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Nexus, Aurus und Crescendo bei der Ski-WM in St. Moritz

Die Host-Broadcaster SRG (Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft) und tpc nutzen für die weltweite Live-Übertragungen der Ski-WM in St. Moritz Technik von Stage Tec. Entlang der Skipisten sind 15 Nexus-Basisgeräte installiert, zum Teil direkt offen im Schnee, zum Teil in Containern (HUBs). Sie sind über Glasfaser miteinander verbunden. Da die Anzahl der Leitungen limitiert ist, werden alle Kommunikationssignale, Ton, Video und Steuersignale über ein Kabel geschickt. Dabei ist unter anderem die Möglichkeit mehrere Basisgeräte problemlos zu kaskadieren, ein äußerst wichtiger Faktor bei der Planung. Nexus leitet die Signale der Streckenkameras und Mikrofone ins TV-Compound weiter.

Das TV-Compound befindet sich in Salastrains in 2.048 m Höhe, wo alle elf Rennen enden. Hier wurden mehr als 100 Container mit Fernseh- und Übertragungstechnik, Schnittplätzen und Studios aufgebaut. Dort sind auch mehrere Übertragungswagen von tpc und aus anderen Unternehmenseinheiten der SRG positioniert, um die Signale für alle angeschlossenen TV-Abnehmer weltweit zu produzieren. Die ankommenden Glasfasern des Nexus-Netzes laufen im TV-Compound auf einem Nexus STAR-Router auf, der in einem zusätzlichen Ü-Wagen von tpc installiert ist. Der Router dient als temporärer Hauptschaltraum, von dem die verschiedenen Leitungen zu den Ü-Wagen der angeschlossenen Rundfunkanstalten abgehen.

Vier Ü-Wagen von tpc und der SRG sind neben Nexus-Netzwerken außerdem mit Aurus-Konsolen von Stage Tec ausgestattet. Sie übertragen die Eröffnungsfeier, sämtliche Ski-Rennen, die Siegerehrungen und die Abschlussfeier. „Wind, Schnee und Kälte sind die großen Herausforderungen hier in St. Moritz. Schon 2003, bei der letzten Ski-WM hier, haben wir beste Erfahrungen mit der Technik von Stage Tec gemacht. Gerade die Nexus-Basisgeräte funktionieren absolut zuverlässig, selbst direkt im Schnee“, ist Markus Brockmann, Teamleiter Außenübertragung Fernsehen tpc ag überzeugt. „Deshalb haben wir uns wieder für Stage Tec entschieden. Nexus und die Konsolen von Stage Tec sind vielseitig einsetzbar, lassen sich flexibel konfigurieren und steuern. Das erleichtert unsere Arbeit ungemein.“

Der tpc-Übertragungswagen HD-1, der als Endregie für die Abfahrtsrennen fungiert, wurde vor der Ski-WM mit sieben Karten der neuen Audio-DSP-Einheit Platinum DSP ausgestattet. „Die Konsole im HD-1 ist ein AURUS der ersten Generation und ungefähr 12 Jahre alt. Jetzt bietet die Konsole die dreifache Kanalkapazität und eine leistungsstarke Audioverarbeitung“, erklärt Felix Binder, zuständig für Vertrieb und Systemintegration bei Stage Tec. „Dabei hat das Aurus immer noch die gleiche Pultoberfläche, aber wesentlich mehr Leistung. Die Aufrüstung hat problemlos geklappt, es wurde nur ein Baugruppentyp getauscht.“

Zwei Crescendo von Stage Tec sind in kleineren Subregien im Einsatz und produzieren dort zusätzliche Extra-Feeds, wie zum Beispiel den „World Feed plus“, welcher den Rechtehaltern zusätzliche Impressionen und Rohmaterial rund um die Skirennen liefert.

Die Ski-WM findet noch bis 19. Februar 2017 in St. Moritz statt. Hier kämpfen rund 600 Athleten aus mehr als 70 Ländern in sechs Disziplinen (Abfahrt, Riesenslalom, Super-G, Super-Kombination und Team-Event) um Weltmeistertitel und Medaillen.

Info: www.stagetec.com

Ü-Wagen, Nexus (Fotos: tpc)

Christie lädt auf der ISE in „The Space between“ ein

Christie präsentiert sich auf der diesjährigen Integrated Systems Europe (ISE) auf zwei Flächen. Am Stand 1-H70 zeigt das Unternehmen wie gewohnt die neuesten Modelle seines umfassenden Portfolios von AV- und ProAV-Display-Systemen. Dabei liegt der Fokus auf einer Großbildpräsentation, die hier „The Space between“, also „Zwischenraum“, genannt wird und den Raum zwischen dem projizierten Bild und seinem Publikum beschreibt.

Jennifer Smith, EVP Global Market Solutions & Engineering erklärt: „Seit Jahrzehnten arbeitet Christie daran, Technologien und Lösungen zu entwickeln, die das gemeinsame Erleben von Unterhaltung, Wissen und Wow-Effekten ermöglichen, auf denen unsere Erinnerungen aufbauen. Bei all dieser Arbeit gab es eine Konstante: den Raum zwischen dem projizierten Bild und seinem Publikum. Dieser „Zwischenraum“ hat unsere Branche auf vielerlei Weise motiviert, bessere Inhalte, eine verbesserte Bildproduktion und größere Displays zu entwickeln – all dies mit dem Ziel, ein immersiveres Erlebnis zu schaffen und das Publikum stärker einzubinden – oder, anders ausgedrückt, den Zwischenraum zu überbrücken.“

Für diesen „Zwischenraum“ nutzt Christie nahezu vollständig eigene Lösungen, mit der Unterstützung des Projektionswand-Herstellers Da Lite und den belgischen Content-Spezialisten New Solid.

Sechs der mehrfach preisgekrönten Christie Boxer 4K30 Hochleistungsprojektoren bespielen gemeinsam mit der neu eingeführten Pandoras Box Version 6, dem Pandoras Box Manager, Widget Designer, einer Gestensteuerung, sowie einem Echtzeit-Tracking, einen interaktiven Raum. Damit lässt sich nicht nur ein Einzelner einbinden, sondern gleich ganz viele. Die Nutzung der Gestensteuerung für mehrere Benutzer und dem Einsatz von Echtzeit-Tracking ermöglicht die Interaktion mit den Inhalten auf der 16 m breiten Bildwand.

Smith fährt fort: „Mobile und tragbare Displays haben die direkte physische Einbindung des projizierten Inhalts mit sich gebracht und die Kommunikation und unsere Beziehung zur Technologie revolutioniert. Für die ISE 2017 haben wir uns zum Ziel gesetzt, den Fachbesuchern zu zeigen, dass Christie über die Werkzeuge und das Know-how verfügt, dasselbe bereits heute zu zeigen und zukünftig auch auf großen Projektionsflächen.“

Eine Präsentation zum „Zwischenraum“ findet jeden Tag stündlich ab 11:00 Uhr immer zur vollen Stunde am Stand 1-H70 statt.

Info: www.christieemea.com

Christie-Präsentation (Foto: Christie)

ROBE Equipment erleuchtet eine ganze Raffinerie

Die PCK Raffinerie mit Sitz in Schwedt/Oder gehört zu den Spitzenraffinerien Europas. Seit 1964 wird dort Rohöl verarbeitet und in Kraftstoffe umgewandelt. In unregelmäßigen Abständen lädt die PCK ihre Nachbarn ein und zeigt, was Neues in der Raffinerie entstanden ist. So auch im Herbst 2016 zur PCK-Nacht.

PCK erarbeitete ein für alle Altersgruppen taugliches Konzept. Insbesondere das Lichtdesign sollte für Aufmerksamkeit sorgen und die Gäste der Raffinerie begeistern. Hierfür wurde die Firma Veranstaltungsservice Wiebeck GmbH beauftragt.

Robert Scherel, Geschäftsführer des Unternehmens Wiebeck: „Unser Materialeinsatz bestand aus 201 ROBE Robin 100 LEDBeam, acht ROBE Robin BMFL Blade, acht ROBE LEDBeam 1000, acht Robe DL4x, 70 LED-Blindern, 60 LED-Flutern und 100 Litecraft OutLED AT10.“ Scherel setzte in jedes der 196 Fenster des Verwaltungsgebäudes einen Scheinwerfer, verkabelte die Geräte miteinander und schuf so eine Licht-Matrix.

„Durch die von uns konstruierte Matrix konnten wir alle Scheinwerfer gemeinsam bewegen oder einzeln ansteuern, um Schriftzüge und Bewegung in das Verwaltungsgebäude zu bringen. Die Besucher waren schon am Eingang fasziniert und sprachlos vor Begeisterung“, so Robert Scherel.

Auch die Kühltürme der Raffinerie wurden in Szene gesetzt. Dort bestand die Schwierigkeit darin, das ohnehin hell erleuchtete Werk auf einer definierten Fläche noch einmal besonders zu betonen.

Info: www.lmp.de

PCK-Nacht (Foto: Oliva Voigt)

Philips Lighting implementiert innovative Beleuchtung in der Volkswagen Arena

Zum Rückrundenstart der Fußball-Bundesliga gibt es in der Volkswagen Arena beim VfL Wolfsburg gleich zwei Premieren. Der Club ist nicht nur der erste in der Bundesliga, der bei seinen Heimspielen künftig unter LED-Flutlicht spielt, sondern in die neue Lichtanlage ist auch eine farbige Eventbeleuchtung integriert. Dazu wurde das Flutlicht durch Moving Heads erweitert. Die Verbindung von Flutlicht und farbiger Effektbeleuchtung ist laut Philips derzeit weltweit einzigartig.

Die Installation der vernetzten Philips ArenaVision LED-Flutlichtanlage erfolgte in der spielfreien Zeit und wurde zum Pflichtspielauftakt 2017, am 21. Januar, beim Heimspiel gegen den Hamburger SV erstmals eingesetzt.

Jeder der 216 LED-Flutlichtscheinwerfer lässt sich einzeln ansteuern und mit den LED-Werbebanden, Video-Anzeigentafeln sowie den zehn Moving-Heads vernetzen. Damit lassen sich Lichteffekte erzeugen, wie sie sonst nur mit Show- und Bühnenbeleuchtungssystemen üblich sind. Das kompakte Scheinwerfersystem verfügt über eine Hybrid-Optik, die Beam-, Spot- und Streiflicht-Funktionen in einem Scheinwerfer vereint, mit der sich unterschiedliche Licht- und Farbakzente im Innenraum erzeugen lassen. Außerdem lässt sich durch die Kombination einzelner Flutlichtscheinwerfer mit der Eventbeleuchtung die Stadionnutzung, zum Beispiel für Konzerte, im Handumdrehen erweitern.

Besonders bei Fernsehaufnahmen in Superzeitlupe in HD-Qualität, die höchste Anforderungen an die Flutlichtqualität stellt, soll das neue ArenaVision LED-Flutlichtsystem der Volkswagen Arena seine Stärke ausspielen. Das typische, sichtbare Flackern, das konventionelle Systeme bei diesen Aufnahmen aufweisen, gehört mit dieser modernen LED-Technologie von Philips Lighting der Vergangenheit an.

Weitere Vorzüge sind, dass die Beleuchtung ohne Aufwärmphase direkt eingeschaltet werden kann. Die Scheinwerfer erzeugen sofort ein Licht mit hoher Gleichmäßigkeit. Darüber hinaus lassen sich die Flutlichtscheinwerfer auch gruppiert einschalten, um nur Teile des Spielfeldes, zum Beispiel beim Training oder für Wartungsarbeiten, zu beleuchten.

„Wir sind stolz, dass unser Flutlichtkonzept, das mit einer farbigen Eventbeleuchtung vernetzt ist, nicht nur eine Weltpremiere ist“, so Karsten Vierke, Geschäftsführer Professional Lighting, „sondern dass wir dazu beitragen konnten, das Stadion des VfL Wolfsburg mit unserer innovativen Technik in eine Connected Entertainment Arena zu verwandeln. Gemeinsam mit dem Club wollen wir den Besuchern neben dem sportlichen Ereignis auch eine neue Erlebniswelt schaffen, die die Fans von der Ankunft im Stadion bis zum Ende des Spiels in vollen Zügen genießen können.“

Gesteuert werden das LED-Flutlichtsystem sowie die vernetzten Komponenten über eine DMX-Schnittstelle. Jeder LED-Flutlichtscheinwerfer kann einzeln angesteuert und gedimmt werden. Das Steuerungssystem eignet sich auch dazu, Beleuchtungseffekte zu erzeugen, für die normalerweise ein Bühnenbeleuchtungssystem notwendig wäre. So lassen sich die Scheinwerfer vor und nach dem Spiel sowie in der Halbzeitpause in Lichtshows einbinden.

Info: www.philips.de

Flutlicht in der Volkswagen Arena, Moving Head (Fotos: Philips)

Gerriets-Akustiklösungen in der Elbphilharmonie in Hamburg

Nach über zwölf Jahren Planungs- und Bauzeit ist die Elbphilharmonie Hamburg am 11. Januar 2017 eröffnet worden. Drei Konzertsäle sind in dem Konzerthaus geschaffen worden. Die Akustik spielte in der Konzeption der Säle eine entscheidende Rolle, davon zeugt auch die Zusammenarbeit mit dem japanischen Akustiker Yasuhisa Toyota. Auch Gerriets-Akustiklösungen sorgen in der Elbphilharmonie für das perfekte Klangerlebnis.

Allein im Großen Saal wurden 81 motorisierte und variable Doppel-Rollbanner in den vergangenen Monaten installiert, die aus dem Parkett hochgefahren werden. Die einzelnen Module sind drei Meter breit und bis zu 2,60 m hoch. Durch die damit verbundene Variabilität kann die Nachhallzeit auf die jeweilige Nutzung des Saales optimal abgestimmt werden. Neben den Rollbannern lieferte Gerriets für die Hinterbühne des Orchesters vier Trumpf 95-Schienensysteme inklusive motorischer Antriebe, den Gerriets Friction Drive-Antrieben sowie Vorhänge aus dem mehrfach prämierten, hoch schallabsorbierenden Textil Absorber CS.

Im Kleinen Saal installierte Gerriets 52 G-Sorber-Systeme, die bis zu 1,70 m breit und 6,50 m hoch sind. Die in die Decke eingebauten und motorisch verfahrbaren Akustik-Rollbanner verfügen über einen Behang aus einem komplett neu entwickelten, schwer entflammbaren Trevira CS-Gewebe mit besonders hohem Absorptionswert.

Im Kaistudio montierte Gerriets eine circa sechs Mal sechs Meter große Gerriets-Rollbildleinwand Runway Plus. Außerdem wurden sowohl im Kaistudio als auch in zehn weiteren Proberäumen Trumpf 95-Schienensysteme sowie Elegance-Schleuderzuganlagen mit Absorber CS-Vorhängen installiert.

Info: www.gerriets.com

Rollbanner (Foto: Gerriets)