Abo bestellen
Newsletter bestellen
Eventmanager des Jahres

Lawo mischt bei den Pan American Games 2015

Lawo stellte bei der Eröffnungs- und der Abschlusszeremonie der Pan American Games 2015 in Toronto das komplette Equipment für die Integration und Verteilung von Audio für den World Feed. Gemischt wurde der Ton auf zwei Lawo Pulten: Während der Haupt-Mix auf einem mc²66 mit 48 Fadern gefahren wurde, übernahm ein mc²56 mit 32 Fadern Sub-Mix-Aufgaben für die über 40 Atmo-Mikrofone, mit denen die Atmosphäre vor Ort eingefangen und ins Broadcast-Center übertragen wurde.

Von Lawo kamen neben den beiden mc² Mischpulten auch fünf Dallis Stageboxen und ein Nova73 Router für mehr als 1900 redundant aufgelegte Koppelpunkte zum Einsatz. Mit diesem Equipment wurden alle Audio-Feeds gesammelt und verteilt, darunter über 496 Record-Tracks, 256 Ravenna- und mehr als 880 MADI-Kanäle. Als Tielines für die 256 Audiokanäle zwischen den Mischpulten und der Nova73 – wie auch für weitere 128 Kanäle zwischen zwei TV-Ü-Wagen – wurden Glasfaserkabel eingesetzt.

Die Pan American Games gelten nach den Olympischen Sommerspielen und den Asian Games als drittgrößter Sport-Event.

Info: www.lawo.com

Ton-Crew für die Eröffnungs- und Abschlusszeremonie im Rogers Center in Toronto (Foto: Lawo)

Großes Grateful Dead-Finale mit Sonnet-Produkten

Ihr 50-jähriges Jubiläum feierte Grateful Dead im Juli diesen Jahres mit der „Fare Thee Well“-Tour. Dabei mussten die Recording-und Video-Profis von Music Mix Mobile (M3) einen 96K-Workflow bewältigen. Die mehrfachen Emmy- und Grammy-Gewinner setzten in ihrem extra für diese Tour neu ausgestatteten Produktions-Truck auch Thunderbolt 2-Erweiterungslösungen von Sonnet ein. Damit konnten sie bei den fünf Konzerten der Rockband eine zuverlässige und redundante Anbindung an Thunderbolt 2-Peripherie sowie den Einsatz hochleistungsstarker PCIe-Karten mit dem Mac Pro und MacBook Pro sicherstellen. Das Abschiedskonzert von Grateful Dead in Chicago wurde auch in vielen deutschen Kinos sowie online per Live-Streaming übertragen.

Die „Fare Thee Well“-Tour brachte sowohl 50 Jahre Bandgründung als auch das voraussichtlich letzte Konzert zusammen. Nach zwei Auftritten im kalifornischen Santa Clara zelebrierte die Band ihren Abschied drei Tage lang im ausverkauften Soldier Field in Chicago. Den Recording- und Broadcast-Service leistete der renommierte Anbieter M3.

„Die größte Herausforderung war der 96K-Workflow. Dafür mussten wir unseren Truck mit neuer Hardware ausstatten“, erklärt Joel Singer, Mitgründer und General Manager von M3. „Wir benötigten vor allem eine ebenso zuverlässige wie platzsparende Thunderbolt-Erweiterung. Die Sonnet-Produkte haben sich bei uns als besonders robust und verlässlich etabliert. Außerdem sind sie das leiseste System, mit dem wir jemals gearbeitet haben. Daher sind Lösungen von Sonnet zum Standard in unserem Equipment geworden. Dass die Produkte auch von Avid, Blackmagic und anderen wichtigen Anbietern zertifiziert wurden, ist ein weiteres Plus.“

Das Sonnet Echo Express III-R Erweiterungssystem und der xMac Pro Server sind zudem eine kostengünstige Lösung für einen Audio-Recording-Workflow direkt vor Ort, der speziell auch in diesem Fall gefragt war. Für die Aufnahme und Übertragung der „Fare Thee Well”-Tour hat M3 zwei Mac Pro 6-Core mit je einem PCIe-Erweiterungsgehäuse für Thunderbolt 2 von Sonnet verbunden. Die Echo Express III-R wurden mit je drei Avid Pro Tools | HDX DSP I/O-Karten ausgestattet, wobei jede Pro Tools | HDX-Karte mit einem MADI I/O Gerät verbunden wurde. So konnte M3 alle 192 Eingangssignale mit 96K verarbeiten. Diese Konfiguration für das Master Recording wurde außerdem für das Sicherheits-Backup dupliziert, zusätzlich wurde als drittes Recording-System ein MacBook Pro eingesetzt, das dank Echo Express III-R und der Pro Tools | HDX-Konfiguration 128 Kanäle in 96K aufnahm.

Für die Videoaufnahme wurde ein weiteres MacBook Pro eingesetzt. Die Experten von M3 haben es an Sonnets Echo Express SE I Thunderbolt 2-Erweiterungssystem für PCIe-Karten angebunden. Dieses wurde mit einer Blackmagic DeckLink Extreme HD PCIe-Recording-Karte ausgestattet. Damit konnte das Postproduction-Team von M3 die Apple ProRes 442 LT-Daten problemlos verarbeiten. Ein weiterer Mac Pro wurde in einem xMac Pro Server von Sonnet untergebracht, sodass an der Thunderbolt 2-Schnittstelle des Macs drei Pro Tools | HDX-Karten und drei MADI I/O-Geräte angeschlossen werden konnten. Für ein sicheres Backup sorgten zwei Mac mini, die in ein 1HE Rack Mac mini Gehäuse von Sonnet eingebaut wurden.

„Bereits seit unserer Gründung in 2008 arbeiten wir erfolgreich mit Lösungen von Sonnet”, so  Singer abschließend. „Die ultraschnellen Datenübertragungsraten, die die Thunderbolt-Technologie ermöglicht, können wir dank der platzsparenden Erweiterungssysteme von Sonnet voll ausschöpfen.  Außerdem haben uns das durchdachte Design der Produkte sowie die gute Qualität überzeugt und nicht zuletzt der hochqualifizierte, zuverlässige Support.”

Info:  www.sonnettech.de

Produktionstruck (Foto: Sonnet)

Phantom der Oper mit Clay Paky, VariLite und Robert Juliat

Uraufgeführt 1986 basiert das Musical „Das Phantom der Oper“ auf dem gleichnamigen Roman des Franzosen Gaston Leroux von 1911. Mit Inszenierungen in 27 Ländern und mehr als 130 Millionen Besuchern gilt es als das erfolgreichste Musical aller Zeiten.

Das Musiktheaterstudio der Anton Bruckner Privatuniversität des Landes Oberösterreich in Bad Leonfelden hatte jüngst von Sir Andrew Lloyd Webber und der Real Useful Group eine Ausnahme für eine Reihe von Aufführungen erhalten. Ingo Kelp, Lichtdesigner, Programmierer und Operator, setzte dafür Clay Paky  A.leda K10, Clay Paky Alpha Profile 700 und Alpha Profile 1500, Philips VariLite VL500D und VL500 Arc und Robert Juliat 1kW und 2 kW (310THPB und 329HPB) Scheinwerfer ein.

Ingo Kelp begründete seine Entscheidung für diese Materialauswahl: „Clay Paky und vor allem auch Philips VariLite sind im Theater die richtige und einzige Wahl, nicht nur wegen der entsprechenden Performance sondern auch wegen der hohen Lichtleistung bei besonders geringen Betriebsgeräuschen. Robert Juliat ist als Hersteller für den Theaterbereich eine gesetzte Größe. Seitdem wir als Company und ich als Designer schon seit 20 Jahren im Theaterbereich tätig sind, habe ich immer in Qualität investiert, um eine entsprechend gute Arbeit abliefern zu können. Abgesehen davon muss die Arbeit auch Spaß machen. Mit diesen Produkten ist das gewährleistet. Die Möglichkeit der kreativen Umsetzung und Gestaltung sowie der zuverlässige Betrieb sind Grundvoraussetzung einer professionellen Produktion.“

„Die verschiedenen Bilder und Handlungsorte wurden nicht nur durch das Bühnenbild sondern auch durch die Lichtstimmungen erzeugt“, erklärte Kelp abschließend. „Eine gute Mischung aus Moving Lights und konventionellem Theaterlicht ermöglicht diese Vielfalt. Zum Beispiel habe ich die Gassen komplett mit den A.leda und Moving Lights ausgestattet.“

Kelp Lightdesign & Conception lieferte das Licht-Equipment, Kelp Medientechnik GmbH Ton und Videoprojektion.

Info: www.lightpower.de

Aufführung Phantom der Oper (Foto: Lightpower)

Projektraum „Deep Space 8K” mit High-End Workstations von XI-Machines

Das Ars Electronica Center Linz präsentiert die Echtzeit-Darstellungen von stereoskopischen sowie interaktiven Inhalten mit 8K-Auflösung und bis zu 120 Hz Bildwiederholungsrate. Herzstück der komplexen Anlage bilden zwei CX4 High Performance Computing Workstations von XI-Machines.

„Deep Space“ ist für das Museum Ars Electronica seit je her ein ganz besonderer Präsentationsraum für 3D-Visualisierungen. Neben wissenschaftlichen Vorträgen über Aufbau und Funktionalität des menschlichen Körpers und gigantischen Punktwolken mit beeindruckenden Abbildungen des antiken Roms wartet der neu konzipierte Projektraum „Deep Space 8K“ auch mit plastischen NASA-Videosequenzen von Sonnenaktivitäten. Darüber hinaus können Besucher dank einem neu entwickelten Lasertracking-System verschiedene Multiplayer-Spiele durch Bewegung steuern.

„Deep Space 8K“ verfügt über eine Wand- und Bodenprojektionsfläche von jeweils 16 x 9 Metern, auf der prämierte High-Resolution-Bilder, -Videos und interaktive 3D-Animationen weltweit erstmalig mit bis zu 120 Hz in Echtzeit dargestellt werden.

Ermöglicht wird dies durch zwei synchronisierte CX4-Hochleistungsrechner von XI-Machines, die sowohl alle Visualisierungen in einer Auflösung von 8K darstellen, als auch in Echtzeit die vom Lasertracking-System „Pharus“ ermittelten Koordinaten von bis zu 30 Personen für interaktive Spiele auf der Projektionsfläche berechnen.

„Unsere Workstations werden häufig für Echtzeit-3D-Projektionen auf großen Flächen eingesetzt. Die im aktuellen „Deep Space 8K“ in Super Hi-Vision erzeugten Darstellungen ließen sich aber bisher nicht in Echtzeit in einem hohen Detailgrad als 3D-Projektion realisieren. Das Besondere an diesem weltweit einzigartigen Projekt war für uns deshalb die technische Herausforderung, im täglichen Museumseinsatz Videos, Bilder und 3D-Animationen in 8K-Auflösung und einer Bildwiederholungsrate von 120 Hz sowie Tracking-Daten in Echtzeit ausgeben zu können“, sagt Patrick Strenge, XI-Machines Geschäftsführer. „Der dabei anfallende Datenstrom von circa 23 Gigabyte pro Sekunde ist gewaltig und entspricht fast dem gesamten Datenvolumen einer Bluray Disk. Diese Informationsmenge lässt sich aber nur mit modernster Hardware bewältigen. Nach umfangreichen Tests und in enger Abstimmung mit den Entwicklern vom Ars Electronica Future Lab wurde schließlich eine Sonderanfertigung zweier CX4 High Performance Computing (HPC) Workstations mit High-End Grafikbeschleunigern für eine bildsynchrone Wiedergabe beider Projektionsflächen entwickelt.

Jedes dieser Systeme verfügt über eine Rechenleistung von circa 25.000 GFlops. Das entspricht in etwa 200 konventionellen Bürorechnern. Beide CX4 erzeugen Videodaten für insgesamt acht Christie Mirage 304K-Projektoren, die jeweils eine 4K-Auflösung bereitstellen und mit imposanten 30.000 ANSI-Lumen sowie einem Kontrast von 2.000:1 die Wand- und Bodenfläche beleuchten. Das Ergebnis ist beeindruckend: Gestochen scharfe Bilder und flimmerfreie 3D-Animationen garantieren ein weltweit einzigartiges, visuelles Erlebnis und belegen eindrucksvoll, wie faszinierend die Kombination aus Wissenschaft, Kunst und modernster Technik sein kann“, so Strenge weiter.

Die für das „Deep Space 8K“ entwickelten CX4-Workstations verfügen neben zwei leistungsstarken Intel XEON E5 Prozessoren der neuesten Generation über jeweils vier synchronisierte Nvidia Quadro M6000-Grafikbeschleuniger mit insgesamt 48 Gigabyte Grafikspeicher, die zusammen eine bildsynchrone Wiedergabe von 3D-Inhalten mit 120 Hz ermöglichen.

Info: www.xi-machines.com

Anwendungen im Deep Space 8K (Fotos: XI-Machines)

Multimedia-Ausstellung zum Mauerfall mit Viewsonic

Mit einer mehrwöchigen Multimedia-Ausstellung unter dem Motto „Der Fall der Mauer – das Erlebnis“ beginnen die Vorarbeiten zum Deutschen Mauerfallmuseum, das Ende 2016 in Berlin eröffnet werden soll. Als exklusiver Technologiepartner unterstützt ViewSonic die umfangreiche Ausstellung an der East Side Gallery, die unter anderem auch von Michail Gorbatschow gefördert wird, mit über 50 Projektoren, interaktiven Displays, WiFi-Videoübertragung sowie groß- und kleinformatigen Displays. Die Veranstalter erwarten dazu in den kommenden Wochen bis zu 100.000 Besucher.

Aus Anlass von 25 Jahre Deutsche Einheit wird am 28. August 2015 die Ausstellung „Der Fall der Mauer - Das Erlebnis" auf dem früheren Yaam-Gelände an der East Side Gallery eröffnet. Das Mauerfallmuseum selbst, das gemeinsam mit dem früheren sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow gestaltet wird, wird 2016 in Berlin eröffnen und auch eine Presidential Library beinhalten. Die multimedial gestaltete Ausstellung erzählt in zwölf spannend gestalteten Räumen deutsch-deutsche Geschichte vom Ende des 2. Weltkriegs bis zum „schönsten Tag der Deutschen".

Die Ausstellung dient dem Zweck, die Wiedervereinigung emotional mitzuerleben sowie zum Jubiläum der Deutschen Einheit für künftige Generationen Zusammenhänge spannend dazulegen. Die Ausstellung präsentiert unter anderem auch Original-Interviews mit Opfern und Tätern der Mauer. Ebenso wird die künstlerische Auseinandersetzung mit der Mauer gewürdigt, von Roger Waters „The Wall“ über „The Wind of Change“ der Scorpions bin hin zu einem Mauererlebnis von Leonardo DiCaprio.

„Die Ausstellung arbeitet mit historischen Quellen sowie Interviews, dazu Installationen, raffinierten Multimediaprojektionen und Filmen. Zu den Beratern gehörten bislang beispielsweise Filmemacher Jürgen v. Ast und Dr. Guido Knopp“, berichtet Roland Lunck, Countrymanager bei ViewSonic in der D-A-CH Region. „Wir unterstützen dieses einmalige Projekt mit großer Begeisterung. Damit die Ausstellung so eindrucksvoll und interaktiv wie möglich wird, beteiligen wir uns mit einer großen Zahl an Geräten, die dabei helfen die Geschichte zum Leben zu erwecken.“

Im Rahmen der Ausstellung setzt ViewSonic eine Vielzahl an Displays, Touchscreens, Mini-PCs und Projektoren ein, die auch im späteren Mauerfallmuseum die Besucher  eingesetzt werden. Dazu gehören unter anderem mehrere Ultra-Kurzdistanzprojektoren, mobile Projektoren, zahlreiche Displays vom Typ VA951s, großformatige Bildschirme, interaktive Kiosk-Displays sowie Large Format Displays. Außerdem kommen All-in-One PC sowie über 50 Mini-PC zum Einsatz.

„Diese großangelegte Projekt ist für die Besucher eine einmalige Chance, deutsche Geschichte mit allen Sinnen und somit auch hochemotional zu erleben“, fasst Roland Lunck zusammen. „Wir freuen uns auf die Chance im Rahmen der Ausstellung den Beweis dafür zu liefern, was heutzutage mit moderner Technologie aus dem Bereich Video und Audio möglich ist.“

Info: www.viewsoniceurope.com