterliche Landgrafenschloss, in den Blickpunkt zu rücken und eine audiovisuelle Show dazu zu kreieren. Unsere Show war dermaßen auffällig, dass eine Flugbegleiterin aus Marburg, die am Frankfurter Flughafen arbeitet, nach diesem Abend von einem Lufthansapiloten gefragt wurde, was denn bei ihr zu Hause los sei. Seine Flugroute ging über Marburg und er habe ein irres Lichtspektakel aus der Luft erkennen können.“

Benjamin Graff kümmerte sich um das Lichtsystem, Johannes Kimstedt um den Ton. Eric Hines war für die technische Planung verantwortlich. Gerd Trappmann von WiCon war für die komplette Funkübertragung vor Ort zuständig. Die 3D-Visualisierung des Marburger Landgrafenschlosses lieferte Philipp Matschoß (3FACES). Niclen und B&K Braun stellten das Material zur Verfügung.

Info: www.lightpower.de

Marburg b(u)y Night (Foto: Georg Kronenberg)