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Eventmanager des Jahres

Technologie von Lawo bei den Australian Open

Für die Fernsehübertragung der Australian Open, dem ersten großen internationalen Tennis-Event dieses Jahres, brachte Rental Provider Gearhouse Broadcast neun mc²56 Audiomischpulte von Lawo ins australische Melbourne, zusammen mit 21 Lawo V__pro8 Videoprozessor-Einheiten und einem Nova73 HD Router.

Auch Lawo Mitarbeiter waren in „Down-Under”, um dort Gearhouse Broadcast beim Aufbau und der Inbetriebnahme der Lawo Systeme zu unterstützen. Von den neun mc²56 Mischpulten sind fünf über eine Nova73 HD vernetzt, um die Soundfeeds für den Hostbroadcaster Tennis Australia bereitzustellen. Vier der Konsolen sind im Einsatz, um den Ton von der Rod Laver Arena, der Hisense Arena, der Margaret Court Arena und den Courts 2, 3, 6 und 8 zu liefern. Mit einem weitere mc²56 wird der Worldfeed für die Rechteinhaber gemischt. Alle Stageboxen sind über die als zentralen Router eingesetzte Nova73 HD miteinander vernetzt und mittels Zugriffsrechte-Management den entsprechenden Regien zugeordnet. Das abgemischte 5.1 Surroundsignal wird den V__pro8 Einheiten zum Embedden übergeben.

„Der Aufbau eines Systems mit Flexibilität bei der Signalverteilung war der entscheidende Faktor bei der Ausarbeitung des Konzepts – und daher entschieden wir uns für eine vernetzte Lösung. Während es in den ersten Tagen auf den Courts einige Überraschungen im Turnier gab, erwies sich die technische Infrastruktur als sehr zuverlässig – wie wir das auch erwartet hatten,“ so Nick Bowey, Senior Audio Engineer bei Gearhouse Broadcast.

„Die systemimmanente Stabilität des vernetzten Systems gab uns umfassende und direkte Kontrolle über die Signale mit erweiterter Routingkapazität über sechs Systeme hinweg. Wir konnten auch eine ganze Reihe von Backup-Regien bereitstellen, indem wir die im Netzwerk vorhandenen Signale verteilten und duplizierten“, erklärt Bowey. „Der Hostbroadcaster Tennis Australia ist hochzufrieden mit diesem Setup und der immanenten Redundanz, und die Toningenieure lieben es, mit den Lawo Konsolen zu arbeiten“, so Bowey weiter.

Gearhouse Broadcast lieferte noch weitere mc²56 Mischpulte an die Rechteinhaber ESPN, Tennis Channel, Channel 7 und Wowow.

Eine der größten Installationen ist die des lokalen Broadcasters Channel 7. Die dort eingesetzte Konsole ist ein mc²56 MKII mit 48 Fadern plus einem zusätzlichen 16-Fader Kanalmodul. Alle Layer der Fader sind mit den Kanälen von fünf DSP Karten belegt. Das Mischpult wird im Split Mode mit zwei getrennten Abhörwegen gefahren.

Info: www.lawo.com

Regie bei den Australian Open (Foto: Lawo)

Lobo Laser-Display im Mercedes-CES Showcar eingesetzt

Der autonom fahrende Mercedes-Prototyp F 015 nutzt ein integriertes Laser-Display zur Kommunikation mit Fußgängern und anderen Fahrzeugen. Am 5. Januar präsentierte Daimler-Chef Dieter Zetsche in seiner Keynote zur Unterhaltungs-Elektronikmesse CES dem erstaunten Publikum die Zukunftsvision von Mercedes zum autonomen Fahren in Form des spektakulären Prototypen „F 015 – Luxury in Motion“.

Ein zentraler Aspekt des Prototypen war die Kommunikation eines autonomen Fahrzeugs mit der Außenwelt. Ein in den Mercedes-Stern des Fahrzeugs integrierter, hochgradig miniaturisierter Laserprojektor, der vom Aalener Laserspezialisten Lobo speziell für dieses Show Car entwickelt worden war, erlaubt es auf die Fahrbahn vor dem Auto eine Vielzahl an Informationen zu projizieren – darunter Abstandsinformationen und Warnungen an Fußgänger oder andere Fahrzeuge.

Was bei normalen Fahrzeugen eine freundliche Geste des Fahrers gewesen wäre, um einem Passanten anzudeuten, dass er ihm beim Überqueren der Straße den Vortritt lässt, erledigt dieser Prototyp, indem er mit Laser einen Zebrastreifen auf die Fahrbahn projiziert, der einen Fußgänger optisch und akustisch zum Überqueren der Straße auffordert.

Info: www.lobo.de

Laserprojektion des Mercedes-CES Showcar (Foto: Daimler)

Habegger konstruiert Countdown-Turm für Song Contest

Mit dem Countdown-Turm der Firma Habegger ist die verbleibende Restzeit bis zum großen Finale des Song Contests am 23. Mai 2015 im Herzen von Wien für alle sichtbar. Auf vier Seiten zeigt die acht Meter hohe und fast fünf Tonnen schwere Säule mit einer Standfläche von neun Quadratmetern auf stromsparenden LED-Bildschirmen die verbleibenden Tage, Stunden, Minuten und Sekunden im Countdown an.

Die wind- und wetterfeste Konstruktion aus Eisen und 40 LED-Modulen kann durch eine neue Zuspieltechnologie über Internet rasch mit Inhalten beschickt und ferngesteuert werden und ermöglicht die exakte Umsetzung des Song-Contest Corporate Designs in hoher Auflösung. Zweieinhalb Wochen vom Startschuss bis zur Aufstellung benötigte Habegger-Projektleiter Michael Artner für die Umsetzung des Countdown Turms.

Info: www.habegger-austria.at

Silvester-Party in Berlin erneut mit Equipment von ROBE

Am 31. Dezember – und bis weit in den nächsten Tag hinein – feierten in der deutschen Hauptstadt wieder einmal rund eine Million Besucher den Jahreswechsel auf der Straße des 17. Juni zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule. Acts wie Laith Al Deen, Tokio Hotel und die Hermes House Band sowie ein spektakuläres Feuerwerk begleiteten die Besucher einer der weltweit größten Silvesterfeiern in das neue Jahr. Am Erfolg der Party hatte auch die Lichttechnik von ROBE ihren Anteil, die schon lange zur Standard-Ausstattung bei dieser Veranstaltung zählt.

Zum Einsatz kamen an der Hauptbühne am Brandenburger Tor und an der Partymeile auf der Straße des 17. Juni insgesamt 16 Robin MMX Spot, 18 Robin MMX WashBeam und 64 Robin Pointe von ROBE. Der Pointe dominierte dabei wie schon im Vorjahr das Bühnenbild und die Partymeile. Seine flexible Verwendung als Beam und Spot ermöglichte es, auf unterschiedlichste Showsituationen zu reagieren. Im Publikumsbereich auf der Meile wurde die Anzahl der ROBE Pointes im Vergleich zum letzten Mal noch einmal aufgestockt. Sie ersetzten die bislang eingesetzten 4-kW-Beams.

Basierend auf den Erfahrungen aus dem Vorjahr tauschten die Verantwortlichen das Führungslicht und auch wesentliche Bestandteile des Frontlichts auf der Bühne von großen Stufenlinsen gegen den MMX WashBeam. Der WashBeam ermöglicht eine wesentlich differenziertere Weißlichtsituation auf der Bühne und schafft so mehr Raum für Stimmungen und Bilder. Das Movinglight mit den Torblenden ist ein wertvolles Tool für Weißlichtsituationen, in denen schnell und flexibel reagiert werden muss.

Die Robin MMX Spot wurden vornehmlich für die Gestaltung des Bühnenbodens genutzt. Sie kamen unter anderem für die Projektion von Bildern und Gobos auf dem Bühnenboden zum Einsatz und unterstützten so die Auftritte der Künstler für die TV-Übertragung.

Als besonderes Highlight kamen auf der Hauptbühne außerdem zwölf Einheiten LaseArray in der „blauen Version“ zum Einsatz. Die weit ins Publikum reichenden Beams der Pointe wurden in den Moderationspassagen durch die zwölf LaseArrays abgelöst. Die parallel verlaufenden Laser strahlten über die Köpfe des Publikums hinweg die „Meile“ entlang – ein Effekt, dessen Wirkung mit größer werdender Entfernung immer spektakulärer wirkte. Es entstand der Eindruck einer nicht endenden „Lichtstraße“.

Für das Lichtdesign, die Medienserver und den Künstler-Content zeichnete Lars Murasch für TLT verantwortlich, die Realisation des Weißlichts übernahm Torsten Siebert. Das gesamte ROBE-Equipment sowie 60 Litecraft OutLED und BattLED AT10, die für die Ambientebeleuchtung eingesetzt wurden, stammte aus dem Gerätepark der Rental Company TLT Event AG. Die LaseArray stammten aus dem Berliner Raum. Lichttechnischer Leiter war Helge Rabethge von TLT, während die gesamttechnische Leitung erneut bei Philipp Wiebusch von Wohlthat-Entertainment lag. Das Set-Design entwickelte Jens Meinecke von Steel Visign GmbH. Veranstalter waren die Silvester in Berlin GmbH mit Willy Kausch und Rainer Wohlthat zusammen mit dem ZDF.

Info: www.lmp.de

Silvester vor dem Brandenburger Tor (Foto: David Marschalsky)

 

 

Quantum of the Seas sticht mit VSM-System an Bord in See

Im November 2014 ist das drittgrößte Kreuzfahrtschiff der Welt, die Quantum of the Seas, in ihre Jungfernfahrt in die Karibik gestartet. Das Schiff besticht nicht nur durch seine Dimensionen, sondern setzt auch bei technischer Ausstattung und Entertainment-Angebot Maßstäbe. Als Steuerungssystem der Broadcasttechnik setzt die Rederei Royal Caribbean International auf ein VSM System von L-S-B Broadcast Technologies. Mit mehreren Eventlocations und 36 IPTV-Kanälen an Bord bietet die Quantum of the Seas viel Programm. Darüber hinaus werden erstmals auf einem Kreuzfahrtschiff alle Videosignale komplett in HD produziert und ausgespielt. Um den Content auf dem Schiff zu produzieren, zu sammeln und zu verteilen ist das VSM-Broadcast Steuerungssystem integraler Bestandteil der Broadcasttechnik. Als verantwortlicher Systemintegrator während der Bauphase fungierte das finnische Unternehmen TV Tools.

Die Quantum of the Seas verfügt über vielfältige Freizeitangebote: unter anderem ein Fallschirmsprungsimulator (iFly by RipCord), ein Flowrider Surfareal, Kletterwand, Autoscooter und die obligatorische Poollandschaft. Für Theateraufführungen, Varieté, Musik oder Musical stehen vier Bühnen, Theater oder Multifunktionsräume zur Verfügung. Eine Attraktion ist die Multifunktions-Location Two70° am Heck des Schiffes. Bei Tag fungiert der Raum als Lounge und die Fensterfront bietet einen 270° Rundumblick. Am Abend wird Two70° zur Eventlocation mit Bühnenshows bei denen die Fensterfront als Leinwand benutzt wird. 15 4K Panasonic und Barco Projektoren projizieren ein gestochen scharfes Bild auf die 50 Meter breite und 15 Meter hohe Fläche. In Two70° befinden sich zusätzlich sechs, durch Roboterarme gesteuerte 100“ 4K Monitore. Bei einigen Programmpunkten werden diese Bildschirme in die Choreographie mit einbezogen. Weitere Locations sind die Music Hall, das Royal Theatre (1.100 Plätze) mit der Broadway Produktion des Musicals Mamma Mia oder das SeaPlex, das für Autoscooter, Fußball, Basketball oder als Rollschubahn genutzt werden kann.

Herzstück der Broadcastinfrastruktur ist das Broadcast Control Room, in dem alle Fäden zusammenlaufen. Hier werden alle eingehenden und ausgehenden Signale gesammelt, bearbeitet und verteilt. Die Steuerung des Broadcast Control Rooms übernimmt das VSM-System. Die Einspeisung der Signale der 20 Satelliten-Receiver und selbstproduziertes oder in den Locations mitgeschnittenes Material wird hier vorgenommen. Weitere Regien befinden sich in den jeweiligen Eventlocations, die ebenfalls lokal von VSM gesteuert werden.

Im Broadcast Control Room hat das VSM-System Zugriff auf alle wichtigen Komponenten, darunter die komplette Riedel-Hardware des MediorNet zur Audio-Steuerung, die Video Router (Evertz Xenon 128x128), Multiviewer (Evertz VIP-X), das Signal Processing Equipment von Evertz sowie weitere Hardware, wie zum Beispiel mehrere AJA KiPro HD-Recorder. VSM steuert unter anderem die Koppelpunkte, Tally, Tielines, Audio-Follow-Video und Labelling. Im BCR sind die Audiosignale über eine Lawo Crystal Konsole geroutet. Hier hat VSM direkten Zugriff auf die Parametersteuerung, Snapshots und das Routing der Signale auf die Fader. Weiterhin steuert das VSM-System mehrere Projektoren und rund 26 Bildschirme auf dem gesamten Schiff. Zusätzlich spricht das VSM-System auch Projektor-Lifts und Leinwände an.

Die Verteilung des Contents über Transcoder an die bordeigenen 36 IPTV-Kanäle wird ebenfalls im Broadcast Control Room vorgenommen. Von diesen 36 Kanälen sind 10-15 für eigene Produktionen reserviert. Alle Audio-, Video- und Intercom-Signale an Bord werden über ein Riedel MediorNet mit 30 Nodes verteilt – das derzeit größte festinstallierte System weltweit. Über 21 sogenannte Kamera-Boxen, die über das gesamte Schiff verteilt sind, können Kamera- und Audio-Equipment in das MediorNet integriert werden.

Das VSM-System auf der Quantum of the Seas arbeitet in einem Server-Cluster und bietet hohe Ausfallsicherheit. Durch die Implementierung des von L-S-B entwickelten offenen Protokolls Ember+ wurde eine tiefer greifende Integration des Steuerungssystems mit bestehender Hardware erreicht, so beispielsweise bei den AJA KiPro HD-Recordern oder dem eingesetzten Showsystem Pandoras Box von coolux.

Die Steuerung des Broadcast Control Rooms erfolgt über mehrere softwarebasierte VSM Benutzeroberflächen. In den einzelnen Locations werden TTP10 Panels von L-S-B eingesetzt – touchpad Displays, die als stand-alone PC arbeiten und auf denen die vsmPanel Software installiert ist. Es besteht kein Bedarf für zusätzliche PC workstations.

Die Zuverlässigkeit des VSM Steuerungssystems sowie seine Flexibilität in Hinblick auf die verwendete Hardware ermöglicht es den Usern vor Ort, sich ganz ihre Hauptaufgabe zu widmen: die Produktion und Verteilung von außergewöhnlichem Content für und zu den Pasagieren. Hier setzt die Reederei Royal Caribbean Maßstäbe und stellt hohe Anforderungen an die Broadcast-Infrastruktur. Durch die Möglichkeiten des VSM-Systems kann der Kunde mit relativ kleinem Hardwareeinsatz das komplexe System an Bord steuern. Darüber hinaus stellt VSM eine zukunftssichere Investition dar, die dem Kunden die nötige Flexibilität für zukünftige Änderungen in Hinblick auf die verwendete Hardware, Workflows oder Designs bietet.

Die gerade in Dienst gestellte Quantum of the Seas ist der Start einer neuen Schiffsklasse für Royal Caribbean International. Weitere zwei Schiffe der Quantum-Klasse sind in der deutschen Meyer Werft in Bau. Auch bei diesen wird VSM als umfassendes Broadcast Steuerungssystem in Einsatz sein.

Info: www.l-s-b.de

Eventbereiche auf dem Schiff, Broadcast Control Center, Image TTP 10 mit VSM zur lokalen Steuerung der Venues (Foto: L-S-B Broadcast Technologies)